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Überwältigende Mehrheit für Norwegens Monarchie im Parlament

König Harald V. von Norwegen während seiner Thronrede zur Parlamentseröffnung.

König Harald V. von Norwegen während seiner Thronrede zur Parlamentseröffnung.

Mit überwältigender Mehrheit hat das norwegische Parlament, der Storting, einen Antrag abgelehnt, welcher die Konversion des Landes in eine Republik einleiten sollte. Die Republikaner trauten sich dabei noch nicht einmal, direkt über Monarchie oder Republik abzustimmen. Der Abstimmungsgegenstand war vielmehr nur die Erstellung einer unverbindlichen Studie darüber, wie eine Republik mit einem Präsidenten in Norwegen funktionieren würde. Normalerweise wird die Erstellung solcher Studien vom Parlament aufgrund ihres nichtbindenden Charakters routinemäßig durchgewunken, bezüglich der Monarchie wurde dieses Ansinnen jedoch mit 83 gegen 11 Stimmen abgelehnt.

Gegen die Monarchie ist in Norwegen traditionell nur die kleine Sozialistische Linkspartei (Sosialistisk Venstreparti) eingestellt, während sie von anderen Parteien des linken Spektrums wie etwa der sozialdemokratischen Arbeiterpartei (Arbeiderpartiet) oder den Grünen mitgetragen wird und der beidseitige Umgang von Respekt und Vertrauen geprägt ist. „Wenn etwas nicht kaputt ist, muß man es auch nicht reparieren“, begründeten Vertreter aus dem bürgerlichen Lager ihr Votum.

Kritiker der Monarchie führen an, daß in Norwegen zum letzten Mal 1905 über die Monarchie abgestimmt wurde und Frauen damals noch nicht wählen durften. Das Votum, in welchem sich damals über 70 % der Wahlberechtigten für die Monarchie aussprachen, sei also nur von etwas mehr als 29 % der Gesamtbevölkerung getroffen worden. Diese Argumentation nun ausgerechnet aus republikanischen Kreisen zu hören, ist doch recht bemerkenswert, denn würde ihr konsequent gefolgt, müßte man fast jede demokratische Wahl für ungültig erklären, da der Wahlsieger so gut wie nie mehr als 50 % der Stimmen der Gesamtbevölkerung auf sich vereinen kann.

Norwegens Monarchen sitzt also fest im Sattel und das ist auch gut so, wie sich nicht zuletzt im Zuge der terroristischen Anschläge des Anders Bering Breivik zeigte, nach denen die Königsfamilie im Namen aller Norweger Stabili-tät und die Entschlossenheit repräsentierte, Freiheit und Bürgerrechte gegen Extremisten zu verteidigen.         L.R.

Königin Beatrix beeindruckt Winfried Kretschmann

Königin Beatrix I. der Niederlande empfing Bundesratspräsident Winfried Kretschmann in Huis ten Bosch, Den Haag.

Königin Beatrix I. der Niederlande empfing Bundesratspräsident Winfried Kretschmann in Huis ten Bosch, Den Haag.

Kurz vor dem zweiten Jahrestag seiner Wahl zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten, besuchte Winfried Kretschmann als amtierender Bundesratspräsident am 25. März das Königreich der Niederlande. In der republikanischen Hierarchie Deutschlands nimmt er als Vorsitzender der Länderkammer den vierten Rang ein und es gehört zu den Gepflogenheiten, dem Nachbarland eine Antrittsvisite abzustatten. Kretschmann, einst Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), hat in seinen 64 Lebensjahren schon viele Premieren erlebt, in den Niederlanden hatte er erstmals die Gelegenheit zu einem Gespräch mit einer Königin. „Einen Hauch von Nervosität beim Regierungschef“ meinten die Journalisten wahrzunehmen. Nach der Audienz zeigte er sich sehr angetan von der Monarchin, wußten die Stuttgarter Nachrichten zu berichten: „… 30 Minuten lang [reden sie] miteinander – vor allem über die Energiewende. Kretschmann zeigt sich beeindruckt von den Wirtschaftskenntnissen der Königin. Sympathisch sei die Regentin – und sie strahle große Souveränität aus.“

Herzog Carl von Württemberg bei der Gratulationscour anläßlich seines 75. Geburtstags.

Herzog Carl von Württemberg bei der Gratulationscour anläßlich seines 75. Geburtstags. Württembergs geliebter Herr.

Erfrischend unverkrampft meisterte der Württemberger seinen Staatsbesuch bei den Niederländern und seine positiven Aussagen über die große Persönlichkeit von Königin Beatrix verführte im monarchistischen Forum Monarchie der Zukunft zu weitergehenden Hoffnungen: „Ich denke Herr Kretschmann würde auch gut / pragmatisch mit Herzog Carl von Württemberg zusammenarbeiten können. Ein Realo-Grüner ist sicher nicht so ideologisch festgelegt wie einer seiner Fundi-Kollegen. Und auch nicht so festgelegt wie CDU-Anhänger aus den Untiefen der adenauerischen Schmonz-Republik. Vielleicht wäre mit Realo-Grünen sogar eine parlamentarische Monarchie möglich?! Es muß ja nicht immer der Konservativismus sein!“ Die Idee, Kretschmann könne sich zum monarchischen Gedanken bekehren, dürfte sich nicht erfüllen, obwohl er 2004 als Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im baden-württembergischen Landtag erklärte, er wähle beim Wahlvorschlag für die Bundesversammlung „den von der CDU auf Platz 16 vorgeschlagenen Herzog von Württemberg gern mit. Denn dieser sei gesellschaftlich sehr engagiert“. Es wäre kein Fehler, wenn die deutschen Monarchisten ihre potentiellen Verbündeten nicht nur in Konservativen sähen.                                                        H. S.

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Die vollständige 111. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 111

Inhalt der 111. Ausgabe:

  • Überwältigende Mehrheit für Norwegens Monarchie im Storting
  • Königin Beatrix beeindruckt Winfried Kretschmann
  • Grundsteinlegung für das Berliner Stadtschloß im Juni
  • Schlösserwelt Europas auf arte

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