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Mosaik mit Abbildern von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria in der Erlöserkirche in Gerolstein, die mit finanzieller Unterstützung des Kaiserpaars gebaut und 1913 eingeweiht wurde.

Wie nur wenige andere Menschen wurde Deutschlands Kaiser Wilhelm II. geliebt und dämonisiert. Bei seiner Geburt am 27. Januar 1859 war ihm nur eine Rolle vorbestimmt: Prinz Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preuβen sollte seinem kinderlosen Groβonkel Friedrich Wilhelm IV. irgendwann als König von Preuβen nachfolgen. Sein Groβvater Wilhelm führte schon seit 1858 als Regent für Friedrich Wilhelm die Regierungsgeschäfte, bevor er nach dessen Tod am 2. Januar 1861 als König Wilhelm I. den preuβischen Thron bestieg. Dank Fürst Bismarcks geschickter Politik kam es zur Reichseinigung 1871 und damit zur Personalunion von preuβischem König und deutschem Kaiser. Am 15. Juni 1888 folgte Wilhelm seinem Vater, Kaiser Friedrich III., dem 99-Tage-Kaiser, nach und wurde der berühmte Kaiser Wilhelm II., der auch heute noch für garantierte Umsätze im Verlagsgeschäft sorgt und zahlreichen Autoren regelmäβige Auftritte in Talkshows und Dokufilmen garantiert.

Als der Kaiser 1913 sein 25. Thronjubiläum beging, galt sein Vierteljahrhundert als „goldenes wilhelminisches Zeitalter“. Seine ersten Jahre als Kaiser empfanden die Menschen als Aufbruchjahre. Der junge Kaiser, der einen ausgeprägten Sinn für soziale Gerechtigkeit und viel Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen hatte, wollte sich als sozialer Monarch sowie als Repräsentant einer modernen Epoche der Technik und Mobilität, der deutschen Wirtschaftsmacht und Weltgeltung profilieren.

Im Jahr seines silbernen Thronjubiläums blickte Deutschland auf ein Vierteljahrhundert des Friedens und der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte zurück. Die wilhelminische Gesellschaftsordnung gewährte als konstitutionelle Monarchie Rechtsstaatlichkeit, ein hohes Maß an politischer und wirtschaftlicher Freiheit und weitgehende Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung. In der sozialen Wohlfahrt nahm Deutschland unter allen Industrienationen die Spitzenstellung ein. Wenn es der Kaiser, der sich immer streng an die Verfassung hielt, auch manchmal an diplomatischer Zurückhaltung fehlen ließ, konnte man ihm die Lauterkeit seiner Bemühungen um Frieden und Wohlstand seines Volkes nicht absprechen.

Zum Kriegsbausbruch 1914, dem Waffenstillstand und daraus folgenden Ereignissen im November 1918 und dem Tod des Kaiser 1941 widmeten sich Corona-Autoren an anderer Stelle. Immer wieder eine gediegene Quelle zu Kaiser Wilhelm II. ist die Webseite Wilhelm II., die eine Fülle an Informationen zu all seinen Facetten bereithält.

Corona jedoch wünscht Seiner Majestät heute einfach einen grandiosen Geburtstag! Right or wrong – My Kaiser!