Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 175

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Vor 100 Jahren: Kaiser Karl I. wird Chef der Donaumonarchie

Nach dem Tod von Kaiser Franz Joseph I. am 21. November 1916 war Karl (1887-1922) de facto Kaiser von Österreich und König von Ungarn, wo die formelle Krönungszeremonie am 30. Dezember 1916 stattfand. Bei seiner Geburt hätte wohl niemand vorhersehen können, daß dieser Prinz einmal den Thron besteigen würde, doch das Ableben von Erzherzog Rudolph und die Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand ließen letztlich Karl mit nur 29 Jahren zum Staatsoberhaupt der k.u.k.-Monarchie werden. kaiser-karl-mythos-und-wirklichkeitUnvorbereitet ging der junge Kaiser dennoch nicht in die Verantwortung, denn er war wie der deutsche Kronprinz Wilhelm im Weltkrieg General, kannte die Not der Truppen und hatte einen Verständigungsfrieden und eine Verständigung zwischen den Völkern seines Reichs auf der Agenda. Auch suchte der Kaiser den sozialen Ausgleich für alle seine Völker und orientierte sich dabei an den Sozialreformen des Deutschen Reichs. Die zunehmende Schwäche, die Österreich-Ungarn offenbarte, machte es jedoch schwierig, diese Vorhaben durchzusetzen, obwohl es entsprechende Initiativen gab, die außenpolitisch jedoch am Widerstand der Entente und innenpolitisch größtenteils an den Ungarn scheiterten. Wie ein Habsburgerreich nach einem Sieg- oder Verständigungsfrieden hätte aussehen können, ist in der Tat schwer zu sagen. Ein Deutsches Reich, welches an der Spitze des technischen und sozialen Fortschritts stand und die k.u.k.-Monarchie, die für die aus Staatsraison für die Verständigung der Völker eintreten mußte – es hat nicht sollen sein. Stattdessen wird Wilhelm II. bis in heutige Tage von interessierter Stelle und in einer ahistorischen Sichtweise dämonisiert, während Karl zur tragischen Figur wurde. Der österreichische Kaiser verzichtete am 11. November 1918 in Österreich und am 13. November in Ungarn auf Teilnahme an den Regierungsgeschäften und verstarb nach einigen gescheiterten Restaurationsversuchen in Ungarn im portugiesischen Exil auf Madeira. Seine Gattin, Kaiserin Zita, sollte dagegen das hohe Alter von 97 Jahren erreichen und das Andenken des Kaisers aufrechterhalten. Von der katholischen Kirche wurde er am 3. Oktober 2004 für seine Friedensbemühungen seliggesprochen.

Derweil erlebt die Monarchie in Teilen der ehemaligen Kronländer eine gewisse Renaissance: In Ungarn, wo die Bezeichnung „Republik” von Viktor Orban ersatzlos aus der Verfassung gestrichen worden war, wurden jüngst zwei Habsburger zu Botschaftern ernannt, in Tschechien ist Fürst Karel Schwarzenberg schon länger eine wichtige Figur in der nationalen Politik und es kam nach dem Ende des Kommunismus auch zu einer gewissen Neubewertung der vorher verteufelten Dynastie. (Eine monarchistische Partei kämpft in Tschechien um Wählerstimmen, die Tschechische Krone.)

Speziell zum 100. Todestag Kaiser Franz Josephs I. versammelten sich in Wien viele hundert Menschen und im Stephansdom, wo eine Gedenkmesse gelesen wurde, erklang auch die alte Kaiserhymne. Auch an anderen Orten in Österreich wurden Gedenkmessen gehalten. In Budapest wurde im Beisein der Erzherzöge Karl und  Georg und des ungarischen Vizeregierungschefs eine Büste Karls I. (in Ungarn: König Karl IV.) enthüllt.


Allein die Staatsführung des Kunstkonstruktes „Republik Österreich” hält wahrscheinlich aus Angst um die eigene Existenzberechtigung an ihrer Aversion gegen die Habsburger fest: Der Nachlaß des 2011 verstorbenen Erzherzogs Otto geht nach Ungarn, weil ihn die Verantwortlichen in Österreich nicht haben wollten. Stattdessen soll in der Hofburg ein Haus der Geschichte entstehen, wobei man dazu wissen muß, daß Geschichte nach Definition der Verantwortlichen erst 1848 losgeht. Man könnte den Eindruck bekommen, daß die ehemaligen osteuropäischen Kronländer der Donaumonarchie, die bis 1918 angeblich in einem „Völkerkerker” gefangen waren, heute die größeren Freunde Habsburgs sind. L.R.

Der Enkel der Königin von Barbados feiert die Unabhängigkeit

Königin Elizabeth II. ist Staatsoberhaupt von 16 Commonwealthländern. Viele davon liegen in der Karibik und erhielten im November königlichen Besuch: Antigua und Barbuda, Grenada, St Kitts und Nevis, St Lucia, sowie St Vincent und die Grenadinen sind loyale Untertanen Ihrer Majestät. Zuletzt haben das die Bewohner von St Vincent und den Grenadinen in einem Referendum bestätigt. Im Oktober 2009 sagten 55,64% Nein zu einer Republik.

In diesem Jahr feiern etliche von ihnen ihre Unabhängigkeitserklärung. Der Enkel der Königin, Prinz Heinrich (Harry), ist seit fast zwei Wochen eifrig dabei, die Krone in der Karibik zu repräsentieren. Zur Zeit befindet er sich auf seiner letzten Station, in der Republik Guyana. Diese ehemalige Kolonie in Südamerika wurde der Krone untreu und jetzt beklagen die Bewohner, daß sich erst nach zwölf Jahren wieder ein Mitglied der Königsfamilie aufmachte zu einem Besuch des Landes. Zuvor feierte er mit der Bevölkerung von Antigua & Barbuda 35 Jahre Selbständigkeit und mit Barbados den 50. Unabhängigkeitstag.

Erhebt sein Glas auf die Insel Barbados: Prinz Heinrich (Harry) als Vertreter der Königin von Barbados.

Erhebt sein Glas auf die Insel Barbados: Prinz Heinrich (Harry) als Vertreter der Königin von Barbados.

Auf dieser Insel unternahmen Politiker schon zwei Anläufe, um eine Republik auszurufen, scheiterten aber jedes Mal am Widerstand der Bevölkerung. Die Politiker suchen nach Wegen, sich von der Krone loszusagen, ohne das Volk in einem Referendum entscheiden zu lassen. Per Parlamentsbeschluß eine Republik zu installieren, wäre kein Problem, wenn nur das Volk nicht ganz anders entscheiden würde …

Als Repräsentant der Königin des Landes, verlas Prinz Harry die Botschaft der Monarchin zum Unabhängigkeitstag. Darin lobte Königin Elizabeth nicht nur die Erfolge der letzten 50 Jahre, sondern bedankt sich auch für die herzliche Aufnahme ihrer selbst und anderer Mitglieder der Königsfamilie, wann immer sie in Barbados Station machten.                                                         H.S.

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Die vollständige 175. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 175

Inhalt der 175. Ausgabe:

  • Vor 100 Jahren: Kaiser Karl I. wird Chef der Donaumonarchie
  • Präsident Hollande war kein Ersatzkönig
  • Königsproklamation in Thailand
  • Der Enkel der Königin von Barbados feiert die Unabhängigkeit
  • Italienische Monarchisten für ein Nein beim Verfassungsreferendum

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Viertes Kind für Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie von Preußen

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Die Generalverwaltung des Hauses Preußen bestätigte einen Bericht der Hohenzollerischen Zeitung in Hechingen, wonach Prinzessin Sophie von Preußen ihrem vierten Kind das Leben schenkte. Der dritte, noch namenlose Preußenprinz wurde am Donnerstag, 17. November 2016 in Bremen geboren.

Die Nachricht von der Schwangerschaft war im September bekannt geworden, als Prinz Georg Friedrich in Empfingen die „Preußenstraße“ zum dortigen Innovationscampus einweihte. Das Oberhaupt der kaiserlichen Familie nannte damals als voraussichtlichen Geburtstermin den Monat November.

Der neugeborene Prinz hat drei ältere Geschwister: Im Januar 2013 waren die Zwillinge Prinz Carl Friedrich und Prinz Louis Ferdinand geboren worden, im April 2015 Prinzessin Emma Marie.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 174

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Zum 9. November

Die Kriegserklärung der USA erfolgte offiziell nach Bekanntwerden der Zimmermanndepesche, eines Telegramms des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Arthur Zimmermann, mit dem Mexiko ein Bündnis angeboten wurde. Nach einem Sieg der Mittelmächte sollte Mexiko die von den USA annektierten Territorien Kalifornien, Neva-da, Arizona, Neu-Mexiko, Utah usw. in Aussicht gestellt wurde.

Die Kriegserklärung der USA erfolgte offiziell nach Bekanntwerden der Zimmermanndepesche, eines Telegramms des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Arthur Zimmermann, mit dem Mexiko ein Bündnis angeboten wurde. Nach einem Sieg der Mittelmächte sollten Mexiko die von den USA annektierten Territorien Kalifornien, Nevada, Arizona, Neu-Mexiko, Utah usw. in Aussicht gestellt werden.

Am 9. November jährte sich 2016 nicht nur der Sturz der deutschen Monarchie zum achtundneunzigsten Mal, an diesem Tag stand zumindest nach deutscher Zeit auch ein vorläufiges Ergebnis der amerikanischen Präsidentschaftswahlen fest, was zu einem Rückblick auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen im Zusammenhang mit dem Sturz der Monarchie in Deutschland einlädt: Es war der amerikanische Präsident Woodrow Wilson (a megalomaniacal madman who was the very worst President in American history), der zunächst dem amerikanischen Volk in seinem Wahlkampf versprach, das Land aus dem Krieg herauszuhalten. Nachdem er in eben diesen Krieg eingetreten war, versprach er dem deutschen Volk, es würde einen milden Frieden bekommen, wenn die Monarchie abgeschafft wird. Auch dieses Versprechen wurde gebrochen. Der U-Bootkrieg diente als fadenscheiniger Kriegsgrund – gegen die ebenfalls völkerrechtswidrige Seeblockade der Briten gegen Deutschland intervenierte Wilson schließlich nicht – und in Versailles mußte Wilson dann feststellen, daß er sich mit seinen Wünschen gegen seine Alliierten nicht durchsetzen konnte und reiste beleidigt ab. Daß die Abschaffung der Monarchie und das so verursachte Abgleiten Deutschlands in jenes Chaos, welches beschönigend als Weimarer Republik bezeichnet wird, auch von den Amerikanern nachträglich als Fehler gewertet wurde, kann immerhin vermutet werden, denn  am Ende des 2. Weltkrieges ging man mit dem Kaiserreich Japan anders um. Noch heute jedoch ist das Wiederherstellen von Monarchien dort, wo sich die Abschaffung dieser Staatsform als fatal für die weitere Entwicklung eines Landes erwiesen hat und der Zuspruch für das Königshaus noch immer hoch ist, wie etwa in Afghanistan und Libyen, nicht auf der US-amerikanischen Agenda.

Der Spiegel 32/1959 zum 100. Geburtsjahr Wilhelms II.

Der Spiegel 32/1959 zum 100. Geburtsjahr Kaiser Wilhelms II.

Es mutet nicht nur daher etwas seltsam an, daß den amerikanischen Präsidentschaftswahlen in der staatlichen deutschen Berichterstattung so viel Raum gegeben wird. Nach dem Ende des Kalten Krieges haben die USA für Europa und Deutschland auch viel an Bedeutung eingebüßt, wenngleich sie ein wichtiger Partner bleiben. Die Amerikanophilie vieler (West-)Deutscher resultiert dann doch eher daraus, daß der nach dem verlorenen 2. Weltkrieg errungene Wohlstand auch durch Anschubhilfe aus den USA zustande kam und man sich außerdem nicht mehr selber um die Weltpolitik kümmern mußte, der man nach Bismarck nicht gewachsen war. Der Weltpolitik Kaiser Wilhelms II. steht der Austritt Deutschlands aus internationaler und im Rahmen der ordnungs- und sicherheitspolitischen Kapitulation vor dem Flüchtlingsansturm des vergangenen Jahres auch aus nationaler Politik gegenüber und so mancher würde sich eine Rückkehr zur Kleinstaaterei wünschen, in der die große Politik von anderen gemacht wird. Wer aber auf aktive Gestaltung verzichtet oder zu schwach dafür ist, wird schnell zum Spielball anderer Mächte. Dies hatten die Deutschen seit dem Niedergang des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation zu spüren bekommen und nicht zuletzt diese Überlegung stand hinter dem EInigungswunsch, den sie seit den Befreiungs-kriegen verspürten und der 1871 von jener Familie realisiert wurde, die aufgrund der falschen Versprechungen Wilsons Deutschland heute nicht mehr regiert. Ein Verzicht auf das Wahrnehmen der eigenen Verantwortung nach innen und außen ist daher mindestens ebenso töricht, wie Weltmachtpolitik.    L.R.

Winston Churchill zum Sturz der Monarchien Zeit 5/1965

Sir Winston Churchill zum Sturz der Monarchien, zitierte in der Zeit 5/1965

Hohenzollerngrablege im Berliner Dom erfährt eine Renovierung

berliner-dom-mit-sarkophag_von-philipp_wilhelmDie Grablege der Hohenzollern im Berliner Dom hält dem Vergleich mit der Kapuzinergruft in Wien oder dem Pantheon in Rom nicht stand, denn die letzte Ruhestätte für fast hundert Hohenzollern im Keller der protestantischen Hauptstadtkirche ist alles andere als ein Schmuckstück, das man gerne herzeigt.

Doch das soll sich ändern. Wie die Webseite des Berliner Doms vermeldete, kann die Renovierung beginnen: In seiner Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuß des Bundestags am 10. November 2016 8,65 Mio. € für die Sanierung der Hohenzollerngruft bewilligt. Damit sind 50% der veranschlagten Kosten gesichert. In enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt hat der Berliner Dom deshalb verschiedene Maßnahmen erarbeitet, mit denen die Hohenzollerngruft weiterentwickelt werden soll. Dabei wird ihr Charakter als würdevolle dynastische Grabstätte und historischer Ort des nationalen Gedenkens betont und verstärkt.

Herzog Carl von Württemberg überbringt seine Geburtstagsgaben

Neben Herzog Carl steht Roland Wehrle, Geschäftsführer der Nachsorgeklinik für krebs-, herz- und mukoviszedosekranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene , der für seine Arbeit 30.000 € erhielt.

Neben Herzog Carl steht Roland Wehrle, Geschäftsführer der Nachsorgeklinik für krebs-, herz- und mukoviszedosekranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, der für seine Arbeit 30.000 € erhielt.

Trotz angeschlagener Gesundheit feierte Seine Königliche Hoheit Herzog Carl von Württemberg am 1. August seinen 80. Geburtstag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Der Jubilar hatte darum gebeten, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen eine Geldspende zu überweisen. In der vergangenen Woche übergab Herzog Carl die eingegangenen 90.000 € (die Summe wurde von ihm selbst kräftig auf diese Höhe aufgestockt). Mit je 30.000 € unterstützt er jetzt die Nachsorgekliniken Tannheim und Katharinenhöhe sowie die Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer Förderkreise krebskranker Kinder. Zu seiner Motivation sagte Herzog Carl: „Ich habe das Glück, sechs gesunde Kinder zu haben. Und wenn ich Familien mit kranken Kindern sehe, helfe ich da, wo es notwendig ist.“

Mit den Kliniken ist Herzog Carl zum Teil seit den 80er Jahren verbunden und hat sie in den letzten Jahrzehnten immer wieder unterstützt. H.S.

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Die vollständige 174. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 174

Inhalt der 174. Ausgabe:

  • Zum 9. November
  • Papst Franziskus erinnert an Friedenskaiser Karl
  • Thailand wohl doch schon bald mit neuem Monarchen
  • Prinz Georg Friedrich eröffnet Ausstellung zu 300 Jahren deutsch-russischer Freundschaft
  • Herzog Carl von Württemberg beschenkt kranke Kinder

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Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 173

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Thailand: Längstregierender Monarch der Welt verstorben

König Bhumibol Adulyadei (Rama IX.) *5. Dezember 1927 in Cambridge, Massachusetts, USA - † 13. Oktober 2016 in Bangkok, Thailand, war seit 9. Juni 1946 König von Thailand und bis zu seinem Tod der einzige lebende Monarch, der in der USA geboren wurde.

König Bhumibol Adulyadei (Rama IX.) *5. Dezember 1927 in Cambridge, Massachusetts, USA – † 13. Oktober 2016 in Bangkok, Thailand, war seit 9. Juni 1946 König von Thailand und bis zu seinem Tod der einzige lebende Monarch, der in der USA geboren wurde.

König Bhumibol Adulyadei von Thailand ist im Alter von 88 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Da er schon als 18-jähriger 1946 auf den Thron kam, regierte er insgesamt 70 Jahre. In seinen ersten Jahren stand er im Schatten des Generals Phibunsonkram, welcher Thailand an der Seite Japans in den 2. Weltkrieg führte. Nach einem Putsch royalistischer Militärs 1957 bekam der König wieder deutlich mehr Macht. In den Jahren danach entwickelte Thailand sich wirtschaftlich sehr positiv, war jedoch auch immer hin- und hergerissen zwischen Demokratisierungsversuchen und Militärinterventionen. Der König zog sich mit zunehmendem Alter aus der aktiven Politik zurück und handelte eher als Vermittler zwischen den verschiedenen Akteuren und Strömungen innerhalb des thailändischen Staats. Er genoß im Volk aufrichtige Beliebtheit, Bewunderung und Liebe. Die Chakri-Dynastie, die Thailand seit 1782 regiert, schaffte es, das damals noch Siam genannte Land unabhängig zu halten, während die meisten anderen Gebiete in der Region von den Kolonialmächten unter sich aufgeteilt wurden. Viele Menschen in Thailand verbinden den König ebenfalls mit wirtschaftlichem Aufchwung und sahen ihn als Anker politischer Stabilität in einem Land, welches unter dem Parteienstreit und einem zu großen politischen Einfluß des Militärs leidet.

Kronprinz Maha Vajiralongkorn ist, was in der Natur der Sache liegt, noch nicht so beliebt wie sein Vater. Er bat jetzt um einen Aufschub bei der Thronbesteigung. Im Gespräch ist ein Jahr der Trauer, in der ein Regentschaftsrat an die Stelle des Königs tritt. Danach soll er als Rama X. den Thron besteigen. L.R.

König Kigeli V. von Ruanda starb im US-amerikanischen Exil

König Kigeli V. bei seiner Krönung zum Mwami von Ruanda 1959.

König Kigeli V. bei seiner Krönung zum Mwami von Ruanda 1959.

Von einem weiteren Tod eines Königs wurde vor einer Woche berichtet: In Oakton, Virginia, USA, starb Mwami Kigeli V. Ndahindurwa. Vor seiner Thronbesteigung hieß er Jean-Baptiste Ndahindurwa und war am 29. Juni 1936 in dem einst zu Deutsch- Ostafrika gehörenden Königreich Ruanda geboren worden. Sein Vater, König Musinga, war während der deutschen Herrschaft auf den Thron gelangt und arbeitete eng mit den Deutschen zusammen, weil er sich davon eine Stärkung seines Königtums versprach. Die belgische Mandatsherrschaft, die an die Stelle der deutschen Kolonialbeamten trat, setzte ihn 1931 ab. Die Nachfolge fiel an seinen ältesten Sohn Mutara III.. Obwohl die Belgier die traditionellen Herrschaftsstrukturen beibehielten – auch in Burundi und anderen Teilen des Kongos gab es Mwamis – sahen sie im ruandischen König eine Gefahr für ihre Kolonialregierung. König Mutara starb nach dem Besuch eines belgischen Arztes; die Gerüchte wollten nie verstummen, daß die Todesursache keine natürliche war. Dem kinderlosen Monarchen folgte sein Halbbruder Kigeli V. am 28. Juli 1959 auf den Thron.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb in ihrem Nachruf am 18. Oktober: „Die Krönung des Tutsi stieß selbst bei den damals tonangebenden Hutus auf Wohlgefallen, weil sich Kigeli V. als nationaler König verstand und nicht als Statthalter einer Ethnie. Die einzigen, die ihm mißtrauisch gegenüberstanden, waren die Belgier. … Knapp zwei Jahre später inszenierten die Belgier mit Hilfe des militanten Flügels der Hutu-Bewegung Hutu-Power den Sturz des Monarchen und zwangen ihn ins Exil.“ Am 28. Januar 1961 begann sein Exil, das den größten Teil seines Lebens ausfüllte. Anders als gestürzte Politiker hatte der König keine Auslandskonten und lebte am Ende in Armut. Dennoch hat er eine Hilfsorganisation für sein mehrfach geschundenes Heimatland ins Leben gerufen. Am 16. Oktober ist der Mwami, dem es nicht vergönnt war, die Tragödie seines Volks zu verhindern, gestorben. Auch dem toten König wird die Heimkehr verweigert. H.S.

Mwami Kigeli V. 1936 - 2016

Mwami Kigeli V. 1936 – 2016

Einen Nachruf aus ruandischer Perspektive mit besonderem Augenmerk auf Diktator Paul Kagames Taktik, eine Rückkehr des Königs nach 1994 zu verhindern, schrieb  Gaaki Kigambo. Er steht seit 22. Oktober auf der Internetseite des East African.

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Die vollständige 173. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 173

Inhalt der 173. Ausgabe:

  • Thailand: Längstregierender Monarch der Welt verstorben
  • König Kigeli V. starb im US-amerikanischen Exil
  • Ulrich von Habsburg-Lothringen für Referendum über Staatsform
  • Westfälischer Friedenspreis für König Abdullah II. von Jordanien

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Der Kaiser-Wilhelm-Park in Altenessen ist dringend sanierungsbedürftig

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In den vergangenen Wochen meldeten sich zahlreiche Anwohner des Kaiser-Wilhelm-Parks in Altenessen in der Redaktion des Nord Anzeigers und beklagten sich darüber, daß der Park mehr und mehr verwahrlose.

Der Kaiser-Wilhelm-Park wurde 1897 anläßlich des hundertsten Geburtstags Kaiser Wilhelm I. feierlich mit der Pflanzung einer Kaiser-Eiche eingeweiht. Er war öffentlicher Treffpunkt und kulturelles Zentrum der bürgerlichen Gesellschaft in Altenessen.

Jetzt kommen immer häufiger Stimmen auf, die bemängeln, der Park werde vom städtischen Eigenbetrieb ‚Grün und Gruga‘ vernachlässigt. So verweist eine Anwohnerin darauf, daß ein großes Kletter- und Rutschspielgerät, welches aus Naturholz besteht, bereits seit Ende vergangenen Jahres eingezäunt ist.

Natürlich lassen sich Kinder nur selten von einem Metallzaun zurückhalten. Häufig wird beobachtet, daß Kinder die Zaunelemente auseinanderschieben und trotz der Absperrung auf der Spieleinheit herumklettern. Falls die Holzkonstruktion stark marode sein sollte, bestünde für diese Kinder Gefahr, sich ernsthaft zu verletzen.

Weiterhin wurde von regelmäßigen Nutzern des Kaiser-Wilhelm-Parks beobachtet, daß an einigen Stellen im Park wilde Feuerstellen angelegt wurden und sich eine ‚Trinker-Szene‘ gebildet habe, die zersplitterte Flaschen an ihren ‚Gelage-Stellen‘ hinterlassen. Auch die Mülleimer im Park quillen häufig über. An diesen Hinterlassenschaften können sich kleine Kinder, die dort spielen, leicht verletzen. In einem schlechten Zustand ist auch der Golfplatz. Er wurde erst sehr spät in diesem Jahr eröffnet und stellt vom Bewuchs her keine Augenweide dar. Auch die Spielbahnen sind ungepflegt, denn die Betonfelder bröckeln an vielen Stellen ab, wodurch der Ball nicht vernünftig laufen kann. Dazu sagt Eckhard Spengler, der Sprecher von ‚Grün und Gruga‘:

Zum Thema Ersatz defekter Spielgeräte kann erst im Laufe des Herbstes entschieden werden, welche Verbesserungen erreicht werden können. Noch in diesem Jahr werden seitens ‚Grün und Gruga‘ mit Investitionsmitteln Maßnahmen zur Wegesanierung, Aufwertung der Parkeingänge sowie weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur durchgeführt. Die Golfanlage wird nicht durch ‚Grün und Gruga‘ betrieben, sondern durch das Amt für Immobilienwirtschaft verpachtet. Über den Stand der Verpachtung habe ich derzeit keine Informationen.“

Man wird sehen, was die Zukunft für den Park bringt. Wollen wir hoffen, daß er eines Tages wieder so glanzvoll wird wie in der guten alten Zeit.
Quelle

Christian Schwochert

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 172

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Auch Bilderstürmen will gelernt sein

Widerstand ist möglich: Die CDU in Bad Oldeslohe plakatierte im Juni 2015 gegen die Umbenennung.

Widerstand ist möglich: Die CDU in Bad Oldesloe plakatierte im Juni 2015 gegen die Umbenennung.

Wer in unserer Zeit vorgibt, „kritisch“ zu denken und diese Denkweise auch auf das Geschichtsbewußtsein, das historische Stadtbild und die Namensgebung für Straßen, Plätze und Einrichtungen ausdehnt, gehört meist dem zeitgeisttreuen Mainstream an und erobert nur Festungen ohne Verteidiger, die die Tore weit geöffnet und die weiße Fahne gehißt haben. Solch Denken ist dann tatsächlich auch weder kritisch, noch mutig, noch hat es in den meisten Fällen irgendetwas mit tiefergehenden Geschichtskenntnissen zu tun. An die Umbenennung von Hindenburgstraßen, -plätzen oder -brücken, wie sie zur Zeit wieder in Rinteln und Bad Homburg geplant sind, hat man sich gewöhnt und man darf sich für den alten Feldmarschall und Reichspräsidenten fast freuen, denn so ist ihm über die Jahre mehr mediale Aufmerksamkeit sicher, als wenn man einfach auf Umbenennungen verzichten würde. Schade und historisch nicht korrekt ist dabei, daß er immer als „Monarchist“ bezeichnet wird, obwohl er den Kaiser zum Exil geraten und dann auch nicht zugunsten des Kronprinzen auf eine Kandidatur für das Reichspräsidentenamt verzichtet hat. Immerhin kann man auch denjenigen, die die Straßen damals nach Hindenburg benannt haben, vorwerfen, daß er in der Rückschau weder ein besonders guter Präsident noch trotz aller militärischer Verdienste ein Befehlshaber mit politischem Weitblick war.

Leserbrief in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung… Eine Begebenheit, die der frühere Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner erzählte: Die zu Ehren von Albert Einstein benannte „Einsteinstraße“ wurde 1933 in „Fichtestraße“ umbenannt. Als der Krieg vorbei war, beschloß der Ulmer Gemeinderat, die Straße wieder umzubenennen, aber nicht, ohne vorher Albert Einstein abermals zu fragen, ob er mit der Benennung einverstanden sei. Dieser antwortete, er fühle sich wiederum geehrt, aber er gebe den Ulmern den guten Rat, die Straße „Fähnchen-nach-dem-Wind-Straße“ zu benennen, damit sei man gegen alle politischen Änderungen gefeit.
Prof. Dr. P.H., Wiesbaden, FAZ, 29. Sept. 2016

Man kann bei Namensgebungen aber auch sonst viel falsch machen, wenn man sich selbst für „kritisch“ hält und in Wirklichkeit dem Zeitgeist folgt. In Rüsselsheim etwa soll eine Gesamtschule nach Sophie Opel benannt werden, weil diese ein Beispiel für Unternehmertum durch Frauen in früher Zeit ist und man in Rüsselsheim natürlich auch einen besonderen Bezug zu Opel hat. Dies stößt aber auf Widerstand, da Sophie Opel eine Profiteurin „der militaristischen, (…) die Arbeiterbewegung unterdrückende Monarchie gewesen sei.“ Das heute gerngesehene Prinzip der erfolgreichen Unternehmerfrau tritt also hinter das Prinzip vermeintlich dunkler Vor-BRD-Strukturen zurück und schon sehen die kritischen Denker mit ihrer Umbenennung wie reaktionäre Hinterwäldler aus.

In Berlin wurde eine nach Turnvater Jahn benannte Grundschule umgetauft, weil dieser als Gründer der ersten Wehrsportgruppe Militarismus und Nationalismus gefördert habe. Jetzt heißt die Schule „Bötzowschule“ nach dem Viertel, in dem sie sich befindet, wobei man wissen muß, daß Herr Bötzow ein Bierbrauer war, der die NSDAP unterstützte und sich am Ende des 3. Reichs das Leben nahm. In Gechingen in Württemberg wird gerade über den Sedanplatz gestritten, wobei sich hier immerhin noch viele Bürger finden, die die Benennung nicht mit der Schlacht und Militarismus, sondern mit dem deutschen Einheitsgedanken verbinden wollen, und der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat beschlossen, Straßen grundsätzlich nur noch nach Frauen zu benennen, womit also die Leistung hinter biologische oder neudeutsch biologistische Kriterien zurücktreten. Ob Sophie Opel wohl im Friedrichshain Gnade gefunden hätte?

Bei soviel Unwissen, Unvernunft und Durcheinander würde man sich für Umbenennungen eine ähnliche Prozedur wünschen, wie sie im Vatikan für Kanonisierungen existiert. Einzige realistische Abhilfe gegen mangelnde Geschichtskenntnisse bei gleichzeitigem Glauben an die eigene moralische Überlegenheit ist in diesem Fall ungehemmter Kapitalismus: Mehrere Städte, wie zum Beispiel das finanziell klamme Lübeck, stellen die Namen für Sportstätten und ähnliches einfach zum Verkauf, in Aalen wurde jüngst ein zentraler Platz in „Sparkassenplatz“ umbenannt, weil die Sparkasse dessen Sanierung in erheblichem Maße mitfinanziert hatte. Es wäre also denkbar, daß Kinder zum Fußballspielen in den Kaiser-Wilhelm-Sportpark an der Hohenzollernstraße gehen, wenn es jemanden gäbe, der entsprechendes finanziert. L.R.

Die EU: Wie Österreich-Ungarn ohne Franz Joseph

Am 21. November vor 100 Jahren starb Kaiser Franz Joseph I., der Monarch, an dessen Vorgänger sich Zeitgenossen in Österreich-Ungarn nicht erinnern konnten. Der alte Kaiser war einfach schon immer da, und die meisten seiner Untertanen, ob Slowaken, Ukrainer oder Rumänen, hätten es schlicht als unhöflich empfunden, zu seinen Lebzeiten an eine Republik oder einen Nationalstaat zu denken, weswegen schon damals viele Menschen den Tod Franz Josephs I. mit dem Aufbrechen der Risse in der damaligen Gesellschaft und dem Tod der Doppelmonarchie verbanden. So ähnlich kam dies dann ja auch, denn sein Nachfolger Karl I. wurde trotz aller aufrichtigen Bemühungen nur zur tragischen Figur.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, daß heute nicht nur in den ehemals habsburgischen Landen des Kaisers gedacht wird. Das bedeutendste Zentrum, wo man seiner gedenkt, dürfte in der Tat Brüssel und nicht Wien sein, denn zahlreiche Artikel vergleichen die EU heute mit dem Habsburgerreich von damals: die Vereinigung mehrerer Völker in einem Verbund, die Umverteilung von Geldern, ein großer Binnenmarkt, die Garantie von innerem Frieden und Sicherheit, wo es dies vorher nicht gab… Die Vorteile der EU liegen immer noch auf der Hand, jedoch wird dies wie damals unter den Habsburgern nicht mehr so empfunden und auch die Strukturen der EU haben sich wie damals als ungeeignet für Reformen und die Lösung unvorhergesehener Probleme erwiesen. Was der EU zusätzlich fehlt, ist  eine charismatische Person, jene Person eben, die der alte Monarch darstellte und weswegen Österreich-Ungarn überhaupt so lange existieren konnte. Jean-Claude Juncker, Martin Schulz oder Angela Merkel haben dagegen das Charisma von abgestandenem Wasser und in dem Moment, wo die Mehrheit der Bürger den Nutzen der EU nicht mehr sieht, wird sie ein schnelleres Ende nehmen, als das Habsburgerreich, denn niemand wird aus Höflichkeit und Respekt ihren Herrschern gegenüber von Angriffen auf die EU absehen. Das Ende der Monarchien nach dem 1. Weltkrieg wird von vielen Historikern so gedeutet, daß diese sich einfach überlebt hatten. Wie die EU jetzt zeigt, ist die Lösung, auf eine einigende Person an der Staatsspitze zu verzichten, auch nicht überzeugend. L.R.

Kaiserdemo in Wien:
„Wir wählen den Kaiser“
am 11.11.2016, 18 Uhr
am Ballhausplatz/Volksgartennische

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Die vollständige 172. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 172

Inhalt der 172. Ausgabe:

  • Auch Bilderstürmen will gelernt sein
  • Preußischer Prinz mit Schirmherrschaft über Oldtimerrallye
  • Die EU: Wie Österreich-Ungarn ohne Franz Joseph
  • Die Alliance Royale rüstet sich für die Präsidentschaftswahl

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Kaiserliches Paar erwartet viertes Kind

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Prinz Georg Friedrich von Preußen und seine Frau, Prinzessin Sophie, erwarten ihr viertes Kind. Das hat der Chef des Hohenzollernhauses bei der Eröffnung des Empfinger Innovationscampus (mehr dazu in Corona 171) verraten. „Ich habe dreieinhalb Kinder,“ sagte der Prinz von Preußen. Die Zwillingssöhne Carl Friedrich und Louis Ferdinand waren am 20. Januar 2013 in Bremen geboren. Die Tochter Emma Marie kam am 2. April 2015 in Bremen zur Welt.

Ganz überraschend kommt die Nachricht nicht, denn auf den Bildern vom Besuch der Ausstellung in Neuwied zu Königin Elisabeth von Rumänien, deutete sich bei Prinzessin Sophie auf den Bildern, die Corona veröffentlichte, schon ein leicht gewölbter Unterleib an.

Von der Einweihung des Innovationscampus berichtet der Schwarzwälder-Bote euphorisch, es „ist ein historischer Tag für Empfingen gewesen. Mit einem Prinzen, der preußische Geschichte mit der Vision des Campus – modernen Innovationen – verknüpft, einem großen Fest und einer kleinen Panne, die ein blaublütiger Besuch so mit sich bringen kann.“

„Politische und royale Prominenz hat sich am Samstag um 11 Uhr auf dem Rathaus in Empfingen eingefunden: Seine Königliche Hoheit Prinz Georg Friedrich von Preußen war gekommen, um die Gemeinde Empfingen mit einem Eintrag auf der ersten Seite eines eigens für diesen Anlaß angelegten Goldenen Buchs einzutragen. Mit dabei: Bundestagsabgeordnete Saskia Esken (SPD), Landrat Klaus Rückert, Landtagsabgeordneter Norbert Beck (CDU) und Ministerialdirektor Helmfried Meinel als Vertreter der Landesregierung. Bürgermeister Albert Schindler begrüßt die Gäste, geht auf die preußische Vergangenheit seiner Gemeinde ein: ‚Wir Empfinger waren weder Württemberger noch Badener. Nein, wir sind seit 1554 Hohenzollern. Zuerst der Haigerlocher Linie und ab 1632 der Sigmaringer Linie zugehörig. Am 7. Dezember 1849 traten die Fürstentümer Hechingen und Sigmaringen dem Land Preußen bei. Damit waren wir schwäbische Preußen, und das bis 1947.'“

„Dann ist der Prinz an der Reihe. Er gibt sich locker, nahbar, aufgeschlossen. Mit freudestrahlendem Gesicht tritt er ans Rednerpult. Ein Prinz, der sich zwar mit dem Titel Königliche Hoheit anreden läßt, aber trotzdem in keinster Weise arrogant erscheint. Im Gegenteil. Eine Ehre sei es für ihn, sich als Erster in das Goldene Buch Empfingens eintragen zu dürfen.“

„Kurze Zeit später auf dem Innovationscampus: Der Musikverein spielt, hunderte Gäste schauen sich die Einfahrt der Kutsche an. Bevor der Prinz von Preußen die Preußenstraße offiziell einweiht, wendet er sich noch mit einer kurzen Festrede an die Besucher: ‚Ich bringe Ihnen keine Deklaration zur Wiedereinführung der Monarchie‘, scherzt der Prinz. ‚Der Zusammenhang zwischen mir und dem Innovationscampus ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb freut es mich, heute zu Ihnen sprechen zu dürfen.‘ Der Prinz, der mit seiner Familie in Norddeutschland lebt, fühle sich der Heimat seiner Vorfahren verbunden. Auch aus dem Hause Preußen seien im Laufe der Geschichte viele Innovationen gekommen. Er nennt einige Beispiele: Die Aufhebung der Leibeigenschaft, einige Universitätsgründungen oder das Abitur. Schon Wilhelm II. sei die Förderung von Bildung und Forschung wichtig gewesen.“

empfingen-17-september-2016„Seine Königliche Hoheit, Bürgermeister Schindler und Ministerialdirektor Meinel enthüllen das Schild der Preußenstraße – dazu spielt die Musikkapelle, ein Kanonenschuß ertönt aus dem Wald. Dann singen die Empfinger noch das Hohenzollernlied. Anschließend führt Bürgermeister Schindler seine Königliche Hoheit über den Campus. Zahlreiche Gäste folgen ihrem Beispiel und lassen den Tag feierlich ausklingen.“

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 171

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König Philippe Gastgeber des Gipfels deutschsprachiger Länder

Die Staatsoberhäupter deutschsprachiger Länder (von linksaußen) Joachim Gauck, Großherzog Henri von Luxemburg, Königin Mathilde und Kö-nig Philippe der Belgier, Erbprinzessin Sophie und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Katha-rina Ammann und ihr Mann, der Schweizer Bun-despräsident Johann Niklaus Schneider Ammann.

Die Staatsoberhäupter deutschsprachiger Länder (von linksaußen): Joachim Gauck, Großherzog Henri von Luxemburg, Königin Mathilde und König Philippe der Belgier, Erbprinzessin Sophie und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Katharina Ammann und ihr Mann, der Schweizer Bundespräsident Johann Niklaus Schneider Ammann.

Wenn von deutschsprachigen Ländern die Rede ist, fällt als erstes nicht unbedingt Belgien ein. Um dies ein wenig zu korrigieren, lud König Philippe I. der Belgier zum 13. informellen Gipfel deutschsprachiger Länder ein. Am Donnerstag, 8. September, folgten der deutsche und der schweizerische Bundespräsident, der Großherzog von Luxemburg sowie der Erbprinz von Liechtenstein – zum Teil mit Gattinnen – der Einladung des belgischen Königs. Weil die Republik Österreich gegenwärtig und wohl noch auf unabsehbare Zeit keinen Bundespräsidenten vorweisen kann, glänzte das Land durch Abwesenheit. Dadurch kam es zu dem erfreulichen Umstand einer monarchischen Mehrheit unter den deutschsprachigen Staaten.

König Philippe, Königin Mathilde mit Oliver Paasch, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

König Philippe, Königin Mathilde mit Oliver Paasch, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

König Philippe hatte in die belgischen Ostkantone eingeladen, die bis 1919 preußisch waren. Die Deutschsprachigen hatten in den ersten Jahrzehnten keinen leichten Stand und erst recht nach dem 2. Weltkrieg wurden sie als Feinde betrachtet, die künftig französisch sprechen sollten. Bereits unter König Baudouin wurde die Politik geändert und die „Germanophones“ erhielten Minderheitenrechte, die auf der Welt ihresgleichen suchen. Die Entwicklung führte dazu, daß  im belgischen Sprachenstreit die Ostbelgier zusammen mit der Königsfamilie als „einzig wahre Belgier“ gelten. Schon wenige Wochen nach seiner Thronbesteigung besuchte das Königspaar Eupen und Malmédy. Heute ist keine Region Belgiens königstreuer als die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG).

Königin Mathilde genoß das Bad in der Menge.

Königin Mathilde genoß das Bad in der Menge.

König Philippe wollte mit der Einladung nach Eupen unter Beweis stellen, daß die DG im belgischen Staat eine bedeutende Rolle einnimmt. Im Eupener Heidberg Kloster hielten die Staatschefs eine Arbeitssitzung ab, bei der es um die Zukunft der EU nach dem Brexit, die Sicherheitssituation nach den Attentaten und die Jugendbeschäftigung ging, die der König als vorrangig einstufte und er hielt ein Plaidoyer für junges Unternehmertum. Er regte an, den Unternehmergeist auch im Bildungswesen zu verankern. Unter Hinweis auf die positiven Erfahrungen in der DG hob der König erneut die Vorzüge des dualen Ausbildungssystems hervor.

Gauck nutzte das Treffen zu einem Appell für Europa und sprach sich dafür aus, sich den Gegnern Europas gemeinsam entgegenzustellen. Wie eine Sprecherin erklärte, habe Gauck über die Lage in Deutschland und die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern berichtet. Er äußerte sein Bedauern über den Ausgang des britischen Referendums.

König Philippe lebte die Duale Berufsausbildung der Deutschsprachigen Gemeinschaft als Mittel gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

König Philippe lobte die Duale Berufsausbildung der Deutschsprachigen Gemeinschaft als Mittel gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Während der deutsche Bundespräsident nach der Arbeitssitzung die Rückreise antrat, begaben sich die anderen Gäste ins Zentrum für Förderpädagogik. Der König hatte sich gewünscht, mit Personal und Schülern zusammenzutreffen – das lag dem Königspaar besonders am Herzen.  Es folgte ein kleines Bad in der Menge auf dem Schulhof des Zentrums. Die Kinder hatten sich schon lange auf den Besuch vorbereitet und freuten sich, die hohen Gäste zu begrüßen.

Wenig später verließen die Gäste die Schule und begaben sich ins Parlament. Dort wurden sie von Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz empfangen wird. Er brach eine Lanze für die Deutschsprachige Gemeinschaft. Die Tatsache, daß Belgien sich als deutschsprachiger Staat verstehe, sei auch durch den Besuch in Eupen sichtbar geworden, sagte Lambertz. Die DG betrachte dies als Herausforderung und Auftrag, einen konkreten Beitrag zum Ausbau und zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Belgien und den anderen deutschsprachigen Staaten Europas zu leisten, betonte der Präsident des DG-Parlaments.

Das nächste Gipfeltreffen wird 2017 in Luxemburg stattfinden. H.S.

Luxemburg genehmigt Petition zur Abschaffung der Monarchie

Das Luxemburger Parlament hat eine Petition zugelassen, die ein Referendum über die Abschaffung der Monarchie verlangt. Der verfassungsmäßige Ablauf einer solchen Petition sieht erst die Einreichung einer Petition beim Parlament vor. Danach entscheidet das Parlament über die Zulassung zur Unterschriftensammlung und im Anschluß muß eine größere Anzahl an Unterstützern zusammenkommen, die im konkreten Falle bei 4.500 Menschen innerhalb von sechs Wochen liegt, damit die Petition durchgeht. Dies entspricht etwa 1,5 % der Luxemburger Wähler. „Durchgehen“ bedeutet aber auch nur, daß das Parlament im Anschluß die Petition diskutiert, weswegen der Prozeß nur sehr geringe Chancen auf Erfolg hat. (Im Juni 2015 fiel ein Referendum zu vier von der Regierung initiierten Verfassungsänderungen durch; Corona berichtete.)

Großherzog Henri und Erbgroßherzog Guillaume nahmen am Luxemburger Nationalfeiertag, 23. Juni 2016, die Parade der Streitkräfte ab. Laut Verfassung ist der Großherzog Oberkommandierender der Armee.

Großherzog Henri und Erbgroßherzog Guillaume nahmen am Luxemburger Nationalfeiertag, 23. Juni 2016, die Parade der Streitkräfte ab. Laut Verfassung ist der Großherzog Oberkommandierender der Armee.

Anders als man denken könnte, ist das Prozedere im Grunde genommen auch aus Sicht von Monarchisten sehr zu begrüßen, werden für die nicht ohnehin unverbesserlichen Republikaner in der zu erwartenden Debatte doch noch einmal die Vorteile der Monarchie deutlich. Ein Vorteil ist jetzt schon für alle ersichtlich: Während in der Luxemburger Monarchie und in den meisten anderen die Belange des Volks ernstgenommen werden, schickt man sich beispielsweise in der Bundesrepublik an, das Volk zu bevormunden. Man denke hierbei nur an die Kommentare der deutschen Medien und Parlamentarier zum Brexit, die sich in einer unglaublich hochnäsigen Weise darüber äußerten, wie man so dumm sein könne, das Volk in einer so wichtigen Angelegenheit entscheiden zu lassen, und daß es soetwas in Deutschland nie geben werde. Wie glücklich können dagegen auch die Republikaner in einer Monarchie sein. L.R.

Prinz Georg Friedrich von Preußen bei der Einweihung eines Innovationscampus‘

empfingen-17-9-2016In Empfingen (Kreis Freudenstadt im Nordschwarzwald) wird kaiserlicher Besuch erwartet. Am 17. September wird Prinz Georg Friedrich von Preußen zusammen mit einem Vertreter der baden-württembergischen Landesregierung und dem Ortsbürgermeister die erste Preußenstraße Deutschlands (so heißt es in einem Vorbericht des Schwarzwälder Boten) einweihen.*) Sie führt zum Innovationscampus der Gemeinde. Alle im süddeutschen Raum lebenden Freunde können sich ab 12 Uhr an der kaiserlichen Einweihung mitfreuen.

Empfingen kam 1552 an Graf Jos Niklas II. von Zollern, seit 1576 gehörte es zur Herrschaft Hohenzollern-Haigerloch, die 1634 von der Herrschaft Hohenzollern-Sigmaringen übernommen wurde. Seit 1806 war es Teil des hohenzollerischen Oberamts Haigerloch im nun zum Fürstentum erhobenen Staat, der nach der Abdankung des Fürsten 1849 in Preußen aufging.

Von 1925 an gehörte Empfingen zum Landkreis Hechingen in der preußischen Provinz Hohenzollernsche Lande. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Ort zunächst zum Bundesland Württemberg-Hohenzollern, das 1952 in Baden-Württemberg aufging. H.S.

*) Ein Corona-Leser schrieb nachstehende Korrektur der Behauptung von Hubert Grosser, Geschäftsführer des Empfinger Innovationscampus‘, wie sie im Schwarzwälder-Boten zitiert wurde: In Leipzig gibt es seit den neunziger Jahren eine Preußenstraße. Im Staddteil Probstheida hatte man zwei Straßen nach den an jener Stelle in der Völkerschlacht 1813 kämpfenden Russen und Preußen benannt, dazu auch noch einen „Österreicherweg“. Eine Schwedenstraße gab es bereits.
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Die vollständige 171. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 171

Inhalt der 171. Ausgabe:

  • König Philippe Gastgeber des Gipfels deutschsprachiger Länder
  • Luxemburg genehmigt Petition zur Abschaffung der Monarchie
  • Berliner Gemäldeausstellung ohne Kaiserin
  • Requiem für Prinz Marco von Hohenlohe-Langenburg in Madrid
  • Neuseelands Republikaner hoffen dank eigenfinanzierter Umfrage
  • Prinz Georg Friedrich bei der Einweihung eines Innovationscampus‘

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Eine Königin aus Neuwied erfährt eine besondere Ausstellung

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Die Ausstellung, die sich ganz Königin Elizabeth von Rumänien widmet, wurde besucht von (v.r.n.l.) Prinz Georg Friedrich & Prinzessin Sophie von Preußen, Fürstin Isabelle zu Wied, Prinz Radu von Rumänien

Die Ausstellung, die sich ganz Königin Elisabeth von Rumänien widmet, wurde besucht von (v.r.n.l.) Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie von Preußen, Fürstin Isabelle zu Wied, Prinz Radu von Rumänien

SKH Prinz Georg Friedrich und IKH Prinzessin Sophie von Preußen besuchten im Roentgen-Museum in Neuwied eine Ausstellung, die Königin Elisabeth, geborene Prinzessin zu Wied, gewidmet ist. In Neuwied kam sie am 29. Dezember 1843 als Tochter des Fürsten Hermann und der Fürstin Marie zu Wied zur Welt und wuchs in den Schlössern Neuwied und Monrepos in einem kulturell sehr interessierten und politisch liberalen Umfeld auf. Dort und während der Aufenthalte der Familie in Bonn lernte sie früh Persönlichkeiten wie den Professor für Geschichte an der Bonner Universität Ernst Moritz Arndt, den Düsseldorfer Maler Carl Ferdinand Sohn oder auch den preußischen Thronfolger, Prinz Friedrich Wilhelm, nachmaliger Kaiser Friedrich III., kennen. 1869 heiratete sie dessen Freund, Prinz Karl von Hohenzollern-Sigmaringen, seit 1866 Fürst und ab 1881 König Carol I. von Rumänien.

König Carol und Königin Elizabth von Rumänien

König Carol und Königin Elisabeta (Elisabeth) von Rumänien

Nach dem Tod ihres einzigen Kindes, ihrer Tochter Prinzessin Marie, stellte Königin Elisabeth immer mehr ihre schriftstellerische Tätigkeit in den Mittelpunkt und veröffentlichte unter dem Pseudonym Carmen Sylva mehr als 50 Werke.

Am Samstag, 3. September eröffneten im Roentgen-Museum Neuwied Landrat Rainer Kaul und ID Fürstin Isabelle zu Wied die Ausstellung „Carmen Sylva – Eine Königin aus Neuwied“.

Das kaiserliche Paar, die fürstliche Gastgeberin und der rumänische Gast lassen sich die Exponate erläutern.

Das kaiserliche Paar, die fürstliche Gastgeberin und der rumänische Gast lassen sich die Exponate erläutern.

Ihr Todestag jährte sich am 2. März zum 100. Mal. In Rumänien wird sie als Wohltäterin und Mutter der Nation verehrt. Gleichzeitig feiert Rumänien die Ankunft des ersten Monarchen aus dem Haus Hohenzollern und die Gründung einer eigenen Dynastie vor 150 Jahren, weshalb als Vertreter des rumänischen Königshauses SKH Prinz Radu zusammen mit seinen preußischen Vettern die Ausstellung besucht.

v. l. Prinzessin Sophie von Preußen, Fürstin Isabelle zu Wied, Prinz Radu von Rumänien am 6. September in der Neuwieder Ausstellung.

v. l. Prinzessin Sophie von Preußen, Fürstin Isabelle zu Wied, Prinz Radu von Rumänien am 6. September in der Neuwieder Ausstellung.

Die Ausstellung Carmen Sylva 1843-1916 – Eine Königin aus Neuwied ist bis 6. November geöffnet. Die in der Ausstellung gezeigten Objekte konnten dank des großzügigen Entgegenkommens der Leihgeber zusammengetragen werden, darunter das Fürstliche Haus Wied, das Fürstlich Wiedische Archiv in Neuwied, das Stadtmuseum Bonn sowie zahlreiche Privatsammler.

Zeitreise in Bad Ischl

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In jedem August läßt sich in Bad Ischl eine Zeitreise machen. Dann lädt die Stadt zum „Kaiserbummel“ ein und hat einen 2,5 Kilometer langen roten Teppich für Bewohner und Gäste ausgerollt. Prachtvolle Bilder von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth („Sisi“) sind dann allgegenwärtig.

Die Konditorei Zauner, einst kaiserlich und königlicher Hoflieferant, gratuliert Franz Joseph zum 186. Geburtstag mit einer riesigen Torte, darauf das Kaiserwappen aus Zuckerguß. Man war vor rund 30 Jahren erstmals auf die Idee gekommen, des Kaisers Geburtstag wie zu Zeiten der Monarchie alljährlich zu feiern.

Franz Joseph verbrachte in Ischl 63 Sommer seiner 68 Regentenjahre (1848-1916). In dem kleinen Städtchen im Salzkammergut frönte er seiner Jagdleidenschaft, wann immer es die Amtsgeschäfte dem vielbeschäftigten Regenten erlaubten. Die Kaiservilla wurde neben der Wiener Hofburg zum zweiten Machtzentrum der Donaumonarchie.

Ranghöchster Gastgeber der jährlichen Geburtstagsparty ist Markus Salvator Habsburg-Lothringen, der 70-jährige Urenkel des alten Kaisers und heutige Besitzer der Kaiservilla. Auftakt ist stets die Kaisermesse in der Ischler Stadtpfarrkirche, wo einstmals der Komponist Anton Bruckner an der Orgel saß. Höhepunkt ist die Parade der Traditionsverbände und k.u.k. Regimenter aus Österreich und den ehemaligen Kronländern.

Erzherzog Markus schreitet die um den Parkbrunnen vor der Kaiservilla aufgestellten Verbände ab und nimmt die Huldigungen der Kaiserdragoner, Feldjäger, Deutschmeister, Tiroler Schützen und ungarischen Husaren, die alle vor ihm ihre Fahnen und Säbel senken, entgegen. Als die Ischler Bürgermusik die alte Haydn-Hymne „Gott erhalte Franz den Kaiser“ intonierte, herrschte ehrfürchtige Stille, als sähe der alte Kaiser Franz Joseph der Zeremonie zu.

Christian Schwochert