Junge Monarchisten reisen nach Doorn

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Büste Kaiser Wilhelms II. vor Haus Doorn.

Büste Kaiser Wilhelms II. vor Haus Doorn.

Um den Exilsitz des vorläufig letzten deutschen Kaisers ist es nicht gut bestellt. Deshalb ist ein Besuch von Haus Doorn in den Niederlanden in diesem Jahr besonders sinnvoll.

Am 4. Juni, dem 74. Todestag Seiner Majestät, wollen einige junge deutsche Monarchisten sich aufmachen, „dem mit dem Barte” ihre Reverenz zu erweisen.

Wer sie auf ihrem vom Rheinland ausgehenden Tagesausflug begleiten will, kann sich bei der Corona-Redaktion corona_redaktion@yahoo.com melden. Die Anfragen werden dann weitergeleitet.

König Konstantin II. im ZDF-Interview

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Die ZDF-Journalistin Julia Melchior interviewte König Konstantin II. der Hellenen für ihre Sendung «VIPs hautnah». Das Interview fand im Hotel Grande Bretagne in Athen und auf dem königlichen Anwesen von Tatoi statt, wohin neben dem König auch seine Frau, Königin Anne-Marie, reiste und die Fragen der deutschen Reporterin beantworteten.

Gefunden wurde dieses Video, weil der griechisch-royalistische Blog The Royal Chronicles es ins Netz stellte und sogar eine griechische Übersetzung anfertigte. Besten Dank nach Griechenland.

The Royal Chronicles weist auf diesen Corona-Beitrag auf der Webseite hin.

The Royal Chronicles weist auf diesen Corona-Beitrag auf der Webseite hin. Ein herzliches Willkommen an alle griechischen Besucher dieses Blogs. Ένα θερμό καλωσόρισμα σε όλους τους Έλληνες επισκέπτες.

Der heutige 20. Mai ist der 48. Geburtstag des ältesten Sohns des griechischen Königspaars. Kronprinz Paul (Pavlos) erblickte 1967 in der Villa Tatoi das Licht der Welt. Sieben Monate später mußte die griechische Königsfamilie nach einem gescheiterten Putsch gegen das Obristenregime das Land verlassen.

Die Taufe des griechischen Thronfolgers war der letzte königliche Höhepunkt in Griechenland. Die Taufe des griechischen Thronfolgers war 1967 der letzte königliche Höhepunkt in Griechenland (v.l.r.: Königin Friederike, Prinzessin Sofía von Spanien, Königin Anne-Marie mit Täufling Paul, Prinzessin Irene, König Konstantin mit Tochter Alexia an der Hand).

Die Taufe des griechischen Thronfolgers war 1967 der letzte königliche Höhepunkt in Griechenland (v.l.r.: Königin Friederike, Prinzessin Sofía von Spanien, Königin Anne-Marie mit Täufling Paul, Prinzessin Irene, König Konstantin mit Tochter Alexia an der Hand).

Wie der Zufall es fügt, veröffentlichte an diesem 20. Mai The Mad Monarchist einen lesenswerten Artikel zu The Greek Monarchy in World War II.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 148

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Prinz Georg Friedrich möchte Tourismus auf Prinzeninsel ausbauen

Der Chef des Hauses Hohenzollern, Kronprinz Georg Friedrich von Preußen, ist um die Wirtschaftlichkeit der Besitzungen bemüht, die dem Haus nach dem 2. Weltkrieg geblieben sind.

Der Prinz bei der Vorstellung des Reiseführers.

Der Prinz bei der Vorstellung des Reiseführers.

Während die Familie in den Ostgebieten und der sowjetischen Besatzungszone enteignet wurde, worüber ein Streit um Entschädigung namentlich mit dem Land Brandenburg geführt wird, gibt es noch Grund und Boden bei Bremen, in Holstein und natürlich in den Stammlanden der Hohenzollern in Süddeutschland. Eine Besitzung in Holstein ist die Prinzeninsel Plön, welche seit 1910 den Hohenzollern gehört, die sie als Urlaubsdomizil nutzten. Die Insel wurde dann 1921 verpachtet und soll nun wieder selbst von der Familie verwaltet und, dies ist neu, verstärkt touristisch genutzt werden. In diesem Sinne stellte Georg Friedrich vor Vertretern der lokalen Wirtschaft und Politik einen Reiseführer der Region Holsteinische Schweiz vor, in dem auch die Insel ihren Platz findet. Wer sich selbst ein Bild von der Insel in königlichem Besitz machen möchte, kann dies hier tun. L.R.

Rumänien feiert Tag des Königs

Zum ersten Mal seit 1947, dem Jahr der von den Kommunisten erzwungenen Abdankung von König Mihai I., ist der 10. Mai wieder ein Feiertag in Rumänien. An diesem Tag gedenken die Rumänen sowohl der Unabhängigkeit als auch des Regierungsantritts des Fürsten und späteren Königs Carol I..

Kronprinzessin Margarita und Prinz Radu legten einen Kranz an der Statue König Carols I. nieder.

Kronprinzessin Margarita und Prinz Radu legten einen Kranz an der Statue König Carols I. nieder.

Der König selbst zeigte sich an diesem Tag nicht. Stattdessen wurde die königliche Familie durch Kronprinzessin Margarita und Prinz Radu vertreten, die einen Kranz an der Statue König Carols I. niederlegten. Der größte Teil des offiziellen Aktes bestand dann aus einer Gartenparty mit 6000 Gästen aller rumänischen und auch moldawischen Gesellschaftsschichten – erst jüngst hatte König Michael die Beitrittskandidatur Moldawiens zur EU überreicht.

Sowohl Staatspräsident Iohannis als auch Premier Victor Ponta würdigten die historische Leistung von König Mihai nach der Besetzung Rumäniens durch die Rote Armee. Laut Ponta stand die königliche Familie in einem sehr schwierigen Moment der Geschichte zu Rumänien und setzte dadurch sehr hohe ethische Standards.
Fotos des Feiertags gibt es hier. L.R.

Positive Bilanz für König Felipe VI.

2014 war das Jahr von zwei Königen, die neuen spanischen Euromünzen tragen nur ein Königsprofil.

2014 war das Jahr von zwei Königen, die neuen spanischen Euromünzen tragen nur ein Königsprofil.

Seit König Felipe VI. am 19. Juni 2014 seinen Vater als Staatsoberhaupt (auf spanisch Jefe de Estado) ablöste, sind elf Monate vergangen und in den iberischen Medien werden erste Bilanzen gezogen. Die Tageszeitung El Mundo veröffentlichte eine Meinungsumfrage (eine englische Kurzfassung steht bei Spanish News Today), die dem neuen Monarchen bescheinigt, daß er einen „guten Job“ leistet. Von den Befragten hatten 57,4% einen positiven Eindruck, nur 17,8% einen negativen. Auf einer Vertrauensskala von 1 bis 10 nimmt die Monarchie mit 4,34 (2014: 3,72) Rang 5 ein. Vor der Institution liegen die Guardia Civil (6,02), die Polizei (5,95), die Streitkräfte (5,29) und die Medien. Auf Rang 7 steht die Kirche mit einem Wert von 3,61 (2014: 3,39). Weit abgeschlagen auf der Vertrauensskala der Spanier finden sich die Provinzregierungen (3,30), die Regionalparlamente (3,14) und das Nationalparlament, die Cortes (2,83, 2011 noch 3,52), Gewerkschaften 2,61 und Parteien 2,23.

2015 ist in Spanien ein Wahljahr. Andalusien bestimmte im März bereits ein neues Parlament, doch durch das Aufkommen neuer Parteien ist die Mehrheitsfindung schwieriger. In drei Anläufen erhielt die Ministerpräsidentin Susana Díaz nicht die erforderliche absolute Mehrheit, um wiedergewählt zu werden. Am kommenden Sonntag finden weitere Provinz– und Kommunalwahlen statt. Katalonien geht im September an die Urnen und die Cortes wird spätestens im November neu bestimmt. Keine Partei kann auf eine Regierungsmehrheit hoffen. Bei unsicheren Mehrheitsverhältnissen wird das Fingerspitzengefühl des Königs gefragt sein, obwohl er bei der Regierungsbildung anders als in Belgien keine direkte Rolle spielt. Die neue radikale Gruppierung Podemos könnte in manchen Parlamenten Zünglein an der Waage sein. In ihrer Rhetorik der griechischen Syriza nicht unähnlich, hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, ein Referendum über die Staatsform zu organisieren. Sie würde es haushoch verlieren, denn die Zustimmung zur Monarchie liegt deutlich über der 60%-Marke. H.S.

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Die vollständige 148. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit: Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 148

  • Kronprinz Georg Friedrich möchte Tourismus auf Prinzeninsel Plön ausbauen
  • Rumänien feiert Tag des Königs
  • Positive Bilanz für König Felipe VI.
  • Bulgarischer König wird in Gebete der orthodoxen Kirche einbezogen
  • Prinz Charles‘ Briefe werden gelesen
  • Frankreich: Wiederauferstehungsglaube der Republikaner

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Königliche Prinzessin in London geboren

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Die Geburt eines neuen Mitglieds der britischen Königsfamilie wurde freudig begrüßt – im Vereinigten Königreich, im Commonwealth, selbst in den USA überschlagen sich die Nachrichtensender mit eigenen Korrespondentenberichten aus London und in der Französischen Republik war die junge Prinzessin mit ihren strahlenden Eltern die erste Nachricht in den seriösen Abendprogrammen. Dem stand Deutschland in nichts nach. Kate & William mit George und Neugeborener sind das Ereignis des 2. Mais.

Es ist die Pflicht von Corona – Nachrichten für Monarchisten ein Gegengewicht zu setzen, denn so erfreulich die Geburt eines königlichen Babys ist, was ist sie gegen die Geburt einer kaiserlichen Prinzessin?

Corona Tweet

Corona Tweet

Per Twitter hat Corona auf die Geburt von Prinzessin Emma Maria von Preußen am 2. April in Bremen hingewiesen, die auch in der britischen Thronfolge steht (etwa auf Platz 200). Die Eltern, Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie von Preußen wurden – wie ihre britischen Verwandten – auch schon 2013 Vater und Mutter eines Erben. Wo jedoch in Großbritannien erst jetzt von einem von heir and spare (Erbe und Ersatzprinz bzw. -prinzessin) die Rede ist, haben das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern und seine Frau am 20. Januar 2013 mit einem Zwillingspaar gleich für beides gesorgt. Der Erstgeborenen Prinz Carl Friedrich trägt einen Namen, den vor Jahrhunderten schon einmal der Erstgeborene eines preußischen Zwillingspärchens erhielt. Der Zweitgeborene Prinz Louis Ferdinand wurde nach Prinz Georg Friedrichs Vater und Großvater benannt.

600 Jahre Hohenzollern in Brandenburg: Die Anfänge

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Nach dem Aussterben der Askanier regierten die Wittelsbacher in der Mark Brandenburg. Kaiser Karl IV. hatte versucht, „des Reiches Streusandbüchse” als Vorfeld des Kernlands Böhmen in die eigene Hand zu bekommen. Doch nach seinem Tod verspielte sein Sohn Wenzel das Erbe. Er regierte von 1373 bis 1378 die Markgrafschaft Brandenburg, gefolgt von 1378 bis 1388 von seinem Bruder Sigismund.

Dieser berief 1411 seinen treuen Gefolgsmann, Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg, als Statthalter in die Mark Brandenburg. Während des Konstanzer Konzils belehnte er am 30. April 1415 den Hohenzollern mit dem erblichen Besitz der Mark Brandenburg mit der Kur- und Erbkämmererwürde. Damit mündete die Entwicklung des süddeutschen Grafengeschlechts in die Geschichte Brandenburg-Preußens, von wo aus sie zu europäischer Größe aufstieg.

In harten Kämpfen brach Markgraf Friedrich I. die Burgen des widerspenstigen märkischen Adels, der ins Raubrittertum verfallen war. Obwohl er als Stellvertreter des Kaisers und Reichsfeldherr gegen die Hussiten viel außer Land war, wußte er seine Stellung zu wahren. Er fühlte sich dabei als „Gottes schlichter Amtmann am Fürstentum”. Seine Nachfahren ermahnte er, ihre Ritterschaft als edelsten Schatz in Ehren zu halten und nichts von ihrem Erbe verkümmern zu lassen. Kurfürstin Elisabeth, die schöne Else, geborene Prinzessin von Bayern, half, die harten Gemüter der Märker mit dem landfremden Regiment zu versöhnen.

Die beste Einführung ins Haus Hohenzollern.

Die beste Einführung ins Haus Hohenzollern.

Standhafter König von Nepal

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Ein Photograph der spanischen Nachrichtenagentur EFE schoß dieses Bild im erdbebenzerstörten Kathmandu:

Tribhuvan Bir Bikram Shah

Statue von König Tribhuvan Bir Bikram Shah

Die Statue von König Tribhuvan Bir Bikram Shah (*23. Juni 1906 in Kathmandu +13. März 1955 in Zürich) blieb in all dem Chaos unversehrt und sticht heraus aus den Ruinen, die die nepalesische Hauptstadt kennzeichnen. Der König bestieg als Fünfjähriger den Thron und wurde im November 1950 von der herrschenden Rana-Familie zur Abdankung gezwungen. Sein Enkel Gyanendra wurde ersatzweise auf den Thron gehoben, doch die konstitutionelle Bewegung in der Bevölkerung und der Armee war stärker. Am 18. Februar 1951 kehrte König Tribhuvan als konstitutioneller Monarch nach Kathmandu zurück.

Während eines Krankenhausaufenthalts in der Schweiz starb der auch heute noch populäre Monarch. Nachfolger wurde sein Sohn Mahendra Bir Bikram Shah. Sein Enkel Gyanendra, der 1950/51 für drei Monate als König amtierte, bestieg am 4. Juni 2001 erneut den Thron. Wie er das Erdbeben vom 25. April 2015 überstanden hat, ist nicht bekannt.

Das LTB-Royal

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Von Christian Schwochert

Einigen Lesern von Corona sind sie sicherlich bekannt; die LTBs. Für diejenigen die noch nie davon gehört haben: LTB steht für Lustige Taschenbücher. Und nun wird ein zweites Mal ein sogenanntes „LTB-Royal“ herausgegeben; zu Ehren der Geburt von Herzogin Kates zweitem Kind. Das zweite LTB-Royal wird wie folgt beschrieben:

„Nobler Nachwuchs im royalsten LTB ganz Entenhausens! Bereits zum zweiten Mal gewährt das Lustige Taschenbuch Royal Ihnen und uns Einblicke in Königshäuser von heute und Schlösser aus längst vergangenen Zeiten und zeigt, daß sich das Leben des blaublütigen Adels nur unwesentlich von dem der einfachen Entenhausener Gesellschaft unterscheidet. Besonders für eine bekannte Königsfamilie, die seit kurzem um einen adligen Windelträger reicher ist, sind die königlichen Pflichten in den Hintergrund getreten und haben Platz für fröhliches Kinderlachen und friedliche Mittagsschläfchen gemacht. Apropos Mittagsschläfchen! Diesem Hobby wollte Donald Duck fröhnen, doch dann kam alles anders und schwuppsdiwupps sitzt er mit seinem Bürzel an der Spitze des Königreichs Begonien. Wie es dazu kam und welche spektakulären Abenteuer das „Reich der zwei Seen” bereithält? Lesen Sie selbst! Ein nobles LTB mit zehn königlichen Geschichten!“

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Wie man sehen kann, verwenden die Herausgeber für das Titelblatt der Bücher Entenversionen der englischen Königsfamilie. Ich finde, das ist eine sehr nette Hommage an die britischen Royals, die sich auch bei uns in Deutschland sehr großer Beliebtheit erfreuen. Und die Kinder, die diese Bücher lesen, werden ihre Freude an den vielen schönen Geschichten haben. Ebenso wie ich, denn LTBs sind auch für Erwachsene geeignet

600 Jahre Hohenzollern in Brandenburg

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Das Kurfürstentum Brandenburg zum Zeitpunkt, als Kaiser Sigismund die Hohenzollern damit belehnte.

Das Kurfürstentum Brandenburg zum Zeitpunkt, als Kaiser Sigismund die Hohenzollern damit belehnte.

Als am 30. April 1915 das 500jährige Jubiläum der Herrschaft der Hohenzollern über Brandenburg gefeiert wurde – am 30. April 1415 war der Nürnberger Burgraf Friedrich VI. von Hohenzollern von König Sigismund zum Markgrafen und Kurfürsten erhoben und mit der Mark Brandenburg belehnt worden – hatte Brandenburg etwa 4,1 Mio. Einwohner. Heute wohnen in dem Land gerade einmal 2,5 Mio., Tendenz weiter fallend, und darüber, wieviele Menschen davon als Brandenburger wirklich dauerhaft dort leben und wieviele Zugewanderte dort nur ihren Wochenend- beziehungsweise ihren Altersruhesitz haben, gibt die Statistik keine Auskunft. Bei diesen Zahlen muß zwar auch berücksichtigt werden, daß zwischen 1915 und 2015 verschiedene Gebiete nach Berlin eingemeindet wurden und einige Teile des damaligen Brandenburgs heute nicht mehr zu Deutschland gehören, trotzdem läßt sich jedoch sagen, daß es dem Land seit dem Ende der Hohenzollernherrschaft 1918 nicht besser ergangen ist. Dies betrifft gerade auch die wirtschaftliche Entwicklung, denn zur Jahrhundertwende konnte das Land neben dem Bergbau auch in Bereichen wie der Optik oder der Textilproduktion Erfolge vorweisen, während das Land heute größtenteils von der Landwirtschaft lebt und im bundesdeutschen Durchschnitt einen der geringsten Durchschnittslöhne und eine der höchsten Arbeitslosenquoten zu verzeichnen hat.

Die Statue des ersten brandenburgischen Kurfürsten aus dem Haus der Hohenzollern, die früher auf der Siegesallee stand.

Die Statue des ersten brandenburgischen Kurfürsten aus dem Haus der Hohenzollern, die früher auf der Siegesallee stand.

Die Bedingungen für das Erreichen einer politischen und wirtschaftlichen Blüte waren dabei denkbar schlecht: Die Böden Brandenburgs galten als unfruchtbar – die fruchtbarsten Gebiete im Oderbruch wurden erst auf Weisung der Hohenzollern trockengelegt – und Bodenschätze gab es nicht. Für die Kohle fand sich erst später eine Verwendung. Die Brandenburger waren schon zu Zeiten des ersten Hohenzollernkurfürsten störrische Zeitgenossen, weswegen staatliche Strukturen erst geschaffen werden mussten, viel Bevölkerung gab es aber eigentlich auch gar nicht. Die Hohenzollern hatten in den über 500 Jahren ihres Wirkens in der Mark also wahrlich keine einfache Aufgabe und es hat in der Geschichte sicher mehr Herrscher gegeben, die blühende Länder heruntergewirtschaftet haben, als aus dem Nichts ein bedeutendes Land zu erschaffen, wie es den zahlreichen bemerkenswerten Persönlichkeiten unter den Hohenzollern durch ein jahrhundertelanges Streben gegen alle Widrigkeiten gelang.

Heute wohnen die Nachfahren des Kaisers bei Bremen und halten sich nur selten in ihren eigentlichen Stammlanden auf, die auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer politisch noch von Teilen des Ancien Régime beherrscht werden. In der brandenburgischen Gedenkkultur haben Überlegungen, den 600. Jahrestag der Ankunft des ersten Kurfürsten aus dem Haus Hohenzollern in Brandenburg feierlich zu begehen, auch keinen Platz. Der Verdacht, daß dies aus Scham der Fall ist, weil man es nach 1918 keineswegs besser gemacht hat, als die Hohenzollern, ist dabei sicher nicht von der Hand zu weisen.

L.R.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 147

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Großherzog von Luxemburg verliert Rechte

Anders als die Deutschen erhielten die Luxemburger 1919 das Recht, über ihre Staatsform abzustimmen. Wie im Nachbarland, so hatten auch im Großherzogtum Luxemburg sozialistische und liberale Politiker am 9. Januar 1919 die Republik ausgerufen (nachdem ihre Initiative im Parlament gescheitert war). In einer Volksabstimmung erklärten am 28. September 1919 77,8% der Luxemburger, daß sie ihre Monarchie nicht verlieren wollten. Seither hat sich die monarchische Staatsform sehr zum Wohl des kleinen Landes ausgewirkt. Gelegentlich fordern Politiker aus Kleinstparteien eine Republik, doch dienen solche Vorstöße wohl nur dazu, daß diese Randfiguren des politischen Lebens nicht ganz vergessen werden. Wie in anderen Monarchien auch sind die republikanischen Luxemburger am lautesten und beleidigendsten im Internet, wo sie im Schutz der Anonymität ihre plumpen Angriffe gegen das Herrscherhaus führen können. Am 7. Juni steht wieder ein Referendum an, das sich jedoch nicht direkt um die Monarchie dreht. Die seit Herbst 2013 amtierende Koalitionsregierung aus Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen ruft die Luxemburger dazu auf, Änderungen am Wahlrecht vorzunehmen. Künftig sollen bereits 16-jährige abstimmen dürfen. Das aktive Wahlrecht soll auch für Nichtluxemburger gelten, die mindestens zehn Jahre im Land leben und bereits einmal an Kommunal– oder Wahlen zum Europäischen Parlament teilnahmen. Schließlich wird die Finanzierung der Religionsgemeinschaften geändert. Galt sie bisher fast ausschließlich der katholischen Kirche, soll sie künftig auch andere Glaubensgruppen (Protestanten, Muslime usw) zugute kommen. Ein Minister soll künftig höchstens zehn aufeinanderfolgende Jahre amitieren dürfen. Übertragen auf Deutschland würde das bedeuten, daß Angela Merkel in diesem Jahr ihren Abschied nehmen müßte, weil sie bereits zehn Jahr den Kanzlerstuhl besetzt.

Anläßlich des 60. Geburtstags von Groß-herzog Henri am 16. April veröffentlichte der großherzogliche Hof neue Photos, hier mit Großherzogin Maria Teresa. In der offiziellen Liste seiner Titel führt er nach dem des Großherzogs von Luxem-burg auch den des Herzogs von Nassau. Zahlreiche Besuche in Deutschland zei-gen die Verbundenheit mit dem alten Herzogtum Nassau.

Anläßlich des 60. Geburtstags von Großherzog Henri am 16. April veröffentlichte der großherzogliche Hof neue Photos, hier mit Großherzogin Maria Teresa. In der offiziellen Liste seiner Titel führt Henri nach dem des Großherzogs von Luxemburg auch den des Herzogs von Nassau. Zahlreiche Besuche in Deutschland zeigen die Verbundenheit mit dem alten Herzogtum Nassau.

Diese Fragen rühren nicht unmittelbar an der Stellung des Großherzogs, wenngleich Kritiker der Monarchie anführen werden, warum man einen Minister nur zehn Jahre im Amt lassen solle und der Monarch regiere zeitlich unbegrenzt. Doch keine der vier großen Parteien Luxemburgs stellt die Monarchie als solche in Frage. Änderungen an den Einflußmöglichkeiten des Staatsoberhaupts nahm das Parlament schon 2008 vor, als Großherzog Henri dem Euthanasiegesetz seine Billigung verweigerte (Corona berichtete in Ausgabe 36). Damals wurde Hals über Kopf eine Neuformulierung von Artikel 34 der Verfassung in die Wege geleitet; außerdem verabschiedete das Parlament eine Resolution, mit der der zuständige parlamentarische Institutionenausschuß beauftragt wurde, die Befugnisse des Großherzogs bei der nächsten Verfassungsreform noch einmal zu überdenken. Der Entwurf, der im April 2009 vorlegt wurde, beschnitt die Befugnisse des Großherzogs deutlich. Der Staatschef soll danach weiter Teil der Exekutive bleiben, aus der Judikative müsse er sich aber ganz heraushalten; seine Zuständigkeiten bei der Legislative sollen sich auf das Recht zur Auflösung des Parlaments beschränken, wozu es jedoch der Zustimmung der Regierung bedürfe. Damit eine Wiederholung der Verfassungskrise von 2008 ausgeschlossen wird, sieht die Vorlage Mechanismen für den Fall vor, daß „das Staatsoberhaupt seiner verfassungsrechtlichen Rolle nicht gerecht wird“, wie das die Parteien formulieren. Dies wurde in den Entwurf der neuen Verfassung übernommen, der im März im Vorfeld des konsultativen Referendums auf der Internetseite der Abgeordnetenkammer veröffentlicht wurde. Andere Passagen warfen die Verfassungsgeber hingegen wieder über Bord: Der Staatschef wird auch künftig Gesetzestexte verkünden dürfen; auch soll er weiterhin die Richter und Staatsanwälte berufen und er darf wieder Beamte ernennen – eine Funktion, die im ursprünglichen Entwurf der Regierung vorbehalten war. Wenn die Änderungen das Parlament passiert haben, wird das Volk in ein paar Jahen erneut um Zustimmung zur veränderten luxemburgischen Verfassung gebeten. Die Verteidiger der monarchischen Staatsform müssen deshalb im Vorfeld aktiv werden. Bei der reinen Ja-/Nein-Abfrage können die Motive der Ablehner bei ultramonarchistisch oder republikanisch liegen. Was sich zwischen diesen Polen bewegt, wird sich in einem Ja-Votum niederschlagen. H.S.

Die Republik der Gleichmacher

Die Gleichmacherei, die seit 225 Jahren in Frankreich manchmal mehr, manchmal weniger rigoros regiert, bringt immer neue Blüten hervor. Die jüngste Schulreform geht gegen „elitäre“ und „enzyklopädistische“ Unterrichtspläne vor, was dazu führen könnte, daß der Deutschunterricht an französischen Schulen völlig unattraktiv wird. Der französischen Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem mißfällt, wie bisher die zweite Fremdsprache in bilingualen Klassen erlernt wurde. Statt in sechs Wochenstunden soll eine zweite Fremdsprache künftig nur noch in zweieinhalb Stunden die Woche gelehrt werden. Das berührt in großem Maß Deutsch, aber auch Latein oder Italienisch. Auf die Proteste der Pädagogen gab die frühere Sprecherin des sozialistischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande an, es gehe ihr um mehr Chancengleichheit. Das Deutschangebot sei „zu elitär“. Es würde „nur von wohlhabenden Familien“ genutzt und verstärke damit die „soziale Segregation“. Jürgen Ritte, Germanistikprofessor an der Sorbonne, nannte dies in einem Interview mit Deutschlandradio Kulturein schamloses Argument”. Das sei ein „idiotischer Ansatz des Gleichheitsprinzips“. Nun werde nach dem Motto verfahren, lieber alle gleich schlecht zu behandeln als einige gut. Auch den Geschichtsunterricht entrümpelt Madame Vallaud-Belkacem. Vom christlichen Mittelalter sollen die französischen Schüler nichts mehr erfahren. Dieses Thema nannte sie „zu enzyklopädistisch“. Meint sie, daß dieses Wissen bei Wikipedia nachgeschlagen werden sollte? Laut Ritte zerrt die Ministerin den Streit auf ein ideologisches Feld. Damit haben die Republikaner in Frankreich Erfahrung. Schon Clemenceau sagte, die Französische Revolution sei ein Block, entweder lehne man sie komplett ab oder man akzeptiere sie ohne Abstriche. Das macht es Royalisten einfach. H.S.

Die Französische Revolution, das sind Massaker an Hunderttausenden von Zivilisten. Sagt NEIN zum 14. Juli.

Die Französische Revolution, das sind Massaker an Hunderttausenden von Zivilisten. Sagt NEIN zum 14. Juli (bzw.: am 14. Juli).

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Die vollständige 147. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit: Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 147

  • Großherzog von Luxemburg verliert Rechte
  • Königin Margrethe II. von Dänemark wurde 75 Jahre alt
  • Thronfolgeregelung im Sultanat Oman
  • Republik der Gleichmacher

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen , dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Bulgariens Kronprinz Kardam gestorben

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Kronprinz Kardam, Fürst von Tornovo, und Kronprinzessin Miriam von Bulgarien.

Kronprinz Kardam, Fürst von Tornovo, und Kronprinzessin Miriam von Bulgarien.

Kronprinz Kardam von Bulgarien, Fürst von Turnovo, Herzog von Sachsen, erlag am 7. April um 11.30 Uhr seinen schweren Verletzungen, die er in einem Autounfall am 15. August 2008 erlitten hatte. Neben zahlreichen Knochenbrüchen und Schädelverletzungen waren seine Hände so schwer in Mitleidenschaft gezogen, daß sie amputiert werden mußten. Mehrere Monate lag der Kronprinz im Koma. Als er schließlich erwachte, war er völlig gelähmt und hatte sein Sprachvermögen verloren. Auch die Verlegung in Spezialkrankenhäuser in Galizien brachte keine Besserung. Über die Jahre machte seine Gesundheit keine Fortschritte. (Siehe Corona 32, Bulgarien: Ein behinderter Thronerbe?).

Geboren wurde Kronprinz Kardam als ältester Sohn von König Simeon II. und Königin Margarita der Bulgaren am 2. Dezember 1962 in Madrid, wo der Herrscher, der 1943 die Nachfolger seine Vaters, König Boris III. angetreten hatte, im Exil lebte.

Als Kind besuchte er das französische Gymnasium in Madrid und arbeitete nach einem Studium in den USA. Am 11. Juli 1996 heiratete er Doña Miriam de Ungría y López. Das Paar hat zwei Söhne: Prinz Boris (*12. Oktober 1997 in Madrid) und Prinz Beltrán (*23. März 1999). Prinz Boris ist Bulgariens neuer Kronprinz.

Wie bekannt wurde, soll das Begräbnis von Kronprinz Kardam am Mittwoch, 8. April, 12.30 Uhr auf dem madrilenischen Friedhof San Isidro de Madrid stattfinden. Neben den Angehörigen des bulgarischen Königshauses werden auch Mitglieder der spanischen Königsfamilie bei den Feierlichkeiten erwartet.

Zu den ersten Freunden, die der bulgarischen Königsfamilie nach dem Tod von Kronprinz Kardam ihr Mitgefühl ausdrückten, gehörte Königin Sofìa von Spanien, hier bei einer Umarmung Kön Simeons II.

Zu den ersten Freunden, die der bulgarischen Königsfamilie nach dem Tod von Kronprinz Kardam ihr Mitgefühl ausdrückten, gehörte Königin Sofìa von Spanien, hier bei einer Umarmung König Simeons II.

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