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Am Montag, den 23. Juli verstarb in seiner Schweizer Wahlheimat der Chef des Hauses Wettin, Markgraf Maria Emanuel von Meißen. Bestattet wurde er am 30. Juli in der Königskapelle in Brennbichl bei Imst/Tirol (siehe Nachruf in Corona).

In der Dresdner Hofkirche nahmen am 3. August mit einem Requiem die Familie und viele königstreue Sachsen vom verstorbenen Markgrafen Maria Emanuel von Meißen Abschied.

In der ehemaligen Hofkirche, der heutigen Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen, feierte Domdekan Weihbischof em. Georg Weinhold am Freitag, den 3. August, um 18 Uhr ein Requiem für den verstorbenen Markgrafen.

Die Predigt in diesem Trauergottesdienst hielt Dompfarrer Klemens Ullmann.

Der MDR berichtete vom Requiem in seiner Sendung Sachsenspiegel. Auf der Webseite ist auch ein Filmbericht von der Hofkirche zu sehen.

Bis 1918 diente das Gotteshaus als Hof- und Pfarrkirche zugleich. Beim Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 wurde es stark zerstört. Bereits seit Juni 1945 feierte man in der Bennokapelle, später im linken Seitenschiff die Heilige Messe. 1962 konnte das Hauptschiff wieder genutzt werden. 1980 wurde die Hofkirche zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen erhoben.

Dieses einmalige Kunstwerk erbaute Gaetano Chiaveri von 1739 bis 1751 im Stil des römischen Spätbarock.  Auftraggeber waren König Friedrich August II., Sohn König Augusts des Starken, und seine Gemahlin, Königin Maria Josepha. Während die äußere Gestalt durch den Bildhauer Lorenzo Mattielli die Konzeption Chiaveris nach großer Lebendigkeit und Vielfalt unterstreicht, ist das Innere der Kirche schlicht. Es fehlen Deckengemälde und farbige Marmorierung. Damit wird jedoch die Bogenarchitektur durch das einflutende Licht hervorgehoben.

Drei der im Gegensatz dazu prächtig gestalteten Eckkapellen wurden fast originalgetreu restauriert. Eine Ausnahme bildet die Kapelle zum Gedächtnis der Opfer im 2. Weltkrieg. Friedrich Press schuf dafür die Pieta, das Bild der Schmerzensmutter Maria.

Die Kanzel, Ort der Verkündigung der Frohen Botschaft Gottes, ist ein Werk des großen Barockbildhauers Balthasar Permoser. Von ihm stammen auch die Statuen des gegeißelten Christus und der Kirchenväter Ambrosius und Augustinus. Das gesamte Orgelwerk der letzten und größten Orgel Gottfried Silbermanns wurde im 2. Weltkrieg ausgelagert. Der Orgelprospekt verbrannte und wurde nachgestaltet.

Unter der Kirche befindet sich die Gruft, in der die katholischen Mitglieder des kurfürstlichen, später königlichen Hauses Wettin beigesetzt sind. Auch die Kapsel mit dem Herzen König Augusts des Starken wird hier aufbewahrt. In der ebenfalls unter der Kirche liegenden Bischofsgruft werden die Bischöfe des Bistums Dresden-Meißen bestattet.

Die Hofkirche Augusts des Starken

Im Jahr 1697 konvertierte Kurfürst Friedrich August I., genannt August der Starke, zum katholischen Glauben. Damit erwachte in Dresden wieder katholisches Leben. Bis dahin war es Katholiken nur möglich, heimlich an Gottesdiensten in den Gesandtschaften katholischer Fürstenhäuser teilzunehmen. An Weihnachten 1699 wurde der erste öffentliche katholische Gottesdienst nach der Reformation in der Schloßkapelle in Moritzburg gefeiert. Ab 1708 konnte endlich in Dresden selbst Eucharistie gefeiert werden. August der Starke hatte das Klengelsche Opernhaus am Taschenberg zur Hofkirche umbauen und ausstatten lassen. Damit begann auch die Geschichte der heutigen Domgemeinde. Um 1700 lebten in Dresden bereits ca. 2000 Katholiken, die freilich in ihren Bürgerrechten weithin eingeschränkt waren. Erst unter der Regierung Friedrich August II. und dessen Gemahlin Maria Josepha wurde 1739 bis 1754 die Katholische Hofkirche, heute Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen, errichtet. Gerade der Kurfürstin verdanken die Katholiken, daß sich katholisches Leben wieder entfalten konnte. Sie stellte sich immer wieder schützend und unterstützend vor die kleine katholische Gemeinde hier im Land der Reformation. Die im Stil des italienischen Spätbarock erbaute Kirche war von Anfang an nicht nur für das Fürstenhaus bestimmt, sondern auch Pfarrkirche für die weit verstreut lebenden Katholiken. Damals erstreckte sich das Pfarrgebiet über weite Teile Sachsens.

Zahlreiche soziale Einrichtungen, die vom Fürstenhaus gestiftet wurden, belebten die seelsorgliche Arbeit. Vor allem war es aber auch die Pflege der großen Kirchenmusik, die vom Königshaus gefördert wurde und die die berühmte Dresdner Hofkirchenmusik begründete. Bis jetzt wird sie an den hohen Feiertagen gepflegt. Dazu gehörte auch 1708 die Neugründung der Dresdner Kapellknaben, die bis heute die sonntäglichen Eucharistiefeiern festlich gestalten.

Jakobiter gedenken des Markgrafen von Meißen

In einer jakobitischen Yahoo-Gruppe wurde des verstorbenen Markgrafen so gedacht:

The death occurred at his residence in Switzerland of His Highness Maria-Emanuel, Margrave of Meissen, Prince of Saxony, head of the Royal House of Saxony and grandson of the last reigning King of Saxony, His Majesty Friedrich August III (1904-1918)(1865-1932). Although the majority of their subjects were Protestants, the Kings (since 1806) and Electors of Saxony have been Catholics, indeed devout Catholics, since 1697, when the Elector Friedrich August „the Strong“ (named thus, not only because of his extraordinary physical strength, but also because of his unusual sexual potency, having sired, apart from his only legitimate son and heir, at least 354 illegitimate children), was first elected King of Poland by the Polish Diet of Nobles. He ruled for two periods 1697-1704, 1709-1733. This is often referred to as an example of what might have happened had the Catholic Stuarts, staunch advocates of religious toleration, not been exiled and excluded from their rightful Thrones, in favour of the obligatorily Protestant so-called „Constitutional Monarchy“ under the total control of the illegal convention abrogating to itself the name of a „lawfully convoked Parliament“.

The late Margrave of Meissen (a title of lesser rank than his de jure regal status, similar to that of his third cousin, Franz Duke of Bavaria [HIS MAJESTY KING FRANCIS II]) was born on January 31, 1926, near Regensburg, on the domain of his mother, the former Princess Elisabeth Helene of Thurn and Taxis. He married, on June 23, 1962, Princess Anastasia-Luise of Anhalt, originally a Protestant, who was reconciled with the Catholic Church after her marriage. They had no children, and consequently, the Margrave, following a family consultation, decreed that the son of his second sister, Princess Maria Anna Josepha, married to the Lebanese local ruler, Roberto Afif, Prince of Gessaphe, Prince Alexander of Sachsen-Gessaphe, should be his heir and successor to the Headship of the Royal House of Saxony. Prince Alexander, who divides his time between Dresden, where for a time he was an adviser to the Prime Minister of the State of Saxony, and Mexico, is married to Her Royal Highness Princess Gisela, Princess of England, Scotland, France, Ireland and Bavaria, daughter of His late Royal Highness Prince Rasso and Her Imperial and Royal Highness Princess Rasso, born an Archduchess of Austria-Tuscany. Although the decree of 1997, recognising Prince Alexander as „Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen“ and Heir Apparent to the Headship of the House of Saxony (Wettin), had originally been signed by all the dynasts of the family, the brother of the late Margrave, Prince Albert of Saxony, who had contracted a morganatic marriage and thus was disqualifided, under the dynastic laws of the House of Wettin, from acceding to the Headship of the Saxon Royal Family, reneged on his original acquiescence, and is already contesting the decree, recognising Prince Alexander as the Heir to the late Margrave Maria-Emanuel. Prince Alexander, who is unlikely to assume the title of Margrave of Meissen, while the Headship of the family is being contested, and Princess Gisela, have four children, all of whom are in the Jacobite Legitimate succession. Prince Albert and his wife are childless.

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