Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 166

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Zum 75. Todestag Kaiser Wilhelms II.

Die Kaiserzeit und eben vor allem die 30 Regierungsjahre Wilhelms II. von 1888 bis 1918 waren eine unglaublich dynamische Periode, was sich nicht nur auf technische, sondern auch auf politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen bezieht. Deutschland entwickelte sich von der Reichsgründung an sozusagen vom Startup zum Großkonzern, so wie sich schon Preußen unter den Hohenzollern entwickelt hatte. Der Beitrag Wilhelms II. (27. Januar 1859 – 4. Juni 1941) war dabei nicht geringzuschätzen. Der zurecht vielgelobten Außenpolitik des ersten deutschen Reichskanzlers Bismarck stand mit dem Kulturkampf und der Sozialistengesetzgebung eine ebenso fatale Innenpolitik gegenüber, und erst Wilhelm II. hatte den Mut, sich hier über die graue Eminenz der Deutschen hinwegzusetzen und eigene Wege zu gehen, die dazu führten, daß Gräben zugeschüttet wurden und das Reich erst richtig zusammenfand. Hier seien ausdrücklich der Ausbau des damals weltweit einmaligen Sozialstaats und die Integration der Sozialdemokratie in die politische Struktur des Reichs genannt. Dies ist eine Leistung, die bis heute wirkt. Im Gegensatz zu Bismarck, der die Sozialgesetzgebung vor allem zum Machterhalt der Konservativen im Parlament vorantrieb, und  nach dem Scheitern dieser Strategie auch wieder aufhörte, sich dafür zu interessieren, kann man sagen, daß Wilhelm II. wirklich etwas an der Verbesserung der Lebenssituation auch seiner ärmeren Untertanen gelegen war und er die Sozialdemokratie eher als eine Art fehlgeleitete Meinung grundsätzlich guter Untertanen betrachtete, welchen er trotz manch anderslauternder Rede doch Sympathie und Zuneigung entgegenbrachte. Auch was technische und gesellschaftliche Entwicklungen anging, hat der Kaiser viel Widersprüchliches in seine Reden einfließen lassen. Überliefert ist beispielsweise die Aussage von ihm, daß sich das Automobil gegenüber dem Pferd nicht durchsetzen werde und seine Abneigung gegen moderne Kunst ist ebenso bekannt. Gleichzeitig war er jedoch Vorsitzender des ADAC und Deutschland war das Zentrum neuer Malereistile.

In der arte-Sendung Neben-gegen-miteinander - Deutsch-französische Geschichten, Auf den Spu-ren der Ferienkultur vom 16. Februar 2016 wurde auf die Einführung des bezahlten Urlaubs in Frank-reich als soziale Errungenschaft der Volksfrontre-gierung 1936 eingegangen. Richtigerweise wurde dabei auf den Umstand hingewiesen, daß die deut-schen Arbeiter bereits seit 1909 bezahlten Urlaub genießen konnten. Das Kaiserreich war bei den sozialen Errungenschaften der französischen Re-publik um mehr als ein Vierteljahrhundert voraus.

In der arte-Sendung Neben – gegen – miteinander – Deutsch-französische Geschichten, Auf den Spuren der Ferienkultur vom 16. Februar 2016 wurde auf die Einführung des bezahlten Urlaubs in Frankreich als soziale Errungenschaft der Volksfrontregierung 1936 eingegangen. Richtigerweise wurde dabei auf den Umstand hingewiesen, daß die deutschen Arbeiter bereits seit 1909 bezahlten Urlaub genießen konnten. Das Kaiserreich war bei den sozialen Errungenschaften der französischen Republik um mehr als ein Vierteljahrhundert voraus.

Bezüglich der vielkritisierten Außenpolitik des Deutschen Reichs unter Wilhelm II. ist zumindest zu sagen, daß der Kaiser stets den Schulterschluß mit seinen Mitmonarchen und vor allem mit seinen beiden Cousins auf dem englischen und dem russischen Thron gesucht hat. Kaiser Wilhelm sah in der monarchischen Solidarität, die nicht zuletzt eben auf Verwandtschaftsbeziehungen beruhte, die beste Möglichkeit, einen umfassenden Krieg zu vermeiden. Diese monarchische Solidarität ging dabei zum Beispiel so weit, daß er im spanisch-amerikanischen Krieg von 1898 jeglicher militärischer Sinnhaftigkeit zum trotz die europäischen Monarchien aufforderte, Spanien militärisch zu unterstützen und noch wenige Tage vorm Ausbruch des 1. Weltkriegs stand er in intensive Briefwechsel mit Zar Nikolaus II., um einen Krieg zwischen den Monarchien zu vermeiden, der aus seiner ganz richtigen Sicht das Ende bedeutet hätte und bedeutet hat. Dabei erkannte er jedoch nicht, daß die Monarchen zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegenüber ihren Kabinetten und Parlamenten deutlich an Bedeutung verloren hatten. Man muß also sagen, daß die Auffassung Wilhelms II., man könnte europäische Politik mit Familienpolitik gleichsetzen, antiquiert war. Trotzdem ist es im besten Sinne des alten Europas sympathisch, daß die Vorstellung eines umfassenden Krieges zwischen europäischen Kulturnationen, also quasi zwischen Mitgliedern der Familie, in der Vorstellung dieses Monarchen schlichtweg nicht vorkam und er bis zuletzt versuchte, auf seine Verwandtschaft mäßigend einzuwirken. Wenn irgendwelche Reden zum vermeintlichen Beweis aus der Mottenkiste geholt werden, der Kaiser sei militaristisch, antisemitisch, reaktionär, arbeiterfeindlich und ähnliches gewesen, so sei dem also entgegengehalten, daß Wilhelm oft aggressiv geredet, aber am Ende immer bestrebt war, moderat zu handeln, solange es noch nur an ihm lag.

Für das heutige, von merkelschem und junckerschem Mehltau geprägte Deutschland und Europa kann die Mischung aus Tradition und Aufbruch, für die Wilhelm II. und seine Zeit standen, Anhaltspunkte geben, wie der alte Kontinent und das Land in seiner Mitte etwas Neues und Kräftiges schaffen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren. L.R.

Die Fakten für die moarchische Staatsform

Die Frage des britischen Spectators Are we about to see the return of Kings? sollte mit einem klaren „Ja, gerne“ beantwortet werden. Autor Ed West hat sich die Demonstrationen und die Amtsenthebung der Präsidentin in Brasilien vorgenommen, um den Wunsch einer großen Zahl von Menschen (er spricht von zwei Dritteln, die das Präsidialsystem ganz abschaffen möchten) hervorzuheben, die sich ein gekröntes Staatsoberhaupt erhoffen.

Bei den Demonstrationen gegen die Korruption und die amtierende Präsidentin Rousseff zeigten Brasiliens Monarchisten Flagge - und ihre personelle Alternative: Dom Luiz de Bragança e Wittelsbach

Bei den Demonstrationen gegen die Korruption und die amtierende Präsidentin Rousseff zeigten Brasiliens Monarchisten Flagge – und ihre personelle Alternative: Dom Luiz de Bragança e Wittelsbach

Zu den großen Vorzügen der Monarchie gehöre, daß sie gesellschaftliche Solidarität, einen Sinn für Kontinuität und Gemeinschaft um eine Familie herum schaffe und patriotische Gefühle wecke, die in anderen Fällen böse enden könnten. Monarchen dienten „als relativ neutrale Figuren“, besonders in Gesellschaften, die beherrscht werden von Klassen, Clans, ethnischen, religiösen oder sprachlichen Spaltungen. Wer etwa im Nahen Osten ein ruhiges Leben führen wolle, müsse sich einen monarchischen Staat wählen und keine Republik. West verweist auf eine Untersuchung, die im Business Insider veröffentlicht wurde (11 really good reasons why your country should have a monarchy), wonach in Monarchien weniger Korruption herrsche, dafür mehr Vertrauen, was sich besonders in höherer Wirtschaftsleistung und geringen Kriminalitätsraten auszahle. Worauf warten die Republiken eigentlich?  H.S.

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Die vollständige 166. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 166

Inhalt der 166. Ausgabe:

  • Zum 75. Todestag Kaiser Wilhelms II.
  • Die Fakten sprechen für die monarchische Staatsform
  • Symposium über die Monarchie in Frankreich
  • Die italienische Republik feiert sich
  • Leserbrief

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

70 Jahre Haschemitisches Königreich Jordanien

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Als nach dem 1. Weltkrieg die Siegermächte die Erbmasse der besiegten Kaiserreiche unter sich aufteilten und – wie sie sagten – „neu ordneten“, zogen in Vorderasien der britische Lokalpolitiker Sir Mark Sykes und der zweitklassige französische Diplomat François Georges Picot mit dem Lineal gerade Striche auf der Landkarte. Was dabei herauskam, waren französische und britische „Mandatsgebiete“ (offiziell vom Völkerbund vergeben). Syrien ging an Frankreich, Irak, Transjordanien und Palästina an das Vereinigte Königreich. Der syrische Nationalkongreß proklamierte im März 1920 das Arabische Königreich Syrien mit Prinz Faisal bin al-Hussein als König und Hashim al-Atassi als Premierminister. Im benachbarten Irak verlief die Entwicklung ähnlich und Faisals jüngerer Bruder Abdullah wurde vom Irakischen Kongreß am 8. März 1920 zum König gewählt.

Proklamation von König Faisal I. von Irak.

Proklamation von König Faisal I. von Irak.

Die Franzosen erkannten die Wahl Faisals nicht an und gingen militärisch gegen das neue Königreich vor. Am 23. Juli 1920 trafen französische Truppen bei Maysulun, westlich von Damaskus, auf die Syrer unter dem königlichen Verteidigungsminister Yusuf al-Azma. Er fiel im Gefecht und anderntags besetzten die Franzosen die Hauptstadt des syrischen Königreichs, Damaskus, und setzten ihre Herrschaft trotz anhaltenden Widerstands durch. König Faisal verließ das Land und wurde stattdessen am 23. August 1921 zum König des Iraks gewählt. Sein Bruder Abdullah hatte bereits zuvor den ihm angebotenen Thron im Irak abgelehnt und war stattdessen als Emir von Transjordanien nach Amman gegangen.

Die britische Mandatsherrschaft war weitsichtiger und hatte im Gegensatz zur französischen kein Problem mit einer monarchischen Struktur und unterstützte sowohl König Faisal I. im Irak wie Emir Abdullah in Transjordanien. Dieser machte sich in seinem relativ kleinen Territorium (89.341 km2, etwas mehr als doppelt so groß wie Niedersachsen) daran, Strukturen einzurichten. Amman hat zwar eine lange Geschichte, die bis um 1350 v. Chr. zurückzuführen ist, aber bei Ankunft des Emirs war es nur noch ein Dorf. 1930 hatte es lediglich 10.000 Einwohner (heute: 4 Millionen) und auch andere Ansiedlungen waren wenig städtisch geprägt. Die Mehrzahl der Bevölkerung waren nomadisierende Beduinen. Emir Abdullah richtete 1928  eine beratende Versammlung ein, die 1929 eine erste Verfassung verabschiedete.

Logo zur 70-Jahrfeier des Haschemitischen Königreichs Jordanien.

Logo zur 70-Jahrfeier des Haschemitischen Königreichs Jordanien.

Im Zweiten Weltkrieg bereitete Emir Abdullah den Briten anders als Palästina oder Syrien keine Probleme. Als Anerkennung seiner Unterstützung gaben die Briten 1946 das Mandatsgebiet frei und aus dem Emirat wurde am 25. Mai 1946 – heute vor 70 Jahren – das unabhängige Haschemitische Königreich Jordanien. Haschemitisch, weil dies der Familienname der aus dem Hedschas stammenden Dynastie ist. Das Hedschas Königreich ging 1925 unter, als es ins Königreich Saudiarabien integriert wurde. Im Irak führten drei Könige der Haschemiten das Land zur kulturellen Freiheit und Blüte, die am 14. Juli 1958 in einem blutrünstigen Putsch beendet wurden. Viele Mitglieder der königlichen Familie wurden regelrecht abgeschlachtet – der Beginn eines fast fünfzig Jahre dauernden Konflikts im Irak.

Die jordanische Unabhängigkeitserklärung, die König Abdullah I. am 25. Mai 1946 verlas.

Die jordanische Unabhängigkeitserklärung, die König Abdullah I. am 25. Mai 1946 verlas.

König Abdullah I. von Jordanien

König Abdullah I. von Jordanien

König Abdullah konnte nur fünf Jahre regieren. Am 20. Juli 1951 wurde er in der Jerusalemer Al Aqsa Mosche von einem 21-jährigen Palästinenser erschossen. Der junge Mann gehörte der Husseini-Familie an, zu der auch der berüchtigte Hitler-Helfer, Mohammad Amin al-Husayni, der Großmufti von Jerusalem, und Yassir Arafat zählten.

Nachfolger im Königreich Jordanien wurde Abdullahs ältester Sohn, Talal bin-Abdullah. Aus gesundheitlichen Gründen dankte er bereits im August 1952 ab und machte wiederum den Weg frei für seinen ältesten Sohn, Hussein. Dieser hatte bei der Ermorderung seines Großvaters neben diesem gestanden und entging der Kugel des Attentäters nur, weil sie an einem Orden abprallte, die König Abdullah ihm einen Tag zurvor verliehen hatte. 46 Jahre regierte König Hussein I. und prägte lange die Politik im Nahen Osten. Er schuf aus dem Wüstenstaat Jordanien eine moderne konstitutionelle Monarchie, die weltoffen und gastfreundlich Hunderttausenden von syrischen Flüchtlingen Schutz bietet (ohne Europa damit zu erpressen). Die christliche Minderheit lebt geschützt und unbehelligt im Haschemitischen Königreich.

Seit 1999 steht mit Abdullah II. der vierte König der Haschemiten in Jordanien für ein tolerantes und friedliches Arabien. Der syrische Familienzweig hat nach der irakischen Revolution von 1958 in Amman Zuflucht gefunden. Bereit, wieder Verantwortung im östlichen Nachbarstaat zu übernehmen?

König Abdullah II, Königin Rania und Kronprinz Hussein wünschten mit diesem selbstgeschossenen Photo "A Happy Independence Day".

König Abdullah II., Königin Rania und Kronprinz Hussein wünschten mit diesem selbstgeschossenen Photo „A Happy Independence Day“.
هنالك أمور لا تتغير كهذه الصورة وحبنا للأردن.. عيد استقلال سعيد #الأردن70

König Felipe VI. von Spanien fühlt sich getragen

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Am heutigen Dienstag erscheint in Spanien eine ungewöhnliche Briefmarke. Gestaltet ist sie von Cartoonisten, die das Staatsoberhaupt, seit 19. Juni 2014 ist das König Felipe VI., in ungewöhlicher Pose zeigt. Er sitzt auf den ausgestreckten Händen namhafter historischer Künstler. Zu sehen sind Quevedo, Cervantes, Velázquez, Valle Inclán und Conde Duque de Olivares.

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Die 4 Euro Briefmarke wurde von den Cartoonisten Gallego und Rey gestaltet und zeigt neben dem aktuellen König auch seine Vorgänger Felipe II., Carlos III., Juan Carlos I. und Alfonso XIII..

Die Multifunktionsbriefmarke ehrt auch die Basisbriefmarkenserien der spanischen Post, den 400. Todestag des Autors von Don Quijote von La Mancha und den Erbauer von El Escorial.

Bei all diesen glorreichen Anlässen wundert es jedoch, daß die Auflage dieser herrlichen Briefmarke geringe 200.000 beträgt. Philatelisten werden sicherlich herausfinden, wo sie sich ein Exemplar sichern können. Allen anderen sei die obige Abbildung ans Herz gelegt.

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Jahrestagung der Historischen Kommission zur Monarchie in Norddeutschland im 19. Jahrhundert

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Die Jahrestagung der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen tagt vom 27. bis 29. Mai in Lüneburg und wird sich der Monarchie in Norddeutschland im 19. Jahrhundert – Politische Handlungsspielräume und Selbstrepräsentation widmen.

Unter den Vorträgen ragen heraus:

  • Gerd van den Heuvel (Hannover): Monarchische Handlungsspielräume im Königreich Hannover 1814 bis 1866
  • Henning Steinführer (Braunschweig): Monarchie ohne Monarch. Das Herzogtum Braunschweig in der Zeit der Regentschaft 1884 bis 1913
  • öffentlicher Abendvortrag im Fürstensaal des Rathauses Hans-Werner Hahn (Jena): Von der neuen Souveränität zur Verfassung des Deutschen Kaiserreichs 1806/1815-1914. Selbstverständnis und politische Handlungsspielräume deutscher Monarchen im 19. Jahrhundert
  • Heiko Laß (München/Hannover): Landesherrliche Selbstdarstellung zwischen Gottesgnadentum und monarchischem Prinzip. Die Repräsentationsräume der Residenzschlösser von Hannover, Braunschweig und Oldenburg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Thomas Schwark (Hannover): Die Anfänge des Welfenmuseums

Die Anmeldefrist ist bereits verstrichen. Auskünfte können eingeholt werden bei der Geschäftsstelle der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen (Am Archiv 1, 30169 Hannover) oder per E-Mail (hist.komm@nla.niedersachsen.de). Tagungsbeitrag von 10 € (ermäßigt für Schüler und Studenten 5 €)

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 165

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Die schlechteste deutsche Außenpolitik ist jetzt die der Republik

Außenpolitik liegt den Deutschen im allgemeinen nicht, könnte man meinen, denn mit Ausnahme Bismarcks haben es die Verantwortlichen in Deutschland stets geschafft, gegenüber den anderen unnötig viel Porzellan zu zerschlagen. Als besonders negatives Beispiel wird dabei immer die Außenpolitik unter Wilhelm II. genannt, doch hat dieser jetzt Konkurrenz von Angela Merkel bekommen, die es schafft, Deutschland in Europa und der Welt so sehr zu isolieren, wie es selbst 1914 nicht der Fall war: Ganz Südeuropa ist sauer auf Deutschland, die Euro- und die Griechenlandkrise sind aber alles andere als gelöst; die Beziehungen zu Rußland sind unterirdisch und Deutschland ist das einzige Land Europas, welches die Sanktionen gegen das Reich im Osten zum eigenen Nachteil ernsthaft umsetzt; Ost- und Südosteuropa sind wegen der Unzahl mohammedanischer Zuwanderer sauer auf die Deutschen, die sich weigern, von ihren hehren moralischen Vorstellungen in bezug auf Humanismus abzugehen; England fühlt sich mit seiner wirtschaftsliberalen und gesellschaftlich konservativen Politik von den Deutschen im Stich gelassen; die Türkei erpreßt die Bundesrepublik, weil sie es kann.

Auf dem Berliner Kongreß vom 13. Juni bis 13. Juli 1878 (gemalt von Anton von Werner) reichen sich Fürst Bismarck und der russische Vertreter Graf Pjotr Schuwalow die Hand. Der k.u.k. Gesandte Graf Gyula Andrássy sieht ihnen zu. Bismarck beschrieb seine Rolle auf dem Berliner Kongreß „nicht als Schiedsrichter, sondern als ehrlicher Makler, der das Geschäft wirklich zustande bringen will“. Der Berliner Kongreß ordnete die Verhältnisse auf der Balkanhalbinsel für ein Menschenalter. (Diese Einschätzung steht im Schulbuch Grundzüge der Geschichte, Mittelstufe Band 3 aus dem Verlag Moritz Diesterweg.)

Auf dem Berliner Kongreß vom 13. Juni bis 13. Juli 1878 (gemalt von Anton von Werner) reichen sich Fürst Bismarck und der russische Vertreter Graf Pjotr Schuwalow die Hand. Der k.u.k. Gesandte Graf Gyula Andrássy sieht ihnen zu. Bismarck beschrieb seine Rolle auf dem Berliner Kongreß „nicht als Schiedsrichter, sondern als ehrlicher Makler, der das Geschäft wirklich zustande bringen will“. Der Berliner Kongreß ordnete die Verhältnisse auf der Balkanhalbinsel für ein Menschenalter. (Diese Einschätzung steht in einem Schulbuch: Grundzüge der Geschichte, Mittelstufe Band 3 aus dem Verlag Moritz Diesterweg. Es ist müßig zu erwähnen, daß im deutschen Wikipedia-Eintrag der Berliner Kongreß überwiegend negativ beurteilt wird.)

Gerade im Zusammenhang mit der Türkei ist dabei in diesen Tagen viel über einen Straftatbestand diskutiert worden, der seine Ursprünge im Deutschen Kaiserreich hat, und welcher das völlig fehlende außenpolitische Geschick der Republik unterstreicht. Der Paragraph 103 StGB stellte ab 1871 die Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter unter Strafe, sofern diese Monarchen waren. In der Bundesrepublik fand dieser Paragraph dann auch wieder Geltung und wurde auf alle Staatsoberhäupter ausgedehnt. Viele, wenn auch nicht alle Journalisten stellen sich in der aktuellen Debatte dagegen auf den Standpunkt, der Paragraph 103 StGB sei ein Relikt aus längst vergangenen, endlich überwundenen Tagen. Hierzu ist zunächst zu sagen, daß nicht nur das StGB, sondern der größte Teil unserer Gesetzgebung aus dem Kaiserreich kommt, und wenn man alle Gesetze dieser ach so unglückseligen und rückständigen Zeit abschaffen wollen würde, bräuchte man eine komplett neue Rechtsordnung.

Außerdem ist außenpolitisches Geschäft weder mit dem moralischen Imperativ zu betrachten, noch mit einer rosaroten Brille. Dies ist auch eine Lehre aus dem Kaiserreich, vor allem wenn man Bismarck mit seinen unglücklichen Nachfolgern vergleicht. Man kann daher dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan sicher fehlende Souveränität im Umgang mit wenig talentierten deutschen Humoristen und den Umstand vorwerfen, daß er nicht über deren Anwürfen steht. Dies könnte er gerade deshalb tun, da er von der EU ohnehin schon alles bekommt, was er sich gewünscht hat, und auf internationalem Parkett der große Gewinner ist. Noch unsouveräner als das Auftreten Erdogans ist es jedoch, den Paragraphen 103 im Sinne einer falsch verstandenen Meinungsfreiheit komplett abschaffen zu wollen. Es war die deutsche Kanzlerin, die sich in bezug auf die Flüchtlingskrise ein Jahr lang weigerte, Realpolitik nach Bismarck zu betreiben. Stattdessen erhob sie das Normative zur Grundlage der Außenpolitik ließ sich dafür solange feiern, wie den meisten Deutschen noch nicht klar war, daß dies eventuell negative Konsequenzen für Zusammenleben und -halt der Gesellschaft haben könnte. Damit hat sie sich selbst erst dem türkischen Staatspräsidenten ausgeliefert, welcher nach Belieben die Schleusen öffnen und schließen kann, weil Deutschland sich aus Marketinggründen weigert, dies zu tun. Es ist ja auch viel schöner, den Zeigefinger zu erheben, auf andere zeigen und diesen zu sagen, was menschlich geboten sei. Das mag Merkel innenpolitisch eine Ruhepause geben und sie in der mehrheitlich linken deutschen Öffentlichkeit wieder gut dastehen lassen, da die Bösen, die Flüchtlinge notwendigerweise abweisen, weil es zu viele sind, jetzt andere sind und die Deutschen sich wieder moralisch überlegen fühlen und die anderen belehren dürfen. Außenpolitisch hat Deutschland aber fast keine Freunde mehr, weil es die Lehren des einzigen echten deutschen Außenpolitikers, Otto von Bismarck, nicht beherzigt und statt Realpolitik Ideologie betreibt. Wenn in 100 Jahren über schlechte deutsche Außenpolitik geredet wird, wird man wahrscheinlich Angela Merkel im Sinn haben, und nicht Wilhelm II.. Dafür sollten wir ihr als Monarchisten immerhin dankbar sein. L.R.

Ihre Hilfe ist wieder gefragt

Die ersten Schreiber, die im Mai 2011 dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) vorschlugen, eine Direktübertragung der Hochzeit von Prinz Georg Friedrich von Preußen und Prinzessin Sophie von Isenburg aus Potsdam auszustrahlen, erhielten eine Absage. In Corona 78 baten wir unsere Leser, sich in einem Brief an den RBB für die Direktübertragung einzusetzen – und gemeinsam erzielten wir einen Erfolg. Der RBB beugte sich, wie er selbst sagte, dem öffentlichen Druck und strahlte drei Stunden lang die Feierlichkeiten aus – mit für den RBB sensationellen 18,6% Marktanteil.

Mit einem persönlichen Schreiben dankte das Preußenhochzeitspaar für die guten Wünsche, die ihm anläßlich ihres Ja-Worts übermittelt wurden.

Mit einem persönlichen Schreiben dankte das Preußenhochzeitspaar für die guten Wünsche, die ihm anläßlich des Ja-Worts übermittelt wurden.

Am 10. Juni begeht der Chef des Hohenzollernhauses seinen 40. Geburtstag, ein markantes Datum in jedermanns Leben. Dem Haussender in Berlin-Brandenburg stünde es gut an, aus diesem Anlaß dem Oberhaupt der Preußenfamilie eine Dokumentation zu widmen, schließlich bekam die britische Königin zum 90. Geburtstag in ARD und ZDF jeweils eine 45-Minuten-Sendung und auch zum 70. Geburtstag von König Carl XVI. Gustaf von Schweden strahlte das ZDF eine Sendung aus.

Doch warum nur ausländische Königshäuser? Auch Deutschland hat eine königliche Familie. Der RBB hat einen Reporter, der geübt ist im Umgang mit adligen Häusern und dem die Aufgabe eine Portraits von Prinz Georg Friedrich  anvertraut werden könnte: Jörg Thadeusz, ein berlin-brandenburgischer Seelmann-Eggebert.

Als 18-jähriger trat Prinz Georg Friedrich 1994 die Nachfolge seines Großvaters an. In diesen 22 Jahren gab er den Hohenzollern ein unverwechselbares Gesicht und seine Familie ist um drei Kinder gewachsen.

Schreiben Sie bitte an den

Rundfunk Berlin-Brandenburg, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin,  Tel. 030 / 97 99 3 -0 oder https://www.facebook.com/fernsehen.rbb

Wenn Sie Formulierungsideen benötigen, hilft Ihnen die Corona-Redaktion mit Vorschlägen, aber eindrucksvoller sind eigene Gedanken. Fordern Sie bitte eine Textvorlage an. H.S.

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Die vollständige 165. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 165

Inhalt der 165. Ausgabe:

  • Die schlechteste deutsche Außenpolitik ist jetzt die der Republik
  • Für Medienarbeit: Ihre Hilfe ist wieder gefragt
  • Brasiliens Monarchisten erleben Renaissance
  • Die Ernestinische Linie der Wettiner rückt wieder ins öffentliche Bewußtsein

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Der Info-Brief ist grundsätzlich kostenlos und wird aus Idealismus herausgegeben. Prinzipiell gilt, daß jeder, der sich mit Artikeln, Veranstaltungshinweisen, Kritik oder Anregungen einbringen möchte, herzlich dazu eingeladen ist, dies auch zu tun. Um „Corona“ zu beziehen, müssen Sie sich nur per Mail an corona_redaktion@yahoo.com in die Bezieherliste eintragen, dann wird Ihnen alle drei Wochen der Nachrichtenbrief kostenlos und unverbindlich zugestellt.

König Carl XVI. Gustaf von Schweden feiert seinen 70. Geburtstag

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König Carl Gustaf ChReVm-WIAA8JwN.jpg largeZu seinem 70. Geburtstag hat König Carl XVI. Gustaf von Schweden die ungeteilte Sympathie seiner Untertanen erfahren. Auch die internationale Aufmerksamkeit, die dem seit 15. September 1973 regierenden Monarchen zuteil wurde, wird dem Schwedenkönig gefallen.

Gerade die deutsche Presse gefällt sich darin, die schwedische Königsfamilie auf die „deutsche“ Silvia Sommerlath und die drei Kinder des Königspaars zu reduzieren. Das spiegelte sich in einer Geburtstagssendung des ZDFs, die mit dem reichlich dümmlichen Titel „König – Krone – Kindersegen“ ein Bild entwarf, das der ZDF-Pressetext so anpries: „Seit über vier Jahrzehnten ist Carl XVI. Gustaf König von Schweden: nicht immer geliebt aber respektiert. Skandalerprobt aber trotzdem glücklich. Was ist sein Geheimnis Affairen Kontakte ins Rotlichtmilieu und Lobesreden auf absolutistische Herrscher: Die Liste seiner angeblichen Fehltritte ist lang. …

Man nehme ein paar Gerüchte, durchmische sie mit Halbwahrheiten und eigener Phantasie sowie einer Rücknahme all dessen mit dem Attribut „angeblich“ und heraus kommt ein ZDF-Film für die beste Abendsendezeit. Doch was es wirklich mit dem sogenannten Skandal auf sich hat, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als aufgebauschte Sensationsmache: Das Buch Carl XVI Gustaf – Den motvillige monarken (Carl XVI Gustaf – Der unwillige Monarch) erschien im November 2010 und sagte dem König all die Laster nach, die vermeintliche Geschichtsexperten beim sächsischen König August dem Starken oder dem englischen Heinrich VIII. zu verorten meinen. Die schwedische Öffentlichkeit nahm die „Enthüllungen“ weit gelassener auf als manche Medien, die schon glaubten, eine Krise der Monarchie ziehe herauf. Doch von Widerwilligkeit kann bei diesem Monarchen nicht die Rede sein. Mehr als fünf Jahr später sitzt er noch immer auf dem Thron und will partout nicht altersbedingt abdanken. Er habe noch viel Lust am Regieren und fühle sich mit 70 keinesfalls zu alt, um seine Aufgaben zu erfüllen, ließ er in verschiedenen Interviews anläßlich seines Geburtstags die Journalisten wissen.

1946 wurde der ersehnte Erbe Carl Gustaf geboren, v.l. Prinzessin Sibylla mit dem neugeborenen Prinzen Carl Gustaf with the young prince, Heir Apparent Gustaf Adolf, Princess Margaretha (standing), Princess Birgitta, Princess Christina and Princess Désirée.

1946 wurde der ersehnte Erbe Carl Gustaf geboren, v.l. Prinzessin Sibylla mit dem neugeborenen Prinzen, Erbprinz Gustaf Adolf, Prinzessin Margaretha (stehend), Prinzessin Birgitta, Prinzessin Christina und Prinzessin Désirée.

Zwar ist seine älteste Tochter und Thronerbin Victoria heute älter als er es war, als er den Thron bestieg, aber er will der jungen Familie Zeit geben, die ersten Jahre der beiden Kinder gemeinsam zu verbringen.

König Gustaf VI. Adolf mit seinem Enkel und Kronprinzen Carl Gustaf.

König Gustaf VI. Adolf mit seinem Enkel und Kronprinzen Carl Gustaf.

Carl Gustaf mußte seinem Großvater 1973 nachfolgen, weil sein eigener Vater 1947 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. In den frühen siebziger Jahren war die schwedische Königsfamilie stark geschrumpft. Nach dem salischen Gesetz waren nur die männlichen Angehörigen der Bernadotte-Dynastie thronberechtigt, also kamen die vier Schwestern Carl Gustafs nicht als Kronerben in Frage, alle seine Onkel hatten morganatische Ehen geschlossen und lebten vielfach im Ausland. Seine Mutter, Prinzessin Sybilla aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, war 1972 an Krebs gestorben und es blieb als einziges Mitglied des Königshauses mit vollen Thronfolgerechten sein Onkel Prinz Bertil. Erst die Änderung der Nachfolgeregelung 1980, die die absolute Primogenitur einführte, erlaubte es Prinzessin Victoria (*14. Juli 1977), in der Thronfolge den ersten Rang einzunehmen und ihren Bruder Prinz Carl Philip (*13. Mai 1979), der bei seiner Geburt Kronprinz war, von Position eins zu verdrängen. Seither haben nicht nur die drei Kinder von Carl Gustaf und Silvia gleiche Rechte, sondern auch deren fünf Kinder, Prinzessin Estelle (*2012), Prinz Oscar (*2016); Prinz Alexander (*2016); Prinzessin Leonore (*2014) und Prinz Nicolas (*2015). Die schwedische Königsfamilie ist von 1973 bis heute stark angewachsen. Eine komplette Thronfolgeliste steht auf der Webseite des Königshauses.

Erste Parlamentseröffnung des neuen Königs 1974. Hinter ihm steht Prinz Bertil, damals Kronprinz, und am linken Bildrand ist Premierminister Olof Palme zu sehen, der stets ein Gegner der Monarchie war und dennoch seinen Amtseid auf den König leistetet.

Erste Parlamentseröffnung des neuen Königs 1974. Hinter ihm steht Prinz Bertil, damals Kronprinz, und am linken Bildrand ist Premierminister Olof Palme zu sehen, der stets ein Gegner der Monarchie war und dennoch seinen Amtseid auf den König leistetet.

Bei der Verfassungsänderung von 1972 verlor der schwedische König alle politischen Rechte. Die damals regierenden Sozialdemokraten setzten sie jedoch nicht zu Lebzeiten des greisen Königs Gustaf VI. Adolf in Kraft, sondern erst mit dem Thronwechsel 1973. Es sollte dem neuen König einen Dämpfer verpassen. Aber König Carl Gustaf ging mit der Situation gelassen um. Wie alle europäischen Monarchen ist er bei seinen Auftritten in der Öffentlichkeit und bei seinen Reden unter besonderer Beobachtung. Das Wort eines Monarchen hat um so mehr Gewicht, je weniger politisch er oder sie zu sagen hat. Dabei hat Carl Gustaf, obgleich kein begnadeter Redner, immer wieder die Stimmung im schwedischen Volk gut getroffen. Nicht nur seine Weihnachtsansprachen werden von allen verfolgt. Bis heute wird seine Ansprache an die Hinterbliebenen der Tsunamiopfer 2004 gerühmt. Zuvor hatte er schon kritisiert, daß die schwedische Regierung komplett in die Weihnachtsferien gereist war und niemand nach dem 2. Weihnachtsfeiertag bereit war, sich um die mehr als 500 toten schwedischen Touristen zu kümmern, die in den verwüsteten Küstengebieten auf den Rücktransport warteten. Von Seiten der Regierung wurde nur gemosert, damit habe der König seine Kompetenzen überschritten, aber von den Schweden wurde der König mit Lob überschüttet, weil er genau das ausdrückte, was viele ebenso empfanden. Erinnert sich jemand daran, wie damals der deutsche Bundespräsident hieß und was er sagte?

König Carl Gustaf bei einem Treffen mit dem schwedischen Kabinett. Seit ihrer Volljährigkeit nimmt auch Kronprinzessin Victoria an Kabinettssitzungen teil.

König Carl Gustaf bei einem Treffen mit dem schwedischen Kabinett. Seit ihrer Volljährigkeit nimmt auch Kronprinzessin Victoria an Kabinettssitzungen teil.

Nach der schwedischen Verfassung ist er das Staatsoberhaupt. Er kann an Kabinettssitzungen teilnehmen und der Premierminister erstattet ihm bericht. Er sitzt dem Beirat für auswärtige Beziehungen vor und eröffnet die neue Legislaturperiode des Reichstags. Er nimmt die Akreditierungsschreiben der ausländischen Botschafter entgegen und absolviert – mit der Königin – Staatsbesuche bzw. empfängt ausländische Staatsbesucher. Damit ist das Königspaar das schwedische Gesicht im Ausland. Auch in Schweden sind die Mitglieder der Königsfamilie immer auf Reisen. Ihre Besuche in den 21 Län, wie die schwedischen Provinzen heißen, verbinden die Nation. Dies ist um so wichtiger, als Schweden pro Kopf der Bevölkerung in Europa die meisten Migranten aufnimmt. Wie sehr die Neuankömmlingen sich in Schweden integrieren, wird auch davon abhängen, wie sie das Königtum und die königliche Familie akzeptieren.

Länge leve den svenska kungen som fyller 70-år!

Zum Königsgeburtstag wurden auch neue Briefmarken herausgegeben, die die drei Generationen zusammen zeigt.

Zum Königsgeburtstag wurden auch neue Briefmarken herausgegeben, die die drei Generationen zusammen zeigen.

Das Photo zum Geburtstag. Unter den Gästen, die König Carl Gustaf zum Geburtstag gratuloierten, befanden sich auch zahlreiche Angehörige des deutschen Hochadels, besonders aus dem Haus Wittelsbach und Sachsen-Coburg und Gotha.

Das Photo zum Geburtstag. Unter den Gästen, die König Carl Gustaf zum Geburtstag gratuloierten, befanden sich auch zahlreiche Angehörige des deutschen Hochadels, besonders aus dem Haus Wittelsbach und Sachsen-Coburg und Gotha.

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Gewiß, die nächste Bundeswahl ist für Monarchisten kein Thema, aber in Corona wurde schon das Merkel-Wort von Alternativlosigkeit kommentiert. Trotz ihrer fallenden persönlichen Umfragewerte scheint sie zur personifizierten Alternativlosigkeit zu werden.

Hier ist der passende Spruch dazu:

Gefunden am 25. April 2016 auf Twitter.

Gefunden am 25. April 2016 auf Twitter.

Und wer glaubt, eine andere Lösung zu kennen, sei gewarnt: Wer AfD wählt, sorgt ebenfalls dafür, daß alle Merkel bekommen. 

Die meistabgebildete Frau der Welt feiert ihren 90. Geburtstag

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Die Königin gemalt 1954 von Sir William Dargie.

Die Königin gemalt 1954 von Sir William Dargie.

Als Königin Elizabeth und Prinz Philip im Juni 2015 Deutschland besuchten, zeigte sich die britische Presse erstaunt, mit welchem Enthusiasmus die als zurückhaltend verschrieenen Deutschen die Gäste willkommen hießen. Vier offizielle Staatsbesuche absolvierte die Monarchin in Deutschland und besonders der erste im Mai 1965 war ein solcher Erfolg, daß noch heute alle davon schwärmen, die dabei waren. Davon zeugten nicht nur die Fernsehdokumentationen, die 2015 im Vorlauf zur neusten Visite gezeigt wurden. Unzählige Photos wurden dazu aus den Alben gekramt und stolz den Nachgeborenen gezeigt.

Queen's Birthday Briefmarke 2007

Queen’s Birthday Briefmarke 2007

Wem der Jubel galt, ist eine offene Frage. War es 1965 die bildschöne junge Königin und der Umstand, daß sie 20 Jahre nach dem Krieg die Aussöhnung mit dem Kriegsgegner des 2. Weltkriegs symbolisierte, so empfanden fünfzig Jahre später vor allem die jugendlichen Schaulustigen Bewunderung für die Frau, die unbeirrt ihrer Pflicht nachkommt. In einer Zeit, da viele einfach hinschmeißen und Bindungsangst die Norm ist, hat sich Elizabeth II. nie von ihrem Eid, den sie am 2. Juni 1953 bei ihrer Krönung schwor, getrennt. Sie hat, wie es in dieser Woche in einer BBC-Dokumentation hieß, bei der Krönung wie ein Priester ein Gelübde abgelegt, das sie gewillt ist, bis zum Tod auszufüllen. Eine Loyalität zur Krone, eine Loyalität gegenüber ihrer Aufgabe und eine Loyalität ihren Völkern gegenüber, denn nicht nur das Vereinigte Königreich hat sie als Monarchin, sondern auch 16 Staaten des Commonwealth erkennen sie als Staatsoberhaupt an. Die Geburtstagsbriefmarken aus Australien demonstrieren das.

Queen's Birthday Briefmarke

Die Queen’s Birthday Briefmarke von 2008 zeigt ihre Ordensdekoration, denn sie vergibt als Königin von Australien auch die Auszeichnungen des Order of Australia.

Ihr heutiger 90. Geburtstag wird dementsprechend weltweit gefeiert. In einem Alter, da andere bereits seit etlichen Jahren ihren Ruhestand genießen, absolviert die Königin noch immer jedes Jahr über 400 öffentliche Aufgaben – von der Einweihung einer Bahnlinie bis zu Ordensverleihungen. Der Zauber der Monarchie rührt auch von ihrem Motto her: „Never explain – Never complain“. Nichts erklären, nicht klagen. Die Königin gibt keine Interviews und wenn ihr etwas nicht gefällt, dann äußert sie Kritik hinter verschlossenen Türen. Sie stellt niemanden bloß und macht niemanden in aller Öffentlichkeit herunter. Einen Auftritt wie ihn Wolfgang Schäuble vor einigen Jahren mit seinem Pressesprecher inszenierte, wäre bei Königin Elizabeth undenkbar.

Queen's Birthday Briefmarke

Queen’s Birthday Briefmarke 2009

Für eine  90-jährige ist die Königin in einer bemerkenswerten gesundheitlichen Verfassung. Ihre Mutter starb im 102. Lebensjahr und wenn die Tochter dasselbe Alter erreicht, wird ihr ältester Sohn und Thronerbe, Prinz Charles, bei seiner Krönung fast 80 Jahre alt sein. Niemand weiß, wie seine Pläne aussehen, aber nichts spricht dagegen, daß er in diesem Alter seine Regentschaft antreten wird. Seine Ideen haben ihn jung gehalten und mit seinem Prince’s Trust hilft er vielen Jugendlichen. Sie bringen ihn mit ihren Wirtschaftsentwürfen mit den – wie es heute heißt – Start-up Unternehmen zusammen. Die Forderung, eine Generation zu überspringen, sollte vielleicht erst einmal an Politikern ausprobiert werden. Bei der königlichen Erbfolge sollte die Reihenfolge eingehalten werden.

Happy Birthday, Your Majesty!

Die diesjährigen Queen's Birthday Briefmarken waren im Nu ausverkauft.

Die diesjährigen Queen’s Birthday Briefmarken waren im Nu ausverkauft.

Direkter Vergleich von Republik und Monarchie: Belgier mit König zufrieden – Franzosen mit Präsident unzufrieden

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Seit Mai 2012 amtiert als französischer Staatspräsident François Hollande. Nie zuvor hatte er einen Ministerposten bekleidet oder war irgendwie mit der Verwaltung eines Ministeriums beschäftigt. Als Erster Sekretär der Sozialistischen Partei (1997 – 2008) hatte er wohl noch am ehesten politisch-administrative Führungsaufgaben. Mit seiner Amtsführung sind 2016 – nach knapp vier Jahren als Staatsoberhaupt –  noch 10% der Franzosen zufrieden.

Der unpopulärste Präsident der 5. Republik: François Hollande als Aufmacherthema in der Zeitung L'Opinion vom 18. April 2016

Der unpopulärste Präsident der 5. Republik: François Hollande als Aufmacherthema in der Zeitung L’Opinion vom 18. April 2016

Die Unzufriedenheit mit dem Präsidenten überträgt sich auch auf seinen Premierminister, Manuel Valls:

Im März 2016 waren noch 14% mit François Hollande zufrieden.

Im April 2016 waren noch 14% mit François Hollande zufrieden, 85% unzufrieden, ebenfalls unzufrieden zeigten sich 74% der Befragten mit der Arbeit von Regierungschef Valls.

Ganz anders im Nachbarland Belgien, wo am 21. Juli 2013 ein neuer Monarch inthronisiert wurde. Die belgischen Medien haben nun eine 1000-Tage-Bilanz vorgelegt und festgestellt, wie zufrieden die Belgier mit König Philippe I. der Belgier sind. Im Gegensatz zur französischen Republik sind die Belgier mit ihrem Staatsoberhaupt sehr zufrieden: 69% erklärten dies bei einer Befragung, nur 31% setzten kein Vertrauen in ihn:

69% der Belgier sind mit ihrem Monarchen zufrieden.

69% der Belgier sind mit ihrem Monarchen zufrieden.

Noch höher fiel die Zustimmung zum Königspaar aus. 77% der Belgier erklärten, König Philippe und Königin Mathilde hätten gut auf den Terroranschlag in Brüssel am 22. März reagiert:

77% zeigten sich zufrieden mit dem Verhalten des Königspaars nach den Terroranschlägen in Belgien.

77% zeigten sich zufrieden mit dem Verhalten des Königspaars nach den Terroranschlägen in Belgien.

Es bewahrheitet sich, was Corona bereits im November 2015 in bezug auf das krisengeschüttelte Frankreich schrieb: Die Republik ist die Antwort schuldig geblieben.

Die wirtschaftlichen Eckdaten von François Hollandes vierjähriger Herrschaft sind überwiegend negativ.

Die wirtschaftlichen Eckdaten von François Hollandes vierjähriger Herrschaft sind überwiegend negativ.

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 164

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Paris: Gedenken an Royalisten in der Résistance

Hierzulande wird an den Widerstand des 20. Juli 1944 zwar erinnert. Was für Ziele die Verschwörer verfolgten, ist der Obrigkeit heute jedoch eher unangenehm, denn ein Gebilde wie die Bundesrepublik wollten sie ebensowenig wie die meisten anderen Widerstandsströmungen. So erwähnt Kronprinz Louis Ferdinand in seinen Memoiren ausführlich die Bestrebungen eines Teils der Verschwörer, ein monarchisches Regime einzuführen, wovon die Hohenzollern wußten. Daß sie nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler nicht damit in Verbindung gebracht wurden, war nur dem Umstand zu verdanken, daß die Verbindungsmänner dies auch unter Folter nicht verrieten, wovon man aber im offiziellen Gedenken an die Verschwörer nichts hören oder lesen wird.

Dem royalistischen Widerstands-kämpfer Jacques Renouvin wid-mete die französische Republik auch eine Briefmarke (hier in der Einladung zum 26. März).

Dem royalistischen Widerstands-kämpfer Jacques Renouvin widmete die französische Republik auch eine Briefmarke (hier in der Einladung zum 26. März).

In Frankreich, welches normalerweise auch nicht gerade für seinen freundlichen Umgang mit seiner rechten Opposition bekannt ist, ist dies immerhin anders. Jüngst, am 26. März, wurde zwei royalistischen Widerstandskämpfern der Résistance gegen die deutsche Besatzung ein Platz gewidmet.  Der Place Mireille-et-Jacques-Renouvin im Pariser Stadtviertel Saint-Germain-des-Prés gedenkt zweier Résistancemitglieder aus dem Umfeld der royalistischen Action Française. Eingeweiht wurde der neue Name von der sozialistischen Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, und es nahmen ihre linken Koalitionäre von den Kommunisten und kleineren linken Parteien neben Royalisten von der Nouvelle Action Royaliste und der Action Française teil. Dabei wurde von der Bürgermeisterin ausdrücklich die „patriotische und monarchistische” Überzeugung der bei-den Geehrten sowie eines Teils der Résistance-Kämpfer insgesamt gewürdigt.

Des Royalistes dans la Résistance von François-Marin Fleutot, erschienen 2000 bei Flammarion, doku-mentiert auf 511 Seiten die vielschichtige Welt der französischen Royalisten.

Des Royalistes dans la Résistance von François-Marin Fleutot, erschienen 2000 bei Flammarion, dokumentiert auf 511 Seiten die vielschichtige Welt der französischen Royalisten.

Die generelle Haltung der Royalisten während der deutschen Besatzung war nicht eindeutig. Ein großer Teil verhielt sich neutral, weil die Angst vor dem Kommunismus und auch die Abneigung gegen die Republik mindestens so groß war, wie die Abneigung gegen die deutschen Besatzer. Diese Haltung vertrat auch der langjährige Chef der französischen Royalisten, Charles Maurras, der sich nicht gegen die Unterstützung von Marschall Pétain für das Deutsche Reich aussprach. Ein anderer Teil wandte sich jedoch gegen diese Linie. Jacques Renouvin (1905-1944) bezahlte sein Engagement dabei mit dem Leben: Er wurde nach Mauthausen deportiert, wo er den Tod fand. Seine Frau Mireille Renouvin wurde in Frankreich inhaftiert und bekam 1943 in der Haft einen Sohn, Bertrand, welcher heute Chef der Nouvelle Action Royaliste und damit der prominenteste Vertreter eines Royalismus von links ist. L.R.

 

Zahl der deutschen Monarchiebefürworter konstant

Wenngleich Republikaner in Deutschland glauben (machen), Monarchisten seien in diesem Land ausgestorben, so hält sich die Zahl der Befürworter konstant im zweistelligen Bereich. Waren es 2010 noch 13 Prozent, die ein monarchisches Staatsoberhaupt gerne sähen, stieg die Zahl 2013 vor dem Monarchenwechsel in den Niederlanden auf 19 Prozent. Wieder drei Jahre später ergab eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov (veröffentlicht in der Stuttgarter Zeitung vom 13. April) unter 1.041 Teilnehmern, daß 16 Prozent der Befragten eine deutsche Monarchie befürworten – 12 Prozent konnten sich zu keiner Entscheidung durchringen.

Zufällig erschien in der letzten Woche eine zweite Umfrage. Das VIP-Magazin Neue Post hat 1.003 Leute gefragt, welche europäische Königsfamilie sie sich für Deutschland wünschen. 26 Prozent optierten für die schwedische Königsfamilie, 21 Prozent für das niederländische Königshaus. Auf die naheliegende Frage nach den deutschen Thronanwärtern kam die Neue Post nicht.

Vergleiche hinken immer und vor vorschnellen Schlüssen sei gewarnt, aber übertrüge man die Sympathiewerte für die monarchische Staatsform auf die parteipolitische Ebene, so läge die Zahl der Monarchiebefürworter bei Bundestagswahlen vor den Wählern von Linken, Grünen oder AfD. Die Anhängerschaft der FDP wäre sogar dreifach überboten. Allerdings konzentrieren sich die deutschen Monarchisten nicht auf eine Partei, sondern sie sind in allen politischen Richtungen und Strömungen zu finden, manchmal mehr, manchmal weniger.

Es geht auch nicht darum, die Phantasie einer monarchistischen Partei heraufzubeschwören. Eine solche wird es nicht geben, denn erfolgversprechend ist eine weitere Kleinstpartei in keinem Fall. Leider ist das Dilemma der deutschen Monarchisten ihr extremer Individualismus. An ihm scheitert nicht nur jeder Versuch einer parteipolitischen Umsetzung der positiven Umfrageergebnisse, sondern schon die Organisation kleiner gemeinsamer Aktionen ist von keinem Erfolg gekrönt. Davon zeugt in diesem Jahr die gescheiterte Fahrt nach Haus Doorn am 4. Juni.

Anhänger des monarchischen Gedankens dürfen sich über positive Umfragewerte freuen, praktischen Nutzen werden sie leider nicht daraus ziehen können. H.S.

Der April ist ein Monat mit vielen königlichen Geburtstagen: Am 15. April feierte König Philippe I. der Belgier seinen 56. Geburtstag, ein Tag später beging seine Tochter Prinzessin Eléonore ihren 8. Geburtstag. Drei weitere königliche Geburtstagskinder feierten am 16. April: Königin Margrethe II. von Dänemark ihren 76., Großherzog Henri I. von Luxemburg seinen 63. und sein Sohn Prinz Sébastien seinen 26. Am 21. April wird Königin Elizabeth II. 90 Jahre alt und ein ganzes Commonwealth wird sie feiern. Der jüngste Sohn von König Konstantin II. der Hellenen, Prinz Philippos wird am 26. April 30 Jahre alt und einen Tag später vollendet König Willem-Alexander der Niederlande sein 49. Lebensjahr. Am Monatsende wird ganz Schweden den 70. Geburtstag seines Königs Carl XVI. Gustaf feiern. Ad MUltos Annos!

Der April ist ein Monat mit vielen königlichen Geburtstagen: Am 15. April feierte König Philippe I. der Belgier seinen 56. Geburtstag, einen Tag später beging seine Tochter Prinzessin Eléonore von Belgien ihren 8. Geburtstag. Drei weitere königliche Geburtstagskinder feierten am 16. April: Königin Margrethe II. von Dänemark ihren 76., Großherzog Henri I. von Luxemburg seinen 61. und sein Sohn Prinz Sébastien von Luxemburg seinen 24. Am 21. April wird Königin Elizabeth II. 90 Jahre alt und ein ganzes Commonwealth wird sie feiern. Der jüngste Sohn von König Konstantin II. der Hellenen, Prinz Philippos von Griechenland und Dänemark wird am 26. April 30 Jahre alt und einen Tag später vollendet König Willem-Alexander der Niederlande sein 49. Lebensjahr. Am Monatsende wird ganz Schweden den 70. Geburtstag seines Königs Carl XVI. Gustaf feiern. Ad multos annos!

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Die vollständige 164. Ausgabe von „Corona – Nachrichten für Monarchisten“ steht hier zum Herunterladen bereit:

Corona – Nachrichten für Monarchisten, Ausgabe 164

Inhalt der 164. Ausgabe:

  • Frankreich: Gedenken an Royalisten in der Résistance
  • Zahl der deutschen Monarchiebefürworter konstant
  • Tobias Friske: Staatsform Monarchie
  • Prinz Jean von Frankreich setzt sich für Christen in Syrien ein

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