König Philippe an seine deutschsprachigen Mitbürger: „Unser Land trägt mit konstruktiver Kraft zur internationalen Ordnung bei“

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Ansprache Seiner Majestät des Königs anlässlich des Nationalfeiertags am 21. Juli 2018

Meine Damen und Herren,

die tolle Leistung unserer Nationalmannschaft bei der Fuβball-Weltmeisterschaft hat unser ganzes Land mitgerissen. Wir haben alle zusammen unvergeβliche Momente mit unseren Spielern erlebt. Das ist so einer der Momente im Leben eines Landes, die das Gefühl in uns wecken, stolz zu sein und dazu zu gehören. Unsere Roten Teufel haben aber auch fabelhaft unseren Wahlspruch verkörpert: Einigkeit macht stark. Zusammen sind wir stark, in unserer Vielfalt, wenn wir unsere Talente bündeln und nach einem gemeinsamen Ideal streben.

Natürlich ist da zuerst das schöne Ergebnis als solches. Aber die herausragende Leistung unserer Mannschaft liegt auch in der Art und Weise, wie sie diesen Erfolg errungen hat: mit Fairplay, Respekt für den Gegner und dadurch, daβ jeder Spieler sein Talent in den Dienst derselben Sache gestellt hat: die Ehre unseres Landes.

Auch in unserem persönlichen Leben und in der Gesellschaft beurteilen wir unsere Stärke anhand von Resultaten, aber auch durch die Art, wie wir diese erreichen, im Streben nach einem gleichen Ziel. Indem wir zusammen vorgehen und dabei unsere jeweiligen Talente und Schwächen miteinander vereinbaren. Um stark und erfolgreich zu sein, um letztendlich ich selbst zu sein, muβ ich auf die Stärken der anderen vertrauen, die mir erst meine eigene Stärke offenbaren. Indem ich mich mit und für meine Mitmenschen einsetze.

In der Suche nach dem, was uns eint, finden wir den ganzen Reichtum, der sich aus unseren Unterschieden ergibt. Unsere Schwächen können wir dann in Stärke ummünzen.  Das Streben nach Einheit verkennt nicht die Unterschiede, sondern im Gegenteil: es nimmt sie an. Ein Resultat, das wir in diesem Geiste erzielen, wird so noch schöner.

Meine Damen und Herren,

wir erleben heute einen tiefgreifenden geistigen Wandel. Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert des Bürgers. Dasjenige aller Bürger, die zum Gemeinwohl beitragen wollen, indem sie sich für sinngebende Projekte einsetzen. Die Suche nach Sinngebung gibt dem Gemeinwohl eine wirklich menschliche Dimension.  Belgien ist eine vielseitige und lebendige Gesellschaft. Es gibt in unserem Land unzählige Initiativen, deren Hauptziel nicht vorrangig Effizienz und Profit ist, sondern die auch menschlichen Mehrwert schaffen wollen. Das soziale Unternehmertum ist hierfür ein schönes Beispiel. Öffentlicher, privater, Wirtschafts- und Sozialsektor wachsen immer mehr zusammen.

Dieser Elan bereichert unsere Demokratie. Er nährt unser Engagement auf allen Ebenen, angefangen in unserer unmittelbaren Umgebung bis hin zu unserem Auftreten in der Welt. Wir setzen uns ein für gestaltende Projekte in unseren Gemeinden, wo im Oktober Wahlen stattfinden werden. Und unser Land trägt mit konstruktiver Kraft zur internationalen Ordnung bei. Zum Beispiel im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, wo wir ab nächsten Januar wieder einen Sitz innehaben werden. Dort können wir uns tatkräftig für unsere Ideale einsetzen, die uns am Herzen liegen, nämlich Entwicklung und Frieden.

Lassen wir diese Kraft, die uns so auszeichnet, weiter wirken – wo immer wir sind und wann immer wir die Gelegenheit dazu haben. Das ist auch der Weg, den uns König Baudouin gewiesen hat, der vor 25 Jahren von uns gegangen ist. König Baudouin war ein Mann der Hoffnung. Er schöpfte seine Kraft aus einem tiefen Glauben an die Menschheit. Er hörte den Menschen zu und stellte stets die Stärken der anderen in den Vordergrund. Das ist für uns eine wunderbare Quelle der Inspiration.

Die Königin und ich wünschen Ihnen einen schönen Nationalfeiertag.

Es lebe Belgien!

Am Nationalfeiertag feierte König Philippe auch sein fünfjähriges Thronjubiläum (am rechten Bildrand seine jüngste Tochter, Prinzessin Eléonore).

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Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 203

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Herzog Franz von Bayern 85 Jahre alt

Seine Königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern, Chef des Hauses Wittelsbach, im Studio des Bayerischen Rundfunks. Er ist überall ein gesuchter Gesprächspartner.

Ein Leben, das 85 Jahre währt, hält viele Geschichten bereit. Für Seine Königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern, der am 14. Juli 1933 im Schloβ Nymphenburg geboren wurde, gilt das in besonderem Maβ: Die Nationalsozialisten waren ein halbes Jahr zuvor in Deutschland an die Macht gekommen. Die Versuche bayerischer Königstreuer, den Nazis wenigstens in Bayern durch die Proklamation von Kronprinz Rupprecht zum König einen Riegel vorzuschieben, scheiterten am 17. Februar 1933 und der Bayerische Heimat- und Königsbund mit 70.000 Mitgliedern hatte am 6. Juli 1933 seine Selbstauflösung verkündet. Kein guter Start für den ältesten Sohn von Erbprinz Albrecht von Bayern, die beide für das Haus Wittelsbach als nächste Anwärter für den bayerischen Thron bereitstanden.

Auf Prinz Franz folgten noch drei Geschwister, die mit ihm in Kreuth aufwuchsen: S.K.H. Herzog Max in Bayern,  I.K.H. Prinzessin Marie Gabrielle von Bayern, verheiratet mit S.D. Fürst Georg von Waldburg zu Zeil und Trauchburg, und I.K.H. Prinzessin Marie Charlotte von Bayern, verheiratet mit S.D. Fürst Paul von Quadt zu Wykradt und Isny. Doch in diesen Zeiten gab es keine unbeschwerte Kindheit, da machten auch Königskinder keine Ausnahme.

Der Erbprinz und seine Familie übersiedelten 1939 aus Widerspruch zum NS-Regime nach Ungarn und lebte vier Jahre lang in Budapest, bevor alle Ende 1943 auf Schloβ Sárvár zogen. Albrecht stellte sich jedoch bei Kriegsausbruch zum Wehrdienst, wurde aber aus politischen Gründen als »wehrunwürdig« abgelehnt. Nach der Besetzung Ungarns durch die Wehrmacht wurde die gesamte Familie am 6. Oktober 1944 verhaftet und ins Konzentrationslager Oranienburg verfrachtet. Im April 1945 verschleppten die Nazis sie ins Konzentrationslager Dachau, wo sie am 30. April von der 3. US-Armee befreit wurden. Wiederholt hat Herzog Franz in Fernsehinterviews von seinem traumatischen Aufenthalt in den Nazi-KZs gesprochen. Sie haben ihn geformt, aber nicht gebrochen.

Nach der Befreiung besuchte er das Benediktiner-Internat im Kloster Ettal, wo er auch sein Reifezeugnis ablegte. Danach studierte er Betriebswirtschaft an den Universitäten München und Zürich und darf sich seit der Abschluβprüfung Diplomkaufmann nennen. Seine wahre Passion ist jedoch die moderne Kunst, deren vielgefragter Experte er ist. Diesem Engagement wurde bereits an seinem 75. Geburtstag Rechnung getragen, als ihm die Ludwig-Maximilians-Universität die Ehrendoktorwürde verlieh. Christopher Balme, Dekan der Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften, die den Antrag dazu gestellt hatte, begründete den Dr. h. c. in einer Laudatio und lobte das Engagement von Herzog Franz von Bayern in diversen Gremien, etwa im Hochschulrat oder den Kuratorien der Akademie der Wissenschaften und des Instituts für Bayerische Geschichte, in diesem Kontext erwähnte er lobend auch das Patronat über die Berchtesgadener Gespräche, in denen er aufgreift, was König Max II. mit seinen gelehrten Abendunterhaltungen angestoßen hatte. In der Verleihungsurkunde hieβ es, der Herzog brenne „schon von Jugend an für die bildende Kunst“ und habe es auf diesem Feld, insbesondere dem der modernen Malerei, zu großer Kompetenz und Anerkennung gebracht. Er sitzt in vielen Gremien, sein Rat wird weltweit gerne gehört. In seinen Sammlungen befinden sich Kernstücke der Gegenwartskunst, Werke, die er 1984 dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds unter der Bedingung schenkte, daβ sie den staatlichen bayerischen Museen, also der Öffentlichkeit, zur Verfügung stünden.

In einem Interview wurde der Jubilar einmal gefragt, wie er seine Rolle als Chef des Königshauses, die er seit dem Tod Herzog Albrechts 1996 innehat, verstehe. Dabei antwortete er ebenso bescheiden wie diplomatisch: „Im Wesentlichen sehe ich mich als Familienchef vor zwei Aufgaben gestellt: Eine betrifft die inneren Angelegenheiten der Familie, den Frieden und den Zusammenhalt. Nach außen erfülle ich eine mehr repräsentative Aufgabe. Die rund 800-jährige Verbindung des Hauses Wittelsbach mit dem Land Bayern hat zwar 1918 ein äußerliches Ende gefunden, nicht geendet hat jedoch die gegenseitige Verbundenheit und Wertschätzung und der Bezug zur Geschichte und Tradition. Man könnte sagen, daβ meiner Familie aus diesem Bewuβtsein heraus sehr viel Respekt entgegengebracht wird, den wir erwidern, unter anderem, indem ich offizielle Einladungen annehme und mich in vielfältigen Gremien engagiere.

Vor fünf Jahren: Herzog Franz von Bayern feierte in Schloβ Schleiβheim seinen 80. Geburtstag und hieβ viele Gäste willkommen.

Zu seinem 85. Geburtstag verreiste der Jubilar, aber Marcus von Bechtolsheim von der Verwaltung des Hauses Wittelsbach machte Hoffnung: „Zum 90. Geburtstag des Herzogs könnte es eine groβe Feier geben.” In diesem Sinne: Ad multos annos, Königliche Hoheit! H.S.

Weiter Unruhen in Persien

Der Kampf um die Freiheit des Irans wird auch im Internet ausgefochten.

Die Unruhen im Iran, über die Corona zu Beginn des Jahres berichtete, sind in den vergangenen Wochen wieder aufgeflammt. Die Nachrichten, die nach außen dringen, sind spärlich, doch sollen sich zeitweilig ganze Städte unter den Fahnen des Schah gegen das Regime der Mullahs erhoben haben, da die Versorgungslage der Bevölkerung unverändert schlecht ist. Gegenwärtig gibt es Unruhen in zwei Provinzen.

Der in den USA lebende Kronprinz Reza Pahlavi äußerte sich in diesem Zusammenhang mehrfach gegenüber der internationalen Presse und wird nicht müde, den Sturz des iranischen Regimes zu fordern, wobei er sich jedoch gleichzeitig gegen eine militärische Intervention in seinem Land ausspricht. Vergleiche mit syrischen Verhältnissen, wie sie von den Mullahs getroffen werden, sollten die Proteste weitergehen, wies der Prinz zurück. Schon einen Tag nach dem Sturz des Regimes würde der Wiederaufbau beginnen und Persien und sein Volk haben alle Voraussetzungen, ein wohlhabendes Land zu sein. Auch müsste das Volk dann bestimmen, welche Institutionen es haben wolle. Reza Pahlavi steht für die Planung der Zeit nach den Mullahs auch in einem regelmäßigen Austausch mit Oppositionsgruppen.

Ob man das hören will, oder nicht: Der Widerstand gegen das iranische Regime ist wohl auch ein Erfolg der US-amerikanischen Auβenpolitik unter Donald Trump, der es durch die Drohung, Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in den Iran zu bestrafen, konsequent erschwert, daß Teheran wirtschaftlich wieder auf die Beine kommt. Gleichzeitig wird auch der außenpolitische und militärische Einfluβ des Iran in Syrien und anderen Ländern zurückgedrängt, was dem Frieden in der Region sicher sehr zuträglich ist. Am zuträglichsten für das iranische Volk und die Region wäre aber eine Rückkehr des Iran in die Weltgemeinschaft unter dem rechtmäßigen Schah. L.R.

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Die vollständige 203. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona -Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 203

Inhalt der 203. Ausgabe:

  • Herzog Franz von Bayern 85 Jahre alt
  • Weiter Unruhen in Persien
  • Der 14. Juli ist ein Tag der Trauer: Jahrestag des Putschs gegen die haschemitische Monarchie Irak
  • Gedenken an ermorderte Zarenfamilie in Ruβland

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 202

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Monarchistisches 1968

Landauf, landab ergehen sich viele in nostalgischer Erinnerung. Das Jahr 1968 erscheint in einem verklärterem Schein als ihn das Kaiserreich jemals bei seinen Anhängern hervorrief. Abgesehen von einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) (Alexander Zirpel: Der unrote Groβvater erzählt), der etwas Wasser in den 68er Erinnerungswein gieβt, erwecken alle Zeitzeugen den Anschein, sie hätten auf der Straβe die Demokratie neu erfunden, Barrikaden erklommen, kurz: das freie Leben erst ermöglicht. Andere Stimmen kommen in „den” Medien so gut wie nicht vor.

Start am Jahresanfang 1968: Die Nummer 1 der neuen Zeitschrift Erbe und Auftrag.

Es mag überraschen, aber aus monarchistischer Perspektive gab es 1968 tatsächlich einen Aufbruch. Im 50. Jahr der kaiserlosen, der schrecklichen Zeit erschien zum Jahresanfang 1968  die 1. Ausgabe des 1. Jahrgangs von Erbe und Auftrag. Zwar gab es den Herausgeber der Zeitschrift, die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des monarchischen Gedankens -Tradition und Leben e. V., bereits früher, aber nach dem Tod des Gründers, Freiherr Heinrich von Massenbach, 1962 war die Veröffentlichung der Vereinspublikationen eingestellt worden. Im Geleitwort der neuen Zeitschrift schreibt (Prof. Dr.) Helmut Reichold (1922-1978): „Sicher ist die monarchische Ordnung, wie wir sie vertreten und anstreben kein Allheilmittel für alle Probleme und Schwierigkeiten, die sich in der sogen. pluralistischen  Gesellschaft zusammenbrauen. … Wir sind keine Quacksalber, die ein Wundermittel anzubieten haben. Auch sehen wir in der Krone nicht den Garanten deutscher Macht und Gröβe, wie man es vielleicht noch in den zwanziger Jahren unter der furchtbaren Belastung des Versailler Diktates gesehen hatte.“

Der Herbst des Jahres 1968 lieβ die Monarchisten Hoffnung schöpfen. Nachdem Bundespräsident Heinrich Lübke seinen Rücktritt angekündigte, wollte die Münchner Wochenzeitung Quick in ihrer Ausgabe 39 im Oktober von ihren Lesern wissen, wen sie denn gerne als Nachfolger sähen. Am 6. November 1968 veröffentlichte sie in Ausgabe 45 das Ergebnis: 39,8% hatten sich für Prinz Louis Ferdinand von Preuβen ausgesprochen. Der Nächstplacierte, der SPD-Politiker Carlo Schmid kam nur auf 16,2%, der nachmalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker erhielt 7% und der tatsächlich dann gewählte Gustav Heinemann lag mit 6,8% abgeschlagen auf Platz 5.

Über den Gewinner der Umfrage heiβt es in der Quick: „Prinz Louis Ferdinand öffnet seinen Besuchern die Haustür selbst, entkorkt eigenhändig die Flaschen und schenkt nach. Kein Dienstbote wird bemüht, wenn der Gast Hunger verspürt. Seine Kaiserliche Hoheit holt Appetitthappen und belegte Brote selbst aus der Küche und serviert sie. Würde und Überlegenheit büβt er dadurch nicht ein. Die politischen Vorstellungen des Prinzen wurden nicht ausschlieβlich von seiner Familientradition geprägt. Er war im Dritten Reich ein Mann des Widerstandes. Er und seine Familie riskierten Leben und Gesundheit, um das „geliebte Deutschland vom braunen Terror zu befreien“. Und auch heute würde der 60jährige Gefahren nicht scheuen, wenn Gefahr von „oben“ droht: ‚Ich würde mit Willy Brandt auf die Barrikaden gehen, wenn die Notstandsgesetze miβbraucht würden!’” Parallel zur Quick hatte auch die Bild-Zeitung ihre Leser ge-beten, der Redaktion mitzuteilen, wen sie  als Bundespräsidenten wünschten. Und dabei war das Ergebnis noch eindeutiger: Wie die Zeitung am 14. November 1968 veröffentlichte, konnte Prinz Louis Ferdinand 12.324 Stimmen auf sich vereinen, das entsprach 55,6% der 22.178 eingesandten Voten. Von den Politikern wurde in der Bundesversammlung dieses Meinungsbild ignoriert. Die Delegierten wählten den von der CDU zur SPD gewechselten Gustav Heinemann im dritten Wahlgang zum Bundespräsidenten.

Die BILD verkündete es in groβen Buchstaben: Nr. 1: Der Prinz.

Doch den Schwung von 1968 nutzte Prinz Louis Ferdinand, um im Juli 1969 auf Burg Hohenzollern den Zollernkreis ins Leben zu rufen. Mit diesem offenen Gesprächskreis sollte erreicht werden, daβ Royalisten und Republikaner sich treffen konnten. Ob er damit eine überparteiliche „pressure group“ schaffen wollte, die für ihn und seine Rechte eintreten würde, bleibt Spekulation. Man kann ihn nicht mehr fragen. Leider flachten die monarchistischen Impulse von 1968/69 im Lauf der Zeit ab. Die meisten Streiter für den monarchischen Gedanken aus den 60er Jahren sind im vergangenen halben Jahrhundert abgetreten. Sie fanden Nachfolger, doch sind diese eher individualistische Einzelgänger, denen es an Kompromiβbereitschaft und Kooperationswillen fehlt. Die Wirkung der Monarchisten in die Gesellschaft hinein nahm ab. Im Bundestag sitzt – anders als 1968 – kein bekennender Monarchist mehr. Der letzte seiner Art dürfte Dr. Herbert Czaja gewesen sein, 1953 erstmals in den Bundestag gewählt, bis 1990 direkt gewählter CDU-Abgeordneter des Wahlkreises Stuttgart II und zahlendes Mitglied von „Tradition und Leben“. Seine neun Kinder sind heute in verschiedenen Parteien und Ämtern aktiv, aber keines fand (soweit bekannt) den Weg in eine monarchistische Vereinigung.

Nostalgie auf 1968 verbietet sich, aber die Monarchisten könnten einen Schub à la 1968 gut gebrauchen.       H.S.

PS. Zur Vertiefung der Thematik sei die Dissertation von Dr. Joachim Selzam „Monarchistische Strömungen in der Bundesrepublik Deutschland 1945 – 1989“ empfohlen.

Restauration der Monarchie in Burundi?

König Ntare V. (Charles Ndizeye Mwambutsa
* 2. Dezember 1947 – † 29. April 1972). Er folgte am 8. Juli 1966 seinem Vater als Mwami nach und wurde am 28. November 1966 von Premierminister Micombero für abgesetzt erklärt. Er ging ins Exil nach Deutschland. Von dort wurde er nach Uganda gelockt. Uganda überstellte ihn nach Burundi, wo er während eines royalistischen Aufstands, der 100.000 Menschenleben kostete, ermordet wurde.
Am 29. April 2012 wurden seine sterblichen Überreste in der Königsresidenz Gitega zur letzten Ruhe gebettet.

Wie die französische Zeitung „Le Monde” berichtet, trägt sich der Langzeitpräsident Burundis, Pierre Nkurunziza, mit der Idee der Wiedereinführung der Monarchie.

Dies ist eine überraschende Wendung in der von Völkermord und Bürgerkrieg gezeichneten ehemaligen deutschen und belgischen Kolonie, da der Präsident eigentlich eigens ein Referendum für eine Verfassungsänderung veranlaβte, welche ihn dazu autorisiert hätte, bis ins Jahr 2034 an der Macht zu bleiben. Während des Referendums kam es jedoch zu Ausschreitungen, bei denen zahlreiche Menschen getötet wurden, was den Präsidenten vielleicht zur Einsicht brachte. Nach dem siegreichen Referendum ließ er, der seit 2005 regiert, nämlich wissen, daβ er 2020 in den Ruhestand gehen wird. Eine der bis dahin wenig bemerkten und kommentierten Verfassungsänderungen, die per Referendum beschlossen wurden, ist tatsächlich die Möglichkeit der Wiedereinführung der Monarchie, welche in Burundi zwischen 1530 und dem Jahr 1966 Bestand hatte – auch während der Kolonialzeit gab es einen burundischen König. Außerdem sah man Nkurunziza in letzter Zeit immer öfter an Orten auftreten, die mit der alten Monarchie in Verbindung gebracht werden. So unterschrieb der Präsident die neue Verfassung in Gitega, dem letzten Sitz des letzten burundischen Königs Ntare V.

Es wäre nicht das erste Mal, daß nach einem Bürgerkrieg die monarchische Staatsform gewählt wurde, um ein für alle akzeptables Staatsoberhaupt zu finden. Auch in Kambodscha, Spanien und Uganda (auf regionaler Ebene) geschah dies bereits. Vielleicht hat der gegenwärtige Präsident etwas mehr Vision, als so viele seiner Kollegen, denen es nur um Machterhalt und persönliche Bereicherung geht. Dies wird die Zukunft zeigen.

Die burundischen Könige waren nach der Unabhängigkeit von Belgien bestrebt, die Spannungen zwischen Hutu und Tutsi zu lindern, jedoch verhinderten zwei Militärstreiche, daß sie ihr Werk vollenden konnten. Stattdessen verlor sich das Land in ethnischen Konflikten. Eine Restauration der Monarchie wäre daher folgerichtig. L.R.

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Die vollständige 202. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona -Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 202

Inhalt der 202. Ausgabe:

  • Die anderen 68er
  • Verfassungsänderungen im Groβherzogtum Luxemburg
  • Restauration der Monarchie in Burundi?
  • Thronfolger von Sachsen-Weimar-Eisenach stirbt bei Unfall

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Schloβ Amerongen eröffnet Ausstellung zu Kaiser Wilhelm II.

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Für deutsche und auch andere Monarchisten war Haus Doorn als Exilsitz des vorläufig letzten deutschen Kaisers immer bedeutender als Schloβ Amerongen, wo der Monarch seine ersten Tage im Exil verbrachte. Die Aufmerksamkeit könnte sich mehr auf Schloβ Amerongen richten, wo der Nachfahre des Kaisers, Prinz Georg Friedrich mit seiner Frau, Prinzessin Sophie von Preuβen, am 3. Juni die Ausstellung mit dem nicht eben charmanten Titel „Hilfe, der Kaiser kommt!“ eröffnete.

Auf der Webseite des Schlosses heiβt es unter anderem:

Ausstellung vom 3. Juni bis zum 2. Dezember 2018

Eine neue Ausstellung mit Schloβführungen
1918 – vor 100 Jahren – schlossen die Alliierten einen Waffenstillstand, wodurch der Erste Weltkrieg beendet wurde. An diesem Tag erreichte Kaiser Wilhelm II. , der sich im belgischen Spa aufhielt und nicht mehr nach Deutschland zurückkehren konnte, Schloβ Amerongen.

Auf Ersuchen der niederländischen Regierung stellte Graf Aldenburg Bentick dem Kaiser sein Haus zu Verfügung. Ursprünglich sollte der Kaiser nur drei Tage in Amerongen verbleiben, daraus wurden letztlich 18 Monate.

Bewohner von Schloβ Amerongen
Das tägliche Leben auf Schloβ Amerongen wurde fortan in hohem Masse durch die Anwesenheit des Kaisers bestimmt. Nach seiner Ankunft wurde das Gelände des Schlosses hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt.

Die Presse, die Entführungsversuche und zahlreichen Drohbriefe verursachten eine angespannte Atmosphäre innerhalb der Schloβmauern. Die Bewohner des Schlosses wurden überraschend und ohne Vorbereitung ein Teil der Folgen des Ersten Weltkriegs. Diese geschichtlich wichtige Periode wird mit der Ausstellung: „Hilfe, der Kaiser kommt!” vom Standpunkt der Schloβbewohner aus beleuchtet.

Verzicht auf Königs- und Kaiserkrone
Die Anwesenheit des Kaisers hatte auch große Folgen für die Niederlande. Die Regierung muβte viel leisten, um die unzähligen Reaktionen aus dem In- und Ausland diplomatisch in gute Bahnen zu leiten. Schloβ Amerongen stand deshalb kurzfristig im Mittelpunkt Europas, vielleicht sogar der Welt.

Auf Schloβ Amerongen steht der Schreibtisch, an dem Kaiser Wilhelm II. am 28. November 1918 nur für sich (!) die Verzichtsurkunde unterzeichnete.

Der Aufenthalt des Kaisers in Amerongen ist in vielerlei Hinsicht ein historischer Moment für Europa. Am 28. November 1918 unterzeichnete der Kaiser auf Schloβ Amerongen seine Verzichtserklärung.

Trauriges Dokument: Mit seiner Unterschrift besiegelte Kaiser Wilhelm den Verzicht „auf die Krone Preussens und die damit verbundenen Rechte an der deutschen Kaiserkrone“.

Ein kaiserliches Gästebett
Für diesen Sommer wurden die herrlich dekorierten Räumlichkeiten des Schlosses wieder genau wie vor 100 Jahren eingerichtet. In den Küchen sind die typischen Gerichte aus der Zeit des Kaisers und seines Gefolges zu sehen.

Zum ersten Mal erstrahlt auch das – noch nie vorher ausgestellte – kaiserliche Tafelservice wieder im Esszimmer.

Das Jahrhunderte alte Himmelbett – in dem der Kaiser geschlafen hat – wurde wieder herausgeputzt.

Die ausgestellten Menükarten, Briefe, historischen Dokumente, Zeitungen und Fotos geben einen Einblick in das tägliche Leben. Nicht allein im Schloβ, sondern auch in den Gärten sind die Spuren des kaiserlichen Aufenthalts zu erkennen.

Allen Kaisertreuen kann der Besuch von Schloβ Amerongen und der Ausstellung nur wärmstens empfohlen werden.

Kontakt
Kasteel Amerongen
Drostestraat 20
NL-3958 BK Amerongen
Königreich der Niederlande
Tel. +31 343 563 766
info@kasteelamerongen.nl
Website: http://www.kasteelamerongen.nl

Erreichbarkeit per Bus:
Schloβ Amerongen ist mit dem Bus 50 (Wageningen – Utrecht) erreichbar. Haltestelle ‚Amerongen Dorp‘ (Dorf Amerongen). Von hieraus läuft man noch 10 Minuten zum Schloβ.

Parkplatz:
Vor dem Schloβ befindet sich ein kostenloser Parkplatz, sowohl für Fahrräder als auch für Autos.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 201

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Bananenrepublik Italien

Der Vorwurf, zu einer Bananenrepublik geworden zu sein, wird nicht nur gegen die Republik Italien erhoben, Royalisten in Frankreich plakatieren mit derselben Anschuldigung weitflächig gegen die Französische Republik.

Die EU atmet auf, obwohl in Italien eine Regierungsbildung der Rechtspopulisten der Lega Nord und der 5-Sterne-Spaßbewegung dank des mutigen Einschreitens des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella erst gescheitert ist, nun doch wieder ins Auge gefaβt wird. So zumindest die offizielle Lesart in den Medien, die voll des Lobes für den italienischen Präsidenten Matarella waren. Dieser hatte sich geweigert, den dezidiert eurokritischen Paolo Savona zum Finanzminister zu ernennen, weswegen der designierte italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte dann auch keine Lust mehr aufs Regieren hatte. Besagter Finanzminister in spe hätte der EU eine ganze Reihe neuer oder schon überstanden geglaubter Probleme bereitet, da er sich nicht an irgendwelche Defizitvorgaben halten wollte. Schuld an der jetzigen Krise ist laut Medien daher natürlich auch nicht der Präsident, sondern die Parteien, die eigentlich eine Regierung bilden wollten. Neuwahlen scheinen abgewendet zu sein, nachdem die möglichen Mehrheitsparteien Savona nicht mehr zum Finanzminister, sondern „nur“ zum Europaminister ernennen wollen. Dieser hat mit den Stabilitätskriterien nichts mehr zu schaffen. Damit hat der italienische Staatspräsident auf den ersten Blick Kompetenzen wahrgenommen, die Monarchisten gerne dem Monarchen zuschreiben, hat er sich doch als unparteiische Instanz erwiesen, die zum Wohle aller handelt, wenn dies erforderlich ist.

In der römischen Tgeszeitung „Il Tempo“ wurde am 31. Mai die Frage nach der Monarchie aufgeworfen und das Für und Wider mit Interviews, unter anderem dem Vorsitzenden der monarchistischen Jugend (F.M.G.), Simone Balestrini, abgewogen.

Dies ist aber nur auf den ersten Blick so, denn tatsächlich hat der Staatspräsident nicht nur nach Meinung der meisten Staatsrechtler (und der Australians for Constitutional Monarchy) die Verfassung gebrochen, da er kein materielles Prüfungsrecht bei der Ernennung der Minister hat, sondern dies nur eine Formalie ist. Zudem wird diese Weigerung auch nichts nutzen, denn jede Umfrage sähe im Falle von Neuwahlen eine noch deutlichere Mehrheit von Lega Nord und 5-Sterne-Bewegung, als das momentan der Fall ist. Hätte ohne das Eingreifen des Präsidenten noch eine kleine Möglichkeit bestanden, einen Kompromiβ zwischen der italienischen Regierung und der EU zu finden, ist diese jetzt dahin. Die EU wird es mit einer Regierung zu tun haben, die ein geschlossenes Feindbild besitzt.

Der italienische Präsident hat also keineswegs als der Ersatzmonarch gehandelt, der überparteilich und zum Wohle aller handelt. In den verschiedenen Monarchien wie Spanien oder Belgien ist der Monarch der Hüter der Verfassung, der im Gespräch mit allen einen Kompromiβ sucht, und nicht derjenige, der die Verfassung schwer beschädigt. Der Monarch versucht auch, neutral zu sein, und nicht diejenigen zu sabotieren, die ihm politisch nicht genehm sind, wie Mattarella, welcher Sympathien für die Mitte-Links-Koalition hegt. Nur in Extremsituationen äußert er sich politisch. Solch eine Extremsituation liegt in einer Bananenrepublik, in der kaum eine Regierung mal die vorgesehene Legislaturperiode zu Ende bringt, aber nicht vor. Das Wahlergebnis entspricht eher der italienischen Normalität nach dem Ende der Monarchie. Die vom Präsidenten nicht geliebten Regierungsparteien rufen derweil erst einmal zu Großdemonstrationen am italienischen Nationalfeiertag am 2. Juni auf, dem Tag der Republik. Diese Republik verleitet in der Tat eher zum Demonstrieren denn zum Feiern. L.R.

Mehr deutsche Freunde der Monarchie als vermutet

Deutsche Medien sind doch immer wieder unschlagbar, wenn sie ihren Empfängern falsche Hoffnungen machen. „Deutsche für Abschaffung der Monarchie“ lautete die Schlagzeile der dts-Nachrichtenagentur. Sie fährt fort: „Laut Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv sind 54% der Befragten der Meinung, daβ es grundsätzlich keine Monarchien mehr geben sollte. 39% der Bundesbürger halten dagegen eine parlamentarische Monarchie grundsätzlich noch für zeitgemäß.”

Für einen lebenslangen deutschen Monarchisten sind diese Zahlen ein Segen, eine groβe Ermutigung, daβ zwischen diesen beiden Polen nur 15 Prozent liegen. Im internationalen Rahmen sind sie dennoch völlig irrelevant, denn in Groβbritannien schwankt die Zahl der Republikaner zwischen zehn und zwanzig Prozent: „We are not yet a nation of republicans‘“ muβte der britische Berufsrepublikaner Graham Smith kleinlaut den Journalisten ins Aufnahmegrät diktieren. Als Vorsitzender des Ein-Mann-Vereins Republic (so beschrieb ihn die Süddeutsche Zeitung) halten ihn die monarchischen Institutionen in Lohn und Brot. Was würde er sonst verkaufen, könnte er nicht seine antimonarchistischen Thesen immer dann anbieten, wenn ein königliches Groβereignis alle Welt auch auf die Gegner all dieses Glanzes blicken lieβe. Pro und contra gilt als faire Berichterstattung. Doch die Gröβenordnung ist falsch. Während 100.000 Menschen die engen Straβen in Windsor säumten, hatte die Gegenveranstaltung 70 Teilnehmer: “… for the Republican jamboree, photographs on Twitter show an audience of at least 70 people, including the speakers.

Apropos Freunde der Monarchie. Die Forsa-Umfrage schlüsselte sie in Deutschland so auf: Anhänger von CDU/CSU sind zu 50% und der FDP sind zu 48% der Meinung, daβ eine parlamentarische Monarchie auch heute den Zeitgeist trifft. Die Anhänger der AfD (64%) sowie der Linkspartei (61%) sind dafür, daβ Monarchien allgemein abgeschafft werden sollten.              H.S.

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Die vollständige 201. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 201

Inhalt der 201. Ausgabe:

  • Bananenrepublik Italien
  • Nächste britische Krönung ohne neue Formeln
  • Die gröβte Demonstration des Dritten Reichs war royalistisch
  • Mehr deutsche Freunde der Monarchie als vermutet

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Die schönsten Bilder zur Hochzeit in Windsor

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… sind diese beiden, wobei das erste von der Amtseinführung des US-Präsidenten Donald Trump („the largest audience to ever witness an inauguration, period, both in person and around the globe„) stammt und nur das zweite den Weg zeigt, den das Brautpaar nach der kirchlichen Trauung in Windsor zurückzulegen hatte. Die Zeremonie wurde von schätzungsweise zwei Milliarden Menschen weltweit verfolgt.

Washington, 20. Januar 2017

Windsor, 19. Mai 2018

Die Menschen stimmen mit den Füβen ab. Und das ist gut so.

Beste wirtschaftliche Bedingungen in Monarchien

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Königinnen und Könige sind nicht nur Garanten der Pressefreiheit und Wohlfühlländer (Monarchien machen glücklich), sondern laut einer neuen Studie des Wirtschaftsmagazins Forbes auch „Best Countries for Business“, also Länder, in denen die Wirtschaft bestens funktioniert.

In der neuen Forbes-Liste stehen Monarchien an der Spitze: Die ersten fünf sind die Monarchien Groβbritannien, Neuseeland, Niederlande, Schweden und Kanada. Das Königreich Dänemark steht auf Rang sieben, womit unter den ersten zehn die Mehrheit ein gekröntes Staatsoberhaupt genieβt.

Mit Australien (Rang 11), Norwegen (Rang 15), Belgien (Rang 17) und Spanien (Rang 20) sehen auch unter den nachfolgenden zehn Ländern Monarchen danach, daβ im Land Recht und Gesetz beachtet werden. Deutschland schaffte es auch unter die ersten 20 und nimmt Rang 13 ein.

Zur Methode der Erstellung der Liste schreibt der Forbes Redakteur Kurt Badenhausen:

We determined the Best Countries for Business by rating 153 nations on 15 different factors including property rights, innovation, taxes, technology, corruption, freedom (personal, trade and monetary), red tape and investor protection. Each category was equally weighted.
We tweaked our methodology this year for the first time in a decade after conversations with multiple site-selection experts. Stock market performance is out, and we added workforce, infrastructure, market size, quality of life and political risk to provide a better gauge of how attractive a country is for capital investment. The data is based on published reports from Freedom House, Heritage Foundation, Property Rights Alliance, United Nations, Transparency International, World Bank Group, Aon, Marsh & McLennan and World Economic Forum.

Die Liste der besten wirtschaftlichen Möglichkeiten zeigt – wie andere Bewertungen auch -, daβ die monarchische Staatsform den Menschen am besten dient.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 200

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Zur 200. Ausgabe von Corona

Auch wenn Kronen nur noch selten getragen werden – hier pars pro toto die preuβische Königskrone von der Burg Hohenzollern – darf man sich doch als Diener der Krone verstehen. Sie ist stets mehr als ihr Träger ein Symbol für das Ganze und die Staatsidee.

Nachdem die erste Ausgabe der Corona – Nachrichten für Monarchisten im Jahr 2006 erschien – Angela Merkel war ein Jahr im Amt und es war Fußball-WM in Deutschland – folgte die 100. Ausgabe im Jahr 2012 – in Syrien war seit einem Jahr Bürgerkrieg und die Eurokrise erreichte einen vorläufigen Höhepunkt – und nun, im Jahr 2018, veröffentlichen wir die 200. Ausgabe des monarchistischen Infobriefs. Man mag also geneigt sein zu sagen, daß es uns schon fast so lange gibt, wie Angela Merkel als Bundeskanzlerin, aber keine Sorge: sowohl die Corona als auch der monarchische Gedanke werden sie bei weitem überdauern.

Bei der Veröffentlichung sind uns technische Mittel auch kein Neuland, wir sind vielmehr mit der Zeit gegangen und stellten Nachrichten nach und nach neben der eigentlichen Pdf-Datei auch auf Twitter, Facebook und einem Blog ein. So konnte die Corona einer immer breiteren Leserschaft zugänglich gemacht werden.

Die vorliegende Jubiläumsausgabe gibt nun einige Artikel aus der Vergangenheit wieder, auch wenn dies die Entwicklung und die Themen von Corona und damit die Entwicklungen in den Monarchien weltweit nur sehr unzureichend aufzeigt. Zusätzlich haben wir einige Menschen gebeten, ihre Gedanken darüber aufzuschreiben, wie sie zum monarchischen Gedanken gefunden haben und bedanken uns an dieser Stelle für ihre Mitarbeit.

Nach der 200. Ausgabe ist nun geplant, ein Buch mit den aus Sicht der Autoren besonders interessanten Artikeln aus den 200 Ausgaben und aus den Texten, die nur im Corona-Blog veröffentlicht wurden, zu erstellen. Dieses Buch soll nach verschiedenen Themen, zum Beispiel Monarchietheorie, Historisches, Monarchie in Deutschland, etc. geordnet sein und wird damit durchaus wissenschaftlichen Charakter haben, da es eine vergleichbare Publikation nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland nicht gibt. Bis zum Erscheinen des Buches wird allerdings noch einige Zeit vergehen, da wir noch das gesamte Material sichten und editieren müssen. Wir bitten alle Interessenten also um etwas Geduld.

In den zwölf Jahren des Erscheinens der Corona haben wir nicht miterleben dürfen, daß eine Monarchie neu errichtet werden würde, auch wenn es immer einmal wieder positive Ansätze gab und gibt. Obwohl vor allem Europa im Grunde genommen seit dem Jahr 2009 in einer Dauerkrise ist, hat dies leider noch nicht dazu geführt, wesentlich mehr unzufriedene Menschen in Republiken vom monarchischen Gedanken zu überzeugen. Immerhin sind die bereits bestehenden Monarchien, mit Ausnahme von Nepal, wo es zu einem Regimewechsel zu Ungunsten der Monarchie kam, ein fester Anker für die Menschen und in den meisten Rankings haben sie in bezug auf Freiheit, Lebensstandard und Zufriedenheit generell Vorteile gegenüber Republiken. Als Autoren werden wir daher nicht müde, auf die Vorteile der Staatsform hinzuweisen, bedanken wir uns für Ihre Treue und wünschen für die nächsten 100 Ausgaben weiterhin viel Spaß beim Lesen.

Fürst Franz Alexander von Isenburg †

Am 5. Mai 2018 starb Fürst Franz Alexander von Isenburg im 75. Lebensjahr. Das gab sein Sohn und Nachfolger, Fürst Alexander von Isenburg, in einer Todesanzeige bekannt.

Der Verstorbene wurde am 22. Juli 1943 auf dem Familiensitz, Schloβ Birstein, geboren und wurde am 9. Dezember 1956 nach dem Tod seiner Vaters 6. Fürst von Isenburg.

Das Photo zeigt Fürst Franz Alexander von Isenburg (im Hintergrund sein Sohn Alexander) im August 2011 in Potsdam bei der Hochzeit seiner Tochter Prinzessin Sophie mit Prinz Georg Friedrich von Preuβen.

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Die vollständige 200. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 200

Inhalt der 200. Ausgabe:

  • Zur 200. Ausgabe von Corona ………………………….Seite 1
  • Württemberg verliert seinen Erben ……………………Seite 1
  • Interview: „Wollen Sie König von Litauen werden?“ Seite 2
  • König Felipe VI. als Verteidiger von Demokratie und
    Rechtsstaat ………………………………………………..Seite 3
  • Stellung des Monarchen: Keine Macht dem König? ..Seite 4
  • Leserbrief: Das Geschichtsbewuβtsein ist auf
    „Merkel“ geschrumpft ……………………………………Seite 4
  • Politik der Umbenennungen: Bilderstürmer haben
    Konjunktur ………………………………………………….Seite 5
  • Leserbrief: Als Positionslämpchen wichtig…. ……….Seite 5
  • Leserbrief: Das andere Deutschland darstellen …….Seite 5
  • Wie das Republikschutzgesetz die Weimarer Republik
    destabilisiert ……………………………………………….Seite 6
  • Wieso Deutschland die Monarchie braucht …………..Seite 6
  • Königliche Hochzeit überzeugt ………………………….Seite 7
  • Leserbrief: Corona-Facebook und Newsletter
    begleiten uns ……………………………………………….Seite 7
  • Monarchietheorie: Friedrich Naumann: Kaiser
    im Volksstaat ……………………………………………….Seite 8

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Französischer Prinz trauert um württembergischen Vetter

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Über Twitter hat Prinz Jean von Frankreich, der Dauphin, seinen Vetter betrauert. Er schreibt:

„Herzog Friedrich von Württemberg starb vor zwei Tagen in einem Autounfall. Ich war meinem älteren Vetter sehr verbunden, er war mein Trauzeuge auf meiner Hochzeit [im Mai 2009]. Er war der Sohn von Herzog Carl und Herzogin Diane von Frankreich. Ich versichere seiner Frau Marie und seinen drei Kindern unserer Gebete.“

 

Herzog Friedrich von Württemberg tödlich verunglückt

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Seine Königliche Hoheit Herzog Friedrich von Württemberg
(1. Juni 1961 – 9. Mai 2018)

Der Tod ereilte den Erben des Hauses Württemberg an einem strahlenden Nachmittag, einen Tag vor Christi Himmelfahrt.

In der Pressemitteilung des Hauses heiβt es:

Durch einen tragischen Verkehrsunfall ist am Mittwoch, dem 9. Mai 2018, Friedrich Herzog von Württemberg im Alter von 56 Jahren tödlich verunglückt. Er hinterlässt seine Frau, Marie Herzogin von Württemberg geb. Prinzessin zu Wied und drei erwachsene Kinder, Herzog Wilhelm (23), Herzogin Marie-Amélie (22) und Herzogin Sophie-Dorothée (20).

Friedrich Herzog von Württemberg leitete die Hofkammer des Hauses Württemberg, die private Verwaltung des Hauses Württemberg.

Durch sein umfangreiches Engagement war er in vielen sozialen und kulturellen Institutionen im Land Baden-Württemberg, beispielsweise der Olgäle Stiftung Stuttgart, der Vereinigung der Freunde der Universität Tübingen e.V. Stuttgart, der Kunststiftung Baden-Württemberg und vielen anderen, sehr verbunden.

Für alle, die dem Haus Württemberg furchtlos und trew verbunden sind, kam diese Schocknachricht wie ein Hammerschlag. Wie die Polizei in ihrem Bericht schreibt, stieß der Herzog auf Kreisstraße 7962 zwischen Ebenweiler und Fronhofen im Kreis Ravensburg, nur 5 Kilometer vom Familiensitz Altshausen entfernt, beim Überholen mit einem entgegenkommenden Auto frontal zusammen. Er war gegen 15.40 Uhr in Richtung Fronhofen gefahren und hatte kurz nach Ebenweiler einen vorausfahrenden Traktor mit Anhänger überholt. Hierbei übersah er offenbar einen entgegenkommenden 30-jährigen Autofahrer und kollidierte mit dessen Auto. Wie die Schwäbische Zeitung schrieb war der Herzog mit einem Porsche-Oldtimer unterwegs, von dem anzunehmen ist, daβ er keine Schutzvorrichtungen wie einen Airbag hatte, und der 56-jährige sich daher seine schweren Verletzungen zugezogen hat. Während Herzog Friedrich noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen erlag, erlitten der 30-jährige und seine beiden Mitfahrer leichtere Verletzungen. Alle drei wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Herzog Friedrich wurde als ältester Sohn von Herzog Carl und Herzogin Diane von Württemberg am 1. Juni 1961 in Ravensburg geboren. Bei seiner Taufe auf die Namen Friedrich Philipp Carl Franz Maria standen sein Groβvater, Herzog Philipp Albrecht von Württemberg, und seine Groβmutter, Prinzessin Isabelle von Frankreich, Gräfin von Paris, Pate.

Herzog Friedrich von Württemberg (re.) spiegelt Oberst i.G. Martin Braterschofsky.

Anfangs besuchte er eine Schule in Friedrichshafen, wo sein Vater als Direktor der Hofkammer des Hauses Württemberg die Geschäfte leitete. Nach dem Tod des Groβvaters 1975 zog die Familie nach Altshausen um, von wo aus er ein Gymnasium in Saulgau besuchte. Nach der Schulzeit machte er eine Ausbildung zum Offizier bei der Bundeswehr. Er führte den Rang eines Oberst der Reserve.

Am 13. November 1993 heiratete er Prinzessin Marie zu Wied (*27. Dezember 1973 in München), eine Tochter von Prinz Ulrich zu Wied (*12. Juni 1931). Herzogin Marie ist eine Urenkelin von Prinzessin Pauline von Württemberg (1877-1965) und damit eine Ururenkelin von König Wilhelm II. von Württemberg (1848-1921), dem vorläufig letztregierenden König des Landes. Sie schlägt damit den Bogen von der mit König Wilhelm erloschenen protestantischen Linie des Hauses Württemberg zur heutigen katholischen Linie, die auf Herzog Philipp von Württemberg (1838-1917) zurückgeht, der am Hof seines Groβvaters, des Bürgerkönigs Louis Philippe in Frankreich katholisch erzogen wurde.

Herzog Friedrich und Herzogin Marie von Württemberg mit ihren Kindern Wilhelm, Marie-Amélie und Sophie-Dorothée

Aus der Ehe von Herzog Friedrich und Herzogin Marie gingen drei Kinder hervor:

– Herzog Wilhelm Friedrich Carl Philipp Albrecht Nikolaus Erich Maria von Württemberg (*13. August 1994 in Ravensburg),

– Herzogin Marie-Amélie Diane Katherine Beatrix Philippa Sophie von Württemberg (* 11. März 1996 in Ravensburg),

– Herzogin Sophie-Dorothée Martina Johanna Henriette Charitas Maria von Württemberg (*19. August 1997 in Ravensburg).

Nach einer Bankkaufmannslehre arbeitete Herzog Friedrich von Württemberg ab 1992 in der „Hofkammer des Hauses Württemberg“, seit 1998 war er Vorsitzender der Direktion der Hofkammer, was das Management von ca. 5500 Hektar Wald, ca. 2000 Hektar Wiesen und Äcker, 50 Hektar Rebgärten, etwa 700 Grundstücke im In- und Ausland, Wälder in Kanada, Österreich und Spanien sowie Firmenbeteiligungen bedeutete. Außerdem muβ der Unterhalt von 70 Kulturdenkmalen des Hauses Württemberg sichergestellt werden.

Herzog Friedrich und Herzogin Marie von Württemberg zusammen mit OB Karl Hilsenbek und seiner Frau Ingeborg (von links) bei der Verleihung des Jugend-Präventionspreises in der Marienpflege Oktober 2012

Im Schloβ Friedrichshafen ist nicht nur der Sitz der zentralen Verwaltung der Hofkammer untergebracht, sondern es ist auch der Wohnsitz der Erbherzogsfamilie. Herzogin Marie engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in verschiedenen sozialen Bereichen. 2005 übernahm sie die Schirmherrschaft der von ihrem Schwiegervater 1992 gegründeten Stiftung Präventive Jugendhilfe. Mit den Jahren etablierten sich zwei Formate, die die Stiftung landesweit bekannt gemacht haben. Der „Dialog im Schloβ“ und der „Präventionspreis – Der Jugend eine Zukunft geben“, 2005 umbenannt in „Herzogin Marie Preis“, haben sich zu Eckpfeilern der Stiftung entwickelt. Alle zwei Jahre lädt die Stiftung Menschen zum „Dialog im Schloβ nach Friedrichshafen ein, um über aktuelle Themen der Kinder- und Jugendbildung zu sprechen. Auf dem Podium saßen schon Olympiasieger, Bischöfe, Ministerpräsidenten und Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft. 2015 als Tausende Flüchtlinge über die Grenzen nach Deutschland kamen, darunter viele unbegleitete Minderjährige, war das Thema „Willkommenskultur in der Zerreißprobe“. Die Gäste werden um Spenden gebeten, mit denen dann im darauffolgenden Jahr der mit 10 000 Euro dotierte „Herzogin Marie Preis“ ausgelobt wird. „Mit dem Preis wollen wir neue Ansätze der vorbeugenden Jugendhilfe fördern und sie ins Rampenlicht rücken“, sagt Herzogin Marie. Der Preis an die Martin Bonhoeffer Häuser in Tübingen, wo junge Flüchtlinge in Wohngruppen von Haupt- und Ehrenamtlichen begleitet und betreut werden. Besonders am Herzen liegen Herzogin Marie musische Projekte wie das Musiktheaterprojekt „Hey, da geht noch was“, das die Stiftung in Tübingen und Ellwangen förderte.

Die Hoffnung des Hauses Württemberg: Herzog Wilhelm

Herzog Friedrich war Mitglied des Universitätsbundes Hohenheim, des Universitätsbundes Tübingen und Vorsitzender des Kuratoriums der Zeppelin Universität. Er war Schirmherr der Stiftung Dianiño für diabeteskranke Kinder sowie stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Olgäle-Stiftung in Stuttgart, Beisitzer der Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur, Kuratoriumsmitglied der Akademie für gesprochenes Wort in Stuttgart und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Baden-Württemberg der Deutschen Kriegsgräberfürsorge.

Herzog Friedrich wurde mitten aus dem Leben gerissen. Sein Ableben bedeutet einen groβen Verlust für das Land. Es wird sehr schwer sein, die Lücke, die der Tod geschlagen hat, wieder zu füllen. Der nächste Erbe im Haus Württemberg ist Herzog Wilhelm. Ihm und dem Chef des Hauses, Herzog Carl von Württemberg,und seiner Frau, Herzogin Diane von Württemberg, gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl.

Den bei dem Unfall verletzten Insassen des zweiten PKWs wünschen wir schnelle Genesung ohne bleibende Schäden!