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Prinz Charles auf Schloß Langenburg.

Prinz Charles auf Schloß Langenburg.

Das hohenlohische Schloß Langenburg im Nordosten Württembergs bot ein ansprechendes Ambiente für eine Nachhaltigkeitskonferenz – wer ein Schloß besitzt, muß in Jahrhunderten und an künftige Generationen denken. Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg war am Montag, 27. Mai deshalb der ideale Gastgeber für die Langenburger Konferenz. Ziel der Konferenz ist der Erfahrungsaustausch, wie die regionale Landwirtschaft sowie Produktion und Handel mit regionalen Erzeugnissen in Europa gefördert werden können. Diskutiert werden politische und praktische Hürden sowie Lösungsansätze aus der Perspektive aller an der Wertschöpfung von Lebensmitteln beteiligten Akteure.

Die Eröffnungsansprache hielt Fürst Philipps Vetter zweiten Grads*), Prinz Charles, der Fürst von Wales, und er begann seine Rede auf Deutsch:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zuerst möchte ich mich gerne sehr herzlich Fürst Philipp, Prinzessin Xenia und Joschka Fischer für ihre enormen Anstrengungen bei der Organisation dieses Forums danken.  Ich sage nur sehr ungern, daß es über 50 Jahre her ist, daß ich das letzte Mal hier war und fast 50 Jahre, daß meine Eltern dieses wunderschöne Schloß 1965 besuchten.  Das war zwei Jahre nach einem verheerenden Brand, der das Haus fast vollständig entkernte.  Es ist daher eine besondere Freude zu sehen, wie prachtvoll mein verstorbener Vetter Kraft es wieder aufgebaut hat.

Die weitere Rede hielt er auf Englisch, deren Wortlaut siehe hier.

Fürst Philipp on Hohenlohe-Langenburg und Prinz Charles.

Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg und Prinz Charles.

Seine Rede traf auf ein Publikum, das sie mit Wohlwollen aufnahm und in Deutschland hat Prinz Charles den Ruf, nicht nur zu mahnen, sondern auch etwas zu tun. Nachhaltige Landwirtschaft ist beim Fürsten von Wales seit Jahrzehnten geübte Praxis. Wenn er von lebenswerter Umwelt spricht, kann er auf Dörfer verweisen, die seine Stiftungen gerettet und – wie in einem Fall – komplett neu gebaut hat.

Unsere Welt ist durch Globalisierung geprägt. Zunehmender Welthandel, Exporte und Reisen in alle Kontinente – dieser Trend ist eindeutig und unaufhaltsam. Gleichzeitig gibt es aber auch einen Gegentrend Regionalität. Dieser Trend ist so stark wie jener der Globalisierung“, sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde auf der Langenburger Konferenz. „Da die Globalisierung viele Unterschiede abschleift, wünschen sich viele Menschen Authentizität und Unverwechselbarkeit.“ Aber das gilt nicht nur für die von Bonde besonders hervorgehobenen regional erzeugten Lebensmittel aus heimischer Landwirtschaft oder die Gastronomie und den Tourismus. Auch die Staatsform gehört zu den Nachhaltigkeitsfaktoren. Als Vertreter der britischen Monarchie legte dafür der Fürst von Wales ebenso Zeugnis ab wie andere europäische Monarchen, deren Denken über dem Aktionismus der Tagespolitik steht.

Der Sudwestrundfunk (SW® berichtete vom Besuch des Fürsten von Wales in Langenburg.

Der Südwestrundfunk (SWR) berichtete vom Besuch des Fürsten von Wales in Langenburg.

*) Prinz Charles‚ Vater und Fürst Philipps Großmutter waren Geschwister.

PS. Getty Images veröffentlichte ein Photo, das Joschka Fischer, Erbprinz Bernhard von Baden, Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg und Prinz Charles im Gespräch zeigt. Joschka Fischer gleicht äußerlich in diesen Tagen Ludwig Erhardt.

 

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