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Briefmarke zum 40. Geburtstag der belgischen Prinzessin Mathilde, Herzogin von Brabant.

Briefmarke zum 40. Geburtstag der belgischen Prinzessin Mathilde, Herzogin von Brabant.

Belgiens künftige Königin wurde als Mathilde Marie-Christine Ghislaine d’Udekem d’Acoz am 20. Januar 1973 in Uccle (flämisch: Ukkel), einer der 19 Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt geboren. Sie ist die Tochter von Graf Patrick d’Udekem d’Acoz (28. April 1936 – 25. September 2008) und Gräfin Anna Maria Komorowska (*24. September 1946). Graf Patrick d’Udekem d’Acoz war Sohn des Grafen Charles d’Udekem d’Acoz (1885-1968) und Suzanne van Outryve d’Ydewalle (1898-1983). Die Mutter von Prinzessin Mathilde, Gräfin Anna Maria Komorowska, ist die Tochter des polnischen Grafen Léon-Michel Komorowski (1907-1992) und von Prinzessin Sophia Sapieha-Kodenska (1919-1997). Beide Adelsgeschlechter spielten eine große Rolle in der polnischen Geschichte.

Die künftige Prinzessin Mathilde besuchte die Grundschule in Bastogne und machte ihr Abitur am Institut de la Vierge Fidèle in Brüssel.  Anschließend studierte sie bis 1994 Logopädie am Institut Libre Marie Haps in Brüssel. Zwischen 1995 und 1999 war sie als Logopädin in ihrer eigenen Praxis in Brüssel tätig. Parallel hierzu studierte sie bis 2002 Psychologie an der Université Catholique de Louvain.

Der Prinzessin liegt das Schicksal Benachteiligter sehr am Herzen, insbesondere das der Kinder. Im Dezember 2000 wurde der Prinzessin-Mathilde-Fonds gegründet, der sich um die Probleme der Schwächeren in der Gesellschaft kümmert. Der Fonds wählt jedes Jahr Projekte aus, die geeignet sind, die Situation benachteiligter Menschen zu verbessern. An das Projekt, das die meiste Anerkennung verdient hat, vergibt der Fonds einen jährlichen Preis.

Darüber hinaus hat I.K.H. Prinzessin Mathilde die Schirmherrschaft für mehrere Verbände übernommen, die sich um Menschen kümmern, die sich nicht selbst helfen können. Die Erziehung ist ein Punkt, der Prinzessin Mathildes besonderes Interesse genießt. Darunter fallen auch Alphabetisierungs- und (Vor- )Leseprojekte für Kinder und Erwachsene sowie die Situation der Frauen im Allgemeinen. Ihre besondere Aufmerksamkeit genießen auch nichtansteckende Krankheiten wie Krebs, Herz- und Gefäßkrankheiten sowie chronische Atemwegserkrankungen.

In der Funktion als Abgesandte der Vereinten Nationen für das internationale Jahr des Mikrokredits (2005) besuchte Prinzessin Mathilde China, Indien, Mali und den USA/Washington. Auf Bitten von Unicef und UNAIDS übernahm Prinzessin Mathilde die Aufgabe einer Sonderbeauftragten für deren weltweite Kampagne zur Unterstützung von Waisen und anderen benachteiligten Kindern, die direkt oder indirekt von HIV/AIDS betroffen sind. In diesem Zusammenhang reiste sie nach Tansania, China und in den Senegal.

Am 4. Dezember 1999 heiratete Prinz Philippe, Herzog von Brabant Mathilde d’Udekem d’Acoz.

Am 4. Dezember 1999 heiratete Prinz Philippe, Herzog von Brabant, Mathilde d’Udekem d’Acoz.

Prinzessin Mathilde erhielt den Titel Prinzessin von Belgien am 4. Dezember 1999, dem Tag ihrer Hochzeit mit S.K.H. Prinz Philippe, und beide tragen den Titel Herzog und Herzogin von Brabant.

Das belgische Thronfolgerpaar hat vier Kinder. Am 25. Oktober 2001 wurde Prinzessin Elisabeth geboren. Nachdem 1991 das Gesetz zur Thronfolgeregelung geändert wurde und Belgien vom Salischen Recht zur Cognatischen Primogenitur überging, steht Prinzessin Elisabeth nach ihrem Vater, Prinz Philippe an zweiter Stelle der Erbfolge. Als weitere Kinder wurden dem Herzog und der Herzogin von Brabant am 20. August 2003 Prinz Gabriel, Prinz Emmanuel am 4. Oktober 2005 und am 16. April 2008 Prinzessin Eléonore geboren.

Das belgische Thronfolgerpaar mit den Kindern Elisabeth, Mmanuel, Gabriel und Eléonore.

Das belgische Thronfolgerpaar mit den Kindern Elisabeth, Emmanuel, Gabriel und Eléonore.

In Meinungsumfragen, die die Beliebtheit der einzelnen Mitglieder der königlichen Familie herausfinden soll, liegt Kronprinz Philippe mit 24 % an der Spitze. An zweiter Stelle steht seine Schwester, Prinzessin Astrid, mit 22 %, dicht gefolgt von Prinzessin Mathilde mit 21%.

Ganz allgemein zum Fortbestand der Monarchie befragt, äußerten sich 69% der Belgier dahingehend, daß das Ende der Monarchie auch einem Ende Belgiens gleichkäme. 73% der Befragten urteilten dann auch, Belgien solle weiterhin als Monarchie funktionieren. Nur 16% sprachen sich für eine wie auch immer gestaltete Republik aus und elf % befürworteten einen Anschluß an Frankreich. Nach den langen politischen Diskussionen, ob die Macht des Monarchen in Belgien eingeschränkt werden sollte, äußerten sich überraschend viele Personen (66%) gegen die Beschneidung der königlichen Kompetenzen. Nur 34% der Befragten stimmten für eine Neustrukturierung des königlichen Aufgabenfeldes. Das war nicht das Ergebnis, das die belgischen Politiker herbeireden wollten, denn sie haben zum Ziel, eine „zeremonielle Monarchie“, die dem König jegliche Rolle im politischen Spiel nehmen soll, zu etablieren.

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