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Bestattungsfeierlichkeiten für König Bhumibol

Am Ende der fünftägigen Kremationszeremonien wurde die Asche des verstorbenen Königs vom neuen König Maha Vajiralongkorn und seiner ältesten Schwester Prinzessin Sirindhorn zur letzten Ruhestätte überführt.

Ein Jahr nach seinem Tod sind die sterblichen Überreste des langjährigen Königs Bhumibol von Thailand nach buddhistischem Ritus verbrannt worden, womit auch die Staatstrauer in Thailand endete. Schon in den Tagen vor der Bestattung hatten sich Hunderttausende Thailänder von ihrem König verabschiedet. In einem Land, in dem die Macht zwischen kleptokratischen Parteipolitikern und Militärs hin- und herschwankt, war Bhumibol ein international anerkannter Anker der Stabilität.

An der fünftägigen Zeremonie nahmen dann auch zahlreiche Vertreter anderer Königshäuser und andere in- und ausländische Würdenträger teil und erwiesen dem König, der sein Land von 1946 bis 2016 siebzig Jahre lang regierte, auch wenn er erst 1950 offiziell gekrönt wurde, die letzte Ehre.

Derweil hat sein Sohn, König Vajiralongkorn oder auch Rama X., seinem Land in seinem ersten Regierungsjahr gut gedient. Viele Beobachter hatten befürchtet, daß das Land durch den Tod des beliebten Bhumibol destabilisiert werden würde, auch, weil Vajiralongkorn als Lebemann gilt, der zum Beispiel sein Staatsflugzeug gerne einmal selbst fliegt. Diese Befürchtungen sind nicht eingetroffen. Stattdessen gelang es dem König, der am kommenden 26. Dezember auch offiziell gekrönt werden wird, eigene Akzente zu setzen, die Vorrechte der Krone in der Verfassung zu stärken und sich damit unabhängiger gegenüber dem Militär zu machen, welches Thailand derzeit einmal wieder verwaltet. Dies ist auch nötig gewesen, denn im kommenden Jahr sollen Wahlen stattfinden, was bedeutet, daß die Macht von der Armee wieder an die Parteien übergehen soll, was ohne die Begleitung durch Varjiralongkorn nicht funktionieren wird. Als Kronprinz folgt Vajiralongkorn im übrigen der elfjährige Dipangkorn. L.R.

Königstreue tragen grün

Wenn sich auch die Aufregung um die rebellische Landesregierung in Katalonien etwas gelegt hat, so wird es noch mindestens bis zu den anberaumten Neuwahlen eines Regionalparlaments am 21. Dezember dauern, bis absehbar ist, wie eine Lösung aussehen könnte. Die Rolle des Königs hat wesentlich zur Klärung der Verhältnisse beigetragen und die Spanier goutieren überwiegend sein Verhalten (Felipe y Letizia ganan popularidad en su octubre más complicado).

Zur Unterstützung des Monarchen wird jetzt wieder angeregt, die Farbe grün zu benutzen. Grün als Kennung für die Monarchie – für Deutsche eine ganz neue Erfahrung. Aber im Spanische kann grün (verde) auch als Abkürzung für Viva el Rey de España! gelesen werden. Diese Farblehre wurde 1931 von den Monarchisten entwickelt, als das neuinstallierte republikanische Regime monarchistische Symbole und Aktivitäten unter Strafe stellte. Wie in so gut wie allen Republiken wurden Versuche, den Spaniern die Monarchie zurückzugeben, verboten. Um sich nicht strafbar zu machen und dennoch ihre royalistische Gesinnung zur Schau zu stellen, begannen die Königstreuen, grüne Kleidungsstücke oder Zeichen zu tragen.

Wer Fürsprache für die monarchische Staatsform hielt, machte sich in der Spanischen Republik strafbar.

Die heutige demokratische Verfassung des Königreichs Spanien erlaubt es jedem, seine politischen Überzeugungen zu vertreten, und selbst das Eintreten für den Abfall aus dem Staatsverband ist per se nicht strafbewert. Die katalanischen Separatisten hätten nur den legalen Weg einhalten müssen, denn ein Referendum ist nicht ausgeschlossen, wenn es im verfassungsmäßigen Rahmen durchgeführt wird.

Es ist erstaunlich, wie bereitwillig sich viele Europäer mit fanatischen Nationalisten solidarisieren, wenn die sich als Kämpfer gegen einen angeblich übermächtigen Zentralstaat gerieren. Plötzlich sind die, die für den Abbau von Grenzen eintreten, dafür, neue Grenzen willkürlich zu ziehen und seit Jahrhunderten gewachsene Bindungen zu kappen. Warum eine Sieben-Millionen-Bevölkerung vom Rest des Landes isolieren? Alles im Zeichen einer angeblichen Selbstbestimmung, die von einer entschlossenen Minderheit forciert wird. Dann lieber grün tragen statt grün handeln.      H.S.

Requiem für Prinzessin Kira von Preußen in Moskau

Besondere Ehrung für eine russische Großfürstin die beinahe deutsche Kaiserin geworden wäre

Anläßlich des 50. Todestags von Prinzessin Kira von Preußen, geborene Großfürstin von Rußland, wurde in Moskau ein Requiem für sie gefeiert. Unter den Teilnehmern waren auch Mitglieder der Kanzlei des Kaiserlichen Haus von Rußland wie Direktor Alexander N. Zakatov und der Präsident der Internationalen Slawischen Akademie für Wissenschaft, Bildung, Kunst und Kultur, S. N. Baburin.

Auf der Webseite der Kaiserlichen Familie findet sich in englischer Sprache eine ausführliche Würdigung der verstorbenen Großfürstin .

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Die vollständige 191. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 191

Inhalt der 191. Ausgabe:

  • Bestattungsfeierlichkeiten für König Bhumibol
  • Königstreue tragen grün
  • Die Hohenzollernfamilie zieht wieder nach Potsdam
  • Großbritannien: Gnadenhochzeit für unsere Zeit
  • Monarchistische Konferenz in Libyen fordert Prinz zur Annahme der Krone auf

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