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Thronjubiläum mit positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft

In Großbritannien haben es Republikaner besonders in den Tagen des 60jährigen Thronjubiläums von Königin Elizabeth II. schwer. Nicht nur, daß ihre verschwindend geringe Zahl sich durchaus mit der Zahl deutscher Monarchisten vergleichen läßt, die wenigen, die sich in diesen Tagen zu einer Demonstration gegen die Monarchie aufmachten – Medienvertreter sprachen von ein paar Dutzend bis etwas über hundert Demonstranten – wurden von der Menge auch gnadenlos ausgepfiffen.

Dabei hatten sich die Republikaner wohl auch mit Blick auf die Elefantenjagd des spanischen Königs und die anschließende recht erfolgreiche Pressekampagne der spanischen Monarchiegegner ein äußerst aktuelles Hauptargument gewählt: In Zeiten der Wirtschaftskrise sei es pietätlos, ein großes und teures Fest auszurichten. Der Schuß ging aber völlig nach hinten los. Die Strategie der Republikaner führte nicht nur dazu, daß sie in den Augen der überwältigenden Mehrheit der Briten jetzt als biedere Spielverderber („killjoys“) gelten, die den Menschen ein wenig Ablenkung nicht gönnen wollen.

Graham Smith, hauptberuflicher britischer Oberrepublikaner, meinte gegenüber der Presseagentur Reuters über seine Heerschau: „It is about speaking up for the millions of people in this country who are opposed to the monarchy.“ In anderen Worten: Ein paar Dutzend republikanische Demonstranten wiegen locker die 1,5 Millionen Menschen auf, die der Königin vier Tage lang zujubelten.

Auch lief das Finanzargument völlig ins Leere, denn die Veranstaltungen rund um das Thronjubiläum wurden zu einem großen Teil durch private Sponsoren und Spendengelder finanziert. Ausgerechnet die amerikanische Presse zerfetzte dann auch noch den Trumpf der Republikaner: den Sonderurlaub zum Thronjubiläum. Die Monarchiegegner hatten die volkswirtschaftlichen Kosten hierfür auf 1,2 Milliarden £ beziffert.

Das Thronjubiläum bringt der Wirtschaft aber durch Tourismus, Fanartikel etc. 2,4 Milliarden £, wie in der Presse zu lesen war.

Insgesamt bezifferte der amerikanische Sender Bloombergden „Markenwert“ der Queen sogar auf 44 Milliarden £. Der Markenwert bezeichnet dabei die monetär ausgedrückte, positive Beeinflussung der Kaufentscheidung eines Konsumenten durch die Assoziierung des Produkts mit einer Marke: Wer in einem Souvenirgeschäft eine britische Fahne erwirbt und dabei an die Queen denkt, beeinflußt ihren Markenwert.

Jenseits aller wirtschaftlichen Kriterien, über die auch die Corona regelmäßig als Antwort auf die wirtschaftlichen Scheinargumente der Monarchiegegner schreibt, haben die Briten aber recht:

Das Thronjubiläum ist vor allem dazu geeignet, den Menschen eine Freude zu bereiten.

Daher gilt: Kein Mitleid mit den britischen Republikanern. God save the Queen!        L.R.

Aus der amerikanischen republikanischen Sklaverei in die monarchische Freiheit Großbritanniens

Wirklich tiefschürfende Artikel über die Vorteile der monarchischen Staatsform gibt es wenige. Philip Bond hat für die Australian Broadcasting Corporation (ABC) einen solchen verfaßt. Why Monarchy Matters faßt prägnant zusammen, warum die Monarchieanhänger auf der richtigen Seite stehen. Auszugsweise werden hier einige seiner Thesen übersetzt:

Wenn Monarchie und Republik zusammenstoßen, wird schnell klar, welches System gerechter ist. Als 1772 Lord Mansfield einen amerikanischen Sklaven, der nach Großbritannien gekommen war, befreite, erklärte er die Sklaverei für ein anrüchiges System, das im britischem Recht keinen Platz habe. Die Furcht, daß diese Auffassung sich in den amerikanischen Kolonien verbreiten könnte, half dabei, die Revolte dort zu befeuern und die Republik behielt die Sklaverei bei. Der einstige Sklave Frederick Douglass schrieb 1845 bei seiner Einschiffung nach Großbritannien, er segle aus der amerikanischen republikanischen Sklaverei in die monarchische Freiheit.

Die Früchte der Monarchie finden sich nicht nur in der Vergangenheit. Konstitutionelle Monarchien herrschen in einige der bestentwickeltsten, reichsten, demokratischsten und progressivsten Staaten der Welt. Laut UN sind sieben der zehn Länder mit der besten Lebensqualität Monarchien.

Prinz Charles leistet durch seine Stiftungen Politik- und Bildungsarbeit, die radikaler und lebensverändernder ist als alles, was staatliche oder private unternehmerische Anstrengungen jemals erzielten.

In einer Zeit, in der repräsentative Regierungen so verabscheut werden und demokratische Verantwortlichkeit zu undemokratischen und verantwortungslosen Eliten führen, die nichts anderes als moderne Oligarchien sind, sollte man nicht überrascht sein, daß die Monarchie immer populärer wird.“     H.S.

Monarchieforum 2012 in Goslar

Die Deutsche Monarchistische Gesellschaft (DMG) GbR, Zur Mühle 33, 27239 Twistringen, info@deutsche-monarchistische-gesellschaft.de richtet das 5. Monarchieforum in diesem Jahr in Goslar aus. Vom 28. bis 30. September können sich Interessierte  über das Thema Monarchie und Konstitution austauschen.

Der Tagungsbeitrag für alle drei Tage ist mit 29,50 € so kalkuliert, daß die Teilnahme allen erschwinglich ist. Auf der DMG-Webseite sind Hotelvorschläge für jeden Geldbeutel zu finden.

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Die vollständige 97. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 97

Inhalt der 97. Corona-Ausgabe:

  • 60. Thronjubiläum mit positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft
  • Neuseeland: Der Republikaner, der eigentlich immer Monarchist war
  • Nepal staatsrechtlich gesehen wieder Monarchie
  • 5. Monarchieforum in Goslar
  • Monarchistische Nachrichtenagentur
  • „Republikanische Sklaverei”

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