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Nachwuchs im Haus Preußen

Im Haus Hohenzollern wird erneut Nachwuchs erwartet: Kronprinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie von Preußen erwarten ihr drittes Kind. Als möglicher Termin der Geburt gilt der April, auch wenn das Prinzenpaar wie schon im Zusammenhang mit den beiden erstgeborenen Zwillingen ihr Privatleben strikt vor der Presse verbirgt – die Schwangerschaft von Prinzessin Sophie kam nur ans Licht, weil Georg Friedrich seit Herbst alleine auftritt.

Seit neuestem mit Bart: Kronprinz Georg Friedrich von Preußen erhielt vom nord-rhein-westfälischen FDP-MdL Kai Abrus-zat einen besonderen Photodruck des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica.

Seit neuestem mit Bart: Kronprinz Georg Friedrich von Preußen erhielt vom nordrhein-westfälischen FDP-MdL Kai Abruszat einen besonderen Photodruck des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica.

In der Tat machte Prinz Georg Friedrich zuletzt vor allem mit Sachthemen öffentlich auf sich aufmerksam: So gilt es, für die Sanierung der Potsdamer Friedenskirche 6,5 Millionen Euro zu sammeln, wofür sich der Prinz auch deshalb sehr engagiert, weil er dort Prinzessin Sophie geheiratet hat. Außerdem spach er in Minden vor einem Kreis von FDP-Mitgliedern und Sympathisanten des Mühlkreises über die heutige Bedeutung der preußischen Tugenden für Unternehmen, was auch der beruflichen Tätigkeit des Prinzen entspricht, da er in der Wirtschaftsförderung tätig ist. Ob ein Auftritt mit dem Prinzen freilich die FDP wird retten können, darf stark angezweifelt werden. L.R.

Waterloo – eine Niederlage, die noch heute schmerzt

Wenn sich am 18. Juni im belgischen Waterloo die Staatsmänner Europas versammeln werden, um der Schlacht vor 200 Jahren zu gedenken, wird vermutlich auch der französische Präsident Hollande unter ihnen sein. Jedoch wird er in gedämpfter Feierstimmung teilnehmen, auch wenn die Niederlage Napoléons Europa nach 23 Jahren Krieg endlich Frieden brachte. Die revolutionären Truppen Frankreichs verwüsteten Europa, doch noch heute scheint man das in Paris eher als „Kollateralschaden“ zu betrachten.

Belgien wollte anläßlich des 200. Jahrestags eine Zwei-Euro-Gedenkmünze prägen. Frankreich legte dagegen sein Veto ein. Begründung:

La circulation de pièces portant des symboles négatifs pour une fraction de la population européenne nous semble préjudiciable, dans un contexte où les gouvernements de l’Eurozone tentent de renforcer l’unité et la coopération au sein de l’union monétaire.
(Die Ausgabe von Münzen, die Symbole tragen, die ein Teil der europäischen Bevölkerung als negativ ansieht, wirkt nach unserer Meinung nachteilig, da sich die Regierungen der Eurozone doch bemühen, Einigkeit und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt der Währungsunion zu stellen.)

Die von Frankreich verbotene 2-Euro-Gedenkmünze ist den republikanischen Gefühlen der herrschenden Partei zuwider.

Die von Frankreich verbotene 2-Euro-Gedenkmünze ist den republikanischen Gefühlen der herrschenden Partei zuwider.

Nett, wie man aus einer französischen Befindlichkeit gleich einen „Teil der europäischen Bevölkerung“ macht. Daß die Niederlage Napoléons von der damaligen europäischen Bevölkerung als Befreiung gefeiert wurde, wird im Paris von heute völlig ausgeblendet. Von einer Aufarbeitung der Vergangenheit, die ja immer gerne von anderen gefordert wird, ist also in bezug auf das Ende der Revolutionskriege wenig zu spüren.

Aber die Belgier wären keine Belgier, wenn sie nicht ihrem großen Nachbarn im Westen ein Schnippchen schlagen könnten. Statt eines Zwei-Euro-Geldstücks prägt die königliche Münze von Belgien einfach eine 2,50-Euro-Münze.

Gegen die 2,50-Euro-Münze hilft kein französisches Veto. Ihre Herausgabe bedarf nicht der einstimmigen Billigung der Eurogruppe

Gegen die 2,50-Euro-Münze hilft kein französisches Veto. Ihre Herausgabe bedarf nicht der einstimmigen Billigung der Eurogruppe

Dieses ungewöhnliche Stück kann von Frankreich nicht verhindert werden. Es wird jedoch kaum den Weg in den Geldkreislauf Europas finden, weil es schon jetzt als Sammlerobjekt gilt. Ursprünglich wollte die königliche Münze Belgiens 175.000 Stück prägen lassen, was bei Kosten von 55.000 € einen schönen Reingewinn beschert hätte. Mit dem Presserummel und dem höheren Ausgabepreis kann die königliche Münze eine größere Stückzahl prägen und einen noch ansehnlicheren Gewinn ans belgische Finanzministerium überweisen.

Wie fast immer, blendet die französische Republik aus, daß 1815 die Mehrheit der Bevölkerung royalistisch gesonnen und nur Minderheiten republikanisch oder bonapartistisch eingestellt waren. Wie Royalisten den 18. Juni 1815 beurteilen, zeigt der Nachrichtendienst La Faute à Rousseau, der König Ludwig XVIII. als die einzig geeignete Person bezeichnet, die im Stand war, Frankreich zu versöhnen.

Egal, wer am 18. Juni in Waterloo die deutsche Seite repräsentieren wird, mindestens einen Vertreter des Hauses Preußen wird man unter den Ehrengästen finden: Der 9. Herzog von Wellington, der am 31. Dezember 2014 Nachfolger seines im Alter von 99 Jahren gestorbenen Vaters wurde, ist mit Prinzessin Antonia von Preußen verheiratet. Die Nichte von Prinz Louis Ferdinand, Tochter seines jüngsten Bruders, Prinz Friedrich von Preußen (1911 – 1966), heiratete 1977 in London Charles Wellesley, Marquess Douro, wie der Erbe des Herzogstitels damals noch hieß. Traditionsbewußt wie die Briten sind, wird zur 200. Wiederkehr der Schlacht in der Londoner St. Paul’s Cathedral ein Gedenkgottesdienst für die Gefallenen von Waterloo und der Napoleonischen Kriege abgehalten werden und der Herzog von Wellington wird in seiner Residenz Apsley House ein Festbankett veranstalten – wie es seit Jahrzehnten im Gedenken ans siegreiche Kriegsende der Brauch ist. H.S.
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Die vollständige 145. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 145

Inhalt der 145. Ausgabe:

  • Nachwuchs im Haus Preußen
  • Waterloo – eine Niederlage, die noch immer schmerzt
  • Großvater des osmanischen Staatsgründers heimgeholt
  • Nostalgie nach dem Schah im Iran

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