Schlagwörter

, , , , , , ,

Die Selbstauflösung des Bunds aufrechter Monarchisten (BaM) ist vorerst abgewendet. Ursprünglich hatte der Sprecher des BaM, Heinz Emmrich, für den 13. Januar eine Mitgliederversammlung einberufen, auf der die Auflösung des erst 2006 ins Leben gerufenen Monarchistenbunds beschlossen werden sollte.

Wenige Tage vor dem fast sicheren Ende meldete sich ein Retter, der sich der Aufgabe stellt, den Verein in eine bessere Zukunft zu führen. Patrick Pohl ist der Mann der Stunde, der im Mitteilungsschreiben an die BaM-Mitglieder als kommissarischer Leiter präsentiert wurde. Eine Vollversammlung soll zu einem späteren Zeitpunkt in einer ordentlichen Wahl der Vereinigung satzungsgemäße Strukturen geben. „Der BaM soll nun reformiert und umstrukturiert werden, um ihn zukunftsfähig zu machen“, heißt es im Mitgliederbrief, in dem auch Patrick Pohl zitiert wird: „Wir müssen es schaffen innerhalb von wenigen Monaten den Bund aufrechter Monarchisten wieder zu stärken. Wir dürfen dabei niemanden vergessen mitzunehmen. Ich danke allen die bisher zum Erhalt des BaM beigetragen haben und begrüße alle, die erneut mit Kraft und Willen unsere festgesetzten Ziele umsetzen wollen.

Ein wichtiger Grund für die Krise des BaM dürfte die Absage des 5. Monarchie-forums im September 2012 in Goslar gewesen sein. Hatten die davor seit 2008 von der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft veranstalteten Monarchieforen neben renommierten Referenten auch ein zunehmend größeres Publikum angezogen, zeigte sich in den Vorbereitungen für Goslar eine krisenhafte Entwicklung: Ein deutlich schwächeres Vortragsprogramm zog auch ein wesentlich geringeres Interesse von potentiellen Teilnehmern nach sich. Das finanzielle Risiko war den Veranstaltern zu groß und zum ersten Mal fiel ein Monarchieforum aus. Wie beim Dominospiel schubste ein Steinchen das andere und die gesamte Konstruktion der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft mit angeschlossenen Mitgliedsverbänden geriet ins Wanken.

Patrick Pohl hatte sich im Januar 2012 mit einer Analyse der „royalistischen Szene in der BRD“ (leider nicht frei online zugänglich, aber auf Anfrage bei Corona erhältlich) in dieselbe eingeführt und auch seitdem gelegentlich dazu geschrieben.

Advertisements