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Portugiesischer Thronprätendent sieht Monarchie als Ausweg aus der Krise seines Landes

In einer am 5. Oktober gegebenen Botschaft an die Portugiesen hat der portugiesische Thronprätendent Dom Duarte de Bragança die Republik für die aktuelle finanzielle Situation und den Souveränitäts- und Ansehensverlust Portugals innerhalb Europas verantwortlich gemacht.

Unter allen Thronprätendenten in Europas Republiken ist der Herzog von Bragança mit Sicherheit derjenige, der sich am deutlichsten und häufigsten politisch äußert. Es wäre zu wünschen, daß mehr Prätendenten und auch regierende Monarchen seinen Mut hätten.

Das aktuelle Regime existiert seit etwas mehr als 100 Jahren und viele Regierende haben nichts dazu beigetragen, die Verschlechterung der Situation der öffentlichen Finanzen zu verhindern.“ Nach Dom Duarte sei diese Entwicklung entweder auf mangelnden Willen oder auch auf Unfähigkeit zurückzuführen.

Die Monarchie dagegen könne laut Dom Duarte dazu beitragen, ein nationales Projekt zu begründen, welches die Portugiesen einigt und der Nation ihren Stolz und die Hoffnung zurückgibt. Die gegenwärtigen staatlichen Institutionen sollen in diesem Zusammenhang hinterfragt und die Möglichkeit der Monarchie ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Damit würde gleichzeitig das 1000jährige Band erneuert, welches die Portugiesen mit ihrem Königshaus verbindet.  L.R.

Weltenbrand interessiert Deutsche nicht

Wenn Guido Knopp eine Geschichtsserie dreht, steht aufgrund seiner viel zu starken Fokussierung auf die Zeit des Nationalsozialismus unter Vernachlässigung der anderen Epochen deutscher Geschichte Schlimmes zu befürchten. Die Serie Weltenbrand ist im übrigen die letzte von dem TV-Historiker verantwortete Produktion. Auf der anderen Seite hat die sich mit den beiden Weltkriegen beschäftigende Serie vor ihrer Ausstrahlung sehr gute Kritiken bekommen: Es werde gezeigt, daß auch andere Staaten als Deutschland 1914 Motive hatten, um in den Krieg zu gehen, hieß es im Vorfeld.

Letztlich hat sich weder das eine noch das andere bewahrheitet: In den sich mit dem 1. Weltkrieg befassenden ersten drei Teilen des Achtteilers wurde zwar auch viel über den 2. Weltkrieg gesprochen. Daß dieser ohne den 1. Weltkrieg nicht hätte stattfinden können, ist aber durchaus unbestritten und es kam keineswegs zu dem albernen und ideologisch motivierten Versuch mancher linker Historiker, eine Linie der Kontinuität zwischen Bismarck und Hitler ziehen zu wollen. Auf der anderen Seite wurden die drei Teile der Serie über den 1. Weltkrieg jedoch auch nicht den beschriebenen Vorschußlorbeeren gerecht. Interessenlagen und Strukturen, die zum Kriegsausbruch geführt haben, wurden nur am Rande erläutert. Letztlich vermied die Sendung jeden historischen Streitpunkt und blieb somit vollkommen unpolitisch.

Der Kaiser verleiht Orden an verdiente Soldaten: Was die Rolle des Kaisers beim Kriegsausbruch war und was sie nicht war, wird im Weltenbrand nicht erwähnt.

Dies ist zwar gewiss eine Verbesserung zu den unhaltbaren Thesen Fritz Fischers, jedoch ist das immer noch zu wenig. 98 Jahre nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges ist die provokante Auffassung dieses Historikers über eine deutsche Alleinschuld am Kriegsausbruch unter Historikern zwar völlig überholt, in der Öffentlichkeit und an den Schulen wird sie jedoch bisweilen vom interessierten Spektrum weiterhin dominant vertreten. Welche Rolle spielte Kaiser Wilhelm II. beim Kriegsausbruch? Welche Interessen hatten Rußland, England und Frankreich? War der Fall der Monarchie bereits das Todesurteil für die deutsche Demokratie? Dies sind Fragen, deren öffentliche Beantwortung spätestens zum 100. Geburtstag der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts überfällig wäre, die von Guido Knopp jedoch nicht angegangen wird. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, wenn die Serie zur besten Sendezeit unterirdische Einschaltquoten erzielte. L.R.

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Die vollständige 103. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 103

Inhalt der 103. Ausgabe:

  • Nachwuchs im Haus Preußen
  • Portugiesischer Thronprätendent sieht Monarchie als Ausweg aus der Krise seines Landes
  • Prinz Nikolaus verlegt Residenz nach Rumänien
  • Weltenbrand interessiert Deutsche nicht
  • Prinz Albert von Sachsen +

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