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Republikanische Hoffnungsträger

Was ist eigentlich aus dem Präsidenten der Vereinigten Staaten geworden? Barack Obama wurden vor seinem Amtsantritt schließlich geradezu mythische Fähigkeiten zugeschrieben, die mit der eiligst in die Wege geleiteten Verleihung des Friedensnobelpreises noch verstärkt wurden.

Mittlerweile ist es zumindest in Europa sehr ruhig um den ehemaligen Hoffnungsträger geworden, der während seines Wahlkampfes in Berlin vor der Siegessäule sprechen durfte.

Die Vergabe des Friedensnobelpreises immerhin dürfte berechtigt gewesen sein:  Die militärische Niederlage von NATO und USA in Afghanistan führt zu einem raschen Truppenabzug in den nächsten Jahren und überläßt den korrupten Marionettenpräsidenten Karsai seinem Schicksal, den die USA einsetzten, statt auf eine langfristige monarchische Lösung unter König Mohammed Zahir zu setzen.

Innenpolitisch sieht die Bilanz nicht viel besser aus: Die Höhe der amerikanischen Staatsschulden und die gegenseitige Blockade der beiden großen Parteien führte zur kurzzeitigen Abwertung der amerikanischen Bonität durch die Ratingagenturen. Ein Ende der Blockade ist nicht in Sicht. Auch ist nicht klar, ob die Gesundheitsreform, das Kernstück von Obamas innenpolitischen Reformen, der Prüfung durch das Verfassungsgericht standhält.

Wäre der Autor dieses Artikels mit den gigantischen Erwartungen konfrontiert worden, mit denen Barack Obama vor der Machtübernahme konfrontiert wurde, hätte er das Amt gar nicht erst angetreten. Hoffnungsträger so vieler Menschen in einer parlamentarischen Demokratie zu sein, ist ein aussichtsloses Unterfangen. Durch die Notwendigkeit, alle drei bis fünf Jahre einen Wahlkampf zu führen werden unpopuläre Reformen verhindert und im Jahr des Wahlkampfes wird zumeist gar nicht regiert. In die neue Legislatur gehen die Menschen dann mit der Erwartung, daß die Wahlversprechen umgesetzt werden und werden somit wieder enttäuscht. Wird dann einmal regiert, werden die Reformen in den beiden Kammern so verwässert, daß sie noch einen Bruchteil von dem bewirken, was sie bewirken sollten.

Sich eine Persönlichkeit zu suchen, in die Hoffnungen gesetzt werden können, ist sehr menschlich. Ein Politiker in der parlamentarischen Republik kann diesen Erwartungen aber niemals gerecht werden. Um zu verhindern, daß die Demokratie an sich zur großen Enttäuschung wird, bedarf es einer von den launischen Wahlurnen unabhängigen Instanz, die mit leisen Worten Kontinuität vermitteln kann, in Ernstfällen ein Machtwort spricht und den Respekt und die Anhänglichkeit der Bevölkerung genießt.                  L.R.

„Griechische Politiker fürchten den König“

Manchmal bedarf es eines begnadeten Polemikers, um neben eines Lachens auch Nachdenken über unbequeme Wahrheiten hervorzulocken. Der griechische Publizist Taki Theodoracopulos gehört zu denen, die keiner Kontroverse aus dem Weg gehen. Zur Krise in seinem Heimatland fand er jüngst in seiner Kolumne Nothing left to steal deutliche Worte: As I speak to Athens daily, I am constantly reminded of the lambent line a fat politico uttered 65 years or so ago when asked why he was giving up power: “Because there’s nothing left to steal.” These, then, are the power-hungry amateurs who got rid of the monarchy in a fake referendum and whose only professionalism lies in cheating and stealing. These same crooks now demand sacrifices, yet among them in parliament are those who took bribes of up to 250 million euros each and are legally immune from prosecution. („Während ich täglich mit Athen spreche, werde ich immer an den zündenden Satz eines fetten Politkers vor ungefähr 65 Jahren erinnert, der auf die Frage, warum er die Macht aufgebe, antwortete: ‚Weil es nichts mehr zu stehlen gibt.‘ Jetzt sind es die machthungrigen Amateure, die sich der Monarchie in einem Scheinreferendum entledigten und deren einzige berufliche Bildung im Täuschen und Stehlen liegt. Die gleichen Gauner fordern nun Opfer, wobei unter ihnen im Parlament diejenigen sitzen, die bis zu 250 Millionen Euro Bestechungsgeld annahmen und vor Strafverfolgung geschützt sind.“ Es gibt nicht viele, die so deutlich die griechischen Referenden von 1973 und 1974 als gefälscht bezeichnen.

Vielleicht ist König Konstantin II. insgeheim froh, daß er dieser griechischen Tragödie nicht als Staatsoberhaupt einen legalen Anschein verleihen muß. Seit 1974 haben freigewählte griechische Abgeordnete die Misere angerichtet und kein Monarch konnte sie daran hindern. Zuletzt trat 1965 König Konstantin einem Korruptionsfall in der griechischen Regierung, geleitet von einem Papandreou, entgegen. Andreas Papandreou war als Staatsminister ins Kabinett seines Vaters Georgios berufen worden und im Juni 1964 wegen Korruption zurückgetreten [„over awarding a lucrative contract to a friend„]. Nach einer Weißwaschaktion kehrte er im November 1964 in die Regierung zurück. Bereits 1965 kam es erneut zum Konflikt, da Andreas Papandreou in eine Offiziersverschwörung (ASPIDA) verwickelt war. [Andreas Papandreou moved to dismiss the moderate Defence Minister Petros Garoufalias in July 1965. As defence minister Georgis Papandreou could protect the ASPIDA linked officers by enabling them to continue to serve in the armed forces. His Majesty was not however prepared to ratify Papandreou’s appointment as the new defence minister due to a conflict of interest with regard to the need to investigate the ASPIDA allegations and Andreas Papandreou’s possible involvement with this left-wing group.  Prime Minister Papandreou was therefore asked by the king to nominate someone beside himself as the new defence minister.]

Der Rücktritt von Premierminister Georgios Papandreou löste die Krise aus, die letztlich König Konstantin II. die Krone kostete und aus der sich Griechenland im Grunde bis heute nicht befreien konnte. Drei Generationen von Papandreous haben seit 50 Jahren geherrscht und tragen für die vorherrschende Mentalität in Griechenland ein gerütteltes Maß an Schuld.

Takis couragiertes Eintreten für die Monarchie ist bemerkenswert: The Greek royal family had to endure endless vilifications while political hacks led the nation to the ruin of today. Greek politicians fear the King and they fear monarchy even more. Presidents can be appointed and expected to pay back, Kings are not and do not. („Die griechische Königsfamilie mußte endlose Verunglimpfungen erdulden, während die Politikerkaste die Nation in den heutigen Ruin führte. Griechische Politiker fürchten den König und sie fürchten die Monarchie noch mehr. Präsidenten können ernannt werden und es wird erwartet, daß sie sich erkenntlich zeigen, Könige werden es nicht und tun dies nicht.”)                                 H.S.

Die vollständige 88. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit: Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 88

Inhalt:

Republikanische Hoffnungsträger

Belgien: Königskinder raus aus dem Senat!

König Leka I. der Albaner gestorben

„Griechische Politiker fürchten den König“

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