Schlagwörter

, ,

Reyhanel Jabbari + 25. Oktober 2014

Reyhanel Jabbari + 25. Oktober 2014

Am heutigen 26. Oktober hätte der frühere Schah des Iran seinen 95. Geburtstag feiern können. Leider ist Schah Mohammed Resa Pahlewi schon am 27. Juli 1980 seinem Krebsleiden erlegen. Bereits vorgestern, am 25. Oktober starb Reyhaneh Jabbari. Sie wurde in einem Teheraner Gefängnis gehenkt. Die junge Frau wurde nur 26 Jahre alt. Sie war 2009 zum Tode verurteilt worden, weil sie den Mann erstochen hatte, der sie nach eigenen Angaben vergewaltigen wollte. Die mörderische Islamische Republik wollte keine Gnade walten lassen.

Das Kaiserpaar besuchte während seines Deutschlandbesuchs 1967 nicht nur Berlin, sondern auch die Freie und Hansestadt Hamburg.

Das Kaiserpaar besuchte während seines Deutschlandbesuchs 1967 nicht nur Berlin, sondern auch die Freie und Hansestadt Hamburg.

Ganz im Gegensatz dazu stand die Politik Schah Mohammed Resa Pahlewis, der zwar von Medien und Demonstranten als Monstrum dargestellt wurde, der jedoch im Vergleich zu der ihn beerbenden Islamischen Republik voll der Gnade war. Alan Peters schreibt dazu:

Keine Massengräber kennzeichneten die Spur des Schahs, als er im Januar 1979 das Land verließ. Keine ‚Todeskarawane‘ verfolgt sein Andenken. In Teheran entstand nichts, was mit den Müttern von der Plaza de Mayo in Buenos Aires, wo Mütter und Großmütter jeden Sonntag Auskunft über ihre Verschwundenen verlangten, vergleichbar gewesen wäre. Sicher gab es im Iran Militärgerichtshöfe, die schnell Todesurteile fällten. Aber auf die Praxis der kaiserlichen Begnadigung wurde reichlich zurückgegriffen. Die Urteile wurden systematisch in leichtere Strafen umgewandelt oder die Verurteilten wurden gleich begnadigt.

Einige Beobachter sahen dies als Spielerei an, um politischen Kredit zu erwerben, aber sei es, wie es sei, wenige bestreiten heute die Tatsache, daß der Schah Gewalt und Hinrichtungen abgeneigt war. Selbst Ayatollahs Khomeinis Hinrichtung wurde 1964 abgesetzt.

Die Gesamtzahl aller vollstreckten Todesurteile, die von Militärgerichten verhängt wurden, betrug inklusive aller Verurteilungen wegen Drogenschmuggel und -vertrieb in den letzten 25 Jahren der Schahregierung nur 350. Die Zahl liegt in den USA wesentlich höher und im Iran werden pro Jahr 200 Hinrichtungen vollzogen. Dies schließt auch Minderjährige beiderlei Geschlechts ein, was internationalen Abkommen und selbst iranischen Gesetzen widerspricht.

Wie bei den iranischen Frauenrechten, so ist auch im Justizwesen die Islamische Republik ungeeignet und unwillig, an die Reformen des verstorbenen Schahs anzuküpfen. Die Wiederaufnahme der menschenrechtsorientierten Reformpolitik ist nur unter einer wiederhergestellten Monarchie möglich. Hier ist die Alternative:

Schah Resa II. steht als Monarch des Iran bereit.

Schah Resa II. steht als Monarch des Irans bereit.

Advertisements