Königswort zum belgischen Nationalfeiertag

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Deutsche Grußbotschaft König Philippes I. der Belgier zum Nationalfeiertag – Brüssel, 20. Juli 2015

Meine Damen und Herren,

Unser Nationalfeiertag ist eine gute Gelegenheit, sich einige Gedanken zu machen über die Bedeutung der Bande, die uns miteinander verbinden.  Diese Bindungen sind wertvoll.  Sie sind aber auch ständig Bewährungsproben ausgesetzt.

Wir leben in einer sehr stark vernetzten Welt.  Die sozialen Medien bringen uns einander näher.  Die rasanten Fortschritte der Informationstechnologie und des Internets sind faszinierend.  Sie beeinflussen auf grundlegende Weise unser Leben und unsere Arbeit.  Sie sind ein wichtiger Trumpf, um die Herausforderungen der Globalisierung zu bewältigen und unsere Welt nachhaltig zu machen.  Dank der Informatik werden wir in der Zukunft unser Tun und Lassen, unsere Gesundheitsversorgung, unsere Produktionsweisen und unsere Mobilität noch effizienter beherrschen können, und dabei gleichzeitig die Kosten und die Auswirkungen auf die Umwelt verringern.

Aber diese starke Vernetzung hat auch ihre Schattenseiten.  Manchmal überflutet die virtuelle Welt unser Leben und drängt sich uns auf, ohne daß wir darauf noch selbst Einfluß nehmen können.  In der virtuellen Welt lösen sich Zeit und Raum sukzessive auf, was uns dazu animiert, alles haben zu wollen, und das sofort.  Das kann zu oberflächlichen Beziehungen führen, bei denen der menschliche Zement nicht die Zeit bekommt zu erhärten, um darauf dauerhaft aufbauen zu können.  Das Überangebot an Informationen kann auch auf Kosten des persönlichen Urteilsvermögens gehen.  Informationen erreichen uns oft in Form von formatiertem « Fertig-Denken », und wir laufen dabei manchmal Gefahr, nicht mehr selbst nachzudenken.

Über virtuelle und kurzlebige Beziehungen hinaus brauchen wir vielmehr echte und tiefgehende Beziehungen.  Denn nur in solchen Beziehungen können sich Persönlichkeit und kritischer Geist entwickeln, kann jeder sein Bestes geben, können sich Befähigungen voll entfalten und kann jeder seinen Platz in der Gesellschaft finden.

Die Königin und ich sind in unserem Land zahlreichen Personen begegnet, die täglich in dieses soziale und menschliche Kapital investieren.  Ich denke hierbei zum Beispiel an die Schulen und Unternehmen, die die Kreativität und Eigeninitiative fördern.  Ich denke auch an die Netzwerke von Unternehmern, die junge Leute dabei unterstützen, sich selbständig zu machen.  Nicht zuletzt denke ich auch an alle die Organisationen, die benachteiligten Menschen über den Sport, das Theater oder andere Aktivitäten neue Chancen geben. Alle diese Initiativen beruhen auf echten Beziehungen, die eine Quelle erneuerbarer menschlicher Energie für unsere Gesellschaft sind.

Es ist auch sehr wichtig, echte, starke und aufrichtige Bande zwischen den Völkern zu knüpfen.  Das konnte ich aufs Neue bei unserem kürzlichen Staatsbesuch in China feststellen.  Zusammen mit den föderalen und regionalen Regierungsvertretern und einer ganzen Anzahl von Geschäftsleuten und Universitätsrektoren ging es uns vor allem darum, im Interesse beider Länder und mit Blick auf die Zukunft weiter an einem Klima des gegenseitigen Vertrauens zu bauen.

An den Grenzen Europas spielen sich Dramen ab, die uns nicht gleichgültig lassen können.  Es wüten blutige Bürgerkriege, Staaten fallen auseinander, Flüchtlinge strömen zu uns.  Es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten uns davor abschotten.  Europa muss in seinen Nachbarländern diejenigen Kräfte unterstützen, die nach politischer und wirtschaftlicher Teilhabe streben.

Schließlich möchte ich über die Bande zwischen den Völkern Europas sprechen.  Nach Jahrhunderten übersät von Kriegen ist zwischen Europäern eine Union entstanden, die für alle Länder, die dazu gehören, Nutzen bringt. Die europäische Einheit ist eine einzigartige gegenseitige Bereicherung für unsere Völker und Kulturen.  Uns vereint der gemeinsame Glaube an den Menschen und den Mehrwert, der dadurch erzeugt wird, dass wir unsere Stärken bündeln.  Wenn das europäische Projekt durch schwierige Zeiten geht, wie das zur Zeit der Fall ist, sollten wir vermeiden, daß sich unsere Staaten gegeneinander aufbringen lassen.  Im Gegenteil, vertiefen wir die Bande, die uns miteinander verbinden, auf der Basis eines wiedergewonnenen Vertrauens.

Meine Damen und Herren,

Sowohl für uns selbst, als auch als Bürger unseres Landes, Europas oder der Welt, sind wir in der Lage, den Unterschied zu machen, indem wir tiefgehende, feste und dauerhafte Bande knüpfen und pflegen.  Sie sind der Zement unserer Zivilisation, unserer Sicherheit und unserer Zukunft.

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen der Königin und unserer ganzen Familie, einen schönen Nationalfeiertag.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 151

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Die Staatsformlehre des Aristoteles am Beispiel Griechenlands

Die Griechen berufen sich gerne darauf, wesentlicher Bestandteil der Wiege der europäischen Zivilisation zu sein und verweisen dabei auf die Antike, wo viele Grundlagen der Modernität gelegt wurden. Ein interessantes Element von nach wie vor gültigen Erkenntnissen der griechischen Antike ist dabei die Staatsformenlehre von Aristoteles, die die heutigen Griechen offenbar nicht mehr beherzigen. Monarchie, Aristokratie und Politie (Einherrschaft, Mehrherrschaft und Herrschaft aller) als gute Staatsformen stehen Tyrannis, Plutokratie und Demokratie als schlechten Staatsformen entgegen. Der Unterschied zwischen positiver und negativer Ausprägung der Staatsformen besteht nach Aristoteles darin, ob eine Regierung am Eigennutz oder am Wohl aller orientiert ist, was sowohl in der Einherrschaft als auch in der Herrschaft aller vorkommen kann.

Was die Griechen nun mit dem sogenannten Volksentscheid von vor zwei Wochen getan haben, ist tatsächlich Demokratie in Reinform nach Aristoteles, also Eigennutz: Es wurde über ein Angebot abgestimmt, welches zum Zeitpunkt der Abstimmung gar nicht mehr auf dem Tisch lag. Die Wahlen wurden außerdem von seiten der Regierung massiv in eine bestimmte Richtung beeinflußt. Dies alles diente ausschließlich dem Machterhalt der Regierung und dem Egoismus der Griechen gegenüber Europa, da man von eingegangenen Verpflichtungen nichts mehr wissen möchte. Anschließend wurde das Ganze dann tatsächlich als großer Sieg verkauft, welcher er nicht war, da man Schulden nicht abwählen kann und die griechische Regierung genau wie vor der Abstimmung sich mit den anderen 18 Ländern der Eurogruppe ins Einvernehmen setzen muß und deren Erwartungen durch das Votum keine Änderung erfahren haben. Folgt man wiederum Immanuel Kant, nach dem das Handeln jedes einzelnen jederzeit zur generellen Norm werden muß, wenn es moralisch sein soll, ist das Resultat der griechischen Demokratie für die Allgemeinheit tatsächlich ein schädliches. Was rät nun Aristoteles zur Verhinderung des Abdriftens in die schädliche Ausprägung einer Staatsform, in diesem Fall der negativen Ausprägung der Herrschaft aller? Er rät, sie mit Elementen der anderen Staatsformen zu vermischen, was das Auftreten der negativen Ausprägungen unwahrscheinlicher macht, da die Herrschenden in einer Art gesunden Konkurrenzverhältnis zueinander stehen. Man könnte auch sagen, Aristoteles war für eine konstitutionelle Monarchie.

Kronprinz Paul von Griechenland trägt als Thronfolger auch den Titel eines Herzogs von Sparta.

Kronprinz Paul von Griechenland trägt als Thronfolger auch den Titel eines Herzogs von Sparta.

In der Tat äußerten sich Vertreter der griechischen Königsfamilie dann auch anders, als die Syriza-Leute. Wurde nach deren Wahl vom Königshaus noch vertreten, daß man Syriza ersteinmal eine Chance geben sollte, empfahl Kronprinz Paul den Griechen jetzt, für die Reformen und damit gegen die Wünsche von Tsipras zu stimmen, auch wenn er im selben Zug die Europäische Union kritisierte. Geholfen hat dies freilich nichts, und unabhängig davon, wie das Ergebnis des Schuldenstreits am Ende ist, werden die Griechen Jahrzehnte brauchen, um wieder als ernstzunehmendes, vertrauenswürdiges und seriöses Land wahrgenommen zu werden. Anders als Demagogen wie Tsipras hätte ein Monarch dies gewußt und eben auch einmal eine unpopuläre, aber notwendige Etscheidungen treffen können, da seine Machtbasis nicht auf dem wechselhaften und beeinflußbaren Willen eines Wahlvolks besteht. Hätte Griechenland noch einen König, wäre nicht das Land innerhalb kürzester Zeit durch einen gefährlich amateurhaften Ideologen wie Tsipras an den Abgrund geführt worden, auch Europa wäre weitgehend ohne den jetzt bereits entstandenen Schaden davongekommen.

In den vergangenen Jahren wurde von allen Ländern immer mehr staatliche Souveränität auf die EU übertragen. Die Griechenlandkrise scheint den Brüsseler Technokraten bei dieser Entwicklung recht zu geben, denn mittlerweile dürften die Völker in 18 von 19 Ländern der Eurozone die griechische Regierung nicht mehr für voll nehmen und sich tatsächlich weniger Souveränität für sie wünschen, wie es jüngst auch der griechischstämmige ehemalige FDP-Europaparlamentsabgeordnete Georgios Chatzimarkakis forderte, auch wenn er es nicht ganz so genannt hat. Vielleicht haben die Brüsseler Bürokraten ja tatsächlich Angst vor den schlechten Demokratien nach Aristoteles. Würde man diese jedoch wie von Aristoteles vorgeschlagen mit einer Monarchie verbinden, müßte man auch keine Angst vor nationaler Souveränität mehr haben. L.R.

Ungewolltes Echo auf die Jubiläumsausgabe von Corona

Vor drei Wochen wurde die 150. Ausgabe von Corona versandt und den Autoren der Jubiläumsnummer sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt. Sie haben sich so eingebracht, wie die Corona-Redaktion wünscht, es wäre öfters der Fall.

Allerdings ging als eine Antwort u. a. dieses Mail ein: „Danke für diese besondere Ausgabe der Corona. Sie soll die letzte gewesen sein, die ich noch bekomme und lese — können Sie mich bitte aus dem Verteiler nehmen?“ Natürlich wurde dieser Bitte entsprochen, doch die Frage, warum die Abbestellung ausgerechnet nach der Jubiläumsausgabe erfolgte, blieb unbeantwortet. Der Abonnent hatte mit der Redaktion schon früher Kontakt, weshalb seine Abbestellung doppelt traurig war. Zugleich ist deshalb über den Bezieher mehr bekannt als über andere, die bitten, von der Verteilerliste geommen zu werden. Es ist nicht die Absicht, jemanden bloßzustellen oder Übles hinterherzurufen, aber eine kleine Analyse sei gestattet. Bereits früher hatte der Abonnent geklagt, die Zahl der aktiven deutschen Monarchisten sei ihm zu klein. „Es gibt Ideen, die sind schön, aber unrealistisch. Träumen davon, das erlaube ich mir — aber meine Lebenszeit ist zu sehr bemessen, als dass ich mich mit Unmöglichkeiten aufhalten könnte,“ schrieb er einmal. Ist es wirklich realistisch, nicht mehr das Unmögliche für eine bessere Welt zu wollen? Natürlich wünschen sich die aktiven Monarchisten, es würden sich mehr Mitstreiter einfinden und die Arbeit könnte sowohl intensiviert als auch auf mehr Schultern verteilt werden. Aber: Es werden nicht dadurch mehr, daß sich die überzeugten Monarchisten resigniert verabschieden. Eine Überzeugung sollte verteidigt werden und das geht am besten im Kreis von Gleichgesinnten. Mag er auch klein sein, dann sorgt man eben dafür daß andere dazustoßen.

Die Alliance Royale ruft die jungen Monarchisten Frankreichs zu einem Sommercamp in die Tourraine. In Frankreich organisieren alle Parteien und politischen Organisatoren für ihre jungen Mitglieder solche Sommeruniversitatäten (université d'été)

Die Alliance Royale ruft die jungen Monarchisten Frankreichs zu einem Sommercamp in die Touraine. In Frankreich organisieren alle Parteien und politischen Organisatoren für ihre jungen Mitglieder solche Sommeruniversitäten (université d’été).

Mangelndes Engagement kann viele Gründe haben. Im deutschen Fall gehört dazu die feindliche Einstellung der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit. Wie hieß es doch in Corona 150? „Ich [möchte] nicht mit meinem Namen zitiert werden …“. Das Internet vergißt nichts und ein monarchistischer Bezug zur eigenen Person wirkt nicht unbedingt karrierefördernd. Was sich gerne als „die freiheitlichste Demokratie, die je auf deutschem Boden existierte“ bezeichnet, toleriert keine abweichenden Meinungen (es sei denn, in eine andere politische Richtung) und drängt junge Monarchisten zur Verleugnung ihrer tiefen Überzeugungen. Selbst Tote wie der Historiker Gerhard Ritter werden ja wegen ihrer monarchistischen Überzeugung mit der Auslöschung bedroht. Mit ihrer monarchiefeindlichen Einstellung ist die Bundesrepublik D. in Europa einmalig. Sie ignoriert nicht nur die guten monarchischen Beispiele in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wie den Niederlanden, Belgien oder Dänemark, sondern wird von republikanischen Nachbarn in den Schatten gestellt. Monarchistisches Engagement ist in Frankreich, Italien oder Portugal, selbst in Polen, Tschechien oder Litauen kein großes Problem und die Zahl der öffentlich dort auftretenden Monarchisten erstaunt Deutsche immer wieder.

Daß Engagement für den monarchischen Gedanken dennoch auch in Deutschland möglich ist, zeigen Corona und die Autoren, die regelmäßig Präsenz zeigen und die beweisen, daß monarchistische Überzeugungen auch in Deutschland existieren. H.S.

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Die vollständige 151. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit: Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 151

Inhalt der 151. Ausgabe:

  • Die Staatsformlehre des Aristoteles am Beispiel Griechenlands
  • Rußland und die monarchische Frage
  • Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron wünscht sich einen König
  • Ungewolltes Echo auf die Jubiläumsausgabe von Corona
  • Wie lange ist ein König ein König?

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

König von Tonga gekrönt

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König Tupou VI. und Königin Nanasipau'uon.

König Tupou VI. und Königin Nanasipau’uon.

In der Hauptstadt Tongas Nuku’alofa wurde am 4. Juli zum zweiten Mal innerhalb von sieben Jahren ein König gekrönt. König ʻAhoʻeitu ʻUnuakiʻotonga Tukuʻaho, für Ausländer einfach König Tupou VI., wurde am 12. Juli 1959 als jüngerer Bruder von König George Tupou V. (Tonganisch: Siaosi Tupou V., beziehungsweise Siaosi Tāufaʻāhau Manumataongo Tukuʻaho Tupou V.; 4. Mai 1948 – 18. März 2012) geboren. (Corona berichtete vom Tod König Tupous V.) Zusammen mit seiner Frau, Königin Nanasipau’u, empfing der bereits seit dem Tod seines Bruders 2012 amtierende König die Krone aus den Händen des emeritierten australischen Methodistenpfarrers D’Arcy Wood. Nach alter Tradition dürfen Tonganer das Haupt des Königs nicht berühren, weshalb ein Pastor eingeflogen wurde, der die Zeremonie ausüben konnte. Die Königsfamilie gehört wie 90% der Bevölkerung der methodistischen Kirche an. Zum ersten Mal in der Geschichte des Königreichs wurde im Februar 2015 ein tongaischer Priester zum Kardinal erhoben. Aus diesem Anlaß besuchte das Königspaar im Februar den Vatikan und wurde von Papst Franziskus in Audienz empfangen.

Der methodistischer Pastor D'Arcy Thomas setze König Tupou VI. die Krone aufs Haupt.

Der methodistischer Pastor D’Arcy Wood setze König Tupou VI. die Krone aufs Haupt.

Der Vater der beiden letzten Monarchen, König Taufa’ahau Tupou IV. (4. Juli 1918 – 10. September 2006) war der schwerste König der Welt und hatte den Thron Tongas 1965 bestiegen. Er wurde als  Abkömmling in der 43. Generation von Aho’eitu, dem legendären ersten Herrscher Tongas, der im 10. Jahrhundert lebte, betrachtet. Als jüngerer Stammvater der Dynastie in Tonga gilt der gestrandete deutsche Seemann Hinrich Meyer aus Buxtehude, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Tonga gelandet war, eine Häuptlingstochter geehelicht und die Inseln 1845 vereinigt hatte.

Die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Königreich Tonga gelten nicht zuletzt aufgrund dieser monarchischen Verbindung als traditionell freundschaftlich. Sie reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Am 1. November 1876 schloß das Deutsche Kaiserreich einen Freundschaftsvertrag mit Tonga ab, der am 1. Juni 1977 erneuert wurde. Diplomatische Beziehungen bestehen seit dem 1. Mai 1976. König Taufu-Ahau Tupou IV. war 1976 zu einem medial viel beachteten Staatsbesuch in Deutschland. Dabei lud er die Deutschen ein, nach Tonga zu kommen und auf den Inseln zu leben. Später bedauerte er die Einladung, weil zuviele sie wahrnahmen und der nicht übermäßig große Inselraum knapp wurde. Im Juni 2006 besuchte der tongaische Außenminister Berlin.

Anläßlich der Eröffnung der James Cook Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn wurde Prinzessin Frederica Tuita im August 2009 von der Bundesregierung nach Bonn, München und Berlin eingeladen.

Beim Eintreten für die Monarchie nicht nur auf Geschichtliches eingehen

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Lieber Leser,

wir bedanken uns für Ihren ausführlichen Kommentar, den Sie zur 150. Ausgabe von Corona geschrieben haben und der hier zu lesen ist, und möchten in einer angemessenen Länge darauf eingehen.

Sie schreiben über Geschichtsromantik bezüglich des Kaiserreichs, und daß die Bundesrepublik der erfolgreichste Staat auf deutschem Boden sei. Hierbei folgen Sie einer Argumentation, wie sie in Politik und Medien gerne benutzt wird, weil sie die gegenwärtigen Eliten begünstigt, jedoch aus der Zeit gefallen ist. Wenn man das heutige Deutschland mit dem Mittelalter vergleicht, ist es natürlich so, daß die medizinische Versorgung besser und das Bruttoinlandsprodukt höher ist. Folgt man solch einer Argumentation, ist man aber eben auch schnell dabei, daß Friedrich der Große schlecht gewesen sei, weil er Angriffskriege geführt hat. Ein korrekter Umgang mit der Geschichte ist es aber vielmehr, die Ereignisse stets in den Kontext ihrer Zeit zu stellen. Dabei wird man dann feststellen, daß das Deutsche Kaiserreich ganz ohne Geschichtsromantik beispielsweise sehr viel fortschrittlicher in bezug auf das Wahlrecht, den Sozialstaat, die bürgerlichen Freiheiten oder die wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen war, als alle anderen Staaten seiner Zeit. Und natürlich hat Friedrich der Große Angriffskriege geführt, aber alle anderen in jener Zeit haben dies eben auch. Außergewöhnlich wäre es in diesem Fall gewesen, wenn er es nicht getan hätte.

Aus unserer Sicht richtig an Ihrer Argumentation ist jedoch, daß wir uns beim Eintreten für die Monarchie nicht nur auf Geschichtliches, sondern auch verstärkt auf die Aktualität beziehen sollten. Das Argument der Parteiunabhängigkeit ist in der Tat ein wichtiges Argument, jedoch bei weitem nicht das einzige. Bei uns in Deutschland kennt jeder den spanischen König Felipe VI., wer aber kennt in Spanien den Namen des Bundespräsidenten? Die Repräsentativität einer Monarchie dem Ausland gegenüber schlägt jede Republik um Lichtjahre.

Die Rechte eines Monarchen sind je nach Verfassung unterschiedlich ausgestaltet und in den meisten Monarchien Europas heute so wie Sie schreiben in der Tat recht geringfügig. Es ist aber auch so, daß der Monarch durch seine persönliche Autorität und die Zuneigung der Menschen, die ich in Monarchien selbst stets feststellen konnte, in Krisenzeiten stets eine andere Bedeutung bekommt. Denken Sie an die Beendigung des 2. Weltkrieges durch Kaiser Hirohito, oder die Beendigung des Militärputsches in Spanien 1981 durch Juan Carlos I.. Auch in persönlichen Ausnahmesituationen kann der Monarch eine wichtige Rolle spielen: Würde man seinen in einem Konflikt gefallenen Sohn lieber von Ursula von der Leyen von der CDU oder einem Monarchen verabschieden lassen, der die ganze Nation vertritt?

Auch in Italien stellen Monarchisten die Kosten für eine Königin denen von Präsidenten entgegen - und zeigen, wie kostengünstig Monarchen sind.

Auch in Italien stellen Monarchisten die Kosten für eine Königin denen von Präsidenten entgegen – und zeigen, wie kostengünstig Monarchen sind. Bei den Angaben zum BRD-Präsidenten unterliefen den Italienern zwei Fehler: Im Entwurf zum Bundeshaushalt 2016 stehen 34,32 Mio. € im Etat des Bundespräsidialamts und der enthält keine Finanzierung der Residenzen, denn die Schlösser werden vom Bundesfinanzministerium verwaltet, während Königin Elizabeth den Unterhalt ihrer Schlösser mit der Civil List oder aus eigener Tasche bestreitet. Damit kommen sich das deutsche und das britische Staatsoberhaupt sehr nahe.

Ein eher sekundäres Argument ist die Kostenfrage: Die Republikaner bringen immer wieder vor, daß es zu teuer ist, eine Familie von Steuergeldern zu alimentieren, aber die Kosten einer Präsidentschaft sind zumeist viel höher. Auch zeigt sich, daß sich die Königsfamilien durch die mangelnde Legitimation durch Wahlen meist viel vorbildlicher in bezug auf Kosten und Transparenz verhalten müssen, als die Vertreter von Volkes Gnaden.

Wir haben also zahlreiche Argumente für die Monarchie, von denen hier in unserer Antwort bei weitem nicht alle aufgeführt sind:

  • Überparteilichkeit
  • Repräsentativität
  • Symbol der Nation in Krisenzeiten
  • Kosten
  • Transparenz

Wir empfehlen Ihnen im Zusammenhang mit den Vorteilen der Monarchie „Die kleine Monarchistenfibel“ von Henning von Normann, wo dieses Thema recht ausführlich behandelt wird. Gerne können wir Ihnen diese auf Wunsch zukommen lassen.

Was schließlich auch für uns nur wenig wünschenswert ist, wäre dagegen eine neuerlichen Einführung des Adels. Den Adligen, die vor 1945 Ländereien in den heutigen neuen Bundesländern besaßen und nach der Wende gegen alle Widerstände zurückgingen und Arbeitsplätze schufen, gebührt unsere Dankbarkeit und Anerkennung. Und auch den alten klingenden Namen unserer Nation sollten wir unseren Respekt bezeugen. Dies bedeutet jedoch nicht, daß sie irgendwelche Vorrechte besitzen sollten und niemand von uns will die Rückkehr des Feudalismus.

Der andere Teil Ihres Beitrages bezieht sich auf das persönliche Auftreten und die Kommunikation. Hier haben Sie absolut recht. Anstatt sektiererischem Gebaren und der Kritik an anderen ist es sicherlich viel identitätsstiftender, positiv aufzutreten, in schwierigen Situationen und soweit man es eben kann ein Vorbild zu sein und dabei den Menschen zu vermitteln, daß man so auftritt, weil man auf der Grundlage eines bestimmten Wertekodex handelt. Dabei muß man auch nicht immer bierernst sein. Monarchisten können und sollten sehr viel lustigere Zeitgenossen sein, als zum Beispiel jene, die jede Party mit Vorträgen über gesunde Ernährung oder Mülltrennung versauen.

Auch ist es wichtig, den modernen Trends bei der Kommunikation zu folgen, wofür wir aber auf Mitarbeit angewiesen wären. In diesem Sinne möchten wir unsere Antwort auf Ihren Beitrag mit der Bitte abschließen, sich gelegentlich mit Ihren Gedanken bei uns einzubringen. Die Corona-Spalten stehen Ihnen offen.

Die Corona-Redaktion

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 150

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Liebe Leser

Wie im letzten Nachrichtenbrief angekündigt, wollen wir in dieser Ausgabe Sie zu Wort kommen lassen, da sie ein kleines Jubiläum darstellt und die Standpunkte und Meinungen zur Monarchie, die wir seit 2006 in 149 Ausgaben mit unseren Artikeln vertreten haben, nicht den Anspruch erheben, für alle Freunde der Monarchie allgemein gültig zu sein. Wie diese Ausgabe zeigt, sind die Motive, sich für die Monarchie auszusprechen, in der Tat sehr unterschiedlich, wenngleich viele Leser ihr Bekenntnis historisch begründen.

Seit es Corona gibt, ist die monarchische Staatsform für Deutschland nicht nähergerückt, daran ändern auch die 645 Bezieher, die 615 Facebookfreunde, die „Follower” bei Twitter und fast 200.000 Zugriffe auf unseren Blog recht wenig, auch wenn die sich weiterhin positiv entwickelnden Zahlen immerhin dafür sprechen, daß Corona etwas vertritt, das von einigen gewünscht wird, anderswo aber nicht oder kaum vertreten wird. Daß Corona dabei immer noch weitgehend eine Zweimannshow ist, auch wenn Gastbeiträge in letzter Zeit zugenommen haben, ist nicht die Schuld der Autoren. In Zeiten der Internetsuchmaschinen haben viele offenbar Angst, Standpunkte offen zu vertreten, was ein Indiz dafür ist, daß die gerade in den Republiken vielgepriesene Meinungsfreiheit nur solange gilt, wie man das meint, was gerade en vogue ist. Vielleicht fehlt es aber auch einfach an Engagement. “Travailler pour le Roi de Prusse”, für den König von Preußen arbeiten, ist eine Redensart im Französischen, die bedeutet, daß man eine Sache um ihrer selbst willen tut, ohne dabei auf den persönlichen Vorteil zu hoffen. Wir danken unseren Gastautoren dieser und vorangegangener Ausgaben, daß sie dies getan haben, und freuen uns auch in Zukunft auf Beiträge von außen. L.R.

Angebote schaffen – Präsenz zeigen

Plakat für das 3. Monarchieforum in Berlin.

Plakat des 3. Monarchieforums in Berlin.

Die TuL-Mitgliederversammlung 2006 in Coburg war – zumindest nach monarchistischen Maßstäben – eine überaus turbulente Veranstaltung. Fundamentale Differenzen über den Kurs des Vereins und leider auch persönliche Kränkungen führten zu Austritten und bildeten den Anstoß für eine ganze Reihe neuer Projekte und Initiativen. Manches unausgegorene Konzept kam über die Erstellung einer Homepage nie hinaus, in anderen Bereichen – man denke an die Monarchieforen – wurde Großes und Wegweisendes geleistet. Überdauert hat freilich nur ein Unternehmen – das Online-Magazin Corona, von dem wir heute die 150. Nummer auf dem Bildschirm haben.

Obwohl es stets für Gastbeiträge – hin und wieder auch von meiner Seite – offen war, ist der Info-Brief doch zuallererst das Werk seiner beiden Herausgeber, denen dafür ein herzliches Dankeschön gebührt. Der Anspruch bestand von Anfang an darin, als neutraler, aber sympathisierender Beobachter über die Aktivitäten der alten und neuen Gruppen zu berichten und aktuelle Entwicklungen aus der weltweiten monarchistischen Szene sowie bedeutsame politische Themen in einer ansprechenden Form zu präsentieren. Die regelmäßig verschickte pdf-Datei sollte all das sein, was die bestehenden royalistischen Druckerzeugnisse schon lange nicht mehr sind: aktuell, relevant, ehrlich und angefüllt mit selbstproduziertem „Content“ (und damit nicht Ausgabe für Ausgabe justiziabel …). Angesprochen durfte sich jeder fühlen, vom organisierten Hardcore-Monarchisten bis hin zum gelegentlichen Royalty-Watcher, der jenseits des „Bunte-Post“-Niveaus fundierte Informationen sucht. Der Einstieg ist bewußt „niederschwellig“: Es kostet nichts und es braucht bloß eine (anonyme) Mailadresse für den Bezug. Seit 2011 gibt es dann auch noch den Blog und die inzwischen obligatorische Facebook-Seite, die zumindest theoretisch den Austausch im web 2.0 ermöglichen. Mit ersten Lesertreffen sollte dann 2014 der Sprung ins „real life“ gewagt werden – das Ergebnis war ausbaufähig.

Eigentlich wurde also alles richtig gemacht. Trotzdem ist die Freude über die Jubiläumsausgabe nicht gänzlich ungetrübt. Wie man von den Herausgebern hört, sind es auf dem Blog vor allem die historischen Themen, die angeklickt werden. Seit längerer Zeit stagniert auch die Abonnentenzahl im höheren dreistelligen Bereich, geht z.T. sogar leicht zurück. Das ist schon etwas ernüchternd angesichts der Tatsache, welcher digitale Nonsens ansonsten binnen kürzester Frist mit Hunderttausenden „likes“ bedacht wird. Sollte die Corona damit tatsächlich bereits ihr Potential ausgeschöpft haben? Gibt es nicht einmal tausend Monarchisten in Deutschland, und betrachten diese die Monarchie vor allem als historisches Phänomen ohne Relevanz für die Zukunft?

Vielleicht sollte man sich vom Gedanken an eine ständig wachsende royalistische Massenbewegung verabschieden und anerkennen, daß die aktuelle politische Großwetterlage uns trotz aller Krisenerscheinungen nicht in die Hände spielt. Es gilt schlicht, Angebote zu schaffen und Präsenz zu zeigen. Wer Monarchisten sucht, soll und wird auch welche finden. Monarchist zu sein, heißt nicht, etwas Sinnvolles oder Vernünftiges zu tun. Es heißt, das einzig Richtige zu tun. In diesem Sinne: Auf die kommenden 150 Ausgaben! T.G.

Wie kommen Jugendliche zur Monarchie?

Ich kam zum ersten Mal 2005, während meines Studiums, in Kontakt mit organisierten Monarchisten. Zunächst machte mich ein Kommilitone mit Erbe und Auftrag vertraut, 2006 stieß ich dann über das Internet zur Kaisertreuen Jugend. Damals waren „soziale Medien” in Deutschland noch nicht sehr verbreitet, man diskutierte mit Gleichgesinnten vor allem in Foren. Die Kaisertreue Jugend entwickelte sich 2007 aus einem solchen Internetforum zu einem (nicht eingetragenen) Verein, dessen Gründung am 27. Januar 2007 in Berlin vollzogen wurde. In den folgenden Jahren führten wir mehrere Veranstaltungen durch, ganz vorne zu nennen sind wohl die beiden Monarchieforen 2008 in Laufen/Salzach und 2009 in Hechingen, die unter tatkräftiger Mitarbeit der KJ zustande kamen.

Kaisertreue Jugend - e. V. in Gründung hieß es 2007, drei Jahre später hätte man das umbenennen müssen in e.V. in Liquidation.

Kaisertreue Jugend – e. V. in Gründung hieß es 2007, drei Jahre später hätte man das umbenennen müssen in e.V. in Liquidation.

Auch die Presse zeigte sich bald interessiert an der KJ. Es folgten – faire und weniger faire – Interviews, etwa durch die ZEIT, Süddeutsche Zeitung Magazin oder auch den mitteldeutschen Radiosender Sputnik. Die Frage, die alle Journalisten faszinierte, war stets: „Was bringt Jugendliche im 21. Jahrhundert dazu, die Ideale der Monarchie zu vertreten?” Bei vielen fängt es wahrscheinlich wie bei mir mit einem Gefühl der Unsicherheit, einem Gefühl der Leere an: Irgendwas fehlt in diesem Land. Man fühlt, wie sich ein Wertevakuum immer weiter ausbreitet, ist mehr oder weniger abgestoßen vom Geschacher der Parteien (etwa um das Amt des Bundespräsidenten) und sucht nach Alternativen. In der Monarchie haben wir damals diese Alternative gefunden. Bewunderung etwa für die Liebe der Briten zu ihrer Queen und ihre Identifikation mit der britischen Monarchie. Wahrscheinlich gehört diese „Suche nach Werten” zur Adoleszenz, leider landen viele Jugendliche dabei in links- oder rechtsradikalen Sackgassen.

Aufkleber aus der Zeit der Kaisertreuen Jugend, der die K-Frage stellte.

Aufkleber aus der Zeit der Kaisertreuen Jugend, der die K-Frage stellte.

Leider sind Jugendliche zwar schnell für etwas zu begeistern, wenden sich aber auch schnell wieder von einer Idee ab, wenn sich nicht sofort etwas tut. Das mußten wir auch in der Kaisertreuen Jugend erfahren. Das Eintreten für die Monarchie bringt eben keine „schnellen Ergebnisse”, und so verabschiedeten sich viele Mitglieder bald wieder. Das ist kein Vorwurf, ich weiß selbst noch, wie ich in diesem Alter oft begeistert Ideen und Denkmuster aufnahm, um sie dann wieder zu verwerfen. So blieb 2010 nur noch die Auflösung des Vereins mangels Aktivität. Ich bin Monarchist geblieben, so wie ein Kreis von Freunden aus KJ-Zeiten. Und auch wenn wir derzeit nicht organisiert sind, die Kaisertreue bleibt – etwa bei Fahrten nach Doorn (vgl. Bericht Seite 4 in Corona 150). Und es bleibt zu hoffen, daß zumindest ein Funken der Idee Monarchie bei den jungen Männern und Frauen hängen geblieben ist, die damals in der Kaisertreuen Jugend engagiert waren. JS (Jahrgang 1985)

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Die vollständige 150. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit: Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 150

Inhalt der 150. Ausgabe:

  • Angebote schaffen – Präsenz zeigen
  • Liebe Leser
  • „Ich hege zwar gewisse Sympathien für die Monarchie, aber …“
  • Wie kommen Jugendliche zur Monarchie?
  • Was mir die Monarchie bedeutet
  • Zum 74. Todestag: Wir werden Kaiser Wilhelm nie vergessen

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

Prinz Georg Friedrich trifft Königin Elizabeth

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Während der heutigen Garden Party, die vom britischen Botschafter in Berlin, Sir Simon McDonald, ausgerichtet wurde, trafen Ihre Kaiserlichen Hoheiten Prinz Georg Friedrich von Preußen und Prinzessin Sophie von Preußen mit Ihrer Majestät Königin Elizabeth II. zusammen.

Begegnung in Berlin: Königin Elizabeth und Prinz Georg Friedrich.

Begegnung in Berlin: Königin Elizabeth und Prinz Georg Friedrich.

Die Fernsehübertragung zeigt, wie Prinz Philip den Hohenzollernchef erblickt und seine Frau auf den deutschen Prinzen hinweist.

Prinz Philip erblickt Prinz Georg Friedrich

Prinz Philip erblickt Prinz Georg Friedrich

Er erhebt die Hand, um die Aufmerksamkeit seiner Frau auf den Deutschen zu lenken.

Er erhebt die Hand, um die Aufmerksamkeit seiner Frau auf den Deutschen zu lenken.

Der Zeigefinger weist auf Prinz Georg Friedrich.

Der Zeigefinger weist auf Prinz Georg Friedrich.

Königin Elizabeth begrüßt Prinz Georg Friedrich.

Königin Elizabeth begrüßt Prinz Georg Friedrich.

Prinzessin Sophie von Preußen (links außen) wird ebenfalls von der Königin willkommen geheißen.

Prinzessin Sophie von Preußen (links außen) wird ebenfalls von der Königin willkommen geheißen.

Angeregt unterhält sich Prinz Georg Friedrich mit der britischen Monarchin.

Angeregt unterhält sich Prinz Georg Friedrich mit der britischen Monarchin.

Blamiert hat sich die ARD mit ihren Kommentatoren

Die Begegnung wurde von der ARD live übertragen und obwohl Rolf Seelmann-Eggebert CBE der hörbar überforderten Moderatorin zur Seite stand, erwähnten sie mit keinem Wort das Treffen zwischen der britischen Monarchin und ihrem deutschen Verwandten. Im Gegenteil: Als die angeregte Unterhaltung über den Bildschirm lief, sagte Mareille Höppner: „Uns erstaunt, daß die Königin sich für jeden Zeit nimmt und immer etwas sagt. Sie muß eine Meisterin des Smalltalks sein.“ Reinald Becker ergänzte, als sich die Königin lebhaft mit Prinz Georg Friedrich unterhielt: „Was sagt sie? Was spricht sie mit Leuten, die sie nicht groß kennt?“ Die sie nicht groß kennt? Mann, Becker, keiner in der ganzen Garden-Party-Runde war näher mit ihr verwandt als Prinz Georg Friedrich.

Deutscher Hochadel war in Frankfurt geladen

Während des Mittagessens in Frankfurt saßen I.K.H. Landgraf Donatus und Landgräfin Floria von Hessen am Tisch Ihrer Majestät, während I.K.H. Markgraf Max und Markgräfin Valerie von Baden an S.K.H. Prinz Philips Nachbartisch saßen. Der Chef des großherzoglichen Hauses Baden ist ein Neffe des Herzogs von Edinburgh.

Diesen Bericht gibt es übrigens auch auf brasilianisch, denn der Circulo Monárquico do Rio de Janeiro übernahm ihn samt Bildern. Großen Dank an die brasilianischen Monarchisten und viel Erfolg!

Besuch der britischen Königin im deutschen Fernsehen

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Mehr als zehn Jahre war die britische Königin Elizabeth nicht mehr in Deutschland, doch nun ist es wieder soweit. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Prinz Philip wird sie vom 23. bis 26. Juni in die Bundesrepublik besuchen. Es sollen möglichst viele Menschen die Gelegenheit haben, die Königin zu sehen, wie es aus der britischen Botschaft hieß.

Zum Auftakt in Berlin

Eine große Menschenmenge begrüßte Königin Elizabeth und Prinz Philip, als sie am Ankunftstag im Hotel Adlon vorfuhren.

Eine große Menschenmenge begrüßte Königin Elizabeth und Prinz Philip, als sie am Ankunftstag im Hotel Adlon vorfuhren.

Der royale Besuch landet am 23. Juni abends auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Die Königin und Prinz Philip werden mit 21 Salutschüssen empfangen und fahren dann ins Hotel Adlon. Die ARD berichtet von 18.50 bis 19.45 Uhr live von der Ankunft der Queen in Berlin und der Fahrt zum Hotel.

Am nächsten Tag gibt es einen großen Empfang mit dem amtierenden deutschen Staatsoberhaupt im Schloß Bellevue. Danach startet eine Bootstour auf der Spree. Auch ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist geplant. Außerdem steht ein Besuch der Technischen Universität auf dem Programm.

Am Abend folgt ein Staatsbankett im Schloß Bellevue.

Sondersendungen im Ersten
Dienstag, 23.6.2015 um 18.50 bis 19.45 Uhr
Mittwoch, 24.6.2015 um 10.05 bis 13.00 Uhr
Donnerstag, 25.6.2015 um 11.40 bis 15.10 Uhr sowie 18.10 bis 19.45 Uhr
Freitag, 26.6.2015 um 09.55 bis 10.35 Uhr

Das ZDF berichtet am Freitag, 26. Juni von 12.05 bis 13.00 Uhr vom Besuch der Königin und des Prinzgemahls im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen, das im April 1945 von britischen Truppen befreit wurde.

Phönix übernimmt die Berichterstattung von 16 bis 18 Uhr.

Dienstag, 23. Juni 2015 22:15 – 22:45 im RBB
Die Queen in Berlin – Als Thema in der Interviewrunde THADEUSZ

Gemeinsam mit Rolf Seelmann-Eggebert CBE wird Moderator Jörg Thadeusz für den RBB live vom Besuch der Queen berichten. Königin Elizabeth II. und Berlin – das ist eine ganz besondere Beziehung. Sechs Mal war die mittlerweile 89-jährige Monarchin bereits in der ehemaligen Mauer- und heutigen Hauptstadt.

Ob Taufe, runder Geburtstag oder Hochzeiten: Wann immer es im europäischen Hochadel etwas zu feiern gibt, sorgt seine informative und taktvolle Berichterstattung dafür, daß ein wenig monarchischer Glanz in deutsche Wohnzimmer strahlt. Der 1937 in Berlin geborene Fernsehjournalist Rolf Seelmann-Eggebert ist, seit er Ende der Siebzigerjahre als Korrespondent in London tätig war, Experte für den europäischen Adel.

Bei THADEUSZ berichtet Seelmann-Eggebert über die geplanten Stationen der königlichen Deutschlandreise, gibt Verhaltenstips für Begegnungen und verrät, mit welchen Themen man dann bei Tisch punkten kann.

Mittwoch, 24. Juni, 20.15 bis 21.00 im RBB
Die Queen in Berlin
Die Sondersendung informiert in einer Tageszusammenfassung über den Besuch der Queen in Berlin.

Mittwoch, 24. Juni auf Phönix

ab 9.00 Uhr Liveberichterstattung vom Besuch der Königin

12.00 bis 12.45 Uhr Zusammenfassung der Morgenvisite

ab 14.00 Uhr Liveberichterstattung vom Besuch der Königin

16.00 bis 18.00 Uhr Liveberichterstattung vom Besuch der Königin

Am Abend zeigt Phönix von 20.15 bis 21.45 Uhr Wiederholung zweier Dokumentationen

Elisabeth II. – Die leidenschaftliche Queen

sowie die ZDF-Produktion:

Königliche Dynastien – Die Windsors

In der gleichen ZDF-Reihe entstanden auch Filme über die Habsburger, die Hohenzollern und die Romanows (Corona unterzog diese drei einer Fernsehkritik, die beim Anklicken der Namen abrufbar sind).

Die Queen in Frankfurt
Donnerstag, 25. Juni 2015, 14.45 bis 16.00 Uhr in HR3
Königin Elizabeth von England und Prinz Philip besuchen erstmals offiziell die Main-Metropole.

Die Queen in Hessen
Donnerstag, 25. Juni 2015, 20.15 bis 21.00 Uhr in HR3
Seit Wochen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn eine Königin wird königlich empfangen, so gebietet es das Protokoll. Höhepunkt: ein festliches Essen im Kaisersaal des Römers und der Besuch der Paulskirche.

Viele treue Anhänger von Königin Elizabeth II. aus dem Hause Windsor werden  extra nach Frankfurt kommen, um Ihrer Majestät nahe zu sein oder wenigstens ein Winken vom Balkon des Rathauses mitzuerleben. Warum fasziniert die englische Monarchin derart die Menschen? Und welche besonderen Verbindungen hat die Königin nach Hessen?

Moderatorin Claudia Schick und Adelsexperte Holger Weinert verpassen keinen Schritt des Besuchs in Hessen und lassen den Tag mit Gästen Revue passieren, die an ihrer Seite waren.

Die Queen und ihre hessische Verwandschaft
Donnerstag, 25. Juni 2015, 21.00 bis 21.45 Uhr in HR3
Es ist kein Zufall, daß Königin Elizabeth II. bei ihrem großen Staatsbesuch in Deutschland wieder nach Hessen reist. Da gab und gibt es enge Familienbande ins kurfürstliche bzw.großherzogliche Haus Hessen. Holger Weinert besuchte die Schauplätze dieser Verwandtschaftshistorie, die sogar eine dreifache ist.

In Darmstadt heiratete Prinzessin Alice, eine Tochter von Königin Victoria, den Großherzog Ludwig IV. von Hessen-Darmstadt. Prinzessin Alice ist die Mutter des vorläufig letzten regierenden Darmstädter Großherzogs, Ernst-Ludwig, und der Zarin Alexandra von Rußland.

Im Park des Schloßhotels Kronberg residiert die Verwaltung des Hauses Hessen. Alles hier ist im englischen Stil gebaut, denn das Schloß war der Witwensitz von Kaiserin Victoria, der Mutter Kaiser Wilhelms II.. Sie war die älteste Tochter von Queen Victoria. Durch Erbfall kam es an das Haus Hessen-Kassel, heute nur noch Haus Hessen.

Rein privat und jenseits ihrer Staatsbesuche war die britische Königsfamilie bis in die neuere Vergangenheit sehr häufig in Hessen, wovon auch Landgräfin Floria und Landgraf Donatus von Hessen erzählen. Die engsten verwandtschaftlichen Bande nämlich liegen bei Elizabeths Ehemann, Prinz Philip: Seine Urgroßeltern liegen am Goldenen Kreuz über dem Rheintal am Schloß Heiligenberg begraben – Prinz Alexander von Hessen und seine nicht standesgemäße Frau Julia Hauke, die kurzerhand den Titel des Grafengeschlechts von Battenberg bekam.

Es war zu Anfang des 14. Jahrhunderts ausgestorben, der Titel war also frei und die Nebenlinie des Hauses Hessen namens Battenberg begründet. Der Name der königlichen Familie ist deshalb auch heute offiziell Mountbatten-Windsor.

Besuch in Bergen-Belsen

Am Freitag, 26. Juni wird die Königin mit Prinz Philip das Brandenburger Tor und zeigt sich auf dem Pariser Platz. Anschließend geht die Reise ins niedersächsische Celle. Denn auf besonderen Wunsch der Monarchin wird sie auch das ehemalige Konzentrationslager (KZ) Bergen-Belsen besuchen. Auf dem Heeresflugplatz Celle können die Bürger noch einmal einen Blick auf die Königin werfen, dann ist der Besuch vorbei.

Richter kritisiert Gaucks Einmischung

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Joachim Gauck sieht sich als politischer Bundespräsident, der sich – meist ungefragt – in vieles einmischt, was ihm opportun erscheint. Er ist das, was britische Republikaner Prinz Charles vorwerfen, wenn sie ihn den “meddling prince” nennen. Doch im Gegensatz zum britischen Thronfolger, der private Briefe verfaßt und dabei sich weder für Personen noch gegen eine politische Strömung einsetzt, faßt Gauck ins Speicherwerk der Demokratie.

Am Dienstag hat Jens Aßling, der Vorsitzende Richter der Jugendstrafkammer in Darmstadt, eine Aktion des Präsidenten öffentlich gerügt. In der Begründung des Urteils gegen Sanel M., der  wegen Körperverletzung mit Todesfolge von Tuğçe Albayrak zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt wurde, nannte Aßling Joachim Gauck zwar nicht namentlich, doch wie es die FAZ formulierte, „durfte unter anderen er sich angesprochen fühlen”. Nach dem Tod Albayraks hatte er in einem Brief an deren Eltern geschrieben, ihre Tochter sei zum „Opfer eines brutalen Verbrechens“ geworden. Aßling sagte nun: „Es ist auch für ein Gericht, das ein staatliches Organ ist, schwierig, wenn sich oberste Repräsentanten des Staates vorher äußern und Schuldzuweisungen verteilen.“ Mit der staatlichen Neutralitätspflicht sei derlei nicht zu vereinbaren und widerspreche dem zentralen rechtsstaatlichen Grundsatz der Unschuldsvermutung.

Parteinahme ist Gaucks Spezialität, seit er ins Schloß Bellvue zog. Egal ob es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht („… mehr legale Zugangswege nach Europa zu schaffen und sich auf eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge zu verständigen.” SZ, 1. Mai 2015) oder Zahlungen an Griechenland („[Er] verfolge … mit Interesse ‚die Diskussion über unterschiedliche Vorschläge, dem Bedürfnis vieler Griechen nach einer Art Wiedergutmachung gerecht zu werden.’” – ebenfalls SZ, 1. Mai 2015), immer weiß Gauck bescheid.

Im November 2014 hatte er öffentlich Bedenken gegen die Wahl des Linken-Politikers Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten von Thüringen geäußert.: „Ist die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, daß wir ihr voll vertrauen können?“ (Tagesspiegel, 2. November 2014). Parteienkritik scheint ihm zu liegen, denn die NPD und ihr Umfeld bezeichnete er in einer Podiumsdiskussion mit Schülern als Spinner, was ihm das Bundesverfassungsericht jedoch höchstrichterlich erlaubte, weil „sich in der Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung ein eigentümlicher, demokratisch veredelter Rückgriff auf das Erbe der konstitutionellen Monarchie” zeige. (Corona, 15. Juni 2014)

Als Gauck für Militäreinsätze der Bundeswehr im Ausland warb, bezeichnete der Brandenburger Landtagsabgeordnete Norbert Müller Gauck als „widerlichen Kriegshetzer“. (Tagesspiegel, 14. Juni 2014: Zu der von ihm gewünschten aktiveren Rolle Deutschlands in der Welt gehöre auch, „den Einsatz militärischer Mittel als letztes Mittel nicht von vornherein zu verwerfen. Deutschland müsse hier seine früher angemessene Zurückhaltung aufgeben.) Das brachte Müller fast ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen §90 Strafgesetzbuch ein, denn auf die „Verunglimpfung des Bundespräsidenten“ steht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren .(Corona, 6. Juli 2014)

Es geht nicht darum, Gauck ein Richtig oder Falsch in seinen Aussagen zu attestieren, vielmehr ist der Umstand, daß er sich unverhältnismäßig oft in die Politik einmischt, ein Ärgernis, das in einer heutigen Monarchie undenkbar ist. Zu Zeiten Kaiser Wilhelms II. waren Aussagen und Handeln des Staatsoberhaupts ähnlich wie heute bei Gauck, aber hat sich der Bewohner Bellevues ihn zum Vorbild genommen? Das Neue Deutschland traf diese Charakterisierung: „Joachim Gauck kokettiert mit seinem Ruf als Konventionenverächter“.

Lieber einen konventionellen Monarchen als diesen selbstverliebten Gauck.

Prinzessin Emma auf Burg Hohenzollern getauft

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Nach einem Bericht der Hohenzollerischen Zeitung, der Hechinger Lokalausgabe der Ulmer Südwest Presse, wurde Prinzessin Emma von Preußen am vergangenen Samstag in der evangelischen Christuskapelle der Burg Hohenzollern von Pfarrer Herbert Würth von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg getauft.

Die erste Tochter von Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie von Preußen wurde am 2. April 2015 in Bremen geboren. Den Taufgottesdienst auf Burg Hohenzollern hielt am Samstag Pfarrer Herbert Würth aus Hechingen, der bereits vor zwei Jahren die Zwillingsbrüder von Prinzessin Emma, Prinz Carl Friedrich und Prinz Louis Ferdinand, ebenfalls in der evangelischen Burgkapelle getauft hatte.

Wie die Hohenzollerische Zeitung schrieb, trug Prinzessin Emma der Familientradition folgend das gleiche Taufkleid wie ihr Ur-Ur-Urgroßvater, Kaiser Wilhelm II. bei seiner Taufe. Die Tauffeier fand – wie bereits die Zwillingstaufe 2013 – im engen Familien- und Freundeskreis statt. Photos wurden bislang noch nicht veröffentlicht.

Für Euromünzen steht in Belgien der König ein

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Trotz eines französischen Vetos hat Belgien gestern eine Gedenkmünze zum 200. Jahrestag der Schlacht bei Waterloo geprägt. (Corona berichtete in Ausgabe 145 vom Versuch der sozialistischen Regierung, eine Gedenkmünze zu Napoléons Niederlage zu verhindern.) Die Belgier nutzten eine Lücke in den Vereinbarungen: Statt einer 2-Euro-Münze gaben sie eine 2,50-Euro-Münze heraus.

Frankreich konnte die Euro-Münze zum Gedenken an die Schlacht bei Waterloo nicht verhindern.

Frankreich konnte die Euro-Münze zum Gedenken an die Schlacht bei Walterloo nicht verhindern.

Diese Münze ist in Belgien ein legales Zahlungsmittel. “Le Roi bat monnaie” („Der König schlägt das Geld“), erklärte Albert Frère, Verantwortlicher für Belgiens Sondermünzen, und verweist damit auf uraltes Königsrecht, das einst auch in Deutschland galt. Niemand kann es Belgien verwehren, 3- oder 5-Euro-Münzen zu prägen, selbst wenn die Franzosen etwas dagegen haben, in Belgien genügt dafür ein königlicher Erlaß.

Von der neuen 2,50-Euro-Münze wurden nur 100.000 Stück geschlagen, weit weniger als die geplanten 280.000 2-Euro-Münzen. Und bereits einen Tag später ist ihr Preis auf zehn Euro gestiegen.

Die Gedenkfeiern in und um Waterloo werden vom 18. bis 21. Juni stattfinden. Es haben sich bereits hohe Gäste angesagt, deren Vorfahren auf beiden Seiten der Frontlinien kämpften.

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