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Königliche Hochzeit am 14. Mai 1962 in Athen, Haupstadt des Königreichs Griechenland.

Königliche Hochzeit von Prinz Juan Carlos de Borbón y Borbón und Prinzessin Sophia von Griechenland und Dänemark am 14. Mai 1962 in Athen, Haupstadt des Königreichs Griechenland.

Ohne offizielle Feiern beging Königin Sofía von Spanien im kleinsten Kreis der Familie ihren 75. Geburtstag. Die Spanier hätten ihrer Königin gewiß auch ein rauschendes Fest gegönnt, denn in den Umfragen ist sie neben Kronprinz Felipe das beliebteste Mitglied der Königsfamilie, jedoch wäre dies aus Sicht der königlichen Familie in Zeiten der anhaltenden Wirtschaftskrise unangebracht gewesen.

Geboren am 2. November 1938 als erste Kind von Kronprinz Paul und Kronprinzessin Friederike von Griechenland, mußte die griechische Prinzessin Sofía aufgrund der deutsch-italienischen Besetzung des Landes schon im Alter von zwei Jahren ins Exil. Erst 1946 kehrte sie nach Griechenland zurück. Nach dem Besuch des Internats Salem am Bodensee, das der mit dem griechischen Königshaus verwandten großherzoglichen Familie von Baden gehört, studierte sie in Athen Kunst und Archäologie. Bei der Hochzeit des Herzogs von Kent lernt sie 1961 den Bourbonenprinzen und damals (nur) mutmaßlichen spanischen Thronfolger Juan Carlos kennen. Sie heiratet ihn 1962 insgesamt drei Mal: standesamtlich, griechisch-orthodox und katholisch – aus Staatsraison wurde von ihr verlangt, vom orthodoxen zum katholischen Glauben überzutreten. Diesen nimmt sie seitdem sehr ernst, wie kolportiert wird. In der Folge der Hochzeit bekam sie insgesamt drei Kinder: Elena, Cristina und Felipe. 1969 wird Juan Carlos von Franco auch offiziell zum Thronfolger ernannt und Sofía damit zur Kronprinzessin.

Als der Diktator 1975 stirbt, war Sofias eigenes Heimatland nach zwei „Referenden“ 1973 bzw. 1974 keine Monarchie mehr, sondern wandelte sich von einer Militärdiktatur zu einem korrupten und unfähigen Regime, welches wir heute aus Griechenland kennen. Auch Sofías Mann Juan Carlos I. nannten einige in Anspielung auf seine erwartete Amtszeit schon „Juan den Kurzen“. Viele dachten, der spanischen Monarchie werde ein ähnliches Schicksal zuteil wie der griechischen. Doch es kam anders und dies ist nicht zuletzt der Königin geschuldet. Die häufigsten Urteile, mit welchen die Königin und Urenkelin Kaiser Wilhelms II. dabei bedacht wird, sind professionell, gewissenhaft oder perfekt. In der Tat leistete sich die Herrscherin keine Skandale und bot auch keinen Stoff für Klatschgeschichten, sondern erfüllte stets gewissenhaft ihre Pflichten. Sie ist damit im besten Sinne exemplarisch für den tugendhaften Monarchen, der seinem Volk dient. Jeden Tag. L.R.

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