Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 129

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Wird 2014 das Jahr der Abspaltungen?

Eindeutiges Ergebnis im spanischen Parlament: Legal kann kein Referendum in Katalonien abgehalten werden.

Eindeutiges Ergebnis im spanischen Parlament: Legal kann kein Referendum in Katalonien abgehalten werden.

Das spanische Parlament hat zu fast 85% das Ansinnen eines Referendums in der Region Katalonien abgelehnt. Nach siebenstündiger Debatte stimmten am Dienstagabend 297 Abgeordnete gegen den Antrag auf Abhaltung einer Befragung am 9. November, 47 sprachen sich dafür aus, ein Abgeordneter enthielt sich der Stimme. Der katalanische Regierungschef Artur Mas kündigte an, der Urnengang werde dennoch stattfinden. Um das von ihm und den noch fanatischeren Nationalisten gewünschte Ergebnis zu erzielen, sollen auch im Ausland lebende Katalanen abstimmen dürfen. Das öffnet Manipulationen Tür und Tor. Doch egal wie das Resultat ausfallen mag, eine selbsternannte „katalanische Versammlung“ hat bereits beschlossen, ohne Rücksicht auf Verlust am 23. April 2015 den unabhängigen Staat Katalonien auszurufen.

Vermutlich werden die Katalanen nicht den großen Bruder zuhilfe rufen, der – wie auf der Halbinsel Krim und anderen Teilen der Ukraine – dafür sorgt, daß ein verfassungsrechtlich nicht vorgesehener Weg beschritten wird, um die Grenzen neu zu ziehen. Der für Katalonien nicht mögliche Urnengang wird hingegen am 18. September in Schottland stattfinden. Dort will die örtliche Regierung die staatliche Trennung von Großbritannien, aber gleichzeitig sowohl das britische Pfund wie auch die Königin als Staatsoberhaupt beibehalten. Da augenblickliche Umfragen einen Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich nahelegen (52 zu 32%), wollen die Unabhängigkeitsbefürworter etwas weniger radikal erscheinen und Monarchisten auf ihre Seite ziehen. Diese Taktik versuchen die separatistischen Katalanen erst gar nicht, auch wenn vereinzelt die Idee lanciert wird, eine Alternativmonarchie zu propagieren (so laut der Tageszeitung El Pais vom baskischen Senator Iñaki Anasagsti, der von der Gründung einer katalanisch-baskischen-navarrischen Monarchie unter Domingo de Habsburgo-Borbón, dem habsburg-bourbonisch-carlistischen Thronprätendenten, sprach).

Die üblichen Verdächtigung bei einer antimonarchistischen Demonstration in Quebec. Vom Bild her könnte man auf eine riesige Menge in blanker Aufruhr schließen, in Leserbriefen an kanadische Zeitungen wurde darauf aufmerksam gemacht, daß die Menge keine 100 Leute umfaßte. Es kommt eben immer auf die Perspektive an. Vive la reine de Canada!

Die üblichen Verdächtigen bei einer antimonarchistischen Demonstration in Québec, die sich gegen den Besuch der Königin wandte. Vom Bild her könnte man auf eine riesige Menge in blanker Aufruhr schließen, in Leserbriefen an kanadische Zeitungen wurde darauf aufmerksam gemacht, daß die Menge keine 100 Leute umfaßte. Es kommt eben immer auf die Perspektive an. Vive la Reine du Canada!
Gary Sims, a staunch monarchist and amateur historian, said the protesters don’t know their history. “If it wasn’t for the British influence in North America, there would be no French at all,” he said, noting that, had the Americans and not the British triumphed in the War of 1812, French-speakers would likely have been assimilated and Quebec as we know it would not exist.
The Globe and Mail, 3rd July 2011

Auch in der kanadischen Provinz Québec gebärden sich die Separatisten als lautstarke und beleidigende Republikaner ohne Sympathie für die monarchische Staatsform. Nach zwei Jahren im Amt bekam die Separatistenführerin Pauline Marois jetzt die Quittung: Sie verlor nicht nur die Regierungsmacht, sondern auch ihren Parlamentssitz. Die statt ihrer gewählten Liberalen versprachen eine konstruktive Rolle innerhalb der kanadischen Gemeinschaft und keinen Sprachpuritanismus, wie ihn die fanatischen Frankophonen des Parti Québecois praktizierten. Das von Madame Marois angestrebte dritte Referendum in Québec wird es mit den Liberalen nicht geben. Die Königin von Kanada muß nicht um La Belle Province fürchten, wo es selbstverständlich auch Monarchisten gibt.

Das von der Lega Nord in Venetien vom 16. bis 21. März abgehaltene Referendum war selbstverständlich ein voller Erfolg: Die Organisatoren reklamierten 89% für sich, fast so siegreich wie die Abstimmung auf der Krim. Wie im Fall Spaniens erkennt auch die italienische Regierung das Unterfangen nicht an. Aber das wird die Los-von-Rom-Bewegten nicht davon abhalten, den Sieg zu feiern.

Es gibt auch eine Monarchie, die unabhängig werden will. In der Bundesrepublik Nigeria erklärte der Lamido von Adamawa, Muhammadu Barkindo Mustapha, sein Königreich habe zwar in Nigeria seinen Sitz, aber der größte Teil des Territoriums liege in Kamerun: „Mein Königreich existiert seit vielen hundert Jahren, bevor eine Struktur wie Nigeria ins Leben gerufen wurde.“ Lossagungen aus einem Staatsverband waren in Afrika selten mit besseren Lebensbedingungen für die Bevölkerung gekrönt. Erinnert sei nur an Eritrea. Einst die 14. Provinz im Kaiserreich Äthiopien, verkam Eritrea nach einem blutigen Sezessionskrieg zu einer der schlimmsten Diktaturen der Gegenwart, die mit Nordkorea um den untersten Platz bei den Menschenrechten konkurriert. Terror kann in kleinen Einheiten grausamer und effektiver sein als in einem großen, unübersichtlichen Staat.

Trotz des großen Wirbels, den Separatisten um sich herum entwickeln, sind ihre Ziele weit davon entfernt, automatisch Mehrheiten hinter sich zu scharen. Die vernichtende Wahlniederlage des Parti Québecois zeugt davon. H. S.

Libyscher Außenminister für Rückkehr zur Monarchie

Der libysche Außenminister Mohamed Abdel Aziz hat sich auf einem Treffen zur Vorbereitung des 25. Gipfels der Arabischen Liga für die Rückkehr zur Monarchie ausgesprochen. Wenig später wiederholte er seine Ansichten gegenüber der britischen Presse: „Die Rückkehr der al-Senussi-Dynastie bedeutet heute die Rückkehr von Sicherheit und Stabilität“, sagte der Außenminister. Gespräche mit dem Kronprinzen hätten bereits stattgefunden und seien weiter im Gange.

Gleichwohl sprach Abdel Aziz jedoch offenbar nicht für seine Regierung, denn wenig später erklärte er auch, daß seine Bürgerrechte auf freie Meinungsäußerung wichtiger als seine Pflichten als Minister seien, während andere ihn beschuldigten seine Kompetenzen überschritten zu haben.

US-Außenminister John Kerry und sein libyscher Amtskollege Mohamed Abdel Aziz beim Phototermin der internationalen Hilfskonferenz für Libyen in Rom am 6. März 2014.

US-Außenminister John Kerry und sein libyscher Amtskollege Mohamed Abdel Aziz beim Phototermin der internationalen Hilfskonferenz für Libyen in Rom am 6. März 2014.

Derzeit diskutiert Libyen emotional über sein Staatsoberhaupt. Die Anhänger der Monarchie wollen der Regierung durch die konstitutionelle Monarchie nicht zuletzt auch die Zustimmung der Stammesfürsten, neudeutsch Warlords genannt, sichern und dem Land so die Stabilität bringen, die sonst nicht zuletzt durch die sich im Besitz der Warlords befindlichen Waffen ernsthaft gefährdet wäre. Anders als in Afghanistan, wo den Einheimischen nicht zu ihrem Wohl die Republik aufgezwungen wurde, mischen sich die Großmächte diesmal nicht in die inneren Angelegenheiten Libyens ein. Dies könnte für das libysche Volk anders als für das afghanische den Frieden unter einem König bedeuten. L.R.

Monarchisten in französischen Gemeindewahlen erfolgreich

Mit "Vive le Roi" gegen Antifa - in Frankreich alltäglich.

Mit «Vive le Roi» gegen Antifa – in Frankreich alltäglich.

Die französischen Kommunalwahlen vom März brachten für Monarchisten ermutigende Ergebnisse. Der Begriff „Monarchisten“ umfaßt Bonapartisten und Royalisten, die unterschiedliche Staatsformen anstreben, gelegentliche Zusammenarbeit schließt dies nicht aus. Auf Korsika waren die Bonapartisten in Ajaccio erfolgreich, wo sie jetzt den Bürgermeister und fünf Gemeinderäte stellen. Ein Bonapartist gewann einen Sitz im Toulouser Gemeinderat, zwei Bonapartisten wurden in Lothringer Gemeinden gewählt.

Die Alliance Royale holte acht Gemeinderatssitz und zwei beratende Mitglieder im Großraum Paris, erzielte im 5. Arrondissement jedoch nur 0,6%.

In der Stadt Oloron-Sainte-Marie im französischen Baskenland gewann die Liste mit einem unabhängigen Royalisten an der Spitze eine Mehrheit und löste in der Gemeindeverwaltung die bis März regierenden Sozialisten ab.

Insgesamt sieht das Ergebnis so aus: Bonapartisten gewannen einen Bürgermeister, elf Gemeinderäte und einen Beraterposten. Royalisten stellen einen Bürgermeister, 26 Gemeinderäte und sieben Berater. H.S.

Ein Plakat der Jugendorganisation der Alliance Royale.

Ein Aufkleber der Jugendorganisation der Alliance Royale.

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Die vollständige 129. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 129

Inhalt der 129. Ausgabe:

  • Wird 2014 das Jahr der Abspaltungen?
  • Monarchisten in französischen Gemeindewahlen erfolgreich
  • Libyscher Außenminister für Rückkehr zur Monarchie
  • Das Neue Deutschland und die australische Monarchie

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Neue Photos von Prinz Georg Friedrich

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Der Hamburger Photograph Paul Schirnhofer hat den Chef des Kaiserhauses, SKH Prinz Georg Friedrich von Preußen, neu ins Licht gesetzt. Bereits bei der Hochzeit IKH Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie von Preußen am 27. August 2011 war es Paul Schirnhofer, der die offiziellen Bilder geschossen hat.

Aus rechtlichen Gründen können die Photos nicht in diesem Blog gezeigt werden. Wer sich die Bilder ansehen möchte, sei auf Tumblr verwiesen, wo sie an vielen Stellen zu finden sind, zum Beispiel zwei von ihnen hier.

Monarchistischer Präsidentschaftskandidat in Ägypten

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Es mag von manchen Journalisten als ein Widerspruch in sich betrachtet werden, aber in Ägypten bewirbt sich Hossam Shaltot darum, am 23. und 24. Mai zum Präsidenten gewählt zu werden. Er will nach seiner Wahl dem Volk die Monarchie zurückzugeben, die ihm am 18. Juni 1953 genommen wurde.

Der pensionierte Flugzeugingenieur Shaltot hält von den seit dem Sturz Hosni Mubaraks amtierenden Präsidenten Mohamed Mursi und General Abdel-Fattah al-Sisi nichts und bezeichnet ihre Regierung als „Fehlschläge”. Shaltot will mit der Monarchie Anschluß an den Golf-Kooperationsrat (Gulf Cooperation Council – GCC) finden, dem neben den Monarchien am Arabischen Golf auch das Haschemitische Königreich Jordanien und das Königreich Marokko angehören (siehe dazu Corona 105). Shaltot sieht für arbeitssuchende Ägpter große Chancen, wenn ein ägyptischer Monarch das überall in der arabischen Welt bestehende Mißtrauen gegen das Land am Nil abgebaut wird.

Ein Monarch steht für das Land auch bereit, es ist der von 26. Juli 1952 bis 18. Juni 1953 amtierende König Fuad II., der seit seiner Vertreibung im europäischen Exil lebt. Die Hochzeit seines Sohns und Kronprinzen Muhammad Ali mit der afghanischen Prinzessin Noal Zaher von Afghanistan wurde unter großer Medienpräsenz und im Beisein zahlreicher Vertreter europäischer, arabischer und asiatischer Herrscherhäuser in Istanbul am 30. August 2013 gefeiert.

Das ägyptische Kronprinzenpaar mit dem stolzen Vater, König Fuad II.

Das ägyptische Kronprinzenpaar mit dem stolzen Vater, König Fuad II.

Die ägyptische Kandidatur eines überzeugten Monarchisten trifft auf eine ähnliche Entwicklung im westlichen Nachbarland Ägyptens, Libyen. Der Außenminister des Landes, Mohamed Abdelaziz, sprach sich nach der Rückkehr von einem Außenministertreffen der Arabischen Liga in Kuwait auf einer Pressekonferenz für die Wiedereinsetzung der monarchischen Verfassung Libyens aus (zitiert in der Internetzeitung Magharebia vom 28. März):

The return of the al-Senussi monarchy is now the solution and guarantee for the return of security and stability to Libya. Contacts have already been made, and we’re in touch with dignitaries and tribal chiefs in Libya, and also with the grandson of King al-Senussi, Prince Mohammed, who lives overseas. Many tribal sheikhs who lived under monarchy and know it prefer such a system of government.

Er sprach sich dafür aus, die Verfassung von 1951 wieder in Kraft zu setzen, die viele für die beste Verfassung in der Region halten, und die notwendigen Anpassungen vorzunehmen.

Mit einer Rückbesinnung auf die monarchische Staatsform könnten beide Länder die Fortschritte einleiten, die zum Wohl der Bevölkerung notwendig sind.
يعيش الملك!

Freiherr Karl Otmar von Aretin gestorben

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Der Historiker Freiherr Karl Otmar von Aretin ist tot. Er starb bereits am Mittwoch, 26. März im Alter von 90 Jahren in München, teilte die Familie in einer Traueranzeige mit. Anläßlich seines 90. Geburtstags erinnerte Corona an diesen bedeutenden Historiker.

Einer seiner wissenschaftlichen Schwerpunkte war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zwischen 1648 und 1806. Daneben setzte sich von Aretin mit der Geschichte zwischen 1919 und 1945 auseinander. In Lehrveranstaltungen und Beiträgen habe er das Versagen der Eliten in Demokratie und Diktatur geschildert und Deutschlands Wiederaufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg kritisch begleitet, heißt es in einem Nachruf der Technischen Universität Darmstadt, wo von Aretin von 1964 bis 1988 gelehrt hatte. Ab 1968 wurde er zudem Ko-Direktor des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz und blieb dort bis 1994. In der Auseinandersetzung um den Reichstagsbrand von 1933 nahm er Stellung gegen die Alleintäterthese.

Freiherr Karl Otmar von Aretin referierte auf dem 1. Monarchieforum in Laufen an der Salzach über den monarchistischen Widerstand 1932/33.

Freiherr Karl Otmar von Aretin referierte auf dem 1. Monarchieforum in Laufen an der Salzach über den monarchistischen Widerstand 1932/33. Ein Bericht zum 1. Monarchieforum stand in Corona, Ausgabe 30.

Von Aretin wurde am 2. Juli 1923 geboren. Freiherr Erwein von Aretin, sein Vater, war bekennender Monarchist und Redakteur der Tageszeitung Münchner Neueste Nachrichten. Als Berater des bayerischen Kronprinzen Rupprecht war er 1932 an Überlegungen beteiligt, die Machtübernahme Hitlers durch die Restauration der bayerischen Monarchie zu verhindern. Über diese Pläne – und ihr Scheitern – hielt Karl Otmar von Aretin auf dem 1. Monarchieforum in Laufen den Vortrag Das Scheitern der Weimarer Republik, Widerstand in der bayerischen Monarchistenbewegung gegen das NS-Regime in den Jahren 1932-33; Versuche zur Wiedereinfürung der Monarchie in den Jahren 1950-52. Am 9. März 1933 wurde Erwein von Aretin verhaftet und von den Nazis 14 Monate lang im Konzentrationslager  Dachau gefangengehalten.

1946 begann Karl Otmar von Aretin in München sein Geschichtsstudium. Sein Schwiegervater war Henning von Tresckow, der ebenfalls zu den Verschwörern des 20. Juli 1944 zählte.

Spanien betrauert den Tod des Herzogs von Suárez

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Wenn es in Spanien unmittelbar nach dem Tod General Francos eine politische Position gab, die man noch nicht einmal geschenkt übernehmen wollte, war dies zweifellos die des Regierungschefs. Ähnlich wie die Stellung des Staatsoberhauptes hielten Beobachter auch jenes Amt für einen Schleudersitz: Die Verlierer des Bürgerkriegs sannen auf Revanche und die Anhänger des verstorbenen Staatschefs Franco wollten sein Regime fortgeführt sehen. Dazwischen schien es nur wenig gemäßigte Stimmen zu geben und die entgegengesetzten Interessen, so dachten viele, würden wie schon im Bürgerkrieg bald mit Gewalt hervorbrechen und die Regierung hinwegfegen. Daß es nicht so kam, ist neben dem König auch jenem Ministerpräsidenten Adolfo Suárez geschuldet, welcher vom König als 1976 mit diesem Amt betraut wurde, nachdem der erste Ministerpräsident nach Franco, Carlos Arias Navarro, vom König zum Rücktritt genötigt wurde, weil er demokratische Reformen blockierte.

In kürzester Zeit gelang es dem König und Suárez, genug politische Unterstützung innerhalb aller politischer Lager und bei den Menschen zu gewinnen, um 1977 die noch heute gültige spanische Verfassung per Referendum verabschieden zu können. Auch die ersten Wahlen unter der neuen Verfassung konnte er für sich entscheiden. 1981 trat er nach internen Querelen in seiner Partei zurück und im selben Jahr erhob ihn der König für seine Verdienste um den friedlichen Übergang zur Demokratie in den Rang eines Herzogs von Suárez.

Im Gegensatz zu so vielen anderen Politikern bewies Adolfo Suárez auch in ihm politisch widrigen Zeiten Größe, indem er sich weder an seinem Sitz festklammerte, noch von seiner Politikerpension lebte: Nach seinem Rücktritt arbeitete er schlicht und ergreifend wieder als Wirtschaftsanwalt. Seine letzten Jahre verbrachte der Herzog abgeschottet von der Öffentlichkeit, was seinem Demenzleiden geschuldet war, an dem er 2005 erkrankte.
Groß fiel das offizielle Gedenken in Spanien aus. In seltener Einigkeit gaben Tausende Spanier aller politischen Richtungen dem im Parlament aufgebarten Suárez die letzte Ehre. Überall auf der Welt hingen die spanischen Flaggen auf Halbmast – so auch vor der spanischen Botschaft in Berlin.

Auch die Fürsten von Asturien erwiesen Adolfo Suárez die letzte Ehre.

Auch die Fürsten von Asturien erwiesen Adolfo Suárez die letzte Ehre.

König Juan Carlos I, der im Herzog von Suárez einen Weggefährten aus den ersten und wichtigsten Jahren seiner Herrschaft verlor, äußerte sich in einer Fernsehansprache unter anderem wie folgt: „Der Tod von Adolfo Suárez hat mich konsterniert und mit Trauer erfüllt. Ich hatte in ihm einen treuen Freund und, als König, einen außergewöhnlichen Mitarbeiter, der in jedem Moment die Loyalität zur Krone und zu all dem, wofür sie steht, zur Richtlinie seines Handelns erhoben hat.

El fallecimiento de Adolfo Suárez me llena de consternación y de pena. Tuve en él a un amigo leal y, como Rey, a un colaborador excepcional que, en todo momento, tuvo como guía y pauta de comportamiento su lealtad a la Corona y a todo lo que ella representa: la defensa de la democracia, del Estado de Derecho, de la unidad y la diversidad de España. Mi gratitud hacia el Duque de Suárez es, por todo ello, honda y permanente, y mi dolor hoy, es grande. Pero el dolor no es obstáculo para recordar y valorar uno de los capítulos más brillantes de la Historia de España: la Transición que, protagonizada por el pueblo español, impulsamos Adolfo y yo junto con un excepcional grupo de personas, de diferentes ideologías, unidos por una gran generosidad y un alto sentido del patriotismo. Un capítulo que dio paso al periodo de mayor progreso económico, social y político de nuestro país. Adolfo Suárez fue un hombre de Estado, un hombre que puso por delante de los intereses personales y de partido el interés del conjunto de la Nación española. Vio, con clarividencia y gran generosidad, que el bienestar y el mejor porvenir de todos pasaba por el consenso, sabiendo ceder en lo accesorio, si ello era necesario, para poder lograr los grandes acuerdos en lo fundamental. La superación de la fractura política y social que vivió la sociedad española en el siglo XX fue su objetivo prioritario, como lo fue también el mío. En ese empeño, Adolfo Suárez dio lo mejor de sí mismo. También trabajó sin descanso para lograr la mejor articulación de la diversidad de España, y la recuperación de la legítima posición de nuestro país en el escenario internacional. El ejemplo que nos deja es muestra de que juntos, los españoles, somos capaces de superar las mayores dificultades y de alcanzar, con unidad y solidaridad, el mejor futuro colectivo para todos. Termino este emocionado recuerdo a Adolfo Suárez enviando, en estos tristes momentos, todo mi cariño a sus hijos y a toda su familia.

Palacio de La Zarzuela. Madrid, 23.3.2014

Australischer Premierminister für mehr Ritterlichkeit

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Nach 28 Jahren wird Australien verdiente Bürger wieder mit dem Ritterschlag ehren. „Sir” beziehungsweise „Dame” dürfen sie sich dann wieder nennen. Das verkündete am Dienstagnachmittag Premierminister Tony Abbott nachdem er die scheidende Generalgouverneurin, die Vertreterin der Königin von Australien, aufsuchte und sie von der neuen Entwicklung unterrichtete. Quentin Bryce wird die erste sein, die als neue „Dame Quentin” geadelt wird. Nach fünfeinhalb Jahren verläßt die noch von Labor-Premierminister Kevin Rudd ernannte Bryce das Amt.

Daß ausgerechnet sie den Anfang macht und mit einem Adelstitel ausgezeichnet wird, entbehrt nicht der Ironie, hat sich doch Frau Bryce im November 2013 für eine Republik ausgesprochen (Monarchists decry Governor-General Quentin Bryce’s support for a republic). Ihr Nachfolger, General Peter Cosgrove AC MC, wird zum Amtsantritt von seiner Königin ebenfalls zum Ritter geschlagen und ihr künftig als „Sir Peter” vermutlich mit mehr Loyalität dienen als es die Vorgängerin vermochte.

Tony Abbott (r.) begrüßt Peter Cosgrove als neuen Generalgouverneur.

Tony Abbott (r.) begrüßt Peter Cosgrove als neuen Generalgouverneur.

 

Tony Abbott versprach, es werde keine Inflation an Ordensrittern geben. In jedem Jahr soll es maximal vier neue Knight oder Dame in the Order of Australia geben. Politiker schloß Tony Abbott verschmitzt aus, als Journalisten von ihm wissen wollten, ob er sich als Knappe mit Anwartschaft auf den Ritterschlag sehe. Für die neue Auszeichnung kämen Australier in Betracht, die “extraordinary and pre-eminent achievement and merit in their service to Australia or to humanity at large” geleistet hätten.

Abbotts Ankündigung brachte die australischen Republikaner zum Schäumen. Aber den Gipfel dummer Aussagen erklomm der Labor-Abgeordnete Mark Dreyfus QC, der meinte, ein Ritterschlag sei so rückschrittlich, daß Abbott als nächstes wohl die Sklaverei wieder einführen werde. (Andrew Greene, 24.3.: Shadow AG Mark Dreyfus on knights: perhaps we’re rushing back to a reintroduction of slavery or some other institution from the 19th century.) Ausgerechnet der republikanische Rechtsanwalt Dreyfus schmückt sich ausweislich des Kürzels QC hinter seinem Namen mit dem Ehrentitel Queen’s Counsel. Er hat also nicht den Ratschlag seiner republikanischen Genossen beachtet, die das QC gegen das neutrale SC (Senior Counsel) austauschen wollen.

Auch die Queen’s Counsels kehren zurück. Waren sie in den 1990er Jahren fast überall abgeschafft, haben Queensland und Victoria sie mittlerweile wieder eingeführt. Und mehr als 90% der Rechtsanwält, die in der republikanischen Phase nur ein SC erhielten, optierten in den letzten Wochen für ein QC. Man schmückt sich eben gerne mit der Königin – auch wenn man gegen sie opponiert.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 128

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100 Jahre Ausbruch des 1. Weltkriegs: Kriegspropaganda

Der 1. Weltkrieg warf ein Problem auf, welches sich in anderen Kriegen davor nicht in dem Maße gestellt hatte: Die Zustimmung der Bevölkerung für die Kriegsanstrengung war im Zeitalter der Massengesellschaft erforderlich geworden und das Eintreten von Kriegsmüdigkeit konnte ein entscheidender Nachteil für den Ausgang des Ringens sein. Außerdem ging es auch darum, neutrale Staaten auf die eigene Seite zu bringen oder wenigstens von einem Kriegseintritt auf der anderen Seite abzuhalten.

2 gegen 7: Die deutsche Propaganda versuchte, Siegeszuversicht auszustrahlen, ohne die Überlegenheit des Feindes zu verschweigen. Dies stellte die Disziplin der eigenen Truppen und Bevölkerung sicher.

2 gegen 7: Die deutsche Propaganda versuchte, Siegeszuversicht auszustrahlen, ohne die Überlegenheit des Feindes zu verschweigen. Dies stellte die Disziplin der eigenen Truppen und Bevölkerung sicher.

Die Entente Cordiale und die Mittelmächte gingen dieses Problem sehr unterschiedlich an. Man könnte sagen, daß die Mittelmächte sich an das heimische Publikum richteten, während es der Entente um die Meinung der neutralen Welt ging: Während die Entente mit recht plumpen Lügengeschichten von deutschen Greueln und der Darstellung der vermeintlich eigenen Werte rund um die Freiheit der Menschen und des Handels auftrumpfte, setzte die deutsche Propaganda darauf, trotz eines überlegenen Feindes Siegeszuversicht auszustrahlen und war im Ausland herzlich wenig effizient. Die Darstellung der eigenen Werte, wie sie zum Beispiel im Sozialstaat, der technischen Entwicklung und tatsächlich auch der im Vergleich zu den Entente-Staaten fortschrittlichen Verfassung hätten liegen können, fehlte völlig. Hinzu kam, daß die Welt ohne die Erfindung von WLan noch auf recht umständliche Kommunikationswege angewiesen war. Die deutschen Telegraphenkabel, die das Land mit Übersee verbanden, wurden recht bald nach Kriegsausbruch gekappt und es war von dort an kaum noch möglich, sich im Ausland darzustellen.

Die Entente setzte auf Greuelpropaganda und schürte die Angst und den Haß auf den Gegner: Hier ein Aus-schnitt aus einem US-amerikanischen Film von 1917.

Die Entente setzte auf Greuelpropaganda und schürte die Angst und den Haß auf den Gegner: Hier ein Aus-schnitt aus einem US-amerikanischen Film von 1917.

Tatsächlich kam es dann auch im Lager der Entente zu den ersten großen Meutereien, während das deutsche Heer und die Bevölkerung in der Heimat trotz Seeblockade und unaussprechlicher Bedingungen in den Schützengräben bis fast zuletzt sehr diszipliniert blieben. Auf der anderen Seite konnten die Mittelmächte außerhalb Europa niemanden für die eigene Sache gewinnen, während 1918 die halbe Welt zumindest formell im Krieg gegen sie stand.

Opfer ihrer Propaganda sind beide Seiten geworden: Die deutsche Siegeszuversicht täuschte über die tatsächliche Lage hinweg, die zumindest einen Frieden zum Status quo als ernsthafte Option in Betracht hätte kommen lassen müssen, der tatsächlich jedoch keine Option war. Auch der Zusammenbruch des Heeres 1918 konnte von vielen nicht geglaubt werden, da ja bislang immer nur Erfolge errungen wurden, und so entstand die Geschichte vom Dolchstoß. Die bis dahin beispiellose Barbarisierung des Gegners durch die Entente machte auf der anderen Seite einen echten Frieden unmöglich und führte stattdessen zu Versailles, wo der Gegner in ebenfalls beispielloser Weise nicht nur zu horrenden Reparationszahlungen verdammt, sondern auch als moralisch und zivilisatorisch minderwertig dargestellt wurde. Daß es in dieser Konstellation bald wieder zum Krieg kam, kann nicht ernsthaft überraschen. L.R.

Die monarchische Lösung für die Ukraine

Der König der Ukraine, Verlag Zsolnay, Wien 416 Seiten, € 25,60.

Der König der Ukraine, Verlag Zsolnay, Wien 416 Seiten, € 25,60.

An der Wiege der unabhängigen Ukraine stand ein Habsburger bereit, um als König das Land zu regieren: Erzherzog Wilhelm von Österreich. Sein Vater, Erzherzog Karl Stephan, hatte sich darauf vorbereitet, König von Polen zu werden (siehe auch: Deutsche Kriegsziele in Polen), aber Wilhelms Interesse lag weiter östlich. Mit 17 hatte er in der bäuerlichen Umgebung von Zywiec, wo die polnische Königsfamilie in spe lebte, und in den Karpaten die ukrainische Bevölkerung kennengelernt. Ihn faszinierten ihre Folklore und der Mythos von den ukrainischen Kosaken mit ihrer Rebellion gegen Polens Adel im 17. Jahrhundert. Er identifizierte sich mit dem „unerlösten Volk der Ukrainer” – einem Volk ohne Land, einem Volk ohne Herrscher. Wenn sein Vater polnischer König werden wollte, warum sollte er nicht König der Ukrainer werden können? Als k. u. k. Offizier avancierte Wilhelm ab 1915 binnen Kürze zum Idol der ukrainischen Mannschaften: er verkehrte mit ihnen in ihrer Sprache, sie sollten ihn mit seinem ukrainischen Vornamen Vasyl anreden; er verteidigte seine Soldaten gegen polnische Vorgesetzte, setzte sich – wo immer es ging – für die Zivilbevölkerung ein. Lembergs griechisch-katholischer Metropolit Erzbischof Andrii Sheptytsky wurde Wilhelms Mentor.

Polens Königsfamilie in spe: Erzherzog Karl Stephan und Gattin mit ihren sechs Kindern, Erzherzogin Eleonora, Erzherzogin Renata, Erzherzog Karl Albrecht; Erzherzogin Mechtildis, Erzherzog Leo Karl und Erzherzog Wilhelm.

Polens Königsfamilie in spe: Erzherzog Karl Stephan und Gattin mit ihren sechs Kindern, Erzherzogin Eleonora, Erzherzogin Renata, Erzherzog Karl Albrecht; Erzherzogin Mechtildis, Erzherzog Leo Karl und Erzherzog Wilhelm.

Vor sechs Jahren veröffentlichte Yale-Professor Timothy Snyder eine Biographie über Vasyl Vashyvaniy, Wilhelm der Bestickte, wie er wegen seines stets getragenen buntbestickten ukrainischen Trachtenhemds genannt wurde. Österreichs Kaiser Karl entsandte ihn nach Galizien, wie die heutige Westukraine einst hieß. Erzherzog Wilhelm stellte eine „Ukrainische Legion“ auf, die in den russischen Revolutionswirren auf Seiten der Kleinbauern, nicht der Großgrundbesitzer stand, was ihn als königlichen Robin Hood legendär machte. 1921 mußte er den Kampf aufgeben und zog sich nach Westeuropa zurück.

Vasyl Vashyvaniy, Wilhelm der Bestickte.

Vasyl Vashyvaniy, Wilhelm der Bestickte.

Noch einmal versuchte er während des 2. Weltkriegs während der deutschen Besetzung in der Ukraine seinen Traum von der Krone zu verwirklichen. Er scheiterte, doch die Sowjets vergaßen ihn nicht. Am 26. August 1947 zerrte ihn der sowjetische Militärgeheimdienst vor dem Wiener Südbahnhof in ein Auto, das ihn nach Kiew brachte, wo er am 29. Mai 1948 zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde. Nach monatelangen Verhören starb Wilhelm 53-jährig am 18. August 1948 in einem sowjetischen Gefängnishospital in Kiew.

Das Originalbuch zeigt Erzherzog Wilhelm in seiner bestickten Ukrainetracht: The Red Prince. The Secret Lives of an Habsburg Archduke, Basic Books, New York, US-$ 27,95.

Das Originalbuch zeigt Erzherzog Wilhelm in seiner bestickten ukrainischen Tracht: The Red Prince. The Secret Lives of an Habsburg Archduke, Basic Books, New York, US-$ 27.95.

Mit ihm starb die Idee einer ukrainischen Idee nicht vollständig. Heutige ukrainische Monarchisten organisieren sich z. B. im Ukrainischen Traditionalistenklub, der im November 2011 in Donetsk einen Kongreß für Ukrainische Monarchisten abhielt. H. S.

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DieDie vollständige 128. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 128

Inhalt der 128. Ausgabe:

  • 100 Jahre Ausbruch des 1. Weltkriegs: Kriegspropaganda
  • Die monarchische Lösung für die Ukraine
  • Rumänien führt die Krone wieder im Wappen
  • König Willem-Alexander regiert mit ruhiger Hand

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Das sinnvollste Protestmittel: Monarchist werden

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Das kann es wirklich nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, als das die USA oft bezeichnet werden, geben: Die von Studenten der Louisiana State University in Baton Rouge herausgegebene Tageszeitung The Daily Reveille hat das Lehrpersonal auf seine politischen Einstellungen analysiert und auf den ersten Blick nichts Überraschendes festgestellt:  28% Anhänger der Republikanischen Partei, 38% Anhänger der Demokratischen Partei und 33% bezeichneten sich als Unabhängige. Das ergibt 99%.

Was ist mit dem restlichen Prozent?

Das fragten auch die studentischen Reporter und fanden EINEN Monarchisten. In Louisiana! In den USA! Ja, fragen da brave Bundesrepublikaner, darf der das?

Ja, er darf und die Studenten waren durchaus von seiner Argumentation angetan, denn natürlich sprachen sie mit ihm, mit Faculty Senate President Kevin Cope, der eingeschriebenes Mitglied der Monarchist Party of America ist.

Der Zeitung sagte Professor Cope, er habe schon vor zwanzig Jahren seine Registrierung als Unabhängiger aufgegeben und die Position eines Monarchisten eingenommen. Er mache sich keine Illusionen über die Erfolgsaussichten seiner politischen Einstellung, vielmehr sehe er darin einen Protest gegen die festgefahrene politische Lage seines Bundesstaats. Die Monarchistische Partei nehme nicht an Wahlen teil und gebe keine tagesaktuellen Erklärungen ab. Als Mitglied unterliege er keinem Fraktionszwang und müsse keine Parteislogans nachbeten. Er passe daher mit seinen eigenen Vorstellungen vorzüglich zu den Monarchisten, die niemandem vorschrieben, wie er zu denken habe.

Cope erinnerte im Gespräch mit The Daily Reveille auch an die frühe europäische – sprich: französische – Siedlungsgeschichte, die auch heute noch in Louisiana sichtbar sei. Seinen Individualismus brachte Cope nicht nur durch die Wahl seiner politischen Heimat zum Ausdruck, sondern durch diesen unvergleichlichen Satz, den der amerikanische Monarchist allen aufrechten Demokraten ins Notizbuch schrieb: “I was never aware the goal of a good citizen was to fit in.” („Mir war nie bewußt, daß es das Ziel eines guten Bürgers sein soll, sich anzupassen.”)

T-Shirts für ein monarchistisches Amerika.

T-Shirts für ein monarchistisches Amerika.

An seinem ebenso eigenwilligen wie intelligenten Protest gegen das politische System Louisianas hat Professor Cope in den letzten zwanzig Jahren nie gezweifelt: “Assured in his political choices, he feels content in being part of a party that does not strive for consensus on specific issues, but holds principles.” Seiner Karriere hat es ebenfalls nicht geschadet. Völlig anders erginge es ihm in der BRD, wo sogar längst verstorbenen Monarchisten die Tilgung aus dem akademischen Leben droht (siehe: die Umbenennung des „Gerhard-Ritter-Preises“ für hervorragende Arbeiten aus dem Bereich der Geschichtswissenschaften, Corona, 13. Dezember 2013).

Vor 25 Jahren starb Kaiserin Zita von Österreich

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Todesanzeige der verstorbenen Kaiserin von Österreich und Apostolischer Königin von Ungarn, gestaltet vom Verband der Österreicher zur Wahrung der Geschichte Österreichs.

Todesanzeige der verstorbenen Kaiserin von Österreich und Apostolischer Königin von Ungarn, gestaltet vom Verband der Österreicher zur Wahrung der Geschichte Österreichs.

Prinzessin Zita von Bourbon-Parma wurde am 9. Mai 1892 in der Villa Borbone delle Pianore in Camaiore bei Lucca, Italien, geboren. Sie wuchs mit ihren Geschwistern mehrsprachig auf, wobei die Umgangssprache im Elternhaus französisch war, mit dem Vater aber oft italienisch gesprochen wurde und mit der Mutter zeitweise deutsch. Ihr Vater antwortete auf ihre Frage nach der Nationalität der Familie mit: „Wir sind französische Fürsten, die in Italien regiert haben.“ Bei ihrer und ihrer Geschwister Erziehung wurde großer Wert auf Bescheidenheit, Pflichterfüllung und Disziplin gelegt und sie wurden zu einem tätig wohltätigen Christentum erzogen. Zita war von einer tiefen Frömmigkeit und unerschütterlichem Gottvertrauen erfüllt.

Prinzessin Zita von Bourbon-Parma

Prinzessin Zita von Bourbon-Parma

Am 13. Juni 1911 fand die Verlobung der neunzehnjährigen Prinzessin mit dem vierundzwanzigjährigen Erzherzog Karl statt, der nach dem Tod des Vaters, Erzherzog Otto, 1906, an die zweite Stelle der Thronfolge nach Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este gerückt war. Vier Monate später wurde auf Schloß Schwarzau am Steinfeld Hochzeit gefeiert. Am 20. November 1912 wurde ihr erster Sohn, Erzherzog Otto (+ 4. Juli 2011), geboren. Als Kaiser Franz Joseph am 21. November 1916 starb, wurde aus Erzherzog Karl Kaiser Karl I. von Österreich und IV. Károly magyar király als König von Ungarn, kroatisch Karlo IV. und König Karel III. von Böhmen. Am 30. Dezember 1916 krönte ihn der Erzbischof von Esztergom (deutsch: Gran) auf Wunsch der ungarischen Regierung zum Apostolischen König von Ungarn.

Die junge Kaiserin besaß nicht nur Energie und Zähigkeit, sie wurde auch als stets beherrschte, ruhige und schöne Frau empfunden, die sich sozial engagierte. Ihre Gegner nannten sie nur abfällig „die Italienerin”.

Am 11. November 1918 wurde Kaiser Karl I. ein Entwurf zum Verzicht „auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften“ vorgelegt. Die Kaiserin protestierte:

Niemals! Ein Herrscher kann seine Herrscherrechte verlieren. Das ist dann Gewalt, die eine Anerkennung ausschließt. Abdanken nie – lieber falle ich hier an Ort und Stelle mit dir – dann wird eben Otto kommen und selbst, wenn wir alle fallen sollten – noch gibt es andere Habsburger.

Trotz der Bedenken der Kaiserin unterschrieb der Kaiser auf dringendes Anraten der kaiserlichen Regierung die Erklärung, dankte damit aber nach seiner Interpretation nicht ab und sah sich, von Zita bestärkt, weiterhin als Kaiser von Österreich.

Kaiser Karl und Kaiserin Zita auf Madeira.

Kaiser Karl und Kaiserin Zita auf Madeira.

Die kaiserliche Familie verließ Schloß Schönbrunn noch am Abend des 11. November und zog ins Schloß Eckartsau bei Wien, damals Eigentum des kaiserlichen Familienfonds. Am 23. März 1919 reiste das Kaiserpaar mit seinen Kindern von Eckartsau per kaiserlichem Hofzug und mit militärischen Ehren in die Schweiz.

Kaiserin Zita betrachtete die Wiedererlangung des Throns als eine von Gott auferlegte Pflicht und ermunterte ihren Mann, nicht aufzugeben. Sie begleitete ihn im Oktober 1921 im Flugzeug zu einem zweiten Restaurationsversuch in Ungarn, nachdem ihn Reichsverweser von Horthy an Ostern 1921 mit Vertröstungen aus Ungarn herauskomplimentiert hatte. Nach dem zweiten Scheitern wurden sie im Auftrag der Siegermächte auf britischen Kriegsschiffen auf die portugiesische Insel Madeira gebracht, wo sie am 19. November anlangten. Ende Januar 1922 wurde der schwangeren Zita erlaubt, ihre Kinder aus der Schweiz nachzuholen.

Der aufgebahrte Kaiser Karl in seinem Sterbezimmer, April 1922.

Der aufgebahrte Kaiser Karl in seinem Sterbezimmer, April 1922.

Weil das Geld der Familie für Hotelzimmer nicht reichte, wurde die Kaiserfamilie von privater Seite die Villa Quinto do Monte auf einem Hügel über der Inselhauptstadt Funchal als Aufenthaltsort zur Verfügung gestellt, wohin sie im Februar übersiedelten. Am 1. April 1922 starb Kaiser Karl an den Folgen einer Lungenentzündung. Ab diesem Zeitpunkt trug Kaiserin Zita nur noch schwarze Kleidung. Die dreißigjährige Witwe mußte allein für ihre sieben Kinder (das achte Kind wurde zwei Monate nach dem Tod Kaiser Karls geboren) sorgen. Am 31. Mai 1922 durfte Kaiserin Zita mit den Kindern ins Baskenland ausreisen.

Ab 1929 wohnte sie auf Schloß Ham bei Löwen (Belgien), wo ihr Sohn, Erzherzog Otto, studierte. Im Mai 1940 floh die Kaiserfamilie nach dem deutschen Angriff auf Belgien und Frankreich über Dünkirchen, Paris und Bordeaux nach Spanien und später nach Portugal. Von dort reiste sie im Juli 1940 nach Nordamerika. Während sich Kaiserin Zita und ihre jüngeren Kinder im francophonen Québec (Kanada) niederließen, zog der Rest der Familie in die USA. Kaiserin Zita traf sich dreimal mit Präsident Roosevelt und warb um besseres Verständnis für ihre Heimat. Nach Kriegsende organisierte sie gemeinsam mit ihrer Familie CARE-Paket-Aktionen.

Als 1949 der seit 1928 laufende Seligsprechungsprozeß für Kaiser Karl eröffnet wurde, reiste Zita mehrmals nach Europa, um Dokumente für den Prozeß zu sammeln. 1953 kehrte sie nach Europa zurück und ließ sich in Luxemburg bei ihrem Bruder, Prinz Felix, der mit der regierenden Großherzogin Charlotte verheiratet war, nieder. 1962 zog sie sich ins St.-Johannes-Stift in Zizers (Schweiz), um in der Nähe ihrer Kinder und zahlreicher Enkel zu sein, und dort starb sie am 14. März 1989 im Kreis ihrer Familie.

Die Kaiserin starb im Exil.

Die Kaiserin starb im Exil. (Photogestaltung: The Mad Monarchist)

Ihr Leichnam wurde nach Österreich überführt und in der Wiener Kapuzinergruft feierlich beigesetzt. Das Herz wird bei dem ihres Mannes in der Loretokapelle des Klosters Muri in der Schweiz aufbewahrt, wo sich auch die Familiengruft ihrer Nachkommen befindet.

Kaiserin Zita wurde 1982 von Bundeskanzler Bruno Kreisky nach Intervention des spanischen Königs Juan Carlos die besuchsweise Heimkehr ermöglicht. Im November wurden die Grenzbeamten angewiesen, die Kaiserin auch ohne Verzichtserklärung einreisen zu lassen, und die Neunzigjährige kehrte nach dreiundsechzigjährigem Exil in das Land, das sie 1919 verlassen mußte, für eine Stipvisite zurück. Am 13. November 1982 wurde für sie im Stephansdom von Kardinal und Erzbischof Franz König die Dankesmesse zelebriert und ihr Haupt von ihm gesegnet, wie es bei Kaiserinnen üblich war.

Nach ihrem Tod wurde die Kaiserin gemäß der Tradition in der Kapuzinergruft zu Wien bestattet. Die Republik gestattete ihren Kindern Erzherzog Felix und Erzherzog Carl Ludwig „aus humanitären Gründen” die Teilnahme an der Beisetzung, sie mußten Österreich danach aber sofort wieder verlassen.

Der Grund: Wer den von der Republik verordneten Familiennamen Habsburg-Lothringen trägt, ist – unabhängig von Verwandtschaftsgrad und Geburtsdatum – Diskriminierungen ausgesetzt. Der Deutschösterreich genannte Staat erließ am 3. April 1919 ein Gesetz „betreffend der Landesverweisung und der Übernahme des Vermögens des Hauses Habsburg-Lothringen“. Der Heimat verwiesen und völlig enteignet wurden damit nicht nur Kaiser Karl I., der am Ausbruch des Weltkriegs keine Schuld hatte, und erst 1916 auf den Thron kam, und seine Ehefrau, Kaiserin Zita, sowie ihre acht Kinder. Das Habsburger-Gesetz gilt auch für die im Exil geborenen Kinder des Kaiserpaars. Daß es dem Erstgeborenen des am 3. Oktober 2004 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Kaisers Karl, Erzherzog Otto von Österreich, nachweislich lebenslang nicht um Vermögensfragen, sondern um die Rechtsfrage ging, interessierte Teile der politischen Klasse ebensowenig, wie die Tatsache, daß Otto sich im US-Exil – unabhängig von der Frage der Staatsform – für die Wiedererstehung des 1938 von Hitler annektierte Österreich engagierte. Als Otto und seine Brüder am Ende des Zweiten Weltkriegs mit Hilfe der französischen Besatzungstruppen nach Tirol heimkehrten, ließ die österreichische Regierung sie rasch wieder hinauswerfen.

Vor einem halben Jahrhundert, am 23. Januar 1960, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Längst ist Kaiser Karl tot. Die für einen modernen Rechtsstaat außergewöhnlichen Habsburgergesetze aber bestehen weiter und haben so etwas wie eine Sippenhaft geschaffen, die heute bereits die Enkel des letzten Kaisers trifft. Damals manifestierte sich in den Habsburgergesetzen der aus einer Revolutionszeit herrührende Haß der österreichischen Sozialdemokratie gegen das Kaiserhaus.” Warum aber noch 1960 der überzeugte Europäer und Demokrat Otto von Habsburg an der Einreise in seine Heimat gehindert wurde, konnte man im Ausland nicht mehr verstehen. Ebenso, warum seinen kleinen Kindern österreichische Pässe mit einem diskriminierenden Vermerk ausgestellt wurden: „Berechtigt nicht zur Einreise nach und nicht zur Durchreise durch Österreich.“

Seligsprechungsprozeß für Kaiserin Zita
Seit 25 Jahren ruht Kaiserin Zita in der Kapuzinergruft in Wien. Nun soll ihr die gleiche Ehre zuteil werden wie ihrem Mann: Kaiserin Zita könnte bald von der katholischen Kirche seliggesprochen werden. Ein entsprechendes Verfahren wurde bereits im November 2009 in der nordwestfranzösischen Diözese Le Mans eröffnet. Die Erzdiözese Wien sucht Zeugen, die vom frommen Lebenswandel berichten können. Es gehe dabei nicht um Wunder, sondern um Zeugnisse einer christlichen Lebensführung, sagte der Wiener Erzbischof und Kardinal Christoph Schönborn. „Viele Menschen, die sie kannten, haben mir von ihrer außerordentlichen Frömmigkeit und Güte berichtet. Diese Berichte gilt es zu sammeln und zusammenzustellen.

Infos direkt an den Postulator
Im amtlichen Teil der Ausgabe 2/2010 des „Wiener Diözesanblatts” wurde das entsprechende Dekret des Bischofs von Le Mans, Yves Le Saux, veröffentlicht. Wer entsprechende Informationen habe, solle sie an den zuständigen Postulator übermitteln: Dies ist der in der Schweiz tätige Priester Cyrille Debris (Rue de la Lenda 13, CH-1700 Fribourg; Tel./Fax: +41-31-55.00. 822).
Webseite für den Seligsprechungsprozeß

Feierliches Staatsbegräbnis in Athen für König Paul I. von Griechenland

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Was am heutigen Tag genau vor 50 Jahren in Athen ablief, hatte auch in den 60er Jahren Seltenheitswert. Griechenland nahm Abschied von König Paul I., der fünf Tage zuvor an Magenkrebs gestorben war. Regierende wie nicht mehr regierende Monarchen, Thronfolger, Präsidenten und vor allem viele Athener erwiesen dem seit 1947 herrschenden Paul die letzte Ehre. Die britische Tageszeitung The Times berichtete vom Geschehen, daß “almost every inhabitant of Athens and many more from country districts lined the two-mile procession route from the Metropolis Church.

Zwei Tage lag der Monarch aufgebahrt in der Kathedrale und die Bevölkerung hatte Gelegenheit, Abschied von ihm zu nehmen. Rund 200.000 Menschen machten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Der Sarg König Pauls in der griechisch-orthodoxen Kathedrale von Athen.

Der Sarg König Pauls in der griechisch-orthodoxen Kathedrale von Athen.

Der Sarg in der griechisch-orthodoxen Katherale.

Gottesdienst für den verstorbenen König in der griechisch-orthodoxen Kathedrale.

Aus Spanien war die älteste Tochter des Monarchen, Prinzessin Sofía mit ihrem Mann, Prinz Juan Carlos und dessen Vater, Don Juan, Graf von Barcelona, angereist. Zu den Trauergästen gehörte Prinz Philip, der Herzog von Edinburgh, der als Prinz Philippos von Griechenland und Dänemark 1921 das Licht der Welt auf der Insel Korfu erblickte. Er vertrat Königin Elizabeth II., die einen Tag zuvor ihr viertes Kind, Prinz Edward, geboren hatte. König Baudouin der Belgier, Königin Juliana der Niederlande und Großherzog Jean von Luxemburg kamen aus den Benelux-Staaten, Deutschland entsandt Heinrich Lübke, die USA waren durch die Präsidentengattin Lady Bird Johnson und Alt-Präsident Truman vertreten.

Fürst Rainier III., Ladybird Johnson, der Herzog von Edinburgh.

Fürst Rainier III., Lady Bird Johnson, der Herzog von Edinburgh, neben ihm der halbe Präsident Lübke.

Mit König Frederik IX. von Dänemark kam nicht nur der künftige Schwiegervater von König Konstantin, sondern auch das Oberhaupt der Dynastie, deren Namen das griechische Königshaus sehr zum Mißfallen aller ultranationalistischen griechischen Republikaner trägt: Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Auch König Olav V. von Norwegen begleitete den toten Griechenkönig; und der Norweger gehört ebenfalls dem vorgenannten Haus an. Aus Schweden war König Gustaf VI. Adolf angereist. Fürst Rainier III. aus Monaco und Fürst Franz Joseph von und zu Liechtenstein repräsentierten die kleineren Länder Europas. Schah Mohammed Reza des Iran hatte seinen Bruder entsandt. Gekommen waren auch König Umberto II. von Italien, sein Neffe König Simeon II. der Bulgaren und König Michael I. von Rumänien, dessen Mutter, Königin Elena, eine Schwester König Pauls war.

König Konstantin II. und die Königswitwe Friederike.

König Konstantin II. und die Königswitwe Friederike, rechts außen: Prinz Juan Carlos von Spanien, ganz links: König Baudouin der Belgier und in der Mitte: Prinz Michael von Griechenland und Dänemark.

Königin Friedrike

Königin Friederike

Von der Athener Innenstadt wurde der Sarg auf einem Armeefahrzeug ins nahegelegene Tatoi gebracht, wo er dem Wunsch des Verstorbenen entsprechend beerdigt wurde. König Paul hatte verfügt, daß er unter den Pinien der Anlage in der Nähe seines Bruders, König Georg II., bestattet werden soll. Dem wurde entsprochen und obwohl sich in den letzten 50 Jahren in und um Tatoi viel ereignete, liegt der tote König heute dort mit seiner 1981 verstorbenen Gattin, Königin Friederike.

Königin Sofía von Spanien am 6. März 2014 am Grab ihres Vaters.

Die griechische Königsfamilie mit Königin Sofía von Spanien am 6. März 2014 am Grab ihres Vaters.

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