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Erster deutschlandweiter Hohenzollerntag

Burg Hohenzollern, ein Hohenzollernort par excellence

Ungeachtet der gegenwärtigen Kontroverse um die Rückgabe von Kunstgütern durch Bund und Länder an die Hohenzollern fand am 12. Oktober der erste Hohenzollerntag an vierzehn Orten in Deutschland sowie in Haus Doorn in den Niederlanden statt. Bereits im Vorfeld hatten sich 20 Orte, deren Geschichte eng mit den Hohenzollern verbunden ist, zusammengeschlossen, um mit den Hohenzollern auf der Seite https://www.hohenzollern-orte.de/ für sich zu werben. Dabei gibt sich die Seite durchaus modern: So wurde zu einem Photowettbewerb aufgerufen, im Zuge dessen über Instagram die schönsten Photos der mit den Hohenzollern verbundenen Orte eingereicht werden konnten. Die Seite scheint auch regelmäßig aktualisiert zu werden. Als Betrei-ber wird eine „FTM FrankenTourismus Marketing GmbH“ genannt. Auch wenn diese begrüßenswerte Initiative also leider einmal wieder nicht von Brandenburg ausgeht, ist es umso schöner, daß man sich vor allem in Franken der Erinnerung an die Hohenzollern annimmt. So werden Veranstaltungen dann eben auch vor allem in Franken beworben. Leider erfuhr der erste Hohenzollerntag im Vorfeld aber nur wenig mediale Aufmerksamkeit, erst Anfang Oktober erfuhr man allmählich von den bevorstehenden Veranstaltungen und auch wir berichteten nicht, da wir von dem Tag schlichtweg keine Kenntnis hatten. Trotzdem kann der 1. Hohenzollerntag als ein Erfolg und der Beginn einer schönen und wichtigen Tradition gesehen werden, den es in der Zukunft weiter zu bewerben gilt, und dem sich weitere Städte und Orte anschließen sollten.

Im Rückgabestreit mit den Hohenzollern setzt sich in der Presse im übrigen langsam die Erkenntnis durch, daß deren Forderungen vor Gericht mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit Erfolg haben würden, auch wenn der brandenburgische Noch-Finanzminister Christian Görke (Die Linke), der momentan eigentlich mit dem Räumen seines Schreibtischs beschäftigt sein sollte, in Interviews weiter gegen die Hohenzollern schießt und auch immer mal wieder der bis dato weniger bekannte Historiker Malinowski zitiert wird, den die brandenburgische Regierung als Gutachter gegen den renommierten Christopher Clark ins Feld geführt hatte, um einen vermeintlichen Vorschub des Nationalsozialismus durch das preußische Königshaus zu belegen. Das sind aber Rückzugsgefechte. Die Bundesregierung versuche demnach momentan, sich mit den Hohenzollern dahingehend zu einigen, daß Kunstschätze von nationaler Bedeutung nicht ins Ausland ausgeführt werden sollen. Auch ein Wohnrecht in Cecilienhof soll es nicht geben, was sehr schade ist, da dem Prinzen eine offizielle Rolle so weiter verweigert wird. Trotzdem ist eine Einigung sehr viel wahrscheinlicher, als noch im August. Die ganze Situation ist dabei sicher nicht optimal, da die Kulturgüter natürlich weiter der Öffentlichkeit zugänglich sein sollten, was Prinz Georg Friedrich auch grundsätzlich zugesichert hat, wofür es aber im Einzelfall nie eine vollständige Garantie geben kann. Ob weitere Familien den Hohenzollern folgen und ihr Recht einfordern, muß abgewartet werden. Dies alles hätte sicher vermieden werden können, wäre es nach der Wende 1990 zu einer Regelung gekommen, bei denen die alten Familien ihre Immobilien zurückbekommen und beispielsweise als Auflage bekommen hätten, die Kunstgüter dort zu belassen. So rächt sich, was damals versäumt wurde. L.R.

Herzog Ludwig von Württemberg verstorben

Der Chef des Hauses Württemberg muß binnen anderthalb Jahren einen weiteren Todesfall beklagen. Nach dem tödlich verunglückten Hauserben Herzog Friedrich im Mai 2018 ist am 6. Oktober 2019 Herzog Ludwig Albrecht von Württemberg (*23. August 1930) in Weingarten verstorben.

Herzog Ludwig von Württemberg (23. August 1930 – 6. Oktober 2019)

Als erstgeborener Sohn von Herzog Philipp Albrecht und Herzogin Rosa von Württemberg war er eigentlich prädestiniert, einmal an der Spitze des Hauses Württemberg zu stehen, doch am 29. Juni 1959 und nochmals am 19. Januar 1960 in Altshausen verzichtete er für sich und seine Nachkommen auf seine etwaigen Thronrechte und die Mitgliedschaft zum königlichen Haus.

Am 16. Februar 1960 ehelichte er Freifrau Adelheid von und zu Bodman. Sie ließen sich 1970 wieder scheiden. Das Paar hatte drei Kinder. Am 14. August 1972 heiratete Herzog Ludwig Angelika Kiessig. Die Eheleute wurden 1988 geschieden. Dieser Ehe entstammte ein weiteres Kind.

Im Gegensatz zu anderen Häusern, wo die freiwillig geleistete Verzichtserklärung des Erstgeborenen nach dem Tod des Vaters angesichts des verlorenen Erbes zu langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen führte, die sogar die obersten bundesrepublikanischen Instanzen beschäftigten, blieb das Haus Württemberg von solch unschönen Querelen verschont. Herzog Ludwig arbeitete als Innenarchitekt und war zu allen großen Feierlichkeiten in Altshausen, dem heutigen Stammsitz der Familie, eingeladen. Seinem Bruder, Herzog Carl von Württemberg, gilt unser Mitgefühl.  H.S.
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Die vollständige 225. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 225

Inhalt der 225. Ausgabe:

  • Erster deutschlandweiter Hohenzollerntag
  • Herzog Ludwig von Württemberg verstorben
  • Von Büchern und Blumen im Königreich Norwegen
  • Schweden verkleinert Königshaus

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