Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 259

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Prinz Georg Friedrich zu Besuch in Frankfurt an der Oder

Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, hat SKH Prinz Georg Friedrich von Preußen im September Frankfurt an der Oder besucht, um dort am sogenannten MOZ-Talk teilzunehmen, einer Gesprächsrunde der Märkischen Oderzeitung. Einen Bezug zu der Oderstadt habe er vor allem, weil er kurze Zeit an der Viadrina-Universität ein Seminar über den Schutz europäischer Kulturgüter besucht hat, wie der Prinz erklärt. Er sei privat auch oft über die Grenze nach Polen gefahren, um das eine oder andere alkoholische Getränk zu sich zu nehmen. Als Gastgeschenk brachte er dann auch Preußens Pilsener mit, das Bier, welches er mit einer eigenen Brauerei vertreibt.

Nach den medialen Anwürfen der letzten Monate war Georg Friedrich bemüht, ein menschliches Bild von sich selbst zu zeichnen, was ihm auch gelungen ist, wenn man die Medienresonanz betrachtet. Es darf erwartet werden, daß mehr von diesen Auftritten folgen, und als Monarchisten freut uns das natürlich. Mit Ausnahme einiger ewiggestriger Anhänger der umbenannten SED sind die Hohenzollern bei den Bewohnern der „neuen Länder“, die in Wirklichkeit viel älter sind, als NRW, Rheinland-Pfalz oder das Saarland, durchaus nicht unbeliebt und der Prinz kann durch häufigere Auftritte bewirken, daß populistische Kampagnen gegen ihn dort nicht auf fruchtbaren Boden fallen. L.R.

In spätsommerlicher Atmosphäre lud die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung Anfang September zum 75. Wohltätigkeitskonzert auf die Burg Hohenzollern ein. Die zahlreichen Gäste erwartete im vom Kerzenlicht erhellten Grafensaal ein Auftritt des Geigenvirtuosen Yury Revich. Der österreichische Geiger russischer Herkunft präsentierte in Begleitung der Pianistin Kamile Zaveckaite Stücke von Ludwig van Beethoven, Sergei Rachmaninow und Pablo de Sarate. 

Württembergs geliebter Herr starb vor 100 Jahren

Als am 2. Oktober 1921 König Wilhelm II. von Württemberg mit 72 Jahren starb, ging mit ihm der erste der vier Könige des deutschen Kaiserreichs. Es war ein trauriger Tod und der Württemberger ging verbittert, denn er hat die Enttäuschung nie verwunden, daß sich im November 1918 alle, die sich zuvor so lobend über ihn geäußert hatten, davor drückten, ihn in der Stunde der Not zu verteidigen. Vergessen, daß der  Sozialdemokrat Wilhelm Keil noch 1916 in seiner Parteizeitung schrieb, falls Württemberg Republik würde, fände es keinen besseren Präsidenten als den gegenwärtigen Monarchen. Aus Enttäuschung verfügte König Wilhelm testamentarisch, daß er von seinem Sterbeort im Kloster Bebenhausen bei Tübingen zum Grab in Ludwigsburg unter Umgehung von Stuttgart gebracht werden wolle. Unter Begleitung von Hunderttausenden nahm der Troß mit den sterblichen Überresten seinen Weg in großem Bogen um die Landeshauptstadt herum. Dies paßte zu diesem König, der wegen seiner Menschenfreundlichkeit unvergessen ist. Die Stuttgarter Zeitung erinnerte am 21. September daran mit einem Artikel, der eine Kinderfrage als treffende Überschrift trug: „Herr Keenig, hosch du a Bombole?“

Die Tragik seines Todes markierte auch die Tragik seines Lebens. Zwei Mal war er verheiratet, erst mit Prinzessin Marie zu Waldeck-Pyrmont (1857-1882), dann mit Prinzessin Charlotte zu Schaumburg-Lippe (1864-1946). Nur aus der ersten Ehe gingen Kinder hervor: Prinzessin Pauline (1877-1965), später Fürstin zu Wied, und Erbprinz Ulrich. Die ganze Hoffnung des Königreichs lag auf dem am 28. Juli 1880 geborenen Erben, aber er starb am 28. Dezember 1880, was nicht nur für seine Eltern eine Tragödie bedeutete. Im April 1882 gebar Prinzessin Marie als drittes Kind eine tote Tochter. An den Folgen dieser Geburt starb sie im Wochenbett. Von diesen Schicksalsschlägen hat sich Wilhelm nicht erholt, auch nicht durch eine neue Heirat, zumal die Ehe kinderlos blieb. Er kompensierte es durch Menschenfreundlich– und Liebenswürdigkeit. Wenn er – ohne Sicherheitstroß um sich herum – mit seinen Hunden in Stuttgart spazierenging, zogen nicht nur die Bürger den Hut, nein, auch er lüpfte seine Kopfbedeckung und erwiderte den Gruß. Für Kinder hatte er immer Süßigkeiten, die angesprochenen Bombole, in der Tasche. Bekannt ist auch die Anekdote, daß König Wilhelm im August 1914 bei der Verabschiedung seiner württembergischen Truppen weinte. Er kannte Krieg von den Kämpfen 1866 als Leutnant und 1870/71 als württembergischer Offizier im Hauptquartier des preußischen Kronprinzen.

Seine Menschenliebe blieb im Gedächtnis, was 1991 dazu führte, daß eine Bürgerinitiative ein Denkmal bei Hermann-Christian Zimmerle in Auftrag gab. Der Monarch mit zwei Hunden stand bis 2017 vor dem Wilhelmspalais, seinem ehemaligen Wohnsitz. Ein neuer Museumleiter, ein neuer Name für das Gebäude („Stadt-Palais“) und eine Geschichtsvergessenheit, wie sie immer weiter um sich greift, versetzte den König erst aus dem Blick der Öffentlichkeit an den rückwärtigen Ausgang und nun vor die abbruchreife Oper. Stuttgart gewann durch den Monarchensturz nicht an Attraktivität.     H. S.

Museumsdirektor Torben Giese will die aktuelle Doppelausstellung zum 100. Todestag des Königs, die bis 27. März 2022 gleichzeitig im Stadtpalais und im benachbarten Hauptstaatsarchiv zu sehen ist, als Bewährungsprobe für den Monarchen verstanden wissen. An ihrem Ende soll eine Entscheidung darüber stehen, wo die von ihm nun als „umstrittene Bronzeskulptur“ des Künstlers Hermann-Christian Zimmerle bezeichnete lebensgroße Erinnerung an den beliebten Stuttgarter Hundebesitzer, zukünftig bleiben soll. Daß der gebürtige Frankfurter mit ihr nichts anfangen kann, machte er bereits bei seinem Einstieg in Stuttgart deutlich.

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Die vollständige 259. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Inhalt der 259. Ausgabe:

  • Prinz Georg Friedrich zu Besuch in Frankfurt an der Oder· 
  • Württembergs geliebter Herr starb vor 100 Jahren
  • Propaganda statt Wissenschaft
  • Kostenfaktor Bundespräsident

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Keine Royalisten bei den nächsten Wahlen Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 258

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Deutsche Welle gibt Monarchiegegnern in Großbritannien Raum

Normalerweise dienen staatlich finanzierte Auslandssender einem Land dazu, Werbung für sich selbst und die eigene Politik und Kultur zu machen. Dies geschieht bei Russia Today etwas offensichtlicher und bei TV5 oder France Monde weniger offensichtlich, auch wenn das Prinzip durchaus nicht unähnlich ist. Der deutsche Auslandssender, die Deutsche Welle, scheint dagegen eher das Ziel zu verfolgen, die Leute gegen sich und Deutschland aufzubringen, denn es drängt sich der Eindruck auf, daß es zu den Prinzipien des Senders gehört, vor allem die Kritiker des jeweils in einem Land vorherrschenden politischen Systems zu Wort kommen zu lassen.

Jetzt hat die Deutsche Welle einen Artikel veröffentlicht, der fordert, daß Großbritannien nach dem Tod Elisabeths II. die Monarchie abschaffen solle. Interviewt wurde hierfür ausführlich Alexander Görlach, ein ehemaliger deutscher Gastwissenschaftler in Cambridge. Der Autor, der mehrfach die Serie „The Crown“ nennt, die er offenbar gesehen hat und von der seine Kenntnisse der britischen Monarchie herrühren mögen, meint: „In Großbritannien erfüllt die Monarchin Aufgaben etwa in der Art, wie in Deutschland der Bundespräsident.(…) Der Unterschied jedoch ist, dass der Bundespräsident gewählt wird, das gekrönte Haupt eben nicht. Doch die höchsten Ämter in einem modernen demokratischen Staat müssen allen offen stehen, die sich dafür qualifizieren. Eine Meritokratie und eine Aristokratie schließen sich daher einander aus (sic!)“. Am Ende des Artikels gibt er den Briten den guten Ratschlag, daß beim Tod Elisabeths II. „der richtige Moment gekommen (ist), um das Ende der Monarchie in Großbritannien zu beschließen.“

Während sich die Deutsche Welle als Lautsprecher der Monarchiegegner betätigt, hat die Königin ihre politischen Aufgaben wieder aufgenommen und das Vereinigte Königreich bereitet sich auf ihr Platinjubiläum 2022 vor. Das Logo für die Feierlichkeiten des 70. Jahrestags der Thronbesteigung (am 6. Februar 1952) wurde vom 19-jährigen Edward Roberts entworfen, einem Graphicdesignstudenten aus Nottinghamshire.
 

Normalerweise wäre solch ein Artikel der Corona keinen Kommentar wert, aber irgendwie ist er dann doch auch kurios, denn er zeigt wieder einmal, daß die Deutschen, in dem Fall die deutschen Republikaner, es eben in Wirklichkeit besser wissen als alle anderen. Da belehrt man auch schon einmal die Nation, die den Parlamentarismus erfunden und diesen im 2. Weltkrieg auch verteidigt hat, wie dieser eigentlich zu funktionieren habe. Man stelle sich außerdem einmal vor, die britische BBC würde an prominenter Stelle deutsche Monarchisten breit zu Wort kommen lassen und sie dürften ausführen, daß der Bundespräsident zumeist nur ein abgehalfterter Parteisoldat ist, dessen Wahl in Koalitionsverhandlungen reine Verhandlungsmasse ist, und er somit kaum den Anspruch erheben kann, Legitimität für die Repräsentation seines Volkes zu erheben, weswegen man das Amt sofort abschaffen sollte. Ob Deutsche eine solche Belehrung von außen über ihr politisches System wohl goutieren würden?   L.R.

Frankreichs Präsidentschaftswahl 2022 ohne royalistischen Kandidaten

Die Präsidentenwahl in Frankreich wirft ihre Schatten voraus. Immer mehr Kandidaten fühlen sich berufen, an die Staatsspitze zu treten. Der Londoner Telegraph hat eine (unvollständige) Liste veröffentlicht und die Kandidatur der Pariser Bürgermeisterin Hidalgo so begrüßt: The socialist who ruined Paris may ruin the whole of France next (Die Sozialistin, die Paris ruinierte, könnte demnächst ganz Frankreich ruinieren.)  An Egomanen herrscht kein Mangel, nur einen royalistischen Kandidaten wird man nicht finden.

Jean-Philippe Chauvin hat daraus seine Schlüsse gezogen. Royalisten sollten an die Kandidaten gute Fragen richten und gleichzeitig gute Antworten bereithalten, die nicht dogmatisch, sondern pragmatisch seien. Wenn die Royalisten plakatierten „Lieber einen König als die Präsidentenwahl!“ bedeute dies kein Desinteresse an der aktuellen Politik, sondern im Gegenteil, ein Engagement für ihre politischen Ideen, die am Gemeinwohl ausgerichtet seien. Die langfristige Kampagne der Royalisten reiche über das Tagesgeschehen hinaus. Der „Kampf der Häuptlinge“ wie er 2022 anstehe, lasse Royalisten nicht kalt, doch statt sich von deren Erscheinungsbild blenden zu lassen, müßten Royalisten Wahlprogramme analysieren und kritisieren. H.S.

Jean-Philippe Chauvin ist Geschichtslehrer an einer staatlichen französischen Schule: Le « combat des chefs » de 2022, s’il ne nous laisse pas indifférent, n’est pas notre préoccupation principale : nous n’attaquerons pas les candidats pour ce qu’ils sont (ou semblent être), mais sur leurs programmes si ceux-ci ne correspondent pas aux intérêts de la nation et de ses populations.

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Die vollständige 258. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Inhalt der 258. Ausgabe:

· Deutsche Welle gibt Monarchiegegnern in Großbritannien Raum

· Wenig Hoffnung begleitet die Bundestagswahl

· Kronprinzessin Leonor setzt ihre Ausbildung an Internat in Wales fort

· Ein König für Chile

· Frankreichs Präsidentschaftswahl ohne royalistischen Kandidaten

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Die freien Hansestädte Lübeck, Bremen und Hamburg

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Eine interessante Besonderheit der deutschen föderalen Monarchie war, daß sie Republiken auf ihrem Gebiet zuließ und damit ein großes Maß innenpolitischer Toleranz zum Ausdruck kam. Bekanntermaßen ist dies heute umgekehrt nicht der Fall, denn es darf keine Monarchien in der Republik geben – Republikaner wollen die Macht eben nicht teilen, wenn sie sie einmal haben. Die drei Republiken des Deutschen Kaiserreichs jedenfalls waren die Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen.

Die Existenz Hamburgs läßt sich bis ins Jahr 810 zurückverfolgen, sie wurde aber wahrscheinlich schon im 8. Jahrhundert gegründet und litt in der ersten Zeit unter Plünderungen durch slawische Stämme. Als eine der bedeutendsten Städte der Hanse war Hamburg später sehr wohlhabend und versuchte stets, die eigene Unabhängigkeit und den Status als Freie Reichsstadt gegen dänischen Einfluß aber auch gegen deutsche Fürsten zu bewahren. In den napoleonischen Kriegen erklärte die Stadt ihre Neutralität, wurde aber 1806 trotzdem besetzt und von Napoleon 1811 für Frankreich annektiert. Nach der Niederlage Napoleons wurde die Unabhängigkeit Hamburgs auf dem Wiener Kongreß bestätigt und das Land trat dem Deutschen Bund bei. 1866 verbündete sich Hamburg mit Preußen, was sicher keine Liebesheirat, sondern der geographischen Nähe geschuldet war. Es wurde Mitglied im Deutschen Bund und dann Teil des Deutschen Reichs. Die Stadt, die zu Beginn des 1. Weltkrieges etwa eine Million Einwohner besaß, hatte eine Stimme im Bundesrat und drei Stimmen im Reichstag. So wie Lübeck und Bremen hatte auch Hamburg ein Zweikammersystem, in welchem die erste Kammer ständisch und die Bürgerschaft durch Wahlen besetzt wurde. Die Stadt profitierte vom Übersee- und Kolonialhandel. Wichtige Unternehmen wie Hapag oder Blohm und Voss hatten ihren Sitz in der Stadt. Zollrechtlich wurde Hamburg erst 1888 in das Deutsche Reich eingegliedert. Die Stadt war eine Hochburg der Sozialdemokratie, auch August Bebel hatte sein Reichstagsmandat für Hamburg inne.

Die Geschichte der Stadt Lübeck läßt sich bis ins Jahr 819 als slawische Siedlung und bis ins Jahr 1143 als Stadtgründung durch Graf Adolf II. von Schauenburg und Holstein zurückverfolgen. 1226 wurde Lübeck reichsunmittelbare Stadt und blieb dies als Mitglied der Hanse bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Im dreißigjährigen Krieg war die Stadt neutral und wurde nicht zerstört. In den Napoleonischen Krieg wurde die Stadt 1811 von Frankreich annektiert, bekam 1815 aber die Unabhängigkeit zurück und wurde Bestandteil des Deutschen Bundes. 1866 trat die Stadt dem Norddeutschen Bund bei. Erst 1868 wurde die Stadt auch Mitglied im Zollverein. 1871 wurde die Stadt Bestandteil des Deutschen Kaiserreichs. Im Bundesrat und im Reichstag hatte Lübeck, welches um 1910 rund 120.000 Einwohner hatte, je eine Stimme. Wirtschaftlich lebte das Land von der Industrie und vom (See-)Handel. Im 1. Weltkrieg stellte Lübeck große Teile der 81. Infanteriebrigade, welche an Brennpunkten in Flandern, an der Somme und bei Verdun eingesetzt wurde und schwere Verluste erlitt. Obwohl der sogenannte Matrosenaufstand von Kiel schnell auf Lübeck übergriff, war der Lübecker Bürgermeister Fehling erstaunlicherweise das einzige Oberhaupt aller deutschen Bundesstaaten, welches nicht abdanken beziehungsweise zurücktreten mußte. Der Bürgermeister blieb bis 1920 im Amt und arbeitete noch selbst eine neue Stadtverfassung aus. 1937 verlor die Stadt jedoch ihren Status und wurde in die preußische Provinz Schleswig-Holstein eingegliedert. Damit ist sie die einzige der drei freien Städte, die diesen Status nach Ende des Kaiserreichs verlor. Auch die Alliierten änderten hieran nach dem Krieg nichts.

Die Stadt Bremen wurde im Jahr 782 zum ersten Mal erwähnt. 1276 trat die Stadt der Hanse bei und 1646 wurde die Stadt reichsunmittelbar, wurde 1806 von Napoleon annektiert und litt wirtschaftlich unter seiner Kontinentalsperre. 1813 wurde die Stadt von französischer Herrschaft befreit. Da der Hafen von Bremen zu weit im Land lag und die Weser nicht tief genug war, um modernen Schiffsverkehr in großer Menge zuzulassen, wurde 1827 die Stadt Bremerhaven gegründet. Das Gebiet der freien Stadt Bremen bestand somit zur Zeit des Beitritts zum Norddeutschen Bund und zur Kaiserzeit aus den Städten Bremen, Bremerhaven und Vegesack. Im Bundestag und im Reichstag hatte die freie Stadt je eine Stimme. Bremen und Bremerhaven waren genauso wie Hamburg auch zu Beginn der Kaiserzeit nicht Mitglied des Deutschen Zollvereins, sondern galten als Freihäfen. Erst 1888 trat Bremen dem Deutschen Zollverein bei. Im Jahr 1905 zählte es etwa 265.000 Einwohner. Neben Hamburg war auch Bremen ein wichtiger Standort der Sozialdemokratie. Der aus Heidelberg stammende Friedrich Ebert war eine Zeit lang Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft. Im 2. Weltkrieg schwer getroffen gehörten das Gebiet Bremens und Bremerhavens als Exklave zur amerikanischen und nicht zur britischen Besatzungszone, da die Besatzer einen großen Hafen benötigten.

Seit 1950 lebte die kaiserliche Familie auf dem Wümmehof in Bremen-Borgfeld (die Aufnahme von Prinz Louis Ferdinand und Prinzessin Kira von Preußen mit ihren sieben Kindern entstand 1961). In seinen Lebenserinnerung schreibt Prinz Louis Ferdinand zu Bremen: „Die sympathischen Züge dieser weltoffenen Stadt sind die konziliante Höflichkeit und der demokratische Geist ihrer Bewohner. … Das gilt ebensosehr vom früheren Präsidenten des Senats, Bürgermeister Wilhelm Kaisen – im Volksmund „Kaiser Wilhelm“ genannt – , der bei uns im Dorf in einem Siedlerhäuschen wohnte, wie von unserem bäuerlichen Nachbarn Heini Schumacher, der nun wiederum mich mit „Kaiserliche Hoheit“ titulierte, im übrigen aber mich duzte, wenn wir uns in der Dorfschenke trafen.“ (Mehr zu Bremen als Wohnsitz von Prinz Louis Ferdinand von Preußen in „Die Geschichte meines Lebens„, Seite 325ff)

Islamische Republik Afghanistan am Ende Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 257

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Beginn einer neuen Furchtherrschaft der königslosen, der schrecklichen Zeit

Manchmal freut es einen nicht, recht zu haben, und es freut einen noch nicht einmal, wenn eine Republik vom Antlitz dieses Planeten getilgt wird: Die CoronaRedaktion hat seit ihrem Bestehen, also seit 2006, die militärische Niederlage der Westmächte in Afghanistan vorausgesehen und vorhergesagt. Die Taliban übertreffen dabei derzeit alle Prognosen der Amerikaner, die mit mindestens sechs Monaten rechneten, bis das Land nach ihrem Rückzug von ihnen erobert werden würde. Nicht nach dem Abzug aller amerikanischen Truppen, sondern bereits einen Monat davor, kapitulierten die afghanischen Regierungstruppen vor den Taliban. Der afghanische Präsident Ashraf Ghani floh am 15. August ins Exil.

Die Niederlage hat in bezug auf Migration, die Möglichkeit von Abschiebungen nach Afghanistan sowie innere Sicherheit und Terrorismus auch Konsequenzen weit über das Land hinaus, also auch und vor allem für die ehemaligen Verbündeten der Militärkoalition, die die Taliban bekämpft haben. Hierbei sind vor allem die Länder betroffen, die wie Deutschland eine laxe Einwanderungspolitik beziehungsweise keinen Willen haben, geltende Regelungen zu Asyl- und Aufenthaltsrecht auch umzusetzen. Es droht eine Flüchtlingswelle mehrheitlich extrem konservativer Muslime. Zwar dürften Chinesen und Russen auch nicht gerade begeistert von den neuen Talibannachbarn sein, die im Grunde genommen die alten Nachbarn sind, sie werden jedoch aufmerksam die Schwäche des Westens zur Kenntnis genommen haben. In Afghanistan selbst ist die schiitische Minderheit von einem Völkermord bedroht. Alle, die für die Regierung oder die Westmächte gearbeitet haben, sind ihres Lebens ebenfalls nicht mehr sicher und, während in Deutschland das BMVg in gendergerechter Sprache fabuliert, daß „7 zu Schützende“ aus Kabul ausgeflogen worden und unterwegs ins bundesdeutsche Paralleluniversum seien, werden Frauen in Afghanistan in Zukunft wieder wie eine Art Haustiere behandelt werden, ohne daß dagegen etwas unternommen werden würde. Es fällt in der Tat schwer, sich ein Szenario vorzustellen, welches noch katastrophaler ausfiele als das gegenwärtige.

König Mohammed Zahir Shah 1914 – 2007

Wie hätte es anders gehen können? Die Weigerung der USA, die damals von der Bevölkerung und auch von der Versammlung der Stammesführer, der Loja Djirga, gewünschte Wiedereinführung der Monarchie in Afghanistan zuzulassen, war ein schwerer Fehler, wenngleich es ein König alleine sehr schwergehabt hätte, da in der muslimischen Welt immer eine starke Hausmacht von Nöten ist, um ein Land zu regieren, und sie notfalls auch mit Gewalt verteidigt und ausgebaut werden muß. Diese Hausmacht hatte König Mohammed Zahir Shah im Jahr 2002 nicht mehr. Zahir Shah war 2002 87 Jahre alt, er hat während seiner Regierungszeit nie ein Todesurteil unterschrieben und Gewalt war ihm in seinem blutigen Umfeld überhaupt zuwider, weswegen er sich auch nicht wirklich gewehrt hat, als ein Verwandter gegen ihn putschte und sich selbst zum Präsidenten machte. Dennoch hatte er in einem multhiethnischen Land den Zuspruch aller Volks- und Religionsgruppen und dies wäre ein wichtiges Element gewesen, um für den neuen afghanischen Staat Akzeptanz zu schaffen. Dem von den USA eingesetzten Hamid Karzai haftete immer der Makel an, eine US-Marionette zu sein und seine Herrschaft wurde von den Afghanen als Fremdherrschaft empfunden. Die Westmächte begannen ihr Demokratieexperiment in Afghanistan mit Wahlmanipulation und damit war der moralische Kompaß gesetzt. Heute hat Hamid Karzai sich übrigens den Taliban angedient und ihnen Gespräche über die Zukunft Afghanistans angeboten.

Afghanistan ist ein Vielvölkerstaat, dessen Ethnien nicht nur auch in allen Nachbarländern leben, sondern die innerhalb der Volksschaften noch in zahllose Clans, Familienverbände und Stammesloyalitäten gespalten sind.

Ein afghanischer König wäre jedoch auf einen knallharten und rücksichtslosen Premierministers mit eben jener Hausmacht angewiesen gewesen, ähnlich wie es in Kambodscha mit König Norodom Sihamoni und Premierminister Hun Sen der Fall ist. Ein solcher hätte der am 9. November 2001 bei einem Selbstmordanschlag von belgisch-tunesischen Helfern von Al-Qaida ums Leben gekommene General Ahmad Shah Massoud sein können. Zusammen hätten sie Afghanistan befreien und einen eigenen Weg für das Land einschlagen können, während die Westmächte im Hintergrund geblieben wären. Statt auf die Wirkung von Wahlen, Schulen, nachhaltiger Landwirtschaft und allem zu vertrauen, was sonst noch so mit Entwicklungshilfegeldern gemacht wurde, hätte erst einmal ein umfassender Sicherheits- und Geheimdienstapparat aufgebaut werden müs-sen, der jede Regung zugunsten der Taliban in den Dörfern und jede Veruntreuung von Geldern in den Städten erfaßt und ahndet. Das mag den westlichen Vorstellungen widersprechen, funktioniert aber anderswo in der arabischen Welt auch genauso. Gut also, daß der Westen aus seinen Fehlern gelernt hat, und in Libyen und dem Irak ganz anders vorgeht, oder etwa nicht? L.R.

Ihre Durchlaucht Fürstin Marie von und zu Liechtenstein †

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Die vollständige 257. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Inhalt der 257. Ausgabe:

  • Die Islamische Republik Afghanistan ist am Ende
  • Spanier stehen weiter zur Monarchie
  • Rettungsverein für Bismarck-Denkmal in Görlitz
  • Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie von Preußen feiern 10. Hochzeitstag

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Herzog Carl von Württemberg zum 85. Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 256

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Die Stuttgarter Zeitung widmet Herzog Carl von Württemberg zum 85. Geburtstag einen ehrenden Artikel. Rechts vom Jubilar ist ein Photo seines ältesten Sohns zu sehen. Herzog Friedrich verunglückte am 9. Mai 2018 tödlich.
 

Er ist einer der wenigen, der sich öffentlich zur konstitutionellen Monarchie als bevorzugter Staatsform bekennt und nun feiert er seinen 85.Geburtstag. Seine Königliche Hoheit Herzog Carl von Württemberg begeht am 1. August diesen Geburtstag zurückgezogen im Kreis seiner Familie. Bis vor wenigen Jahren war es üblich, daß er aus solchen Anlässen die Tore von Schloß Altshausen in Oberschwaben weit öffnete und die Bevölkerung aus dem ganzen Land samt Politikern und hoher Geistlichkeit erwiesen ihm die Ehre. Aber gesundheitliche Probleme und das Pandemiegeschehen schränkten die Feierlaune bereits 2020 ein und es wird heuer ein bescheideneres Fest gefeiert.

So wie sich der Herzog zur monarchischen Staatsform bekannte, hat er sich auch immer wieder zu Fragen der Zeit zu Wort gemeldet. Er pflegt auf seinen Neujahrsempfängen seine Meinung zum aktuellen Geschehen darzulegen und seine Interessen gingen dabei stets über die Landesgrenzen hinaus. Ein unabhängiger politischer Geist, dem es nie um Parteiinteressen geht.

Mit zahlreichen Ehrungen (wie zuletzt die Verleihung des Justinus-Kerner-Preises) wurde ihm sein Engagement im Land gedankt. Er hat auch selbst Preise vergeben, so fördert zum Beispiel die Herzog-Carl-Stiftung Nachwuchstalente des Württembergischen Yacht-Clubs. Herzog Carl von Württemberg hatte die Stiftung zu seinem 50. Geburtstag eingerichtet. Aus anfangs 10.000 D-Mark Fördersumme jährlich sind längst 10.000 Euro geworden.

Aus den Verwaltungstätigkeiten der Hofkammer, wo die geschäftlichen Aufgaben des Hauses zusammenlaufen, hat sich Herzog Carl zurückgezogen. Nach dem Tod des Erben hat Herzog Michael, Herzog Carls und Herzogin Dianes jüngster Sohn, die Führungsaufgaben zum Jahresanfang 2020 übernommen. Er wird sie so lange ausüben, bis Herzog Wilhelm (*13. August 1994) seine Ausbildung abgeschlossen hat. Als Sohn des verunglückten Herzogs Friedrich ruhen alle Hoffnungen des Hauses Württemberg und seiner Anhänger auf ihm.

Ad multos annos, Königliche Hoheit!      H.S.

Vor fünf Jahren gratulierten zahlreiche Bürger in Altshausen Herzog Carl (rechts oben im Bild) zum 80. Geburtstag.

Berliner Stadtschloß eröffnet

Es gibt Namen, die sich halten: Während Westdeutsche „Bund“ sagen, wenn sie die deutschen Streitkräfte meinen, sagen Ostdeutsche beispielsweise heute immer noch „Armee“, auch wenn es die Nationale Volksarmee schon lange nicht mehr gibt. Dann gibt es Namen, die sich nicht halten. „Bundestag“ ist beispielsweise ein solcher Name, der sich nicht gehalten hat, wenn die Sprache auf das Reichstagsgebäude kommt. Was das Stadtschloß angeht, will man ihm den Namen Humboldt Forum andichten, und zwar orthographisch falsch ohne Bindestrich. Ob dieser gekünstelte Name hängenbleibt, ist mehr als fraglich und schade darum wäre es sicher nicht. Jetzt jedenfalls ist dieses Humboldt Forum ohne Bindestrich im Stadtschloß eröffnet worden. Kritisiert wurde, daß hierzu nur Politiker Reden halten durften, nicht aber jene, die sich jahrzehntelang für jenes Bauwerk eingesetzt hatten, womit sowohl der italienische Architekt Franco Stella als auch der Spendensammler Wilhelm von Boddien gemeint sind. Letzterer hatte 110 Millionen € gesammelt, fünf Millionen mehr, als ursprünglich vorgesehen. Ein Festakt soll jedoch im September folgen und die Genannten dann auch entsprechend gewürdigt werden. Ob auch die ehemaligen Bewohner, die Hohenzollern, eingeladen sind, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich jedoch will man sich aufgrund des Entschädigungsstreits und der dazugehörigen medialen Schmutzkampagne eher nicht mit ihnen zeigen. Im Juli jedenfalls wurden zunächst einmal sechs Ausstellungen eröffnet, die sich ganz dem Zeitgeist entsprechend auch dem Thema Kolonialismus und Raubkunst widmen. Was soll‘s, möchte man dazu sagen. In der Geschichte hat das Stadtschloß schließlich immer wieder Änderungen an Bausubstanz und bei der Nutzung erfahren, seit im Jahr 1443 der Grundstein gelegt wurde. 1451 wurde die erste Version des Schlosses fertiggestellt. Im 16. Jahrhundert ließ Kurfürst Joachim II. das alte Schloß weitgehend zerstören und setzte einen Renaissancebau an dessen Stelle. König Friedrich I. baute das Schloß dann noch vor seiner Königskrönung weiter aus. Der sparsame Friedrich Wilhelm I. verschenkte das Bernsteinzimmer im Schloß dem russischen Zaren Peter. Der technikbegeisterte Wilhelm II. ließ das Schloß dann vor allem technisch modernisieren. In der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus hatte es verschiedene Verwendungszwecke, bevor es von Bomben getroffen und schließlich von Ulbricht in der DDR abgerissen wurde. Dieses Verbrechen an der preußischen und deutschen Geschichte ist jetzt immerhin gesühnt, und da das Gebäude wieder steht, kann man ihm immer noch eine andere Verwendung geben, die näher an ihrer ursprünglichen ist.    L.R.

Das Stadtschloß hat Berlin gefehlt und sein Wiederaufbau schließt eine Lücke, die nach der Sprengung des Vorgängerbaus 1950 gerissen wurde.

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Die vollständige 256. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Inhalt der 256. Ausgabe:

  • Herzog Carl von Württemberg feiert 85. Geburtstag
  • Unruhen in Swasiland
  • Berliner Stadtschloß eröffnet
  • Prinz Georg Friedrich von Preußen im Interview mit „Point de Vue“

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König Philippe am belgischen Nationalfeiertag: „Eine noch nie dagewesene Naturkatastrophe traf einen großen Teil unseres Landes“

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Meine Damen und Herren,

eine noch nie dagewesene Naturkatastrophe traf einen großen Teil unseres Landes. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen der Opfer. Und bei allen, die in Not sind. Der menschliche Tribut wiegt schwer.

Die Überschwemmungen verursachten immense Schäden in unseren Städten und Dörfern. Viele verloren alles. Die Arbeit eines ganzen Lebens, in wenigen Stunden dahin. Die Königin und ich werden nie unsere Gespräche vergessen mit den Einwohnern von Pepinster, Chaudfontaine, Rochefort und anderen stark betroffenen Gemeinden.

Aber im Angesicht der Not zeigt unsere Bevölkerung immense Solidarität. Aus dem ganzen Land kommt spontan Hilfe für die Opfer. Unzählige Freiwillige bringen sich ein, voller Engagement. Wir sind ihnen sowie unseren europäischen Partnern sehr dankbar.

Dank auch an die Behörden vor Ort, die mit Hilfe der Rettungsdienste, der Feuerwehr und der Armee unermüdlich gearbeitet haben. Für den Wiederaufbau werden alle Mittel eingesetzt werden.

Diese Tragödie kommt zusätzlich zu der langen Zeit der Pandemie.

Die letzten achtzehn Monate waren eine schwere Prüfung für unser Land. Wir haben einen hohen Preis gezahlt. Viele von uns erlebten eine persönliche oder berufliche Tragödie. Unser Leben wurde auf den Kopf gestellt – mit Auswirkungen auf die mentale Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere der Jugend. Viele litten unter Einsamkeit und Isolation.

Wir haben viele Gewissheiten aufgeben müssen, und manchmal mussten wir uns mit unvollkommenen Lösungen zufriedengeben. Aber wir zeigten eine ungeahnte Anpassungsfähigkeit.

Die Königin und ich erlebten wunderbare Beispiele für Widerstandsfähigkeit. Sie verdienen unser aller Dank.

Unser besonderer Dank gilt auch dem Pflegepersonal. Während der drei Wellen der Pandemie haben sie sich selbst übertroffen. Jetzt stehen sie vor Aufgaben, die aufgeschoben werden mussten.

Meine Damen und Herren,

unser Gesellschaftsmodell – mit der Demokratie als Fundament – hat seine Stärken bewiesen. Und sich als ein fruchtbarer Boden für kreative Projekte erwiesen.

Aber wir wurden uns auch der Notwendigkeit bewusst, mehr miteinander zu kooperieren. Und zwar auf allen Ebenen. Denn alleine kann kein Einzelner, keine politische Ebene und keine Institution die großen Veränderungen bewältigen, die auf uns zukommen.

Wir haben auch die unverzichtbare Rolle des Staates und der öffentlichen Dienste wiederentdeckt. Ihre sehr enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft ist ein Schlüssel zur erfolgreichen Bewältigung der Gesundheitskrise.

Ich denke da besonders an die Herstellung und Verteilung des Corona-Impfstoffs.

Und unser Immunisierungsprogramm ist ein echter Erfolg – dank der guten Koordination mit dem Einsatz aller wunderbaren Freiwilligen.

Meine Damen und Herren,

Um unsere Zukunft zu gestalten, können wir auf unser Wissen und unsere Kreativität zurückgreifen. Und auf unsere menschlichen Qualitäten wie Solidarität, Großzügigkeit, Empathie und Mut. All diese wunderbaren Eigenschaften zeigten wir in den letzten Monaten, Tagen und Stunden.

Ich habe Vertrauen in unsere Fähigkeit, uns wieder aufzurichten. In diesen schwierigen Zeiten haben wir durchgehalten dank der Rückbesinnung auf das Wesentliche: unsere Menschlichkeit. Sie ist von unschätzbarem Wert, und darf niemals verloren gehen. Sie wird es uns ermöglichen, die Herausforderungen für die Gesellschaft und den Planeten zu meistern. Es ist diese Überzeugung, die ich zum Nationalfeiertag gerne mit Ihnen teile.

Historiker richten Hohenzollern-Webseite ein Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 255

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Und da gibt es manche, die behaupten, einen Hauschef der Hohenzollern gebe es gar nicht …

Historikerverein mit Webseite gegen Hohenzollern

Im Rahmen des in Corona schon mehrfach beschriebenen Kampfes von David gegen Goliath hat Goliath jetzt eine weitere Webseite eingerichtet. Nach dem abgabenfinanzierten Jan Böhmermann, der zur besten Sendezeit im sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunk einmal mehr das Vorurteil zu bestätigen scheint, daß Deutsche keinen Humor haben, und, sollte er im Zuge seiner Tiraden doch einmal wegen Beleidigung verklagt werden, mit der großzügigen Hilfe von öffentlich-rechtlichen Anwälten und damit vom Abgabenzahler rechnen kann, hat jetzt auch der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. eine Webseite eingerichtet, die sich mit den Hohenzollern beschäftigt. Auf einer Seite der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf publiziert der Verein als inhaltlich Verantwortlicher dort die sogenannte „Hohenzollern-Klage-Wiki“. Los geht es mit einem sogenannten „Überblick der Ereignisse“, im Zuge derer Dinge herausgegriffen werden, die die Sicht des Vereins bestätigen sollen. So finden sich Hinweise zur SA-Mitgliedschaft von Prinz August Wilhelm oder zeigt Photos von Kronprinz Wilhelm, welcher systematisch „ehemaliger Kronprinz“ genannt wird, mit Hitler, läßt aber die Aussagen Kaiser Wilhelms II. zum Nationalsozialismus oder die Kontakte von Prinz Louis Ferdinand zum Widerstand unerwähnt. Unter der Rubrik „Historischer Hintergrund“ ergreift der Verein offen Partei für diejenigen, die der Meinung sind, daß Kronprinz Wilhelm dem Nationalsozialismus Vorschub geleistet habe. „An der dargestellten Faktenlage einer – bei allen Bewertungsunterschieden – Mitwirkung des preußischen und deutschen Kronprinzen Wilhelm an der Zerstörung der Weimarer Republik und seiner – in der Gesetzessprache – Vorschubleistung für die nationalsozialistische Machtübernahme ändert dies nichts“, heißt es dort. Schließlich wird in der Kategorie „Rechtlicher Hintergrund II“ bestritten, daß es so etwas wie einen Chef des Hauses Hohenzollern überhaupt gebe. In den weiteren Kategorien beschäftigt sich die Seite dann mit dem Hauptthema, den von den Hohenzollern angestrengten Verfahren.

Kurios ist, daß jene Historiker sich offenbar tatsächlich als Opfer der Hohenzollern betrachten. Wer an so etwas wie die Unabhängigkeit von Wissenschaft und Forschung glaubt, sollte sich einmal fragen, von wem diese finanziert werden. Es wäre natürlich viel angenehmer, wenn Historiker, die selten einen Job haben, der nicht von staatlichen Mitteln zumindest zum Teil abhängt, mit anderen Historikern, die ebenfalls staatsfinanziert sind, in einem sogenannten wissenschaftlichen Diskurs im Rechtsstreit mit den Hohenzollern den Staat unterstützen, der sie zum großen Teil finanziert, ohne daß die eigentlichen Opfer sich dagegen wehren können. Ganz so einfach ist es aber Gott sei Dank doch nicht: Wie man auf der Seite durchaus auch sehen kann, verlieren die Hohenzollern ihre Prozesse nur in den seltensten Fällen und dann mag es tatsächlich so sein, daß sich der eine oder andere Historiker oder Journalist beim Gedanken an zu erwartende Bußgelder lieber mit einem anderen Thema beschäftigt. Ist das schlimm für den wissenschaftlichen Diskurs? Wenn der Verband tatsächlich für den freien wissenschaftlichen Diskurs eintreten würde, würde er sich auch gegen eine Definition der historischen Wahrheit vor einem Gericht aussprechen, welche dann Anrecht auf Entschädigungsleistungen gibt, oder eben nicht. Da er das nicht tut, bleibt eben das G‘schmäckle der Parteilichkeitsvermutung. L.R.

Zu der eingerichteten Seite des Historikerverbands hat S.K.H. Prinz Georg Friedrich von Preußen auf der Internetseite des Hauses Hohenzollern Stellung genommen.
 

Afghanistan und Libyen

Nun ist es soweit, die letzten deutschen Soldaten haben nach fast 20 Jahren Afghanistan verlassen. Die letzten Amerikaner werden sehr schnell folgen. Am Ende steht für sie wie schon nach Vietnam eine militärische Niederlage. Der jetzigen afghanischen Regierung werden nach amerikanischer Einschätzung noch zwischen sechs und zwölf Monaten gegeben, bevor sie gewaltsam von den Taliban verdrängt werden wird, gegen die die westliche militärische Koalition einst ins Feld gezogen war. Damit einher wird gehen, daß ein wesentlicher Teil der von der Koalition geleisteten wirtschaftlichen Aufbauarbeit, aber auch Reformen im Hinblick auf die bürgerlichen Freiheiten, vor allem jene der Frauen, wieder eingerissen werden. Das Scheitern des Militäreinsatzes ist olympisch und in Deutschland fand sich niemand von Rang, um die Soldaten in der Heimat willkommen zu heißen. Wie konnte es dazu kommen? Zwischen 2002 und heute hat es in Afghanistan immer einmal wieder Wahlen gegeben. Am Anfang wurde das Land von Hamid Karzai regiert, dann von seinen Nachfolgern. Niemand von diesen Figuren war so etwas wie vertrauenswürdig, ehrlich oder nicht korrupt, aber leider bestand die Koalition, allen voran die Amerikaner, auf einer Republik mit einem gewählten Staatsoberhaupt, obwohl der mittlerweile verstorbene König Zahir Shah auch zur Verfügung gestanden hätte und die anfangs einberufene verfassungsgebende Versammlung Loja Djirga sich auch die Rückkehr zur Monarchie gewünscht hatte, was dann von den Amerikanern und Karzai verhindert wurde.

Die Rückkehr des Königtums in und für Afghanistan wurde von vielen propagiert, doch die politischen Herren (und auch die eine oder andere Dame) des Westens ignorierten alle Vorschläge.

Macht alles nichts, Afghanistan ist weit weg und aus Fehlern wird man klug, oder? Nun, in Libyen wiederholt sich fast 1:1 das, was sich bereits in Afghanistan abgespielt hat. Nach einer Militärintervention gegen einen brutalen Machthaber haben sich jetzt andere, nicht weniger zweifelhafte Machthaber hervorgetan. Die internationale Gemeinschaft, darunter Deutschland, sieht aber wieder in Wahlen den Ausweg – als ob der Verlierer seine Niederlage akzeptieren, seine Milizen abrüsten und sich ins Privatleben zurückziehen würde. In einer Konferenz zum Thema Libyen, die in Berlin stattfand, war das vorrangige Thema, eben diese Wahlen zu organisieren, die Ende des Jahres stattfinden sollen. Die Monarchie, unter deren Fahne der Aufstand gegen den alten Machthaber Gaddafi stattfand, ist wie Afghanistan oder auch im Irak keine Option für die kurzsichtigen deutschen und internationalen Politiker. Wie in Afghanistan und dem Irak droht Libyen daher das Schicksal, dauerhaft unregierbar zu sein. Hoffnung macht nur, daß Libyen direkt vor der Haustür der Europäer liegt und der Migrationsdruck, der in Europa dazu geeignet ist, heimische Wahlen zu entscheiden, kann vielleicht irgendwann unkonventionelle Lösungen ins Spiel bringen. Ob die Monarchie Libyen retten kann oder Afghanistan gerettet hätte? Das wäre Spekulation, denn auch für einen König, der von einem größeren Teil der Bevölkerung akzeptiert wäre, sind die Herausforderungen in diesen Ländern gigantisch. Da alles andere aber nicht funktioniert hat, wäre es sicher einen Versuch wert.   L.R.

Thronprätendent Prinz Mohamed Al-Rida Al-Senussi mit einem Exemplar der Verfassung des Königreichs Libyen, die bis 1969 galt und die als Vorbild für eine Neufassung dienen sollte.

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Die vollständige 255. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Inhalt der 255. Ausgabe:

  • Historikerverein mit Webseite gegen Hohenzollern
  • Niederländisches Königspaar bezaubert Berlin
  • Afghanistan und Libyen
  • In Pöcking wurde des zehnten Todestags von Erzherzog Otto von Österreich gedacht

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Steinmeier möchte im Schloß Bellevue bleiben Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 254

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Steinmeier möchte bleiben

Königin Elizabeth II. hat alle deutschen Bundespräsidenten, 14 US-Präsidenten und sieben Päpste erlebt. Frank-Walter Steinmeier ist beim 2. US-Präsidenten angelangt und hat noch immer mit dem ersten Papst zu tun. Gemeinsam gedachten die beiden Staatsoberhäupter hier des 100. Jahrestags des Waffenstillstands von 1918. Die Mohnblume, die sich auch F-W Steinmeier angesteckt hat, symbolisiert den Remembrance Sunday, der alljährlich um den 11. November herum im Commonwealth begangen wird.

Der Bundespräsident hat bekundet, für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Das Echo darauf fiel ungefähr so enthusiastisch aus, als ob Joachim Löw angekündigt hätte, jetzt doch für die Zeit nach der EM als Bundestrainer weiter-machen zu wollen. Tatsächlich äußerte sich niemand Namhaftes positiv dazu.

Nach den zurückgetretenen Präsidenten Horst Köhler und Christian Wulff, die nach gewohnter Art im Hinterzimmer nominiert wurden, war die Not bei den Parteien so groß, daß man nicht so ohne weiteres zur Tagesordnung übergehen konnte. Tatsächlich mußten Parteiinteressen eine Weile zurückstehen, und so wurde Joachim Gauck gewählt, und zwar tatsächlich nach dem Kriterium, daß sich viele Deutschen ihn als Bundespräsidenten vorstellen konnten. Nach Gauck, der seine einzige Amtszeit zwar nicht sinnvoll und nutzbringend, aber zumindest weitgehend skandalfrei zu Ende brachte, konnte endlich wieder gemauschelt werden. An Wulff und Köhler erinnerten sich schließlich nur noch wenige. So wurde Steinmeier nominiert. Das hatte er sich auch verdient, schließlich war er brav als Kandidat der ehemaligen Volkspartei SPD gegen Mutti angetreten und gab dem Bürger somit die Illusion, eine Wahl zu haben. Jetzt hat er angekündigt, nach seiner ersten Amtszeit gerne weitermachen zu wollen, denn nach dem Bundespräsidentenamt kommt für verdiente Parteisoldaten schließlich nur noch die wenig glamouröse Rente, wenngleich diese den Steuerzahler pro Ex-Präsidenten auch noch einmal mehrere hunderttausend Euro im Jahr kostet. Allerdings hat Steinmeier bei der Wiederwahl ein Problem: Die SPD spielt keine Rolle mehr. CDU und Grüne denken an eine künftige Koalition und da würde jemand von der SPD nur stören. Man braucht den Posten vielmehr als Verhandlungsmasse und dafür, um jemand Ungeliebtes aus den eigenen Reihen loszuwerden. Vielleicht bietet sich da ja zum Beispiel eher Robert Habeck an. Mit jemandem, der sich laut seiner Parteikollegin, der Völkerrechtlerin Annalena Charlotte Alma Baerbock, gut mit Schweinen und Kühen auskennt, hätten zumindest die Landwirte einmal wieder eine ordentliche Vertretung. Allerdings ist Robert Habeck keine Frau, ein Kriterium, welches Annalena wiederum erfüllt, die dann auch endlich einmal etwas Nettes in ihren Lebenslauf eintragen könnte. Wahrscheinlich ist sie aber noch zu jung, um danach in Rente zu gehen und daher würde sich vielleicht auch Claudia Roth anbieten, die noch viel wirksamere Zeichen für Frauenrechte und gegen Antisemitismus setzen kann, wenn sie sich als Bundespräsidentin und nicht nur wie 2015 als Abgeordnete verschleiert mit iranischen Würdenträgern trifft. Steinmeier hatte den Atommullahs immerhin nur (aus Versehen) zum Dienstjubiläum gratuliert. Jenseits zynischer Kommentare: Die Bundespolitik bietet ein trauriges Schauspiel, welches auch auf die Wahl des Bundespräsidenten übertragen wird. Andere Länder lösen dieses Problem, in dem sie das höchste Amt im Staat dem Parteienstreit entziehen. Sollte dies in Deutschland nicht möglich sein, sollte man zumindest über seine Abschaffung nachdenken. L.R.

Bismarck soll kontextualisiert werden

Wir beanspruchen die uns entrissenen Gebiete und Kolonien genauso zurück, wie wir die unsererseits be-setzten Gebiete geräumt haben.“ Wer hat das wohl gesagt? Ein Tip, bevor es unten im Artikel aufgelöst wird: Es war ein Politiker, nach welchem heute eine Parteistiftung benannt ist, der aber normalerweise eher nicht mit Kolonialismus in Verbindung gebracht wird.

Bismarck hat leider nicht dieses Glück, wie Corona bereits berichtet hatte. Im Zuge der sogenannten Black Lives Matter – Bewegung soll Bismarck zu einem bösen Kolonialisten stigmatisiert werden. Dies geschieht nicht zuletzt mit dankbarer Schützenhilfe derer, die der Meinung sind, die Deutschen dürfen keine vorrepublikanischen positiven Bezugspersonen haben – eine Meinung, die vor allem im linksextremen und linken Spektrum zu finden ist. Da der Zweck die Mittel heiligt, muß man es mit den Fakten auch nicht so genau nehmen und kann sie im Falle Bismarcks, welcher bekanntlich gegen Kolonien war, auch schon einmal in ihr komplettes Gegenteil verkehren. In diesem Sinne sollte die Sanierung des Hamburger Bismarckdenkmals nicht einfach so über die Bühne gehen, wie geplant. Bismarck sollte vielmehr „kontextualisiert“ und das Denkmal künstlerisch umgestaltet werden. War bislang noch zu hoffen, daß dieser Blödsinn wieder in Vergessenheit gerät, scheint dies leider nicht der Fall. Jetzt gibt es dazu Konkreteres. Afrikaner sollen mitwirken, Bismarck einzuordnen, was offenbar im Rahmen eines Workshops stattfindet, zu dem man dann, warum auch immer, Wissenschaftler aus den beiden ehemaligen deutschen Kolonien Namibia (Deutsch-Südwest) und Kamerun eingeladen hatte. Noch einmal: Bismarck war gegen Kolonien, auch wenn er sie nicht verhindern konnte. Man kann ihn für den Kulturkampf und die Sozialistengesetze angreifen, aber nicht dafür.

Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob das Bismarckdenkmal in seiner jetzigen Form erhalten werden sollte, sondern ob man es dem Andenken Bismarcks zumuten kann, wenn Denkmäler für ihn an einem Ort stehen, der ganz offensichtlich von einer Horde Schwachsinniger und Demagogen angeleitet wird. An anderen Orten der Welt wird des ersten Kanzlers des Kaiserreichs durchaus ehrend gedacht. Städte und geographische Punkte, die im Ausland nach Bismarck heißen, stehen unter anderem in den USA, Simbabwe, Papua-Neuginea und der Antarktis. Außerdem sind eine Wasserstraße im Pazifik, eine in Madagaskar vorkommende Palme sowie der berühmte Hering nach ihm benannt.

Die Hauptstadt des US-Bundesstaats Norddakota wurde 1873 nach dem deutschen Reichskanzler Bismarck benannt.

Vielleicht würde man sich ja in Bismarck, North Dakota, der einzigen US-Bundeshauptstadt, die nach einem ausländischen Staatsmann benannt wurde, über ein Bismarckdenkmal freuen und das Andenken dieses Kanzlers ehren, wie es ihm auch gebührt. Alternativ wäre zu wünschen, daß der Hamburger Senat sein Engagement gegen Bismarck in der Antarktis fortsetzt. Das einleitende Zitat ist übrigens von Friedrich Ebert vor den Verhandlungen in Versailles 1919. Wer weiß, ob nicht auch Ebert schon bald kontextualisiert werden muß. L.R.

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Die vollständige 254. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Inhalt der 254. Ausgabe:

  • Steinmeier möchte bleiben
  • Schwarz-weiß-rot wird nun doch verboten
  • Bismarck soll kontextualisiert werden
  • Weniger als die Hälfte der Deutschen traut sich, die Meinung frei zu äußern

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Marokkanisch-deutsches Verhältnis gestört Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 253

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Marokkanischer Thronfolger feiert 18. Geburtstag

Am 8. Mai erlangte der marokkanische Thronfolger Moulay Hassan die Volljährigkeit. Während zur Feier seiner Geburt im Jahr 2003 noch 101 Kanonenschüsse abgegeben wurden, gab es in Coronazeiten nur eine kleine Feier im Familienkreis. Nach Ablegen seines Abiturs im vergangenen Sommer studiert er mittlerweile an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Universität Mohammed VI. in Benguerir nahe Marrakech. Ein Studienaufenthalt im Ausland ist vermutlich auch geplant.

Moulay Hassan hatte seinen ersten offiziellen Auftritt mit acht Jahren, als er eine Rede an der Militärakademie in Kénitra hielt. Das erste Mal vertrat er Marokko im Ausland mit zehn Jahren in Frankreich. Seitdem mehren sich die öffentlichen Termine kontinuierlich, auch wegen der Gesundheit seines Vaters. Über den Gesundheitszustand von König Mohammed VI. wird immer wieder hinter vorgehaltener Hand spekuliert. Richtig ist, daß er sich in den vergangenen Jahren immer wieder Operationen in Frankreich unterzogen hat. Auch sein Aussehen hat sich verändert, was eventuell auf den Einsatz von Cortison zurückgeführt werden kann. Sollte der König versterben, wenn der Thronfolger seine Ausbildung noch nicht abgeschlossen hat, gilt eine Regentschaft von Moulay Rachid, dem Bruder des jetzigen Königs, als wahrscheinlich. Außerdem kann sich auch ein neuer Monarch auf ein Beraterkabinett stützen, welches nicht den politischen Parteien oder der Regierung verantwortlich ist, den Makhzen.

Marokko war jüngst in die Schlagzeilen geraten, weil Mohammed VI. das Westsahara-Thema, welches er von seinem Vater Hassan II. (1929 – 1999) geerbt hat, offenbar noch unter seiner Herrschaft verbindlich regeln möchte, damit sich Kronprinz Hassan auf andere Themen konzentrieren kann. Im vergangenen November erkannte Donald Trump die Zugehörigkeit der Westsahara zu Marokko an – der Konflikt um die Region zwischen Marokko, Algerien und den von Algerien unterstützten Separatisten besteht seit 1975. Seitdem übt Marokko mit der Migrations- und Sicherheitszusammenarbeit Druck auf die europäischen Länder aus, es ihm gleichzutun, unter anderem auf Spanien und Deutschland, welches nach der Entscheidung Trumps ungeschickt eine Sitzung im UN-Sicherheitsrat zu dem Thema beantragte. Der Zorn auf Deutschland und andere europäische Staaten geht dabei offenbar tatsächlich vom Palast aus, was bedeutet, daß keine einfache Lösung zu erwarten ist. Ob Mohammed VI. damit am Ende allerdings Erfolg haben wird, ist fraglich, da die wirtschaftlichen Risiken dieses Vorgehens doch recht hoch sind und das Land, welches durch Corona einen hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen hatte, einen aggressiven Kurs gegen Europa nicht lange durchhalten kann. L.R.

Zum Gedenken an Herzog Ferdinand Eugen von Württemberg

Im gesegneten Alter von 95 Jahren ist in seinem schwäbischen Wohnort Friedrichshafen am 2. November 2020 SKH Ferdinand Eugen Herzog von Württemberg gestorben. Der Herzog war das älteste von fünf Kindern aus der Ehe SKH Herzog Albrecht Eugen von Württemberg und IKH Nadejda geb. Prinzessin von Bulgarien aus dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha-(Kohary). Er wurde am 3. April 1925 in Carlsruhe/Schlesien geboren und in Breslau von Kardinal Adolf Bertram, dem letzten Fürstbischof von Breslau, auf die Namen Ferdinand Eugen (und, wie beim Hochadel üblich, auf weitere 13 Vornamen) katholisch getauft. Sein Vater aus der katholischen Linie des Hauses Württemberg erbte nach dem Tod von König Wilhelm II. von Württemberg 1921 die große Herrschaft Carlsruhe (auch Bad Carlsruhe) in Oberschlesien, wo Ferdinand Eugen die ersten Kinderjahre verbrachte, Sein Großvater väterlicherseits war der im I. Weltkrieg bekannte Heerführer, württembergischer und preußischer Generalfeldmarschall Herzog Albrecht und der Großvater mütterlicherseits Zar (König) Ferdinand I., der Schöpfer des modernen Bulgariens. Einmal auf die verblüffende Ähnlichkeit mit SKH Otto von Habsburg-Lothringen angesprochen sagte er, daß ja seine Großmütter Prinzessin Marie Louise von Bourbon-Parma, eine Halbschwester der Kaiserin Zita, und Margarethe Sophie Erzherzogin von Österreich waren. Seine Onkel waren Zar Boris III. von Bulgarien, verheiratet mit Prinzessin (Zariza) Joanna (Giovanna), einer Tochter des italienischen Königs Viktor Emanuel III., und der 1945 von den Kommunisten erschossene Prinzregent Kyrill von Bulgarien. Der seit 1943 „herrschende“ bulgarische „Kindkönig“ Simeon II. (bis 1946), auch bekannt als bulgarischer  Ministerpräsident (2001-2005) Sakskoburgotski ist Cousin von Ferdinand Eugen. Dieser besuchte, nachdem seine Eltern das Schloß Lindach in Württemberg erworben hatten, Schulen in St. Gallen, München und im Kloster Ettal. Der Dienst in der Wehrmacht blieb ihm auf Grund von Hitlers „Prinzenerlaß“ erspart. Für ihn, den Enkelsohn eines Generalfeldmarschalls, damals doch etwas zwiespältig. 1944 zu einem Arbeitseinsatz im Forstbereich zwangsverpflichtet, konnte er erst nach dem Krieg seine Schulausbildung fortsetzen und ein Studium (Forstwirtschaft) abschließen, um dann als Forstmeister  und Forstdirektor beruflich tätig zu sein.

Nach dem Tod seines Vaters 1954 erbte Ferdinand Eugen als ältester Sohn die Herrschaft Carlsruhe, die jedoch seit 1945 zu Polen gehörte und wie aller Besitz von Deutschen entschädigungslos polnisches Staatseigentum wurde. Trotz dieses materiellen Verlustes und obwohl er nur die ersten sechs Kinderjahre in Carlsruhe verbrachte hatte, zog es ihn bereits 1984 zu einem ersten Besuch in seinen Geburtsort.  Diesem ersten Besuch folgten viele weitere bis die immer mehr auftretende Krankheit, auf Grund der bei der Zwangsarbeit erlittenen körperlichen Schäden, nach seinem 90. Geburtstag Reisen in das heutige Carlsruhe (polnisch: Pokoj) nicht mehr möglich machten. Vor allem war er ein gerngesehener Gast des seit 2004 jährlich stattfindenden Carl-Maria-von-Weber-Musikfestivals. 1990 wurde er Vorsitzender des Heimatkreises der vertriebenen Carlsruher und 1995 dessen Ehrenvorsitzender. 1998 war er Ehrengast bei der 250-Jahrfeier von Carlsruhe. Und am 18. November 2016 verlieh ihm der polnische Staatspräsident für seine Verdienste um die deutsch-polnische Aussöhnung das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen. Mit seiner offenen liebenswürdigen Art und seinem schwäbisch-österreichischen Dialekt gewann er schnell die Zuneigung der Heimatvertrieben, der in der Heimat Gebliebenen (Carlsruhe hat eine starke deutsche Minderheitengruppe) und auch der heutigen polnischen Mehrheitsbevölkerung seines Geburtsorts. Sein Christentum veranlaßte ihn, in der Sophienkirche in der Herzogsloge dem evangelischen Gottesdienst  und in der katholischen Pfarrkirche von der Königsloge (König Wilhelm II. von Württemberg war Patronatsherr der Kirche) aus der Heiligen Messe beizuwohnen – sichtbares Zeichen gelebter schlesischer Toleranz.  Mit seinem Tod ging die seit 1945 nur noch symbolische Herrschaft des Hauses Württemberg im schlesischen Carlsruhe zu Ende, die es 1745 auf dem Erbweg übernommen hatte.

Manfred Prediger


Der polnische Generalkonsul Marcin Król (li.) überreichte Herzog Ferdinand Eugen von Württemberg am 18. November 2016 in München das „Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen“ für seine Verdienste um die deutsch-polnische Aussöhnung .
 

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Die vollständige 253. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Inhalt der 253. Ausgabe:

  • Zum Gedenken an Herzog Ferdinand Eugen von Württemberg
  • Kaiser Wilhelm II. seit 80 Jahren im Exil beerdigt
  • Youtube-Video mit Prinz Louis Ferdinand
  • Marokkanischer Thronfolger feiert 18. Geburtstag

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Das Herzogtum Braunschweig

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Das Herrscherhaus Braunschweigs ist den Welfen zuzurechnen, deren Linie sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen läßt. Als der berühmte Welfe Heinrich der Löwe im 12. Jahrhundert beim Kaiser in Ungnade gefallen war, verlor er die bis dahin welfischen Provinzen Bayern und Sachsen. Braunschweig durfte er behalten und verstarb dort auch. Im Mittelalter kam es zu verschiedenen Gebietsteilungen und Wiedervereinigungen, die mit dem Entstehen und Erlischen von Nebenlinien des Hauses zu tun hatten. Von 1692 bis 1807 gab es ein Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, welches jedoch Braunschweig nicht umfasste. Umgangssprachlich wurde es Kurhannover genannt und befand sich im wesentlichen auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsen. Die einzigen Welfen, die nicht zu diesem neuen Kurfürstentum gehörten, waren die von Braunschweig-Wolfenbüttel, die auf dem Gebiet des späteren Herzogtums Braunschweig herrschten. Jedoch starb diese Linie im späten Mittelalter aus und ab 1735 herrschten hier die Herzöge von Brauschweig-Bevern. Zu Zeiten des Aufstiegs Preußens war das Herzogtum eng mit Preußen verbündet. Elisabeth Christine, die Gemahlin Friedrichs des Großen, kam aus dem Hause Braunschweig-Bevern. Der braunschweigische Erbprinz Ferdinand kämpfte an seiner Seite im Siebenjährigen Krieg und es war der unglückliche Herzog Karl Wilhelm Ferdinand, welcher die preußische Armee bei Auerstedt befehligte. Da Napoleon ihm seinen Wunsch verweigerte, in Braunschweig in Frieden sterben zu dürfen, mußte der in der Schlacht tödlich verwundete Herzog von Getreuen bis ins neutrale Dänemark gebracht werden, wo er seinen Verwundungen erlag.

Nach der preußischen Niederlage 1806/07 wurde das Land dem Königreich Westfalen zugeschlagen, welches durch einen Bruder Napoleons begründet wurde. Bereits 1813 wurde es jedoch vollständig restituiert, 1815 fiel auch Herzog Friedrich Wilhelm im Kampf gegen Napoleon. 1834 ging das Herzogtum eine Zollunion mit Hannover ein, 1841 wurde das Land Mitglied im Deutschen Zollverein. 1866 versucht Braunschweig aufgrund der verwandtschaftlichen Beziehungen zu Hannover und den traditionellen Beziehungen zu Preußen neutral zu bleiben, muß aber aufgrund des politischen Drucks doch ein Bündnis mit Preußen abschließen. Die braunschweigischen Truppen kommen aber so spät, daß sie an keinen Kampfhandlungen mehr beteiligt waren. 1871 wird Braunschweig Bundesstaat im Deutschen Reich. Geographisch betrachtet war das damalige Herzogtum Braunschweig ein Flickenteppich. Die drei größeren Gebiete waren Braunschweig, Wolfenbüttel und Helmstedt. Sechs Exklaven bestanden in Hannover und der preußischen Provinz Sachsen. Im Reichstag hatte das Land drei, im Bundesrat zwei Abgeordnete. Die Landesfarben waren blau und gelb. 1910 hatte das Land etwa 500.000 Einwohner. Bekannt war das Land für seine relativ bedeutenden Universitäten Wolfenbüttel und Braunschweig. Wichtigste Wirtschaftszweige waren die Landwirtschaft und der Bergbau. Das braunschweigische Militär stand ab 1886 nach dem Abschluß einer Militärkonvention unter preußischem Oberbefehl. Die Herzöge trugen den Titel von Braunschweig und Lüneburg, obwohl Lüneburg im Kaiserreich Teil der preußischen Provinz Hannover war. Anders als andere kleinere Bundesstaaten delegierte das Herzogtum innere Verwaltungsangelegenheiten nicht an größere Staaten, sondern nahm diese selbst wahr.

1884 erlischt das braunschweigische Herrscherhaus – der langjährige Herzog Wilhelm war unverheiratet und ohne Kinder geblieben – und der preußische Prinz Albrecht tritt 1885 die Regentschaft an, obwohl das Land verwandtschaftlich mit den Welfen verbunden war und nach einem Abkommen zwischen Hannover und Braunschweig bei Erlöschen der braunschweigischen Dynastie eigentlich auch an die Welfen gehen sollte. Das ganze hatte nur einen Haken: Das Königreich Hannover gab es seit 1866 nicht mehr und die Welfen wurden von Preußen mit Argwohn betrachtet, weswegen ein preußischer Regent ernannt wurde. Nach dem Tod Albrechts wird der Mecklenburger Prinz Johann Albrecht neuer Regent. Dieser hatte sich eigentlich für die koloniale Expansion Deutschlands interessiert, war als junger Mann viel nach Afrika und Asien gereist und bekleidete das Amt des Präsidenten der Deutschen Kolonialgesellschaft, einem Verein mit 42.000 Mitgliedern. In den deutschen Kolonien waren mehrere Straßen und geographische Punkte nach ihm benannt. Nach dem Tod seines Bruders übernahm er kurz die Regentschaft in Mecklenburg-Schwerin und wurde 1907 von der Braunschweiger Landesversammlung mit der Regentschaft in Hannover betraut. 1913 kam das Land dann jedoch (endlich) wieder in die Hände der Welfen. Die einzige Tochter Kaiser Wilhelms II. heiratete Prinz Ernst August von Hannover. Hiermit wurde die Regentschaft über das Land beendet und nachdem Wilhelm II. sich schon mit Sozialdemokraten und Katholiken ausgesöhnt hatte, die Bismarck einst gegen sich aufgebracht hatte, wollte er dies auch mit den Welfen tun. Politisch konnte der neue Herzog Ernst August durch den kurz nach seinem Regierungsantritt ausgebrochenen 1. Weltkrieg keine Akzente setzen. Er diente als Generalmajor im X. Armeekorps und überließ die Regentschaft seiner preußischen Gemahlin. Am 8. November dankte er nach dem verlorenen Krieg ab und lebte anschließend im Exil in Österreich. Gegenwärtiger Chef des Hauses Hannover, welcher damit auch Ansprüche auf Braunschweig hätte, ist der 1954 geborene Ernst August, Thronfolger ist der 1983 in der ersten Ehe des Hauschefs geborene, heute als Investmentbanker tätige Erbprinz Ernst August. Nach dem 2. Weltkrieg fand sich der größte Teil des Herzogtums im Land Niedersachsen wieder, Blankenburg und Calvörde jedoch gehörten zur DDR und heute zum Bundesland Sachsen-Anhalt. L.R.