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Einhundert Ausgaben

„Wie seid ihr eigentlich auf die Idee für die Corona gekommen“, fragte einmal der Betreiber einer Netzpräsenz zu einem mit der Monarchie verwandten Thema im persönlichen Gespräch. Nun, die Idee entstand im Zuge meines Studiums während eines Praktikums an der Botschaft der Republik Peru in Deutschland: Der neue Botschafter wollte den Kontakt mit der hiesigen peruanischen Gemeinschaft und den Medien ausbauen und hatte die Idee, einen alle zwei Wochen erscheinenden netzgestützten Info-Brief über Peru und das bilaterale Verhältnis zu Deutschland herauszugeben. Ich wurde damals mit der Erstellung beauftragt und fragte mich, ob ich so etwas nicht auch für die Monarchisten machen könnte. Info-Briefe waren damals noch nicht so weit verbreitet wie heute, bieten aber zahlreiche Vorteile: Sie sind kostenlos, anonym und verlangen vom Leser kein Engagement.

Auf einer vorbereitenden Tagung zur Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Tradition und Leben e.V. im Jahr 2006 wurde dann die Erstellung eines solchen Info-Briefs als Teil eines monarchistischen Sofortprogramms für diesen Verein beschlossen. Auf der Mitgliederversammlung selbst wurde das Programm zwar abgeschmettert, da jener Verein zumindest zu jenem Zeitpunkt nicht wirklich an Engagement interessiert war. Der Info-Brief kam dann aber trotzdem, wenn auch nicht im Rahmen des Vereins.

Corona mag vielleicht nicht in aller Munde sein, aber sie ist in guten Händen.

Seitdem sind sechs Jahre vergangen, was manchmal unwirklich erscheint, und ein Bekannter formulierte in diesem Jahr: „Das einzige bei den deutschen Monarchisten, was in den vergangenen Jahren Bestand hatte, war die Corona. Die Ausgaben kommen regelmäßig, es tritt nicht jede Woche jemand zurück und es versucht auch nicht jeden Monat jemand, alles grundsätzlich infrage zu stellen und zu revolutionieren.“ Die Gründe des Erfolges der Corona hatte mein Bekannter damit schon beschrieben: Kontinuität und ein gutes Verhältnis zwischen den Autoren. In der Tat kam es nur äußerst selten zu Meinungsverschiedenheiten und diese wurden stets kollegial und in dem Wissen gelöst, daß wir für dieselbe Sache einstehen. Hilfreich ist es natürlich auch, daß der eine Autor ein freier Journalist und der andere Autor Politologe ist. Außerdem sprechen wir beide mehrere Fremdsprachen, so daß wir internationale Stimmen über die Monarchie vor vielen anderen wahrnehmen.

Trotzdem wollen wir uns natürlich nach wie vor nicht ausruhen oder zur Ruhe setzen, sondern dem interessierten Leser in Zukunft noch mehr bieten. Die nächste Aufgabe wird es sein, den Ausbau des Blogs im Hinblick auf Qualität und Zahl der Artikel sowie ein gutes Suchmaschinen- und Netzwerkmarketing voranzutreiben.

Auf die nächsten einhundert Ausgaben!              L.R.

Québec: Monarchisch geprägt seit 1534

Die kanadische Provinz Québec ist im Wahlkampffieber. Im September wird ein neues Parlament gewählt und wieder schütteln Separatismusschübe die Politiker. Die Partei der Unabhängigkeitsbewegung, der Parti Québécois, möchte nach der vernichtenden Wahlniederlage von 2007, als die Partei hinter den Liberalen und der Action démocratique du Québec nur drittstärkste Kraft wurde, wieder die Regierungsgewalt an sich bringen. Deshalb versucht Parteiführerin Pauline Marois mit kräftigen Paukenschlägen zu punkten. Der Parti Québécois war immer republikanisch gesonnen, nun soll der lautstark vorgetragene antimonarchistische Ton, die Unentschlossenen ins Separatistenlager zu ziehen. Marois behauptete dreist – und wohl auch wider besseres Wissen -, die Monarchin (Königin Elizabeth II. von Kanada) sei Symbol dafür, daß die konservative Bundesregierung die Krone der „Identität Québecs“ aufzwinge. Dabei verdankt Québec seine französische Identität der Krone.

In die Standarte der Königin von Kanada sind selbstverständlich auch die bourbonischen Lilien aufgenommen worden. Sie sind Zeichen für Québec und für das französische Erbe Kanadas.

Als Frankreich nach dem verlorenen Siebenjährigen Krieg 1763 seine nordamerikanischen Besitzungen weitgehend verlor, sicherte König Georg III. seinen neuen Untertanen kulturelle Rechte zu. Im Québec Act von 1774 wurde die freie katholische Relionsausübung und der Gebrauch der französischen Sprache erlaubt. Nur dadurch überlebte  in Québec Französisch; in den später von den USA annektierten Teilen (Louisiana und Gebiete um die Großen Seen; Detroit, Des Moines und St. Louis sind französische Gründungen) wurden nie Minderheitenrechte garantiert – bis auf winzig kleine Sprachinseln der sogenannten Cajun ist Französisch aus den USA verschwunden. Seit König Franz I. 1534 Gebiete am St. Lorenzstrom zum Protektorat erklärte, über den ersten von König Heinrich IV. ernannten Vizekönig 1602 bis heute ist Québec monarchisch geprägt. Kein anderes Territorium Nordamerikas hat eine längere königliche Geschichte und Bindung als Québec. Das ändern auch markige Wahlkampfsprüche nicht.   H.S.

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Die vollständige 100. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 100

Inhalt der 100. Corona Ausgabe:

  • Einhundert Ausgaben
  • Die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster soll umbenannt werden
  • Québec: Monarchisch geprägt seit 1534
  • Nächstes Kapitel in der Geschichte der gescheiterten Restauration in Frankreich

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