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Es mag von manchen Journalisten als ein Widerspruch in sich betrachtet werden, aber in Ägypten bewirbt sich Hossam Shaltot darum, am 23. und 24. Mai zum Präsidenten gewählt zu werden. Er will nach seiner Wahl dem Volk die Monarchie zurückzugeben, die ihm am 18. Juni 1953 genommen wurde.

Der pensionierte Flugzeugingenieur Shaltot hält von den seit dem Sturz Hosni Mubaraks amtierenden Präsidenten Mohamed Mursi und General Abdel-Fattah al-Sisi nichts und bezeichnet ihre Regierung als „Fehlschläge“. Shaltot will mit der Monarchie Anschluß an den Golf-Kooperationsrat (Gulf Cooperation Council – GCC) finden, dem neben den Monarchien am Arabischen Golf auch das Haschemitische Königreich Jordanien und das Königreich Marokko angehören (siehe dazu Corona 105). Shaltot sieht für arbeitssuchende Ägpter große Chancen, wenn ein ägyptischer Monarch das überall in der arabischen Welt bestehende Mißtrauen gegen das Land am Nil abgebaut wird.

Ein Monarch steht für das Land auch bereit, es ist der von 26. Juli 1952 bis 18. Juni 1953 amtierende König Fuad II., der seit seiner Vertreibung im europäischen Exil lebt. Die Hochzeit seines Sohns und Kronprinzen Muhammad Ali mit der afghanischen Prinzessin Noal Zaher von Afghanistan wurde unter großer Medienpräsenz und im Beisein zahlreicher Vertreter europäischer, arabischer und asiatischer Herrscherhäuser in Istanbul am 30. August 2013 gefeiert.

Das ägyptische Kronprinzenpaar mit dem stolzen Vater, König Fuad II.

Das ägyptische Kronprinzenpaar mit dem stolzen Vater, König Fuad II.

Die ägyptische Kandidatur eines überzeugten Monarchisten trifft auf eine ähnliche Entwicklung im westlichen Nachbarland Ägyptens, Libyen. Der Außenminister des Landes, Mohamed Abdelaziz, sprach sich nach der Rückkehr von einem Außenministertreffen der Arabischen Liga in Kuwait auf einer Pressekonferenz für die Wiedereinsetzung der monarchischen Verfassung Libyens aus (zitiert in der Internetzeitung Magharebia vom 28. März):

The return of the al-Senussi monarchy is now the solution and guarantee for the return of security and stability to Libya. Contacts have already been made, and we’re in touch with dignitaries and tribal chiefs in Libya, and also with the grandson of King al-Senussi, Prince Mohammed, who lives overseas. Many tribal sheikhs who lived under monarchy and know it prefer such a system of government.

Er sprach sich dafür aus, die Verfassung von 1951 wieder in Kraft zu setzen, die viele für die beste Verfassung in der Region halten, und die notwendigen Anpassungen vorzunehmen.

Mit einer Rückbesinnung auf die monarchische Staatsform könnten beide Länder die Fortschritte einleiten, die zum Wohl der Bevölkerung notwendig sind.
يعيش الملك!

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