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Kaiser Akihito wurde 80 Jahre alt

Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko sind seit bald 55 Jahren verheiratet. Das japanische Kaiserhaus hat unter den regierenden Häusern eines der strengsten Hofprotokolle, die teilweise über tausend Jahre hinweg gewachsen sind. Seine Funktion ist weniger politisch als gesellschaftlich-religiös.

Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko sind seit bald 55 Jahren verheiratet. Das japanische Kaiserhaus hat unter den regierenden Häusern eines der strengsten Hofprotokolle, die teilweise über tausend Jahre hinweg gewachsen sind. Seine Funktion ist weniger politisch als gesellschaftlich-religiös.

In der ältesten Monarchie der Welt wurde am 23. Dezember des vergangenen Jahres der 80. Geburtstag des Tenno gefeiert. Der Geburtstag des Kaisers ist eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen die Japaner ihr Staatsoberhaupt zu Gesicht bekommen können, und traditionell hält der Tenno zu diesem Anlaß auch eine kurze öffentliche Ansprache im Kaiserlichen Palast in Tokyo. Sollten die Worte des Kaisers bei der letzten Geburtstagsansprache den Opfern Fukushimas Trost spenden, dankte Akihito dieses Mal besonders der Kaiserin Michiko für die Unterstützung, die sie ihm in 25 Regierungsjahren zuteilwerden ließ.

Japan hat übrigens eine eigene Zeitrechnung, die sich nach Regierungsjahren und Wahlspruch des jeweiligen Tenno richtet. So ist momentan das 25. Jahr der Ära „Heisei“, des dauerhaften Friedens, und wenn der Kaiser einmal stirbt, wird ihn niemand mehr bei seinem Namen Akihito, sondern stets als Heisei-Tenno bezeichnen. Die Parole ist in der Tat gut gewählt, denn der Kaiser ist ein ruhiger Mann, der leise Töne mag, sich volksnah und bescheiden gibt und in diese Richtung in seiner Regierungszeit Akzente setzen konnte: So heiratete er mit der heutigen Kaiserin Michiko eine Bürgerliche und verzichtet bei seinen Reden oft auf jene Hochsprache, die eigens für die kaiserliche Familie existiert, aber für einen Japaner von heute ziemlich unverständlich wirkt. Er bedient sich stattdessen oft der normalen Sprache. Auch sein Auftritt in einer für die Opfer der Atomkatastrophe eingerichteten Turnhalle brach in gewisser Weise mit der traditionellen Abschottung des Kaiserhofes und wird daher in Erinnerung bleiben. Außenpolitische Auftritte Akihitos sind ebenso selten wie vielbeachtet. Im letzten Jahr besuchte er zum Beispiel Indien, was sogleich überall als bedeutender außenpolitischer Schritt einer Annäherung Japans an dieses Land gedeutet wurde.

Generell ist der Kaiser jedoch weniger in einen Zusammenhang mit konkreten politischen Entwicklungen zu bringen. Als Oberhaupt des Staatsschintoismus ist er eher so etwas wie die über allen Fragen des Alltags stehende Seele Japans und selbst die Amerikaner schreckten nach dem 2. Weltkrieg bekanntlich davor zurück, das Land dieser Seele zu berauben. So wird sich Japans Nationalhymne wohl auch erfüllen, in der es heißt: „Bis daß der Stein zu moosbedecktem Fels geworden ist, blühe abertausend Generationen, kaiserlich Geschlecht.“ L.R.

Die Mitglieder der japanischen Kaiserfamilie gemäß der Regeln, wie sie nach 1945 bestimmt wurden.

Die Mitglieder der japanischen Kaiserfamilie gemäß der Regeln, wie sie nach 1945 bestimmt wurden.

Forderung nach Wiedererrichtung der libyschen Monarchie wird lauter

Kronprinz Mohammed Hassan al-Rida al-Senussi von Libyen.

Kronprinz Mohammed Hassan al-Rida al-Senussi von Libyen.

In Libyen erheben sich nach den Turbulenzen zum Jahresende 2013 immer lauter die Stimmen, die die Wiedereinsetzung eines Königs verlangen. Wie die von den USA finanzierte Internetzeitung Magharebia am 16. Januar schrieb, verlangen zunehmend mehr Libyer, daß der Erbe und Nachfolger von König Idris, Kronprinz Mohammed Hassan al-Rida al-Senussi, aktiv wird und seine Ansprüche darlegt. Der libysche Journalist Saad al-Dinali sagte Magharebia: „Now the Prince needs to take the initiative and clearly explain these things to us, and after that, the issue can be raised to all Libyans in a referendum about monarchy.“ („Nun muß der Prinz die Initiative ergreifen und uns diese Dinge klar erläutern, danach kann die Angelegenheit allen Libyern in einem Referendum zur Monarchie vorgelegt werden.“)

Daß bei der zunehmenden Gesetzlosigkeit die Forderung nach der Monarchie lauter erhoben wird, ist fast weniger interessant, als daß ein von der US-Regierung finanziertes Organ zum Sprachrohr der Forderungen wird. Präsident Clintons Außenministerin, die in der Slowakei geborene Madeleine Albright hatte in den 90er Jahren noch erklärt: We don‘t do Kings. Damit bürstete sie alles ab, was nach einer einsichtigen Politik aussah. Weder in Serbien noch in Afghanistan oder dem Irak rührten die USA einen Finger, um eine vernüftige Lösung für eine verkrachte politische Lage zu unterstützen. Sollten sie ausgerechnet in Libyen eine klügere Strategie verfolgen? H.S.

König Idris I. von Libyen starb kinderlos im ägyptischen Exil, nachdem ihn 1969 ein Militärputsch aus dem Land trieb.

König Idris I. von Libyen starb kinderlos im ägyptischen Exil, nachdem ihn 1969 ein Militärputsch aus dem Land trieb.

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Die vollständige 125. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 125

Inhalt der 125. Ausgabe:

  • Kaiser Akihito wurde 80 Jahre alt
  • Spaniens Thronfolger steht an der Spitze der Beliebtheitsskala
  • Der feine Unterschied
  • Forderung nach Wiedererrichtung der libyschen Monarchie wird lauter

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