Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , ,

Monarchiekritische Petition in Luxemburg gescheitert

In Luxemburg ist ein vage formuliertes Bürgerbegehren gescheitert, welches das Parlament dazu bewegen sollte, die in der Verfassung verbrieften Rechte des Großherzogs und seiner Familie zu diskutieren. Während für dieses Begehren 4500 Unterschriften der etwas weniger als 300.000 Luxemburger erforderlich gewesen wären, kam die Petition auf gerade einmal 769 Unterschriften. Anläßlich der Hochzeit von Erbgroßherzog Guillaume mit Gräfin Stéphanie de Lannoy wurde in der Petition auch gefordert „die Symbole der demokratischen Souveränität in Zukunft nicht mehr für private Feste zu nutzen“, was immer das auch heißen mag.

Die Luxemburger Hochzeit fand weltweite Beachtung. Aus Deutschland nahm der Chef des Kaiserhauses, SKH Prinz Georg Friedrich von Preußen, an den Feierlichkeiten teil.

Das klar abgeschlagene Bürgerbegehren zeugt von der Sympathie und Anerkennung der Luxemburger gegenüber dem Haus, dem Großherzog Henri vorsteht. Der Gedanke an eine Debatte über die Rechte der Krone wäre jedoch zu befürworten, wenn auch sicherlich nicht so, wie sie die Initiatoren des Bürgerbegehrens im Sinn hatten: Nach der Weigerung von Großherzog Henri im Jahr 2008, ein Gesetz zur Liberalisierung der Sterbehilfe zu unterzeichnen, wurde er vom luxemburgischen Premier Jean-Claude Juncker im Handstreich seines Rechtes beraubt, Gesetze zu prüfen. Zur Erinnerung: Jean-Claude Juncker ist derselbe, der Bedenken über einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone, wie sie drei Viertel der Deutschen hegen, als „dumm“ bezeichnet. Außerdem machte dieser Premier dadurch auf sich aufmerksam, daß er im Zusammenhang mit der öffentlichen Besorgnis über die Finanzkrise in Europa äußerte: „Wenn es ernst wird, muß man lügen.“ Wer also schützt die Luxemburger und Europäer vor solchen sogenannten Volksvertretern? Vielleicht wäre es ja eine Idee, dem Großherzog künftig mehr Rechte in der Verfassung zu gewähren, damit verhindert wird, daß selbstherrliche Parteipolitiker die Grenzen ihres Mandats weit überschreiten. Zu diskutieren wäre dies auf jeden Fall. L.R.

Thessaloniki empfängt
König Konstantin II. der Hellenen

Vor hundert Jahren schien der sprichwörtliche „kranke Mann am Bospurus“, die Türkei, die gebietslüsternen Nachbarn förmlich herauszufordern. Im Oktober 1912 erklärten Bulgarien, Serbien, Montenegro und Griechenland dem Osmanischen Reich den Krieg. Im 1. Balkankrieg verloren die einstigen Herren des Balkans fast ihren gesamten europäischen Besitz. Das Königreich Griechenland gewann im Epirus, Makedonien und Thrakien sowie in der Ägäis Gebiete, die es als „urgriechisch“ betrachtete. Ein Juwel war die „Befreiung“ Thessalonikis. Für die griechischen Monarchen galt die Angliederung dieser reichen Metropole als persönlicher Triumph, der allerdings getrübt wurde, als dort König Georg I. 1913 von einem Attentäter erschossen wurde.

König Konstantin II. und Prinz Nikolaos in der Demetriuskirche, Thessaloniki.

Zur Hundertjahrfeier des Anschlusses Thessalonikis ans Königreich Griechenland besuchten der Ur– und der Ururenkel des Befreierkönigs die Stadt. König Konstantin II. und sein zweitältester Sohn, Prinz Nikolaos, statteten Thessaloniki im Oktober 2012 einen Besuch ab. Während ihres Aufenthalts nahmen die königlichen Gäste in der Demetriuskirche an einem Gottesdienst teil, der im Gedenken an ihre Vorfahren, König Georg I. und  König Konstantin I. gehalten wurde.

Anläßlich des Jahrestags gab König Konstantin folgende Stellungnahme ab: „Mit großem Stolz und großer Ergriffenheit feiere ich den hundertsten Jahrestag der Befreiung Thessalonikis, dessen Geschichte aufs innigste mit der meiner Familie verbunden ist.

Thessaloniki war immer ein Ort vielfältiger Kulturen und demokratischer Ideen und ist noch immer ein Sinnbild einer Stadt, in der die Ideale der Demokratie und der Freiheit gedeihen. Wir ehren zwei der bedeutendsten Gedenkanlässe: Die Befreiung der Stadt und das historische Nein, das das Volk gemeinsam mit dem König [Georg II.] und der politischen Führung [Italien entgegenschleuderte].

König Konstantin II. und Prinz Nikolaos mit dem Klerus der Stadt Thessaloniki.

In all den Jahren waren die Griechen mit schwierigen Situationen konfrontiert und haben sie überstanden. Heute sehen wir uns wieder einer historischen Krise gegenüber und mir scheint, daß der einzige Weg, aus ihr herauszukommen, ist, daß wir zusammenstehen, Solidarität üben und uns unserer Werte und Ideale besinnen, die wir als Erbe tragen. Wir erinnern uns des großen Siegs und der Schlachten, die ihm vorausgingen und von einer Armee gewonnen wurden, die nur eine Waffe hatte – die griechische Seele. Daraus ziehen wir Hoffnung und Selbstvertrauen, daß wir mit der gleichen Waffe heute damit beginnen werden, ein anderes Jahrhundertereignis zu gewinnen.

König Konstantin II. mag zur Zeit nicht amtieren, aber vielen Griechen hat er aus der Seele gesprochen.   H.S.

————————————————————————————————–
Die vollständige 104. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 104

Inhalt der 104. Ausgabe:

  • Monarchiekritische Petition in Luxemburg gescheitert
  • König Sihanouk von Kambodscha gestorben
  • Spanien: Was ist ein König für dich?
  • Thessaloniki empfängt König Konstantin II. der Hellenen

————————————————————————————————–

Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun.

Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt. corona_redaktion@yahoo.com

Die Mailadressen werden zu keinem anderen Zweck als dem Versand von „Corona“ benutzt. Die Adressen werden weder kostenlos weitergegeben noch gar verkauft.

Advertisements