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Nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Ägypten stellt sich heraus, daß am 16. und 17. Juni die Stichwahl darüber entscheiden wird, ob Ahmed Schafik, ein Vertreter des alten Regimes von Ex-Präsident Husni Mubarak, oder Mohammed Mursi, der Kandidat der Muslimbruderschaft, über Ägypten herrschen wird.

Die Wahl zwischen Pest und Cholera?

Es gäbe eine dritte Option, die Trumpfkarte sozusagen:

König Fu’ad II. (* 16. Januar 1952 in Kairo; arabisch ‏الملك أحمد فؤاد الثاني‎ al-Malik Ahmad Fu’ad ath-thanial-Malik Aḥmad Fuʾād aṯ-ṯānī, oft als Fuad transkribiert) war vom 26. Juli 1952 bis zum 18. Juni 1953 König von Ägypten.

Wegen angeblicher Korruption und Mißwirtschaft wurde sein Vater, König Faruq I., durch einen Militärputsch unter Leitung von Ali Muhammad Nagib und Gamal Abdel Nasser am 23. Juli 1952 gestürzt. Die Offiziere und nachfolgende Regierungen stellten in den Jahrzehnten danach alles in den Schatten, was der König angeblich an Korruption zuließ. König Faruq entsagte zugunsten seines damals sechs Monate alten Sohns, Kronprinz Fu’ad, dem Thron und ging ins Exil nach Italien. Ein Jahr später wurde am 18. Juni 1953 in Ägypten die Republik ausgerufen und die Monarchie ging ebenso verloren wie die Kulturfreiheit. König Fu’ad wurde zu seiner Familie ins Exil geschickt und wuchs in Frankreich auf. Zahllose ägyptische Künstler folgten ihnen : Georges Moustaki, Dalida, Richard Anthony und Claude François („Comme d’habitude“ = „My Way“) um nur die vier bekanntesten zu nennen.

1976 heiratete der König Dominique-France Loeb Picard. Er hat drei Kinder, darunter Kronprinz Muhammad Ali, Prince of the Sa’id (*5. Februar 1979).

Zum „arabischen Frühling“ in Ägpten sandte er eine Botschaft ans ägyptische Volk:

His Majesty King Fouad II of Egypt has released a statement

Dem französischen Monatsmagazin Nouvelles de France gab er ein ausführliches Interview.

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