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Die Ablehnung der Republik geht bei viele französischen Royalisten so weit, daß sie sich an keiner Wahl beteiligen. Nicht so der Thronprätendent, Prinz Henri (VII.) von Frankreich, Graf von Paris, der sich auf einem Blog und bei Twitter mit Kommentaren zur französischen Innenpolitik meldet:


Vor fünf Jahren empfahl er seinen Landsleuten, Nicolas Sarkozy wiederzuwählen. Im Endspurt zur ersten Runde der Präsidentschaftswahlen geht 2017 sein Ratschlag zum Kandidaten der gleichen Partei: François Fillion.

Im Blog La Couronne steht die Begründung:

Die Ereignisse zwingen mich, in der bestehenden Debatte Position zu ergreifen. Bislang habe ich mich nicht geäußert, um den Franzosen die freie Wahl zu lassen. Angesichts der schwierigen Lage unseres Landes halte ich jetzt den Zeitpunkt für gekommen, meine Einschätzung öffentlich zu machen.

Mir erscheint François Fillion der einzige, der die Charakterstärke, die Intelligenz und die Erfahrung beim Ausüben von Regierungsgewalt hat, denn man regiert nicht mit Selbstzufriedenheit oder Durcheinander, erst recht nicht, da Frankreich, jeder weiß es, in großer Gefahr ist zu verschwinden.“

Über Twitter fügte er noch an: „Ich habe das Programm jedes Kandidaten mit größter Aufmerksamkeit studiert. Das einzige, das Frankreich wieder aufrichten könnte, ist das François Fillions.“


Anders als sein Vater, Prinz Henri (VI.), Graf von Paris, dem eine Nähe zu François Mitterand nachgesagt wurde, hat sich nun sein Sohn zum zweiten Mal für einen konservativen Kandidaten ausgesprochen. Ob es ihm oder gar dem empfohlenen François Fillion nützt, muß sich zeigen.

Der Graf und die Gräfin von Paris mit ihren elf Kindern vor der Grabeskirche der französischen Könige in Dreux (1956)

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