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Die Pest in Preußen

Zwischen den Jahren 1709 und 1711 tobte die schwarze Pest letztmalig in Preußen. Pestausbrüche hatte es dort vorher schon gegeben, jedoch war dieser der schlimmste und wurde zusätzlich dadurch verstärkt, daß die Bevölkerung durch Mißernten und extrem kalte Winter in den vorangegangenen Jahren geschwächt war. Während der Krise wurden vor allem Einreisebeschränkungen erlassen, die Menschen aus dem benachbarten Polen, wo die Pest noch schlimmer wütete, am Übertreten der Grenze hindern sollten. Es wurden auch Quarantänemaßnahmen verhängt und Städte wie etwa Königsberg abgeriegelt. Das alles war jedoch vergeblich und am Ende starb geschätzt mehr als ein Drittel der Bevölkerung, viele flüchteten in Wälder und ganze Ortschaften waren menschenleer. Dies geschah noch während der letzten Jahre des ersten preußischen Königs, Friedrichs I., auch wenn der Kronprinz, der spätere Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., bereits teilweise die Regentschaft ausübte. Unter König Friedrich lief der Wiederaufbau trotzdem schleppend. In den letzten Zügen der Pest wurden zwar Neusiedler angeworben und die angestammte Bevölkerung wurde aufgefordert, sich wieder in ihre Häuser zu begeben. Die Epidemie war allerdings noch nicht vorbei und viele dieser Menschen fielen ihr dann doch noch zum Opfer. Als Friedrich I. 1713 starb, nahm sich der Soldatenkönig des Themas persönlich an. Anders als Friedrich I. besuchte er noch im ersten Jahr seiner Herrschaft 1713 Ostpreußen und weilte eine Zeit in Insterburg, um den Wiederaufbau persönlich anzuleiten, verwüstete Güter wieder in Betrieb zu nehmen und den Handel zu fördern.

König Friedrich Wilhelm I. repeuplierte die devastierten Gebiete Preußens auch mit Flüchtlingen.

Dies war die Politik des sogenannten „Rétablissements“. Es wurde auch versucht, den Bevölkerungsschwund durch Neuansiedlungen von aus anderen Ländern wie zum Beispiel Österreich geflohenen Protestanten zu begegnen. Für Ostpreußen folgte eine Blütezeit wirtschaftlichen Wachstums und Friedens unter jenem König, der die Soldaten liebte, aber den Krieg haßte, und der oft in Ostpreußen war. Sein Nachfolger Friedrich der Große nahm sich zunächst auch seiner östlichsten Provinz an. Nachdem die ostpreußischen Stände im siebenjährigen Krieg jedoch der russischen Zarin gehuldigt hatten, besuchte er die Provinz nie wieder und behandelte sie stiefmütterlich. Eine neuerliche Aufmerksamkeit wurde ihr erst unter Friedrich Wilhelm III. zuteil, der nach der Niederlage gegen Napoleon eine Zeit lang dort residierte. L.R.

Dänemark übt Ständchen zum 80. Geburtstag der Königin ein

Königin Margrethe II. von Dänemark feiert am 16. April ihren 80. Geburtstag. Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage hat sie alle öffentlichen Feiern abgesagt, aber die Dänen wären nicht die als besonders königstreu bekannten Untertanen, wenn sie nicht ihrer Königin ihre Reverenz erwiesen: In die speziell zum Königinnengeburtstag gegründete Facebookgruppe „Denmark sings for the Queen!“ haben sich 165.000 Mitglieder eingeschrieben und sie proben für Samstag, den 21. April einen dänemarkweiten Chor. Jeder für sich zuhause kann das Loblied auf die Königin anstimmen. H.S.
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Die vollständige 233. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 233

Inhalt der 233. Ausgabe:

    • Die Pest in Preußen
    • Der Papst erklärt seine Titel zu historischen Relikten
    • Islamische Republik beharrt auf offenen religiösen Stätten
    • Mit königlicher Ermutigung durch die Corona-Krise

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