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Nach dem Aussterben der Askanier regierten die Wittelsbacher in der Mark Brandenburg. Kaiser Karl IV. hatte versucht, „des Reiches Streusandbüchse“ als Vorfeld des Kernlands Böhmen in die eigene Hand zu bekommen. Doch nach seinem Tod verspielte sein Sohn Wenzel das Erbe. Er regierte von 1373 bis 1378 die Markgrafschaft Brandenburg, gefolgt von 1378 bis 1388 von seinem Bruder Sigismund.

Dieser berief 1411 seinen treuen Gefolgsmann, Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg, als Statthalter in die Mark Brandenburg. Während des Konstanzer Konzils belehnte er am 30. April 1415 den Hohenzollern mit dem erblichen Besitz der Mark Brandenburg mit der Kur- und Erbkämmererwürde. Damit mündete die Entwicklung des süddeutschen Grafengeschlechts in die Geschichte Brandenburg-Preußens, von wo aus sie zu europäischer Größe aufstieg.

In harten Kämpfen brach Markgraf Friedrich I. die Burgen des widerspenstigen märkischen Adels, der ins Raubrittertum verfallen war. Obwohl er als Stellvertreter des Kaisers und Reichsfeldherr gegen die Hussiten viel außer Land war, wußte er seine Stellung zu wahren. Er fühlte sich dabei als „Gottes schlichter Amtmann am Fürstentum“. Seine Nachfahren ermahnte er, ihre Ritterschaft als edelsten Schatz in Ehren zu halten und nichts von ihrem Erbe verkümmern zu lassen. Kurfürstin Elisabeth, die schöne Else, geborene Prinzessin von Bayern, half, die harten Gemüter der Märker mit dem landfremden Regiment zu versöhnen.

Die beste Einführung ins Haus Hohenzollern.

Die beste Einführung ins Haus Hohenzollern.

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