Monarchien machen glücklich

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„Das Wunder der Monarchie ist die bewundernswerte Übereinstimmung, die sie zwischen Mensch und Staat, Mensch und Geschichte herstellt.“—Thierry Maulnier

Zum 5. Mal wurde von den Vereinten Nationen der World Happiness Report vorgelegt. Der Weltglücksbericht untersucht, wie glücklich die Menschen in den verschiedenen Ländern der Erde sind. Wie in den Vorjahren sind die Bewohner monarchisch regierter Staaten die glücklichsten. Sieben der zehn zufriedensten Länder der Erde sind Monarchien.

Nachdem 2016 noch das Königreich Dänemark auf Platz 1 landete, hat sich in diesem Jahr das Königreich Norwegen nach vorne geschoben. Deutschland stagniert und liegt im World Happiness Report 2017 auf Rang 16. Die zehn glücklichsten Länder nach der UN-Liste:

1. Norwegen (7537 Punkte)
2. Dänemark (7522)
3. Island (7504)
4. Schweiz (7494)
5. Finnland (7469)
6. Niederlande (7377)
7. Kanada (7316)
8. Neuseeland (7314)
9. Australien (7284)
10. Schweden (7284)

Die unglücklichsten zehn sind ausnahmlos Republiken.

146. Jemen (3593)
147. Süd-Sudan (3591)
148. Liberia (3533)
149. Guinea (3507)
150. Togo (3495)
151. Ruanda (3471)
152. Syrien (3462)
153. Tansania (3349)
154. Burundi (2905)
155. Zentralafrikansiche Republik (2693)

Für den am Montag begangenen „Weltglückstag“ veröffentlichten UN-Bericht haben Forscher der New Yorker Columbia University sowie internationale Experten 155 Länder untersucht und auch jeweils mehr als 3.000 Menschen befragt. Kriterien sind unter anderem das Bruttoinlandsprodukt, die Lebenserwartung, geistige Gesundheit, die Selbstwahrnehmung der Einwohner, die Stärke des sozialen Umfelds, aber auch das Vertrauen in Regierung und Unternehmen sowie Arbeitslosigkeit.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 180

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Film über den Widerstand der Vendée: The Hidden Rebellion

Henri du Vergier, comte de la Rochejaquelein (30. August 1772 – 28. Januar 1794) war der jüngste General der royalistischen Armee der Vendée. Sein Motto lautete: Mes amis, si j’avance, suivez-moi! Si je recule, tuez-moi! Si je meurs, vengez-moi! (Meine Freunde, wenn ich vorwärtsstürme, folgt mir! Wenn ich zurückweiche, tötet mich! Wenn ich sterbe, rächt mich!)

Der Film The Hidden Rebellion, der in den USA im März in die Kinos kam, erzählt von den Kämpfen in der westfranzösischen Region Vendée während der Französischen Revolution. Die Geschichte der Vendée dürfte den meisten Royalisten bekannt sein: Der Aufstand, der sich gegen die Ziehung von Rekruten, hohe Steuern und Verfolgung und Ermordung katholischer Priester richtete, die sich weigerten, einen Eid auf die Verfassung der Republik zu schwören, fand im Namen Gottes und des 1793 von den Revolutionären ermordeten Königs statt. Nach Anfangserfolgen der „katholischen und königlichen Armee”, eines von einigen ehemaligen adligen Offizieren geführten Bauernheeres, wurde der Aufstand nach rund zwei Jahren blutig niedergeschlagen und im Rahmen der Vergeltungsmaßnahmen wurden ganze Dörfer ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder niedergemacht. Insgesamt kosteten Kampfhandlungen und anschließende Terrorhandlungen rund 200.000 Menschenleben, was von nicht wenigen Historikern als erster Genozid der Neuzeit bewertet wird.

The Hidden Rebellion erzählt die Geschichte der Aufständischen, ihres Kampfs und des Leids durch die Vergeltung der revolutionären Eiferer. Der Titel des Films (zu deutsch: Der versteckte Aufstand) weist dabei darauf hin, daß der Aufstand der Vendée lange Zeit von den französischen Autoritäten verschwiegen wurde: die Linke betrachtete die Aufständischen ohnehin ohne jegliche Sympathie, jedoch widmete sich auch die Rechte nicht dem Thema, um nicht als unpatriotisch zu gelten, da die Bauern der Vendée schließlich in einer Zeit zu den Waffen griffen, in der Frankreichs Außengrenzen bedroht waren. Autor Daniel Rabourdin, ein in den USA lebender Franzose, sieht seinen Film jedoch von großer Aktualität. Die political correctness führe dazu, ein Klima wie zu Zeiten der Französischen Revolution zu schaffen, in welchem diejenigen, die nicht für die großen Prämissen der Moderne eintreten, verfolgt werden. Auch heute müßten zum Beispiel Katholiken ihren Glauben verstecken. Um ein Zeichen gegen den Zeitgeist zu setzen, opferte Rabourdin seine eigenen Ersparnisse, damit der Film fertiggestellt werden konnte.

In Deutschland dürfte der Film aller Erwartung nach nicht in die Kinos kommen, wer jedoch des Englischen mächtig ist, kann ihn sich gegen eine geringe Gebühr im Internet anschauen, auf derselben Seite gibt es auch den Trailer. L.R.

Vergangenheit, die nicht vergeht: Tagungen an diesem bzw. übernächsten Wochenende (in Nancy) zu Verbrechen in der Vendée.

Monarchistische Gefühle am Nil

Ägypten hat in den letzten Jahren mehrmals die Sehnsucht nach der Monarchie gepackt. In jedem Umsturz gab es Stimmen, die nach einem König verlangten. Bei den Präsidentschaftswahlen 2014 ging ein monarchistischer Kandidat ins Rennen.

Die Zeiten sind so miserabel, daß es wieder Zeit für monarchistische Gefühläußerungen in der von Militärs beherrschten Republik ist. Joyce van de Bildt – de Jong macht die Unsicherheit, den Mangel an Freiheitsrechten und die schlechte Wirtschaftslage in der ägyptischen Geselllschaft von heute dafür verantwortlich, daß die Zeit des Königtums (1805 bis 1953) als die goldene Periode des Landes betrachtet wird.

Die Sehnsucht nach der Monarchie begann noch unter Präsident Mubarak. In den Schulbüchern wurde König Faruk, der 1952 von Offizieren ins Exil vertrieben wurde, in den negativsten Farben geschildert, doch in der Endphase Mubaraks begannen die Zeitungen, andere Töne anzuschlagen. König Faruks Tochter, Prinzessin Farial, und seine ehemalige Ehefrau, Königin Fadila, gaben Interviews, die ein großes Interesse fanden. Die Memoiren von Prinzessin Nevine ‘Abbas Halim, 2010 veröffentlicht, vertieften den Blick in die Gedankenwelt der Königsfamilie. Die Wochenzeitung Al-Ahram setzte mit einer Serie die Ära des Königtums in die richtige Perspektive und schrieb als Quintessenz, die Könige hätten Ägypten in die Modern befördert.

Ägyptens moderne Monarchen seit 1805 – im Zentrum König Fuad II., der im Alter von sechs Monaten König von Ägypten wurde.

Eine Fernsehserie über Leben und Regierungszeit von König Faruk brachte republikanische Reaktionen, weil sie so erfolgreich am negativen Image des Monarchen polierte, daß gefürchtet wurde, man könnte der monarchistischen Gefühle nicht mehr Herr werden. Nasseristen verdammten die Fernsehserie als Versuch Saudiarabiens, die Monarchie an den Nil zurückzubringen. Von „Diffamierung der Juli-Revolution“ war die Rede. Niemand bestreitet in Ägypten, daß die republikanischen Experimente vom Januar 2011 und Juni 2013 gescheitert sind. In einem Interview von 2013 schlug deshalb Prinz Osman Rif’at Ibrahim, ein Angehöriger der Königsfamilie, die Wiedererrichtung der Monarchie – analog zum spanischen Beispiel – vor.

Doch noch immer wartet im europäischen Exil König Fuad II. auf den Ruf aus der Heimat. H.S.

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Die vollständige 180. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 180

Inhalt der 180. Ausgabe:

  • Film über den Widerstand der Vendée: The Hidden Rebellion
  • Monarchistische Gefühle am Nil
  • Kontroverse über die Romanows
  • 6. Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg verstorben

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Monarchistisches Forum lädt nach Polen ein

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Konfederacja Spiska

Einladung

Organisiert von der Vereinigung Konfederacja Spiska findet bereits zum zehnten Mal ein Treffen für Monarchisten in Polen statt (zu früherem Forum siehe hier). Das „Forum Polnischen Monarchisten“ ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Bereiche des historischen Wissens zu erweitern, politische Gedanken auszutauschen, aber auch, um neue Kontakte zu knüpfen  – nicht nur zu polnischen Monarchisten, sondern auch aus Tschechien, Deutschland, Österreich oder Ungarn.

 In diesem Jahr werden Vorträge unter anderem von diesen Referenten gehalten:

  • Prof. Jacek Bartyzel – Nicolaus Copernicus University in Toruń
  • P. Nicole Fara – Monarchisten „Schwarz-Gelbe-Allianz Österreich“
  • Abgeordnete Dr. Kornel Morawiecki – Senior Marshall des polnischen Parlaments
  • Prof. Andrzej Nowak – Jagiellonian University in Kraków
  • Peter Graf Stolberg-Stolberg – ein Nachkomme von Kaiser Franz Joseph I.

Meine Damen und Herren, wir laden Sie herzlich ein, am X. Forum Monarchisten teilzunehmen, das vom 31. März bis 2. April 2017 stattfinden wird im Palast Zbożenna in der Nähe von Przysucha.

Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme am Forum und für Unterkunft und Verpflegung beträgt 60 EUR.

Anmeldungen werden an diese Adresse erbeten: biuro@monarchia.info.pl

Jan Lech Skowera

Marschall der Konfederacja Spiska

Pozdrawiam

Jan Lech Skowera

Polecam: www.monarchia.info.pl

Das neue LTB-Royal

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Am 3. März 2017 erschien nun das dritte Buch in einer Reihe, welche die  Herausgeber „LTB-Royal“ nennen. Dabei handelt es sich um monarchistische Geschichten aus der Welt von Donald Duck, Micky Maus & Co. Corona berichtete bereits über das Erscheinen von Band 2 der Reihe. Da diese Sonderbuchreihe des Lustigen Taschenbuches sich offenbar in Deutschland großer Beliebtheit erfreut, haben die Herausgeber einen dritten Band gemacht. Das neue LTB-Royal enthält folgende Geschichten:

  • Eine muss es ja machen!
  • Das Reich der zwei Schwerter
  • Junker Donaldus‘ Narreteien
  • Die drei Mausketiere – Seiner Majestät neuer Hut
  • Die Familienkrone
  • Herzog Habenichts und der Feuerschlüssel
  • Die drei Mausketiere – Des Königs Maskenball
  • Der Prinz und der Bettelknabe
  • Royale Bücherwürmer

Christian Schwochert

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 179

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Der schönste Grund, nicht zur Bundesversammlung zu erscheinen

Wichtiger als Steinmeier: Dackel Lawrenz

Wichtiger als Steinmeier: Dackel Lawrenz

Peter Harry Carstensen, seines Zeichens Ministerpräsident des Bundeslandes Schleswig-Holstein von 2005 bis 2012, gab der Bundesversammlung einen Korb. Der Grund: Sein Dackel ist krank. Dackel Lawrenz (fünf Jahre alt) hat nämlich einen Bandscheibenvorfall und bedarf täglicher Pflege, die den Ministerpräsidenten a. D. daheim unabkömmlich macht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, denn in seiner Funktion in Schleswig-Holstein hat Carstensen ja bekanntlich auch so gar keine Außentermine.

Andere schöne Gründe, dieser Farce fernzubleiben? Vielleicht kommt ja noch eine nette Wiederholung eines Rosamunde-Pilcher-Filmchens im Gebührenfernsehen. Oder die Bahn kam mal wieder zu spät. Beim Buffet gibt es keine Krabbenschnittchen. Und überhaupt, das Wetter. Es ist Februar und damit ohnehin viel zu kalt, die lange Reise nach Berlin anzutreten. Ein echter Grund wäre vielleicht auch der eine oder andere Name auf der Liste der Geladenen, denn bekanntlich können Stimmen auch an Prominente aus dem öffentlichen Leben Deutschlands delegiert werden – einer dieser Menschen war zum Beispiel die sogenannte Drag Queen Olivia Jones. Und ob man sich das wohl antun möchte?

Am Ende blieben nur sieben Mitglieder der Bundesversammlung der überflüssigen Wahl komplett fern, jedoch enthielten sich über 100 ihrer Stimme – vielleicht war das Buffet am Ende ja doch genug Grund, zumindest hinzugehen. L.R.

Transparency International in Rumänien pro Monarchie

Der Direktor von Transparency International in Rumänien, Victor Alistar, hat sich für die Restauration der Monarchie ausgesprochen. Obwohl er nicht unbedingt ein grundsätzlicher Freund der Staatsform sei, gehörten Monarchien zu den am wenigsten korrupten Regimen, was eine Restauration in Rumänien zu einer Notwendigkeit mache, so Alistar.

Kronprinzessin Margareta schrieb am 2. Februar an die Demonstranten (hier die englische Übersetzung).

Kronprinzessin Margareta schrieb am 2. Februar an die Demonstranten (hier die englische Übersetzung).

Gegenwärtig gehen Tausende Rumänen gegen die Regierung auf die Straße, weil sie ein Dekret erlassen wollte, daß es ermöglichen sollte, Korruptionsverfahren leichter wegen Geringfügigkeit einzustellen. Viele Rumänen hegten dabei den Verdacht, daß es bei dem Vorhaben im Speziellen darum ging, Regierungsmitglieder vor der Strafverfolgung zu schützen. Nach mehrtägigen Protesten wurde das Gesetz zurückgezogen, doch gingen die Proteste weiter und führten unter anderem zum Rücktritt des Justizministers, doch auch dies besänftigte die Rumänen nicht, die bei eisigen Temperaturen unter Null in zahlreichen Städten weiter demonstrieren. Auch zahlreiche Fahnen der rumänischen Monarchie konnten bei den Demonstranten ausgemacht werden. Kronprinzessin Margareta sicherte den Demonstranten in einem öffentlichen Schreiben derweil ihre moralische Unterstützung zu. L.R.

Zustimmung zur norwegischen Monarchie erreicht Spitzenwert

Zum 80. Geburtstag gab die norwegische Post eine Sonderbriefmarke heraus, die den Monarchen bei seinem Lieblingshobby zeigt: Segeln.

Zum 80. Geburtstag gab die norwegische Post eine Sonderbriefmarke heraus, die den Monarchen bei seinem Lieblingshobby zeigt: Segeln.

Pünktlich zum 80. Geburtstag von König Harald V. am 21. Februar veröffentlichte der Staatliche Fernsehsender NRK eine Meinungsumfrage. Sie wird den Monarchen gefreut haben, denn 81% seiner Untertanen erklärten, sie seien mit der Monarchie zufrieden. Nur 15% waren dies nicht. Schon zuvor hatte König Harald ausgeschlossen, daß er abdanken werde. Er habe bei der Thronbesteigung einen Eid geleistet und diesen gedenke er zu bewahren, bis er sterbe.

Eine nähere Betrachtung der Meinungsbefragung ergibt interessante Details. So sind zum Beispiel mehr jüngere Norweger Monarchisten. Die Unterdreißigjährigen befürworten die Monarchie zu 82%, bei den über 50 Jahre alten Norwegern sind es „nur” 79%. Die größte Unterstützung erfährt die Monarchie in Nordnorwegen und an der Südküste, während es in der Hauptstadt Oslo 69% sind.        H.S.

Nachtrag zum Artikel „Infantin Cristina freigesprochen“

Um die Relationen richtig zu setzen, ist diese spanische Graphik sehr hilfreich. Sie zeigt den „Fall Noos“, in dem Infantin Cristina angeklagt war, mit 6 Millionen € Streitsumme und dann vier weitere Korruptionsfälle, wobei der „Fall Pujol“ eigentlich brisant sein sollte, denn er berührt die Separatistenbewegung in Katalonien. Doch die Abspalter finden an den veruntreuten Geldern viel weniger Anstößiges als an einem Fall, in dem ein Mitglied der königlichen Familie angeklagt und freigesprochen wurde:

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Die vollständige 179. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 179

Inhalt der 179. Ausgabe:

  • Der schönste Grund, nicht zur Bundesversammlung zu erscheinen
  • Transparency International in Rumänien pro Monarchie
  • König Carl Gustaf widerspricht US Präsident Trump
  • 100 Jahre Abdankung des Zaren
  • Infantin Cristina freigesprochen
  • Zustimmung zur norwegischen Monarchie erreicht Spitzenwert

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Ministerpräsident Kretschmann zeichnet Herzog Carl von Württemberg aus

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Es ist nicht die erste Auszeichnung des Chefs des Hauses Württemberg, aber am gestrigen Dienstag erhielt Seine Königliche Hoheit Herzog Carl von Württemberg aus der Hand des Ministerpräsidenten des „Lands, das unseren Namen trägt“ (wenigstens zur Hälfte) die Große Staufermedaille in Gold.

Die Staufermedaille wurde 1977 anlässlich der Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Stauferzeit und dem Staufer-Jahr 1977 in Baden-Württemberg erstmals geprägt und herausgegeben.

Die Staufermedaille wurde 1977 anläßlich der Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Stauferzeit und dem Staufejahr 1977 erstmals geprägt und verliehen.

„Herzog Carl von Württemberg hat sich durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement um unser Gemeinwesen überaus verdient gemacht“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann anläßlich der Überreichung im Neuen Schloß in Stuttgart. „Er hat sich in klarer und zugleich zurückhaltender Weise für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ausgesprochen und ist für mich und für viele Menschen im Land ein Vorbild“, ergänzte der Ministerpräsident. Unter der Führung von Herzog Carl von Württemberg wurde das wirtschaftliche Unternehmen des Hauses Württemberg moderner und internationaler. „Er hat das Haus Württemberg stets auf eine würdige und menschliche Weise vertreten und erfolgreich in eine gute Zukunft geführt“, lobte Kretschmann den 80-jährigen Hauschef. „Unser Land hat dem Hause Württemberg nicht nur schöne Bauwerke, sondern auch kluge Gesetze, Entwicklungen und Entscheidungen zu verdanken.

Für Herzog Carl von Württemberg gehöre ein reflektierter christlicher Glaube, aber auch das konkrete soziale Handeln zusammen – wenn es um das Sammeln von Spenden für einen guten Zweck gehe, dann müsse man ihn nicht zweimal bitten, erklärte der Ministerpräsident. Herzog Carl von Württemberg engagiert sich seit Jahrzehnten für krebskranke Kinder, alte und schwache Menschen und für Hilfs- und Bildungsprojekte in Afrika und Südamerika. „Darüber hinaus unterstützt er die Kultur, Bildung und Wissenschaft unseres Landes“, sagte Kretschmann.

Das Wohl der freien Schulen, sein langjähriges Wirken als Vorsitzender des Universitätsbundes Tübingen sowie die enge Verbundenheit mit der Universität Hohenheim durch das von ihm gestiftete Herzog-Carl-Stipendium seien ihm ein besonderes Anliegen. „Herzog Carl von Württemberg verbindet Pflichtbewußtsein und Glaube – zwei starke Tugenden und Triebfedern. Er ist Stifter und Wohltäter: In vielfältiger Weise engagiert er sich tatkräftig für die Förderung kirchlicher Schuleinrichtungen sowie im Kirchengemeinderat von Altshausen“, hob der Ministerpräsident hervor.

Furchtlos und trew - Das Motto des württembergischen Königshauses

Furchtlos und trew – Das Motto des württembergischen Königshauses. Im Wappen finden sich die gleichen staufischen Löwen, die auch auf der Staufermedaille zu sehen sind.

Auch ohne ein politisches Mandat äußere sich Herzog Carl von Württemberg zu aktuellen Fragen und Problemen: „Schon vor einigen Jahren warnte Herzog Carl von Württemberg vor den Extremen an den politischen Rändern oder sprach sich für ein subsidiäres und partnerschaftliches Europa aus“, bemerkte Kretschmann und lobte die „klaren Worte eines geradlinigen Mannes“.

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Biographie über Kaiser Karl von Österreich wird vorgestellt

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kaiser-karl-mythos-und-wirklichkeitAm 9. Februar 2017 stellte die Schriftstellerin Eva Demmerle ihr neues Buch Kaiser Karl – Mythos und Wirklichkeit in der Bibliothek des Konservatismus vor.

Frau Demmerle kommt in ihrem Buch zu folgenden Schlüssen: Kaiser Karl, der letzte regierende Monarch Österreich-Ungarns, ließ während seiner kurzen Regierungszeit nichts unversucht, den Ersten Weltkrieg zu beenden. Am Ende mußte er Verrat, Verleumdung und den Untergang der Monarchie erleben. 1922 starb er entkräftet im Exil auf Madeira. Bereits zu seinen Lebzeiten war Kaiser Karl mit massiver Propaganda konfrontiert, die bis heute fortwirkt. Stimmt es, daß er schlecht ausgebildet war? Waren die Friedensversuche tatsächlich ungeschickt? Wie ist seine Seligsprechung zu beurteilen? Dieses Buch zeichnet ein neues Bild einer faszinierenden Persönlichkeit jenseits der Mythen und Antimythen, die sich um den letzten Kaiser Österreichs gebildet haben. Es enthält viele Dokumente über die Friedensinitiative Kaiser Karls und Papst Benedikts XV. 1917, einen Augenzeugenbericht über das Sterben Kaiser Karls 1922 auf Madeira sowie ein Vorwort von Karl von Habsburg.

Noch ein paar Worte zur Autorin und Buchvorstellerin: Eva Demmerle, M. A., absolvierte ihr Studium in Bonn und Paris. Sie studierte politische Wissenschaften, Geschichte und Theologie. Von 1995 bis zum Juli 2011 war sie in Brüssel und München Leiterin des Büros von Dr. Otto von Habsburg MdEP, davon fünf Jahre im Europäischen Parlament in Brüssel und Straßburg, danach in München elf Jahre als Büroleiterin, Sprecherin und Beraterin bei seinen umfangreichen politischen und publizistischen Aktivitäten. Seit 2012 ist sie selbständig beratende Publizistin für Unternehmen, Institutionen und Personen. Als Autorin veröffentlichte sie mehrere historische und politische Bücher, insbesondere über die Geschichte der Habsburger. Sie hat, ebenso wie ich bei meinen Kaiserfront-Büchern, viel Arbeit in ihr neues Werk gesteckt und wer eine Leseprobe machen möchte, kann dies unter dem folgenden Link tun: https://www.amazon.de/Kaiser-Karl-Wirklichkeit-Eva-Demmerle/dp/3990500449

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und hoffe, das Buch sagt Ihnen zu.

Christian Schwochert

Britische Königin feiert das Blaue Saphirjubiläum ihrer Thronbesteigung

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Überall im Commonwealth wird das Saphirjubiläum der Königin begangen.

Überall im Commonwealth wird das Blaue Saphirjubiläum der Königin begangen.

Die britische Königin Elizabeth eilt von Rekord zu Rekord. Ihren 90. Geburtstag konnte sie im April letzten Jahres feiern und bereits am 9. September 2015 überrundete sie an Dienstalter ihre Ururgroßmutter Königin Victoria, die 23.226 Tage, 16 Stunden und 23 Minuten oder 63 Jahre und sieben Monate regierte. Seit dem Tod des thailändischen Königs Bhumibol am 13. Oktober 2016 ist sie die gegenwärtig am längsten regierende Monarchin der Welt. An diesem 6. Februar wird sie – in aller Bescheidenheit und ohne Feierlichkeiten – das Blaue Saphirjubiläum ihrer Thronbesteigung begehen. Sie mochte die Proklamation als Königin eigentlich nie feiern, denn sie war natürlich mit dem Tod ihres Vaters, König Georgs VI. 1952 verbunden.

65 Jahre auf dem Thron waren schon immer eine Seltenheit. Im 19. und 20. Jahrhundert erreichte Kaiser Franz Joseph I. 68 Monarchenjahren. Sein Großneffe, Erzherzog Otto von Österreich, der 2011 mit 98 Jahren starb, stand fast 90 Jahre an der Spitze des Hauses Habsburg und könnte damit als de jure Herrscher mit beinahe neun Jahrzehnten Regentschaft bezeichnet werden.

Die Medienabteilung des Buckingham Palasts hat die Neuveröffentlichung dieses Portraitphotos anläßlich des Saphirjubiläums erlaubt. authorised the reissuing of this portrait taken by David Bailey to mark The Queen's #SapphireJubilee

Die Medienabteilung des Buckingham Palasts hat die Neuveröffentlichung dieses Portraitphotos anläßlich des Saphirjubiläums erlaubt.
Es wurde 2014 von David Bailey aufgenommen.

Im schnellebigen 21. Jahrhundert ist die Königin ein stabiler Faktor. Zwar hat sie in den letzten Monaten die öffentlichen Auftritte reduziert und von ihren Patronaten gab sie an die jüngere Generation in der Königsfamilie 25 ab, sie bleibt jedoch von mehr als 600 wohltätigen Organisationen die Schutzherrin.

Seit brachiale Methoden in der Politik eingesetzt werden, ist die sanfte Art der Königin wichtiger denn je. Per Internetunterschriftenkampagne wird sie aufgefordert, den US-Präsidenten auszuladen oder ihn bei einem Besuch auf der Insel nicht zu empfangen. Solche Forderungen verkennen die Rolle der konstitutionellen Monarchin und sie wird sie nicht befolgen, egal, wieviele Unterschriften abgegeben werden. Präsident Trump mag, wie bekannt wurde, Prinz Charles wegen dessen Ansichten zum Umweltschutz schneiden (Trump’s snub for the Green Prince: US President ‚will avoid Charles on state visit to the UK because he wants to escape a lecture on climate change‘), nach 65 Amtsjahren weiß Königin Elizabeth, daß sich ein Staatsoberhaupt solche Eigenheiten eigentlich verbitten sollte. H.S.

Prinz Charles nahm an der Klimakonferenz 2015 in Paris teil, schreibt er in seinem Vorwort für die "Ladybird Books", die sich mit dem Klimawandel beschäftigen, von denen Präsident Trump überzeugt ist, daß diese Idee von den Chinesen in die Welt gesetzt wurde, um den USA zu schaden.

Prinz Charles nahm an der Klimakonferenz 2015 in Paris teil, schreibt er in seinem Vorwort für die „Ladybird Books“, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen. Präsident Trump ist überzeugt , daß diese Idee von den Chinesen in die Welt gesetzt wurde, um den USA zu schaden. Mit Prinz Charles will er in keinem Fall darüber reden.

 

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 178

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Gauck geht – endlich

Gauck als Zeuge der Begegnung zwischen Königin Elizabeth II. und Prinz Georg Friedrich 2015 in Berlin.

Gauck als Zeuge der Begegnung zwischen Königin Elizabeth II. und Prinz Georg Friedrich 2015 in Berlin.

Es ist vorbei, bald zumindest. Joachim Gauck gab im Januar seine letzte öffentlich Rede in Bellevue, und im Februar wird ein neuer Bundespräsident von der sogenannten Bundesversammlung ausgekungelt. Alles deutet dabei auf Frank-Walter Steinmeier als Gaucks Nachfolger hin, weswegen man sich die formelle Wahl aus Kostengründen eigentlich auch sparen könnte.

Was Gauck betrifft, so sei daran erinnert, daß er sein Amt dem Umstand verdankt, daß die Wahl seiner zwei Vorgänger – Horst Köhler und Christian Wulff –  von den Parteien in Hinterzimmerabsprachen vereinbart wurde, diese Männer danach jedoch kläglich scheiterten, weswegen das Amt so beschädigt war, daß man einen parteifernen Mann zum Präsidenten machen mußte, der zu jenem Zeitpunkt Sympathien im Volk genoß. Hat es etwas gebracht? Nein. Die Deutschen sind den moralinsauren Ton des nichtgeschiedenen, aber mit Freundin zusammenlebenden Pastors ziemlich leid, der – dies verband ihn mit der Bundesregierung – nie auf der Höhe der aktuellen Problemstellungen war. Die kunterbunte Regenbogenwelt, in der sich alle schon vertragen werden, also die, die „schon länger hier sind” und die gerade erst Dazugekommenen, solange eben alle demokratische Spielregeln befolgen, erweist sich immer mehr als Chimäre. Das Einigende, was eine republikanische Verfassung den Menschen eines Staats zu geben vermag, ist eben viel zu wenig, wenn man Geschichte, Traditionen, Kultur und Sprache wegläßt. Gauck hat in seiner Amtszeit rein gar nichts dafür getan, diesem Umstand Rechnung zu tragen und wurde gerade in Ostdeutschland bei öffentlichen Auftritten zuletzt ausgepfiffen. Das schwache Abschneiden eines Kandidaten, welcher vom Volk ursprünglich gewünscht wurde, ermöglicht es den Parteien nun, wieder zur Tagesordnung überzugehen und einen Kandidaten aus den eigenen Reihen zu küren – business as usual.


Sein höchstwahrscheinlicher Nachfolger Frank-Walter Steinmeier, der mehrfache Bundesaußenminister, will sich jetzt offenbar aufs Altenteil zurückziehen, denn in der Bundesrepublik ist das höchste Staatsamt bekanntlich nichts weiter als ein Abstellplatz für in die Jahre gekommene Parteisoldaten. Auf den ersten Blick erscheint Steinmeier, der immerhin meist eine recht besonnene Art hat, keine ganz so schlechte Wahl wie die, als die Gauck sich entpuppt hat. Dennoch hat er als Außenminister eine große Mitschuld an der zunehmenden außenpolitischen Isolation Deutschlands. Die Eurokrise, die zu einer Verschlechterung der Beziehungen mit dem südlichen Europa führte, die Flüchtlingskrise und die Verschlechterung der Beziehungen zu Osteuropa sowie der Brexit, welche davon losgelöst nicht betrachtet werden können, die Verschlechterung der Beziehungen zu Putin und ein Amerika, welches jetzt auf gute Beziehungen zu eben jenem starken Mann im Kreml setzt, fragwürdige Absprachen mit den Türken, die Entfremdung zwischen Deutschen und Franzosen – die deutsche Außenpolitik unter Merkel und eben Steinmeier war in der Vergangenheit ein Feuerwerk an Fehleinschätzungen. Es wäre leichter, diejenigen Punkte zu finden, wo die deutsche Außenpolitik sich nicht kraß verschätzt hat. Wenn man nun denjenigen zum Präsidenten macht, der dies alles mitzuverantworten hat, verheißt dies in schwierigen Zeiten nichts Gutes, selbst wenn innenpolitisch von Steinmeier leisere Töne zu erwarten sind.

Es wird den Monarchisten obliegen, eine Alternative zu einem zwölften Bundespräsidentenfehlgriff aufzuzeigen.     L.R.

Monarchist neuer EU-Parlamentspräsident

bbb

Antionio Tajani (re.) mit dem langjährigen Generalsekretär der U.M.I., Sergio Boschiero, an dessen Beerdigung er 2015 teilnahm.

Nach dem Rückzug von Martin Schulz aus dem EU-Parlament erreichte Europa die überraschende Nachricht, daß sein Nachfolger als Parlamentspräsident ein Monarchist wird: Der Italiener Antonio Tajani war in seiner Jugend Mitglied der Unione Monarchica Italiana (UMI) und sogar nationaler Vizepräsident der Jugendorganisation Fronte Monarchico Giovanile (FMG). Später setzte er sich für die Aufhebung der Gesetzgebung ein, die eine Diskriminierung des ehemaligen Königshauses vorsah, die unter anderem ein Einreiseverbot nach Italien beinhaltete. Danach verlieren sich die Spuren monarchistischer Militanz des Antonio Tajani. Er war Luftwaffenoffizier, studierte Jura und bewegte sich im Umfeld von Silvio Berlusconi und der Forza Italia. Später war er Verkehrs- und Industriekommissar in der EU. Daneben gilt er als Katholik und „Gender”-Gegner. Nun wurde seine Kandidatur vor allem von der Fraktion der Christdemokraten im EU-Parlament (EVP) getragen.

Die deutschen Medien waren ob der Wahl voll der Kritik. Schulz sei ein dynamischer Europäer gewesen, der immer an mehr Demokratie interessiert gewesen sei, während die Ernennung Tajanis eine Hinterzimmerangelegenheit gewesen sei. Aha, möchte man dazu sagen, war es doch so, daß eine Art Direktwahl um den Vorsitz der EU-Kommission veranstaltet wurde, die Schulz gegen den Luxemburger Juncker verlor. Erst dann wurde er mit dem Vorsitz des EU-Parlaments abgespeist, aber sowieso gilt: wen interessiert am Ende die Meinung deutscher Leitmedien?

Welche Möglichkeiten hätte ein Parlamentspräsident, monarchistische Akzente zu setzen? Das EU-Parlament wird oft als Pseudoparlament ohne wirkliche Befugnisse betrachtet und sicher ist das auch nicht unwahr, gerade in einer nach dem schon beschlossenen Asutritt Großbritanniens sehr geschwächten EU. Dennoch hat der Präsident einige Rechte: So vertritt er das EU-Parlament nach außen, leitet und überwacht die Parlamentsdebatten und sorgt für die Einhaltung der Geschäftsordnung. Gerade in der Funktion nach außen hat der Präsident einige Freiheit und mit Geschäftsordnungstricks kann unliebsame Konkurrenz auch ganz gut ausgebremst werden. Inwiefern Tajani sein Amt aber nutzt, um monarchistische Akzente zu setzen, bleibt abzuwarten, sagt er doch, daß es nicht die Aufgabe des Parlamentspräsidenten sei, politische Akzente zu setzen. Dennoch darf man sich in der EU in diesen Tagen wieder erinnern, daß eine große Zahl der Mitgliedsstaaten monarchisch konstituiert ist. L.R.

Antonio Tajani begrüßte bei der Beerding Sergio Boschieros auch Marco Pannella (2. v. r.). Das enfant terrible der italienischen Politik und Gründer der Radikalen Partei war lange EU-Parlamentarier. Berühmt wurde eine Streitrede auf Latein, denn in dieser Sprache konnte ihm nur der EU-Abgeordnete Otto Habsburg widersprechen. Marco Pannella begann seine politische Laufbahn bei den Monarchisten und mit der Teilnahme an der Beerding Sergio Boschieros kehrte er in den Schoß der monarchistischen Bewegung zurück. Bei seinem Tod am 19. Mai 2016 standen die herzlichsten Nachrufe auf monarchistischen Webseiten.

Antonio Tajani begrüßte bei der Beerdigung Sergio Boschieros auch Marco Pannella (2. v. r.). Das enfant terrible der italienischen Politik und Gründer der Radikalen Partei (Partito Radicale dei Democratici e dei Liberali) war lange EU-Parlamentarier (von 1979 bis 2009). Berühmt wurde eine Streitrede im Plenum auf Latein, denn in dieser Sprache konnte ihm nur der EU-Abgeordnete Otto Habsburg widersprechen. Marco Pannella begann seine politische Laufbahn bei den Monarchisten und mit der Teilnahme an der Beerdigung Sergio Boschieros kehrte er in den Schoß der monarchistischen Bewegung zurück. Bei seinem Tod am 19. Mai 2016 standen die herzlichsten Nachrufe auf monarchistischen Webseiten.

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Die vollständige 178. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 178

Inhalt der 178. Ausgabe:

  • Gauck geht – endlich
  • Saphirjubiläum der britischen Königin
  • Monarchist neuer EU-Parlamentspräsident
  • Gedenken an König Ludwig XVI.
  • US-Präsident kein neuer Monarch

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Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 177

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Nachlaß von Erzherzog Otto geht nach Ungarn

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Verbundenheit mit Ungarn über den Tod hinaus
In der ungarischen Benediktinerabtei Pannonhalma wurde am 17. Juli 2011 das Herz Erzherzog Ottos bestattet. Während sein Leichnam in der Wiener Kapuzinergruft die letzte Ruhe fand, hatte Otto testamentarisch verfügt, daß sein Herz nach Ungarn gehen solle. Benediktinerpatres aus Pannonhalma unterrichteten den ältesten Sohn Kaiser Karls, als dessen Witwe Zita mit ihren sieben Kindern im spanisch-baskischen Exil lebte. Erzherzog Otto bezeichnete sich immer als Benediktinerschüler, obwohl er seinerzeit nicht das Ordensgymnasium in Pannonhalma besuchen konnte. Eine Einreise nach Ungarn war für ihn aus politischen Gründen nicht möglich. Die Reifeprüfung wurde von einer eigens dafür gebildeten Prüfungskommission abgenommen, die zum Exilsitz Lequeitio nach Spanien fuhr. 1992 reiste Otto nach Pannonhalma und legte Blumen an den Gräbern seiner Lehrer nieder. H.S.

Wie bereits in Corona 175 vermutet, geht der Nachlaß von Erzherzog Otto von Österreich nun definitiv nach Ungarn. Der Premierminister des Landes, Viktor Orban, hatte sich beim in Ungarn lebenden jüngsten Sohn des Verstorbenen, Erzherzog Georg, persönlich dafür eingesetzt und für die Habsburger günstige Gesetze geschaffen, während sich die österreichische Politik zu lange bedeckt hielt. Zwar wurde zwei Jahre lang verhandelt, den Nachlaß im Stift Klosterneuburg bei Wien aufzubewahren, am Ende war Orban aber schneller und bot auch die günstigeren Bedingungen, denn der Nachlaß wird angemessen betreut, dem ungarischen Volk unter anderem auch in digitalisierter Form zugänglich gemacht, bleibt aber formell im Besitz der Habsburger Familie. Gerade letzter Punkt sollte den Habsburgern in Österreich nicht zugestanden werden. Von den österreichischen Medien wurde das zögerliche Verhalten der Politik des Landes scharf kritisiert. Nach ihrer Meinung hätte der Nachlaß unbedingt nach Österreich gehen müssen. Nun freuen sich die von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Ungarn-Bashing während der Flüchtlingskrise gebeutelten Magyaren.

Ungarn war bis ins Jahr 1946 formell Monarchie. Der rechtmäßige ungarische König nach dem Ableben König Karls IV. (Kaiser Karl I.) wäre in der Tat Otto gewesen. Statt des Königs regierte mit Miklos Horthy jedoch ein sogenannter Reichsverweser. Die Restaurationsversuche in den Jahren, die unmittelbar auf das Ende des 1. Weltkriegs folgten, scheiterten an ihm und den Pariser Vorortverträgen, die eine Habsburgermonarchie ausschlossen. Trotzdem setzte sich Otto Zeit seines Lebens für die Freiheit der Ungarn ein, vor allem während der sozialistischen Diktatur. Daher ist der Umgang mit der Monarchie in Ungarn bis heute weit positiver und herzlicher als in Österreich. So sagte der ungarische Sozialminister Balog denn auch, daß Ungarn beschlossen habe, „das habsburgische Erbe liebevoller zu pflegen als jedes andere Land, inklusive Österreich”. Ein Staat wie die Republik Österreich, der den Habsburgern lange Zeit die einfachsten Bürger- und Menschenrechte verweigert hat, braucht sich daher auch nicht zu wundern, daß er nicht die erste Wahl ist. L.R.

Nachfolger für toten König von Ruanda ernannt

König Kigeli V. von Ruanda (29. Juni 1936 - 16. Oktober 2016)

König Kigeli V. von Ruanda (29. Juni 1936 – 16. Oktober 2016)

Für den am 16. Oktober 2016 im US-amerikanischen Exil verstorbenen König Kigeli V. von Ruanda  wurde ein Nachfolger benannt. Der Kanzler des „königlichen Rats des de jure Königreichs Ruanda“, Boniface Benzinge, gab in der vergangenen Woche bekannt, der kinderlos verstorbene König habe seinen Neffen Emmanuel Bushayija (56), der in Großbritannien lebt, zu seinem Nachfolger bestimmt. Er werde künftig als His Majesty King Yuhi VI. firmieren. König Yuhi VI. Bushayija ist der Sohn von Theoneste Bushayija und damit ein Enkel des ruandischen Königs Yuhi V. Musinga (+1944).

Der neue Exilkönig verließ mit seinem Onkel und anderen Mitgliedern der königlichen Familie 1961 Ruanda, als die Republik ausgerufen wurde. Seine Schulzeit verbrachte er im Nachbarland Uganda, wo er zeitweise für Pepsi Cola arbeitete. Zusammen mit anderen Tutsis ging er Juli 1994 zurück nach Ruanda. Seit dem Jahr 2000 wohnt er in Großbritannien, wo er eine Sicherheitsfirma gründete. Er lebt mit Frau und zwei Kindern in Manchester.

Fast postwendend widersprach in der ruandischen Hauptstadt Kigali Pastor Ezra Mpyisi, der von sich behauptet, Berater des verstorbenen Königs gewesen zu sein, der Proklamation durch den königlichen Rat. Yuhi VI. sei ein „fake king“, der keine Thronberechtigung habe.

Mark Lindley-Highfield vom Centre for the Study of the Kingdoms and Chiefdoms of Africa, kommentierte diese publikumswirksame Pressekonferenz mit dem Hinweis, es sei das Recht König Kigelis gewesen, unter seinen Verwandten einen zum Nachfolger zu bestimmen. Nach Gewohnheitsrecht und Tradition habe König Kigeli völlig korrekt gehandelt und „His Royal Highness Prince Emmanuel Bushayija was clearly named”. Aus Familienkreisen wurde die Vermutung geäußert, hinter der Pressekonferenz habe der ruandische Präsident Paul Kagame gestanden, der neben sich keine Konkurrenz dulde.

Ohne offizielles Zeremoniell und ohne Vertreter der Regierung wurde der Leichnam König Kigelis am 10. Januar 2017 nach Ruanda überführt.

Ohne offizielles Zeremoniell und ohne Vertreter der Regierung wurde der Leichnam König Kigelis am 10. Januar 2017 nach Ruanda überführt.

An diesem Sonntag wird in Ruanda der tote König beerdigt. Sein Leichnam traf vor wenigen Tagen in Kigali ein, obwohl er testamentarisch verfügt hatte, daß er erst in Ruanda bestattet werden wolle, wenn dort wieder die Monarchie eingeführt worden sei. Die gleichen Kreise, die vor einem US-Gericht erreichten, daß der tote König gegen seinen Willen nach Ruanda gebracht wurde, wollen nun auch seinen erwählten Nachfolger um sein Erbe bringen. Ruanda hat in seiner jüngsten Geschichte schreckliche Tragödien erlebt, der Streit um das Königserbe wird hoffentlich friedlich gelöst. H.S.

Der tote König Kigeli V Ndahindurwa beginnt am Morgen des 15. Januars 2017 seine letzte Reise nach Nyanza. Ein Träger (rechts) hält die Krone, mit der König Kigali 1959 zum Mwami von Ruanda gekrönt wurde.

Der tote König Kigeli V Ndahindurwa beginnt am Morgen des 15. Januars 2017 seine letzte Reise nach Nyanza. Ein Träger (rechts) hält die Krone, mit der König Kigali 1959 zum Mwami von Ruanda gekrönt wurde.

Und ausnahmsweise auch noch dies:

In der ständigen Corona-Rubrik „Tage“ auf Seite 2 der pdf-Datei steht unter dem Datum 19. Januar 1917:

Der Fliegerleutnant Freiherr Manfred von Richthofen wird von Kaiser Wilhelm II. mit dem Orden „Pour le mérite” ausgezeichnet.

Seine Majestät zeichnete am 19. Januar vor 100 Jahren Freiherrn Manfred von Richthofen mit dem Pour le Mérite aus.

Seine Majestät zeichnete am 19. Januar vor 100 Jahren Freiherrn Manfred von Richthofen mit dem Pour le Mérite aus.

Dem Anlaß ist ein Photo geschuldet, zu dem leider in der pdf-Ausgabe von Corona der Platz fehlt. Aus diesem Grund wird ein historisches Datum an dieser Stelle besonders hervorgehoben.

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Die vollständige 177. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 177

Inhalt der 177. Ausgabe:

  • Nachlaß von Erzherzog Otto geht nach Ungarn
  • Nachfolger für König Kigeli V. von Ruanda ernannt
  • Osmanischer Prätendent im Exil verstorben
  • Romanows nehmen am 100-jährigen Jubiläum der Revolution teil
  • Königin Elizabeth gratuliert Kanada in einer Videobotschaft zum 150. Geburtstag

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