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Der Internetaufruf „Im Januar 2013 nach Doorn, wer kommt mit?“ verstand sich als Reaktion auf die Sparbeschlüsse des niederländischen Kabinetts, die Haus Doorn mit einer möglichen Schließung bedrohten.

Die Nachricht schlug besonders bei den Monarchisten ein, die noch nie am Exilsitz des letztregierenden deutschen Kaisers gewesen waren.

Also wurde der Plan gefaßt, eine Gruppenfahrt für den 13. Januar nach Doorn zu organisieren!

Besonders bei vielen jungen Monarchisten fand diese Idee Zuspruch. Mit den Gedanken: „Wenigstens einmal will ich dort gewesen sein,“ wurden Fahrgemeinschaften organisiert, um den Kaiser zu besuchen!

Bis zuletzt eine große Unwägbarkeit, wurde eine Teilnehmerzahl von 20 Personen erreicht.

Kaum in Doorn angekommen, erlebten die Teilnehmer den Höhepunkt des Tages: Uns wurde die Tür zum Mausoleum des Kaisers geöffnet.

Kaisertreue in Doorn.

Kaisertreue in Doorn.

Die Grußworte des Haus Osman, vorgetragen von Rasim Marz, und die Kranzniederlegung am Sarg Seiner Majestät waren für alle so ein bewegender Moment, das ganz spontan „Heil dir im Siegerkranz“ angestimmt wurde.

Nachdem noch ein paar Bilder gemacht wurden, trat man die Besichtigung des Schlößchens an.

In zwei Gruppen aufgeteilt, traten wir die Tour durchs Haus an.

Gleich im ersten Raum konnte man sich gar nicht sattsehen. Von den Bildern über Dekorationsgegenstände bis zu den Möbeln war alles in einen tadellosen Zustand!

Zu den wissenswerten Informationen der Führung gab es viele schöne Objekte zu sehen. Mir persönlich hat es im Salon ein großes Bild der Königin Luise von Preußen angetan. In einer kleinen Bibliothek war die Versuchung groß, eines der Bücher zu lesen. Ein ganz besonderes Exponat stand im Arbeitszimmer Seiner Majestät: Ein Sattelstuhl, über dessen Zweck man erst einmal rätseln mußte. Auch das Badezimmer der Gemahlin Seiner Majestät hielt einige Überraschungen parat.

Der größte Raum im Haus war wohl der Speisesaal. Noch bis in unsere Zeit läßt sich erahnen, wie Seine Majestät dort mit seinen Vertrauten gespeist hat.

Es gibt so vieles, worüber ich schreiben könnte, doch möchte ich nicht zu viel verraten. Schließlich sollen andere genau so staunen, wenn sie die Räume betreten!

Der wohl bewegendste der 15 Räume in Haus Doorn, die wir besichtigen durften, war das Sterbezimmer Seiner Majestät.

Es hat noch einmal zum Nachdenken angeregt.

Jedenfalls war es bei mir so.

Am Ende der Führung blieb uns kurz Zeit, uns zu unterhalten, bevor wir den Souvenirladen glücklich machten.

Ein Andenken an einen wunderschönen Tag mußte sein.

Während einige wieder Richtung Heimat fuhren, hatten andere die Gelegenheit genutzt und sich noch bißchen zusammengesetzt.

Schließlich gilt am Ende mein Dank:

–           Rasim Marz für die Überbringung der Grüße des Hauses Osman.

–           Dem BaM für seine Spende für den Kranz.

–           Und natürlich den Teilnehmern.

In der Hoffnung euch einen kleinen Einblick ermöglicht zu haben, beende ich meinen kleinen Tagesbericht jetzt.

Jedoch habe ich noch eine kleine Bitte.

Schreiben Sie doch bitte einen Brief an das deutsche Kultusministerium und bitten Sie um finanzielle Hilfe für das Haus Doorn. Schließlich wollen wir auch im Sommer wieder hinfahren!

Matthias Kröger

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