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Monarchistischer Rückblick 2016 und -ausblick 2017

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Corona wünscht königliche Weihnachten

Die Corona-Redaktion wünscht jedenfalls allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest 2016 und ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2017.

Wie immer rund um die Weihnachtszeit und das neue Jahr folgt hier bei Corona der Jahresrückblick 2016 und der Ausblick auf 2017 aus monarchistischer Perspektive:

Während das alte Europa weiterhin in der ökonomischen Krise und der Migrationskrise gefangen ist, leisteten die europäischen Königshäusern mit ihren Monarchen weitgehend ohne größere internationale Aufmerksamkeit ihren Dienst für ihre Länder. Königin Elisabeth II. vermittelte ihren Untertanen Stabilität und Kontinuität nach dem Brexitvotum im Juni und der Aufgeregtheit im Politikbetrieb danach, König Philippe I. der Belgier tat dasselbe während der Terroranschläge von Brüssel im März. Außerhalb Europas verstarb im Oktober der am längsten regierende Monarch der Welt, König Bhumibol von Thailand. Der Übergang der Krone an Kronprinz Vajiralongkorn, jetzt Rama X., verlief jedoch reibungslos. Der japanische Kaiser Akihito verkündete seinen Wunsch nach Abdankung zugunsten seines Sohnes Naruhito, jedoch bedarf dies einer Gesetzesänderung und diese steht bislang noch aus. In der Reihe der Thronprätendenten erkrankte der hochbetagte König Michael I. von Rumänien, dessen Gattin im August verstarb und ein Staatsbegräbnis erhielt, außerdem an Blutkrebs und die Verantwortlichkeit für die Tätigkeiten des rumänischen Königshauses ging formell auf Kronprinzessin Margareta über.

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Zu den Höhepunkten von 2016 zählt die Hochzeit von Kronprinz Leka II. von Albanien und Elia Zaharia am 7. Oktober in der albanischen Hauptstadt Tirana, an der auch Prinz Georg Friedrich von Preußen teilnahm (im Hochzeitsphoto oberste Reihe mit der orangenen Schärpe des Schwarze Adlerordens).

In Österreich jährte sich der 100. Todestag Kaiser Franz Josefs I. und in Deutschland der 75. Todestag Kaiser Wilhelms II. Öffentliche Aufmerksamkeit wurde dabei nur Franz Josef zuteil. Kronprinz Georg Friedrich von Preußen und seine Frau bekamen ihr viertes Kind, einen Sohn, der auf den Namen Heinrich Albert Johann Georg hört. Solche Ereignisse werden jetzt immerhin mit einiger Regelmäßigkeit von den Medien registriert.

Zahlenmäßig stagnierte die Corona-Leserschaft im Bereich des Newsletters. Auf Facebook konnte eine Steigerung registriert werden und dort kommt Corona jetzt auf rund 890 Verfolger. Der Corona-Blog konnte seine Leserschaft wie in den Jahren zuvor ebenfalls steigern, und zwar um rund 50 Leser am Tag auf jahresdurchschnittlich 379 täglich. Trotz dieser erfreulichen Zahlen ist Mithilfe in Form von Kritik, Beiträgen, Kommentaren und ähnlichem natürlich weiter gewünscht und erforderlich, um unsere Anliegen einer breiteren Masse bekanntmachen zu können.

Was ist aber für 2017 zu erwarten? Die russische Revolution jährt sich zum einhundertsten Mal und man darf gespannt sein, wie Rußland damit umgehen wird, da Präsident Putin in den vergan-genen Jahren eine Kontinuität sowohl zum Zarenreich als auch zum kommunistischen Reich herstellte, ohne dabei eindeutig zu sein. Im Jubiläumsjahr der Reformation werden außerdem die Monarchen der mehrheitlich protestantischen europäischen Länder in Wittenberg erwartet.

In Deutschland wird neben den Bundestagswahlen von den Parteien im Februar 2017 via Bundesversammlung auch ein neuer Bundespräsident ernannt. Amtsinhaber Gauck hat angekündigt, nicht mehr anzutreten. Besser dürfte es jedoch kaum werden, aber auch von monarchistischer Seite ist nicht zu erwarten, daß etwas gegen die Alternativlosigkeit eines grauen, von den Parteien im Konsens und meist gegen den Volkswillen bestimmten Kandidaten getan wird. Die Phase der Krise und des Umbruchs, die Europa derzeit durchschreitet, dürfte daher zumindest hierzulande nicht genutzt werden, um wirkliche Veränderungen im monarchistischen Sinne zu erreichen, doch lassen wir uns bezüglich 2017 auch gerne eines Besseren belehren lassen.

H.S. und L.R.

Geld– oder Gefängnisstrafe für Verleumder

Wer Falschmeldungen verbreitet, müsse sich dafür verantworten, fordern die SPD-Politiker Heiko Maas und Martin Schulz. Geld- oder sogar Gefängnisstrafen seien denkbar (Die Zeit, 18. Dezember 2016). Vorbei sind die Zeiten, als im Internet die frohen Zustände der Teilnahme aller an allem gefeiert wurden. Skeptiker sahen bereits früh die ungehemmte Lust zum Schimpfen und Schmähen heraufziehen, doch sie galten als die Ewiggestrigen, die nicht an die Schwarmintelligenz glauben mochten.

Verleumdung und üble Nachrede sind nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt“, erklärt Justizminister Heiko Maas. Bei übler Nachrede und Verleumdung einer Person des öffentlichen Lebens drohten bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Schade, daß in Monarchien früher keine so beherzten Justizminister amtierten. Der Beispiele gäbe es zuhauf zu nennen, hier seien nur die eklatantesten aufgeführt, die nach Justizminister Maas mit Gefängnis geahndet werden sollten. Die französische Königin Marie Antoinette hätte sich gegen die Verunglimpfungen besser wehren sollen, als den ganzen Schmutz und Schund geduldig zu ertragen. Nicht nur die Halsbandaffaire hängte man ihr an, auch der Satz: „Sollen sie doch Kuchen essen“, klebt an ihr, obwohl sie ihn nachweislich nicht sagte. In pornographischen Flugblättern wurde ihr Ansehen untergraben. Selbst Inzest mit ihren Kindern wurde ihr unterstellt.

Die für Deutschland folgenschwerste Fakenews verbreitete am 9. November 1918 der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann, als er verkündete: „Der Kaiser hat abgedankt.“ Diese Behauptung war durch nichts gedeckt und nahm entscheidenden Einfluß auf die Politik, Zuvor hatten ab 1916 in Bayern Falschmeldungen das Ansehen König Ludwigs III. untergraben. Er, der zum Beispiel die Milch seiner eigenen Bauernhöfe in die Stadt schaffen und kostenlos verteilen ließ, wurde beschuldigt, diese teuer in den Norden zu verkaufen. Er sei Kriegsgewinnler, behaupteten böswillige Lügner. Anonyme Flugblätter während des Kriegs legten auf Wahrheit keinen Wert. Sie unterhöhlten, wie von den Autoren gewünscht, die monarchische Staatsform und bereiteten den Umsturz vor.

Damals wie heute stellt sich aber die Frage, wie gegen Falschmeldungen vorzugehen ist. Selbst eine Zensur – wie zu Zeiten des Weltkriegs in allen Staaten üblich – konnte Lügen und Erfindungen nicht stoppen. Auch in der BRD wird es unter völlig anderen Umständen nicht einfach sein, Autoren unliebsamer Meldungen mit Prozessen von ihrem Tun abzuhalten. Es müßte ja in jedem Einzelfall immer eine Lüge nachgewiesen werden. Die Justiz und die Rechtsanwälte werden sich über das Arbeitsbeschaffungsprogramm freuen.

Analog dem Maas’schen Strafkatalog könnte diese Erfahrung gezogen werden: Wer in einer Monarchie Verleumdungen unters Volk streut, wird mit Republik nicht unter 100 Jahren bestraft.            H.S.

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Die vollständige 176. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 176

Inhalt der 176. Ausgabe:

  • Monarchistischer Rückblick 2016 und –ausblick 2017
  • Streit im Vorfeld soll langweilige Bundesversammlung aufpeppen
  • Australischer Premierminister mit republikanischen Umtrieben
  • Geld– oder Gefängnisstrafe für Verleumder und üble Nachredner

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