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Friedrich II. von Baden – Letzter regierender Grossherzog des Hauses Zähringen

Großherzog Friedrich II. machte formal den Weg frei für die badische Republik mit der Unterzeichnung der Abdankungsurkunde vom 22. November 1918.

Friedrich II. (geboren 9. Juli 1857 in Karlsruhe, gestorben 9. August 1928 in Badenweiler), war der vorläufig letzte Großherzog des Landes Baden und regierte von 1907 bis 1918. Als Sohn des Großherzogs Friedrich I. und seiner Frau Luise, geborene Prinzessin von Preußen, erhielt Friedrich II. zunächst Privatunterricht, bevor er auf das Großherzogliche Friedrich-Gymnasium Karlsruhe wechselte. Friedrich legte die Abiturprüfung 1875 ab und er trat anschließend in den Militärdienst ein. Wie viele andere Monarchen in seiner Zeit studierte auch er Staats- und Rechtswissenschaften sowie Geschichte an der Universität Heidelberg. Am 20. September 1885 heiratete er die Prinzessin Hilda von Nassau. Die Ehe blieb kinderlos, jedoch adoptierten die beiden den Sohn des letzten kaiserlichen Reichskanzlers Prinz Max von Baden, Berthold.

Nach dem Tod Groβherzog Friedrichs I. übernahm Friedrich II. 1907 die Regierungsgeschäfte. Er führte die liberale Politik seines Vaters fort. Während seiner Amtszeit kam es zu Gründungen von neuen Schulen und der Förderung der Kunst. Während der Novemberrevolution kam es in Karlsruhe vor dem Schloβ zu Schießereien und Raufereien. Großherzog Friedrich zog sich daraufhin auf Schloβ Zwingenberg zurück. Am 22. November 1918 unterzeichnete er auf Schloβ Langenstein seine Thronverzichtserklärung. Friedrich II. lebte darauf ein ruhigeres Leben, erblindete im Laufe seiner letzten Jahre jedoch mehr und mehr und reiste kaum noch.

Schließlich starb er im Jahre 1928 und wurde in der großherzoglichen Grabkapelle im Fasanengarten Karlsruhe beigesetzt.

Ben Gibson