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Spanischer König konsultiert andere Herrscherhäuser zu COVID-19

Das Königspaar hält sich per Videokonferenzen auf dem Laufenden, wie es um die Krankheitsbekämpfung in Spanien steht.

Der spanische König Felipe VI. hat eine Reihe an Konsultationen mit anderen Monarchen zur Corona-Pandemie durchgeführt. So sprach er unter anderem mit der britischen Königin Elisabeth II. und Kronprinz Charles, Kaiser Naruhito und dem marokkanischen König Mohammed VI. Auch mit Staatschefs von schwerer von Corona betroffenen Republiken wie den USA führte er Gespräche. Dabei ging es um die internationale Solidarität unter betroffenen Ländern. Es darf vermutet werden, daß der König sowohl versucht hat, für die aktuellen Nöte spanischer Krankenhäuser eine Lösung zu finden, als auch über Maßnahmen zur Linderung der zu erwartenden Wirtschaftskrise in der Zeit nach Corona zu diskutieren. Spanien ist von der Anzahl der Toten pro 100.000 Einwohner das am zweitschwersten von der Pandemie betroffene Land nach Belgien. Da die Sterblichkeit in den vergangenen Monaten ungewöhnlich hoch war und dies nicht alles von den offiziellen Zahlen zu den COVID-Toten abgedeckt wird, muß davon ausgegangen werden, daß diese Zahlen in Wirklichkeit noch viel höher sind. Die Zentralregierung hat in der Krise kein gutes Bild abgegeben, da noch Anfang März große Veranstaltungen wie Fußballspiele zugelassen waren und zu Demonstrationen zum Frauentag sogar von offizieller Stelle aufgerufen wurde. Es fehlt derzeit an Sanitätsmaterial und Schutzbekleidung und die spanischen Bundesländer versuchen mittlerweile selbst, Material zu besorgen. Die spanische Wirtschaft wiederum hatte sich nach der Finanzkrise von 2009 zwar auf niedrigem Niveau stabilisiert, jedoch ist das Land vom weltweiten Einbruch der Tourismusbranche besonders betroffen und die hohe Staatsverschuldung macht es schwierig, die Ökonomie mit staatlichen Investitionsprogrammen wiederzubeleben.

König Felipe bei einem seiner jüngsten Besuche bei den Polizeieinheiten des Landes.

Neben den Konsultationen anderer Staatsoberhäupter läßt sich der König auch ständig über die Situation in spanischen Krankenhäusern berichten, so besuchte er ein im Zuge der Krise eingerichtetes Feldkrankenhaus in Madrid und sprach per Videokonferenz mit der Führung verschiedener Krankenhäuser auf den Kanarischen Inseln.    L.R.

Thronfolgeregel im Commonwealth ist endgültig angenommen:

Separatisten scheitern gegen die Krone in Kanada

Die letzten Gefechte um die Änderung der britischen Thronfolgeregeln wurden jetzt in Kanada geschlagen. Bereits 2011 einigten sich die Premierminister der Staaten, die die Königin als ihr Staatsoberhaupt anerkennen, darauf, daß künftig das erstgeborene Kind unabhängig vom Geschlecht die Thronfolge antreten könne und Brüder nicht mehr vorrechtlich gegenüber ihren Schwestern behandelt werden. Australien nahm als letztes Land 2015 die Änderungen an, Kanadas Parlament verabschiedete sie schon 2013. Doch in Quebec nahmen Separatisten das Gesetzeswerk zum Anlaß, gegen die Krone, gegen den Änderungsprozeß und überhaupt gegen Kanada vorzugehen.

Alle kanadischen Münzen werden im Namen der Königin geschlagen: Deo Gratia Regina – Königin von Gottes Gnaden von Kanada.

Der Oberste Gerichtshof Kanadas hat am 23. April in Ottawa den Einspruch gegen die neuen Thronfolgeregelungen letztinstanzlich verworfen. Zuvor hatte bereits im Oktober 2019 der Oberste Gerichtshof von Quebec die Beschwerde der Juraprofessoren Patrick Taillon und Geneviève Motard abgewiesen. Die Professoren hatten argumentiert, die Thronfolgeregelung sei Bestandteil der kanadischen Verfassung und alle Änderungen der Verfassung müßten von jeder kanadischen Provinz parlamentarisch behandelt und per Einzelabstimmung angenommen werden. Natürlich hofften sie darauf, daß hier und da ein Provinzparlament sich der Neuerung widersetzen und so das ganze Gesetzeswerk in Gefahr bringen würde.

In Quebec hatte der oberste Richter Claude Bouchard geurteilt, die Person, die im Vereinigten Königreich König oder Königin werde, sei automatisch Monarch in Kanada, deshalb erfordere die Thronfolgeregelung keine Änderung der kanadischen Verfassung. Mit der Nichtannahme der Urteilsbeschwerde aus Quebec haben die obersten Richter nicht nur für das nordamerikanische Dominion endgültig Recht gesprochen, sondern für alle Commonwealth-Länder. H.S.

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Die vollständige 234. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 234

Inhalt der 234. Ausgabe:

    • Spanischer König konsultiert andere Herrscherhäuser zu COVID-19
    • Haus Hohenzollern: Der Vergleich zu Burg Rheinfels
    • Australien: Republikaner spielen die Religionskarte
    • Separatisten scheitern gegen die Krone in Kanada

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