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Verlobungsbild 1957, rechts Graf und Gräfin von Paris.

Verlobungsbild 1957, rechts Graf und Gräfin von Paris.

In Deutschland lebt sie schon lange nicht mehr, weshalb es verständlich ist, daß der 80. Geburtstag Ihrer Königlichen Hoheit, Herzogin Marie-Thérèse von Montpensier, geborene Herzogin von Württemberg, eher in Frankreich Beachtung findet als in ihrer alten württembergischen Heimat. Die Tochter von Herzog Philipp Albrecht von Württemberg (1893-1975) und Herzogin Rosa, geborene Erzherzogin von Österreich-Toscana (1906-1983), kam am 12. November 1934 in Altshausen zur Welt. Knapp zwei Jahre später wurde dort ihr Bruder, der heutige Chef des württembergischen Königshauses, Herzog Carl von Württemberg, geboren.

Der gesamte europäische Hochadel drängte sich 1957 in der königlichen Kapelle in Dreux, um der Hochzeit des französischen Thronfolgers beizuwohnen. General de Gaulle sandte ein Grußtelegramm: "Je salue l'union que Dieu va bénir comme un grand événement national" symbole de la réconciliation franco-allemande.

Der gesamte europäische Hochadel drängte sich 1957 in der königlichen Kapelle in Dreux, um der Hochzeit des französischen Thronfolgers beizuwohnen. General de Gaulle sandte ein Grußtelegramm: „Je salue l’union que Dieu va bénir comme un grand événement national“ symbole de la réconciliation franco-allemande.

Am 5. Juli 1957 heiratete Herzogin Marie Therese Nadejda Albertine Rosa Philippine Margarethe Christine Helene Josepha Martina Leopoldine in der königlichen Kapelle von Dreux bei Paris den Erben des französischen Königshauses, Prinz Henri von Bourbon-Orléans, und aus ihr wurde Marie-Thérèse, Comtesse der Clermont. In rascher Folge brachte sie fünf Kinder zur Welt:

Prinzessin Marie von Orléans (1959), seit 1989 verheiratet mit Prinz Gundakar von Liechtenstein).
Prinz François von Orléans (1961), offiziell « Dauphin de France » und « Comte de Clermont », künftiger Chef des Hauses Bourbon-Orléans.
Prinzessin Blanche von Orléans (1962), « Mademoiselle de Valois ».
Prinz Jean von Orléans, « Herzog von Vendôme » und « Régent für den Dauphin » (1965), seit verheiratet mit 2009 Philomena de Tornos y Steinhart.
Prinz Eudes von Orléans, « Herzog von Angoulême » (1968), verheiratet seit 1999 mit Marie-Liesse de Rohan-Chabot .

Herzogin Marie-Thérèse mit ihren Kindern und En keln.

Herzogin Marie-Thérèse mit ihren Kindern und Enkeln.

Prinz François und Prinzessin Blanche kamen mit einer angeborenen Toxoplasmose zur Welt, und ihre Behinderung trug vielleicht zur Entfremdung des Ehepaars bei. 1977 beantragte Prinz Henri die Scheidung und machte offiziell geltend, seine Eheschließung sei ausschließlich aus politischen Motiven erfolgt, als Zeichen der Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich. Diese Interpretation fand bei seinem Vater, Prinz Henri, Graf von Paris, wenig Verständnis. Der Prätendent für den französischen Thron hielt große Stücke auf seine Schwiegertochter und verlieh ihr den Titel Duchesse (Herzogin) de Montpensier. Die Ehe wurde kanonisch im März 2009 annuliert, wodurch die zweite Ehe, die der geschiedene Ehemann 1984 einging, im September 2009 auch kirchlich geschlossen werden konnte.

Herzogin Marie-Thérèse ging nicht zurück nach Württemberg, sondern blieb in Frankreich bei ihren Kindern. Ehrenamtlich engagierte sie sich in der katholischen Kirche, u. a. in einer Bücherei. Ihren 80. Geburtstag verbrachte sie im Kreis ihrer Kinder und Enkel und gefeiert von den Royalisten Frankreichs.

Herzogin Marie-Thérèse mit Sohn, Prinz Jean, Schwiegertochter, Prinzessin Philomena, und Enkel, Prinz Gaston, künftiger Erbe der Dynastie.

Herzogin Marie-Thérèse mit Sohn, Prinz Jean, Schwiegertochter, Prinzessin Philomena, und Enkel, Prinz Gaston, künftiger Erbe der Dynastie.

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